Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 50 ST | 38,48 € |
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Indikation
- in Kombination mit einem HMG-CoA-Reduktaseinhibitor (Statin) als adjuvante Therapie zur Diät, um additive Reduktion der LDL-Cholesterol-(LDL-C)-Spiegel bei Patienten mit primärer Hypercholesterolämie zu erzielen, bei denen mit einem Statin allein keine ausreichende Kontrolle möglich ist
- in Monotherapie als adjuvante Therapie zur Diät, zur Reduktion des erhöhten Gesamt- und LDL-Cholesterols bei Patienten mit isolierter primärer Hypercholesterolämie, bei denen ein Statin als unangemessen betrachtet wird oder nicht gut vertragen wird
- chologene Diarrhöen
- Pruritus oder Ikterus bei partiellem Gallengangsverschluss
- Hinweise
- Beibehaltung der vor der medikamentösen Behandlung eingeleiteten diätetischen Maßnahmen während der Therapie
- bisher keine kontrollierten Langzeitversuche vorhanden, welche die Wirkung von Colestyramin bei der primären oder sekundären Prävention von Komplikationen der Arteriosklerose belegen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Dosisbeutel enthält 4 g Colestyramin 20
- Kombinationstherapie mit einem HMG-CoA-Reduktaseinhibitor (Statin)
- Erwachsene
- Einleitung der Therapie, wenn Standarddosen des HMG-CoA-Reduktaseinhibitors unangemessen sind oder nicht gut vertragen werden
- Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels für jeweiligen HMGCoA-Reduktaseinhibitor zu Rate ziehen
- 1 - 4 Dosisbeutel (4 - 16 g Colestyramin) / Tag; Verteilung auf mehrere Einzeldosen möglich
- Dosissteigerung, optional, bei unzureichendem Behandlungserfolg: max. 6 Dosisbeutel (24 g Colestyramin)
- Erwachsene
- Monotherapie
- Erwachsene
- 1 - 4 Dosisbeutel (4 - 16 g Colestyramin) / Tag; Verteilung auf mehrere Einzeldosen möglich
- Dosissteigerung, optional, bei unzureichendem Behandlungserfolg: max. 6 Dosisbeutel (24 g Colestyramin)
- zu Beginn einschleichend dosieren, zur Vermeidung gastrointestinaler Nebenwirkungen
- erforderliche Dosiserhöhungen schrittweise, mit regelmäßiger Überprüfung der Lipid-Werte
- Dosen > 24 g Colestyramin / Tag stören möglicherweise die normale Fettaufnahme
- Erwachsene
- chologene Diarrhöen
- Erwachsene
- initial: 1 Dosisbeutel (4 g Colestyramin) 3mal / Tag
- nachfolgende Dosisanpassung, falls erforderlich
- Erwachsene
- Pruritus und Ikterus
- Erwachsene
- 1 - 2 Dosisbeutel (4 - 8 g Colestyramin) / Tag
- Erwachsene
- Behandlungsdauer
- abhängig von Grunderkrankung, i.d.R. Dauertherapie
- bei Diarrhö aufgrund einer Störung der Gallensäurenresorption: Ansprechen auf Therapie innerhalb von 3 Tagen; bei Nichtansprechen Beginn mit einer anderen Therapie
- Hinweis
- zur Festlegung von Behandlungsstrategien und Zielen für einzelne Patienten, aktuelle europäische Richtlinien heranziehen
- vor Therapiebeginn muss den Patienten eine cholesterinsenkende Diät verordnet und ein Lipidprofil erstellt werden, um die Gesamt-Cholesterin-(Gesamt-C-), HDL-Cholesterin-(HDL-C-) und Triglyceridspiegel zu ermitteln
- Diät während der Therapie fortsetzen
- Serumspiegel an Gesamt-C, LDL-C und Triglyceriden in regelmäßigen Abständen ermitteln um günstiges Erst- und Langzeitansprechen zu bestätigen
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Berechnung nach dem Körpergewicht:
- (Körpergwicht (kg) x Erwachsenendosis (g)) / 70 kg
- zur Vermeidung gastrointestinaler Nebenwirkungen, Beginn mit einer Dosis / Tag
- anschließende schrittweise Dosiserhöhung alle 5 - 7 Tage, bis erwünschter therapeutischer Effekt erreicht ist
- Berechnung nach dem Körpergewicht:
- älterer Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
Colestyramin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Colestyramin
- Darmverschluss
- Gallengangverlegung
- Hinweis
- bei gleichzeitiger Anwendung von Colestyramin mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Kontraindikationen beachtet werden
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Colestyramin - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernähungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hyperchlorämische Azidose bei Kindern und bei Patienten mit Niereninsuffizienz unter Langzeittherapie
- Mangel fettlöslicher Vitamine
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg der alkalischen Phosphatase und der Transaminasen zu Beginn der Therapie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Völlegefühl
- Sodbrennen
- Appetitlosigkeit
- Dyspepsie
- Brechreiz
- Blähungen
- Diarrhöen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung einer vorbestehenden Steatorrhoe
- verminderte Resorption fettlöslicher Vitamine
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rötungen und Reizungen der Haut, der Zunge und im Analbereich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verminderung der Folsäurekonzentration im Serum
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Einnahme vor der Hauptmahlzeiten empfehlenswert
- wenn eine Wechselwirkung mit einem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden kann, Verabreichung dieses Arzneimittels mind. 1 Stunde vor oder 4 Stunden nach Colestyramin
Zubereitung
- Inhalt des Dosisbeutels vor Einnahme in reichlich Flüssigkeit (ca. 200 ml Wasser) einrühren
- Verwendung anderer beliebiger Getränke, klaren Suppen oder saftreichen Kompotten anstelle von Wasser möglich
Stillzeithinweise
Colestyramin - intraoral
- keine ausreichende Erfahrung in der Stillzeit
- Colestyramin wird nicht in die Muttermilch ausgeschieden
- jedoch kann der Gehalt an fettlöslichen Vitaminen in der Muttermilch wegen der verminderten Resorption erniedrigt sein
- bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Kontraindikationen beachtet werden
Schwangerschaftshinweise
Colestyramin - intraoral
- keine ausreichende Erfahrung in der Schwangerschaft
- Gabe von Colestyramin kann zur verminderten Resorption fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) führen
- kann schwerwiegende Folgen für das Kind (Blutungsneigung) haben
- bei Notwendigkeit einer Blutcholesterinsenkung während der Schwangerschaft sollte Colestyramin nur verwendet werden, falls keine sichere Alternative existiert
- dabei auf eine ausreichende Zufuhr fettlöslicher Vitamine achten
- Fertilität:
- weder präklinische noch klinische Daten zu einem möglichen Einfluss von Colestyramin auf die weibliche und männliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Colestyramin - intraoral
- vor Einleitung der Therapie mit Colestyramin sollten sekundäre Ursachen einer Hypercholesterolämie ausgeschlossen werden, d.h.
- schlecht eingestellter Diabetes mellitus
- Hypothyreose
- nephrotisches Syndrom
- Dysproteinämien
- obstruktive Lebererkrankung
- andere pharmakologische Therapie
- Alkoholismus
- gleichzeitige Anwendung mit einem Statin
- bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung beachtet werden
- Triglyceridspiegel > 3,4 mmol/l
- bei Behandlung von Patienten mit Triglyceridspiegeln > 3,4 mmol/l Vorsicht aufgrund der triglyceridsteigernden Wirkung von Colestyramin
- Verstopfung
- Colestyramin kann Verstopfung auslösen oder eine bestehende Verstopfung verschlimmern
- Risiko einer Verstopfung muss besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Angina pectoris berücksichtigt werden
- Colestyramin darf bei folgenden Erkrankungen nur mit Vorsicht angewendet werden, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei diesen Patienten nicht ermittelt wurden
- Dysphagie
- Schluckbeschwerden
- schwere gastrointestinale Motilitätsstörungen
- entzündliche Darmerkrankungen
- Leberinsuffizienz
- größere Magen-Darm-Traktoperationen
- Antikoagulanzien
- bei Patienten unter Antikoagulanzien unter Antikoagulanzien muss die gerinnungshemmende Therapie eng überwacht werden, da Gallensäuren-Komplexbildner nachweislich sowohl die Resorption von Vitamin K senken als auch die gerinnungshemmende Wirkung von Antikoagulanzien beeinträchtigen
- Digitalis
- nach Absetzen von Colestyramin kann es zu einer Erhöhung des Digitalisspiegels kommen
- empfohlen, andere Arzneimittel mind. mit einem Abstand von einer Stunde einzunehmen
- Medikamente, v.a. solche mit sauren Eigenschaften (z.B. Phenylbutazon, Cumarinderivate) können von diesem Medikament gebunden werden
- Vorsicht bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren
- Aktivierung oder Verschlimmerung bestehender Geschwüre ist möglich
- Langzeitanwendung
- bei Langzeitanwendung sollten bei Risikopatienten regelmäßig die Blutelektrolyte überprüft werden
- Colestyramin darf nie in trockener Form eingenommen werden
- Verträglichkeit wird durch längeres Quellenlassen in Flüssigkeit verbessert