Radiogardase-Cs
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 36 ST | 212,34 € |
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Indikation
- Dekorporation bzw. Verhinderung der Resorption von Radiocäsium (z. B. 134Cs, 137Cs)
Dosierung
- Dekorporation bzw. Verhinderung der Resorption von Radiocäsium
- Dosierung in Abhängigkeit der Schwere der Cäsiumvergiftung
- Erwachsene und Kinder
- Soweit nicht anders verordnet:
- Tagesdosis: 6 bis 40 Hartkapseln [entsprechend 3 bis 20 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)] oral
- gleichmäßig über den 24-Stunden-Zeitraum verteilen (z. B. 6 Hartkapseln 3mal / Tag) um den enterohepatischen Kreislauf des Radiocäsiums optimal zu unterbrechen
- bei Vorliegen einer akuten Vergiftung, bei der sich noch Radiocäsium im Magen oder in den oberen Darmabschnitten befindet
- initial: mind. 6 Hartkapseln [3 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)] als Einmaldosis
- Tagesdosis: 6 bis 40 Hartkapseln [entsprechend 3 bis 20 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)] oral
- Behandlungsdauer
- Behandlung so schnell wie möglich beginnen
- wenn nicht sofort verfügbar, auch eine spätere Einnahme sinnvoll und effektiv
- Anwendung über mind. 30 Tage, abhängig vom Grad der Kontamination und der Beurteilung des behandelnden Arztes
- regelmäßige (wöchentliche) Kontrollen der Radioaktivität im Stuhl und Urin (Dauer der Therapie richtet sich nach dem Nachweis von Radiocäsium im Stuhl)
- Hinweis
- lange biologische Halbwertszeit des Radiocäsiums beachten
- bei nachgewiesener deutlicher Abnahme der Radioaktivität durch Cäsium
- Dosis auf 2 - 4 Hartkapseln [entsprechend 1 - 2 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)] / Tag senken (zur Verbesserung der Magen-Darm-Verträglichkeit)
- Soweit nicht anders verordnet:
Kontraindikationen
Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
- Überempfindlichkeit gegenüber Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Obstipation (Behandlung der Obstipation erfolgt mit einer ballaststoffreichen Diät oder ballaststoffbasierten Laxantien)
- unspezifische Magen-Darm-Beschwerden (bei einer Hochdosistherapie: 20 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) / Tag) am Tag)
- Dunkelfärbung des Stuhls (harmlos, beruht auf der Farbe des Wirkstoffes)
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme mit Flüssigkeit
- Einnahme sollte zur Mahlzeit erfolgen (Nahrung regt Sekretion der Galle und den enterohepatischen Kreislauf an; dadurch Stimulation der Cäsiumausscheidung möglich)
- wenn Hartkapsel nicht geschluckt werden kann:
- öffnen und Inhalt mit Nahrung einnehmen oder in Flüssigkeit (z. B. warmem Wasser) aufgeschwemmt trinken (Blaufärbung von Mund und Zähnen möglich!)
- Aufschwemmung kann auch über den Magenschlauch im Anschluss an eine Magenspülung gegeben werden
- wenn orale Einnahme nicht möglich:
- Hartkapselinhalt in Wasser oder Mannitollösung aufschwemmen und per Magen- oder Duodenalsonde verabreichen
Stillzeithinweise
Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
- gegen die Anwendung von Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) während der Stillzeit bestehen keine Bedenken
- da Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) praktisch nicht resorbiert wird, durchdringt es nicht die Plazentaschranke und gelangt nicht in die Muttermilch
- dagegen wird Radiocäsium oder Thallium sowohl auf das ungeborene Kind übertragen als auch in die Muttermilch abgegeben
- Risiko durch das Radiocäsium oder Thallium viel höher als das Risiko einer Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)
- kontaminierte Mütter sollten generell nicht stillen
Schwangerschaftshinweise
Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
- gegen die Anwendung von Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) während der Schwangerschaft bestehen keine Bedenken
- da Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) praktisch nicht resorbiert wird, durchdringt es nicht die Plazentaschranke und gelangt nicht in die Muttermilch
- dagegen wird Radiocäsium oder Thallium sowohl auf das ungeborene Kind übertragen als auch in die Muttermilch abgegeben
- Risiko durch das Radiocäsium oder Thallium viel höher als das Risiko einer Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)
- kontaminierte Mütter sollten generell nicht stillen
Warnhinweise
Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
- Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) so schnell wie möglich beginnen
- ist Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) nicht sofort verfügbar, ist auch eine spätere Einnahme sinnvoll und effektiv