Ramipril Piretanid Winthrop 5 mg/6 mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 24,57 € |
| N2 | 56 ST | 38,08 € |
| N3 | 98 ST | 58,52 € |
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Indikation
- essenzielle Hypertonie
- indiziert bei Patienten, deren Blutdruck mit Ramipril allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte
Dosierung
- essenzielle Hypertonie
- Hinweise
- grundsätzlich Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung einschleichend beginnen
- Gabe der fixen Kombination
- erst nach vorangegangener individueller Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen empfohlen
- wenn klinisch vertretbar, direkte Umstellung von Monotherapie auf fixe Kombination in Erwägung ziehen
- bei Umstellung von Monotherapie auf Kombination und bei Dosiserhöhung von Ramipril bzw. Piretanid, insbesondere bei Salz- und / oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen / Diarrhö, Diuretikavorbehandlung), Herzinsuffizienz der schwerer Hypertonie
- evtl. übermäßiger Blutdruckabfall
- mind. 8 Stunden ärztlich überwachen
- 1 Tablette (5 mg Ramipril plus 6 mg Piretanid) 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 2 Tabletten (10 mg Ramipril plus 12 mg Piretanid)
- Hinweise
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.
- Dosiseinstellung besonders sorgfältig vornehmen (Titration der Einzelkomponenten)
- Erhaltungsdosis: 1/2 Tablette 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 1 Tablette
- schwer (Kreatininkonzentration im Blut > 1,8 mg / dl; Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
- Anwendung ist kontraindiziert
- Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.
- Leberinsuffizienz
- schwer (Praecoma / Coma hepaticum) oder primäre Lebererkrankung
- Anwendung ist kontraindiziert
- schwer (Praecoma / Coma hepaticum) oder primäre Lebererkrankung
- ältere Patienten
- Dosiseinstellung besonders sorgfältig vornehmen (Titration der Einzelkomponenten)
- Erhaltungsdosis: 1/2 Tablette 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 1 Tablette
- Kinder und Jugendliche
- keine ausreichenden Erfahrungen
- keine Anwendung
- gleichzeitige Therapie mit einem Diuretikum; bisher noch keine Gabe eines ACE-Hemmers
- Absetzen des Diuretikums erwägen
- wenigstens 2 - 3 Tage vor Behandlungsbeginn mit Ramipril plus Piretanid
- oder zumindest Dosisreduktion des Diuretikums
- Absetzen des Diuretikums erwägen
Kontraindikationen
Piretanid, Ramipril - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer, Piretanid oder andere Sulfonamidderivate (mögliche Kreuzreaktionen beachten)
- anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem (z.B. infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie)
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Serum-Kreatinin >1,8 mg/dl bzw. Kreatinin-Clearance <30 ml/min)
- Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere)
- Zustand nach Nierentransplantation
- hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe Kardiomyopathie
- primärer Hyperaldosteronismus
- schwere Leberfunktionsstörungen (Präkoma/Coma hepaticum)
- primäre Lebererkrankung
- klinisch relevante Elektrolytstörungen, die sich durch Behandlung mit dem Arzneimittel verschlechtern können (z.B. Hyponatriämie, Hypokaliämie)
- Hypovolämie oder Dehydratation
- hypotensive oder hämodynamisch instabile Patienten
- Nephropathie, die mit Steroiden, nicht-steroidalen Antiphlogistika, Immunmodulatoren und / oder zytotoxischen Substanzen behandelt wird
- Dialysepatienten
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- Kinder
- extrakorporale Therapieverfahren, die zum Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führen
- ist zu vermeiden, da schwere anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten können
- z.B. Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril,natrium-2-methylallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. »AN 69«) und LDL-(Low-density-Lipoprotein-)Apherese mit Dextransulfat
- im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration oder der Notwendigkeit einer LDL-Apherese muss deshalb eine andere Dialysemembran verwendet werden und die Patienten sollten auf eine Behandlung mit einem Antihypertensivum umgestellt werden, das nicht zur Gruppe der ACE-Hemmer gehört
- gleichzeitige Desensibilisierungstherapie mit Insektengiften z. B. von Bienen oder Wespen
- Risiko von z. T. lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen)
- Überempfindlichkeitsreaktionen können auch nach Insektenstichen (wie Bienen- oder Wespenstich) vorkommen
- falls eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist das Arzneimittelvorübergehend durch andere Arzneimittel gegen Hypertonie - keinen ACE-Hemmer - zu ersetzen
- Risiko von z. T. lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen)
- gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73m2)
- gleichzeitige Anwendung mit Sacubitril/Valsartan
- die Behandlung mit Ramipril plus Piretanid darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Piretanid, Ramipril - peroral
Nebenwirkungen von Ramipril
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myokardischämie inklusive Angina pectoris oder Myokardinfarkt
- Tachykardie
- Arrhythmie
- Palpitationen
- periphere Ödeme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erniedrigte Anzahl von
- Leukozyten (inklusive Neutropenie oder Agranulozytose)
- Erythrozyten
- Thrombozyten
- Hämoglobin erniedrigt
- erniedrigte Anzahl von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukozytose
- BSG erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
- Knochenmarkdepression
- Panzytopenie
- hämolytische Anämie
- Hämatokrit erniedrigt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl (Benommenheit)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vertigo
- Parästhesien
- Geschmacksverlust
- Geschmacksstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tremor
- Gleichgewichtsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- zerebrale Ischämie inklusive ischämischem Schlaganfall und transitorischen ischämischen Attacken
- Beeinträchtigung psychomotorischer Fähigkeiten (beeinträchtigte Reaktionen)
- brennendes Gefühl
- Geruchsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen inklusive verschwommenem Sehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hörstörungen
- Tinnitus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinum
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- trockener Reizhusten
- Bronchitis
- Sinusitis
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchospasmus inklusive Verschlimmerung von Asthma
- Rhinitis
- Nasenschleimhautschwellung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Entzündungen
- Verdauungsstörungen
- abdominale Beschwerden
- Dyspepsie
- Diarrhö
- Übelkeit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis (in Ausnahmefällen mit Todesfolge)
- erhöhte Pankreasenzyme
- intestinales Angioödem
- Schmerzen im Oberbauch inklusive Gastritis
- Obstipation
- Mundtrockenheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Glossitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- (Sub-)Ileus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stomatitis aphthosa (entzündliche Reaktionen der Mundhöhle)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nierenfunktionsstörungen inklusive akutem Nierenversagen
- vermehrte Urinausscheidung
- Verschlechterung einer bestehenden Proteinurie
- Blutharnstoff erhöht
- Kreatinin im Blut erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Exanthem insbesondere makulopapulöses
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem (höhere Inzidenz bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe; kann lebensbedrohlich werden, selten kann ein ernsthafter Verlauf zu einer tödlichen Obstruktion der Atemwege führen)
- Pruritus
- Hyperhidrose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- exfoliative Dermatitis
- Onycholyse
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Photosensibilität
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- Pemphigus
- Verschlimmerung einer Psoriasis
- psoriasiforme Dermatitis
- pemphigoides oder lichenoides Exanthem oder Enanthem
- Alopezie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelkrämpfe
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arthritis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechse lund Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kalium im Blut erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- verminderter Appetit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Natrium im Blut erniedrigt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- orthostatische Regulationsstörung
- Synkope
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erröten (Flush)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßstenose
- Minderdurchblutung (Exazerbation von Durchblutungsstörungen)
- Vaskulitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Raynaud-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen im Brustkorb
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystem
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische oder anaphylaktoide Reeaktionen (schwere anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen auf Insektenstiche werden unter ACE-Hemmung verstärkt)
- antinukleäre Antikörper erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberenzyme und/oder konjugiertes Bilirubin erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- cholestatischer Ikterus
- Leberzellschädigung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Cholangitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Leberversagen
- cholestatische oder zytolytische Hepatitis (in Ausnahmefällen mit Todesfolge)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehende Erektionsstörungen
- verminderte Libido
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gynäkomastie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- depressive Verstimmungen
- Angst
- Nervosität
- Unruhe
- Schlafstörungen inklusive Somnolenz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verwirrtheit
- Apathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aufmerksamkeitsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Nebenwirkungen von Piretanid, die unter Ramipril noch nicht genannt wurden; ohne Angabe der Häufigkeit
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystem
- Hämokonzentration
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Symptome einer Harnabflussbehinderung bei Patienten mit gestörter Blasenentleerung oder Prostatahyperplasie
- Entwicklung eines Flüssigkeitsdefizits
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Muskelschwäche
- neuromuskuläre Übererregbarkeit und Tetanie
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Dehydratation
- Hypovolämie
- Hypokaliämie
- Hypochlorämie
- Hypomagnesiämie
- Hypokalzämie
- Erhöhung der Konzentration von Cholesterin und Triglyceriden im Serum
- Entwicklung oder Verschlimmerung einer metabolischen Alkalose
- Zunahme der Harnsäurekonzentration im Serum
- Auslösung von Gichtanfällen
- Blutzuckererhöhung
- Verschlechterung der Glucosetoleranz
- Manifestation eines latenten Diabetes mellitus
- Verschlechterung eines manifesten Diabetes mellitus
- Glucosurie
- Durst
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Hörstörungen, wie Tinnitus und Taubheit (manchmal irreversibel)
- Gefäßerkrankungen
- erhöhte Thromboseneigung
Anwendungshinweise
- Tabletten unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa 1/2 Glas Wasser) vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen
- Einnahme der Tagesdosis morgens auf 1mal (grundsätzliche Empfehlung)
Stillzeithinweise
Piretanid, Ramipril - peroral
- Fixkombination aus Ramipril plus Piretanid ist in der Stillzeit kontraindiziert
- Behandlung sollte bei stillenden Müttern nicht begonnen werden
- Abstillen wenn keine alternative Therapie zur Verfügung steht
- Ramipril
- ungenügende Erkenntnisse zur Anwendung von Ramipril in der Stillzeit vorliegend
- alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit anwenden
- insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
- Piretanid
- während der Stillzeit kontraindiziert
- Wirkstoff geht in die Muttermilch über
- ggf. abstillen
Schwangerschaftshinweise
Piretanid, Ramipril - peroral
- Anwendung der Fixkombination Ramipril plus Piretanid ist während der Schwangerschaft kontraindiziert
- Ramipril
- im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen
- im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester kontraindiziert
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters führt bekanntlich zu
- fetotoxischen Effekten (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
- neonatal-toxischen Effekten (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
- bei Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester
- Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
- Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben
- häufig wiederholt auf Hypotonie, Oligurie und Hyperkaliämie untersuchen
- Piretanid
- im ersten Trimester einer Schwangerschaft darf Piretanid nicht angewendet werden
- zur Beurteilung der Sicherheit einer Anwendung in den späteren Phasen einer Schwangerschaft noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkungen von Piretanid auf die Fertilität beim Menschen vor
- in Tierstudien zeigte Piretanid keinen Einfluss auf die Fertilität
Warnhinweise
Piretanid, Ramipril - peroral
- Behandlung mit Ramipril plus Piretanid erfordert regelmäßige ärztliche Überwachung
- Überempfindlichkeit/Angioödem
- Kopf, Hals oder Extremitäten
- Beobachtungen von Angioödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, der Zunge, der Glottis oder des Kehlkopfs während der Therapie
- Intestinales Angioödem
- Intestinale Angioödeme wurden unter Behandlung mit ACE-Hemmern beobachtet
- Patienten hatten abdominale Schmerzen (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen)
- in einigen Fällen traten auch Angioödeme des Gesichts auf
- Symptome verschwanden, nachdem der ACE-Hemmer abgesetzt wurde
- Behandlung erfordert regelmäßige Überwachung
- wenn ein Angioödem während der Behandlung auftritt, muss Ramipril plus Piretanid sofort abgesetzt werden
- Notfallbehandlung lebensbedrohlicher Angioödeme beinhaltet
- sofortige Gabe von Epinephrin (subkutan oder langsam intravenös injiziert) unter EKG-Kontrolle und Blutdrucküberwachung
- Patient sollte hospitalisiert, über mindestens 12 - 24 Stunden überwacht und erst nach vollständigem Abklingen der Symptome entlassen werden
- Risiko für das Auftreten von Angioödemen (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) kann bei Patienten erhöht sein, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die Angioödeme verursachen können, z.B.
- mTOR-(mammalian target of rapamycin-)Inhibitoren (z.B. Temsirolimus, Everolimus, Sirolimus)
- Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit mTOR-Inhibitoren bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen
- Vildagliptin
- Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen
- Neprilysin-(NEP-)Inhibitoren (wie z. B. Racecadotril)
- Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen
- Sacubitril/Valsartan
- Kombination ist daher kontraindiziert
- eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril plus Piretanid begonnen werden
- eine Behandlung mit Ramipril plus Piretanid darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden
- mTOR-(mammalian target of rapamycin-)Inhibitoren (z.B. Temsirolimus, Everolimus, Sirolimus)
- Kopf, Hals oder Extremitäten
- Serumkalium
- kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden
- Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen
- ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern
- die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam
- allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen
- Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren nicht empfohlen
- wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird
- nur unter Aufsicht eines Spezialisten
- Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
- es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- Patienten mit überstimuliertem Renin-Angiotensin-System
- besondere Vorsicht bei der Behandlung von Patienten mit überstimuliertem ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System
- es besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftreten
- wenn Ramipril plus Piretanid in solchen Fällen zum 1. Mal oder erstmals in höherer Dosierung angewendet wird, ist der Blutdruck so lange sorgfältig zu kontrollieren, bis keine weitere akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist
- erhöhte Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems ist beispielsweise zu erwarten bei
- Patienten mit schwerer und maligner Hypertonie
- zu Behandlungsbeginn enge ärztliche Überwachung erforderlich
- Patienten mit gleichzeitig bestehender Herzinsuffizienz
- bei schwerer Herzinsuffizienz ist zu Behandlungsbeginn eine enge ärztliche Überwachung erforderlich
- mit Diuretika vorbehandelten Patienten
- wenn das Diuretikum nicht abgesetzt oder in seiner Dosis reduziert werden kann, ist zu Behandlungsbeginn eine enge ärztliche Überwachung erforderlich
- Patienten mit Salz- oder Flüssigkeitsmangel oder bei Patienten, bei denen sich diese wegen unzureichender Flüssigkeits- oder Salzaufnahme entwickeln könnten, z. B. bei Durchfall, Erbrechen oder übermäßigem Schwitzen und unzureichendem Salz- und Flüssigkeitsersatz
- Patienten mit linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z. B. Aorten- oder Mitralklappenstenose, hypertrophe Kardiomyopathie)
- Patienten mit einer hämodynamisch relevanten Nierenarterienstenose
- Absetzen einer bestehenden Diuretika-Therapie kann erforderlich sein
- Patienten mit schwerer und maligner Hypertonie
- Patienten mit einem besonderen Risiko für eine starke Blutdrucksenkung
- Initialphase der Behandlung bei Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet würden (z. B. Patienten mit hämodynamisch relevanten Stenosen der Koronargefäße oder der hirnversorgenden Gefäße) erfordert enge ärztliche Überwachung
- Ältere Patienten (> 65 Jahre)
- könnten besonders stark auf ACE-Hemmer reagieren
- zu Beginn der Behandlung Überprüfung der Nierenfunktion empfohlen
- Überwachung der Nierenfunktion
- vor Anwendung Nierenfunktion überprüfen
- es wird empfohlen, die Nierenfunktion besonders in den ersten Wochen der Behandlung zu überwachen
- gilt insbesondere für
- Patienten mit Herzinsuffizienz
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Patienten mit renovaskulärer Erkrankung einschließlich einseitiger Nierenarterienstenose (in diesem Fall kann bereits ein geringer Serumkreatinin-Anstieg Hinweis auf den Ausfall der betroffenen Niere sein)
- gilt insbesondere für
- Salz-/Flüssigkeitsmangel (z. B. durch kochsalzarme Diät, Erbrechen, Durchfall oder Vorbehandlung mit Diuretika) muss vor Beginn der Therapie ausgeglichen werden
- Kontrolle der Blutwerte
- während der Therapie Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), die Harnsäure, das Serumkreatinin sowie der Blutzucker regelmäßig kontrollieren
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen der Serumkaliumkonzentration erforderlich
- Hämatologische Kontrolle
- es wird empfohlen, die Leukozytenzahl zu kontrollieren, um eine mögliche Leukopenie zu erkennen
- engere Überwachung ist in der Initialphase der Behandlung ratsam und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Kollagenerkrankungen (z. B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie) oder bei Patienten, die mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die das Blutbild verändern können
- im Verlauf der Therapie auftretende Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündungen bzw. eine erhöhte Blutungsneigung (z. B. schwer stillbares Zahnfleischbluten)
- umgehend Blutbild untersuchen
- Kontrollen der oben genannten Blutwerte bzw. des Blutbildes in kürzeren Abständen
- insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Diabetes mellitus, eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenerkrankungen, älteren Patienten, Behandlung mit Immunsuppressiva, Zytostatika, Allopurinol, Procainamid, Digitalisglykosiden, Glucocorticoiden, Laxanzien)
- Fixkombination darf nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle repräsentativer klinischer und laborchemischer Parameter angewendet werden bei
- klinisch relevanter Proteinurie (mehr als 1 g/Tag)
- Gicht
- eingeschränkter Leberfunktion
- gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z. B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)
- gleichzeitiger systemischer Therapie mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Corticoide, Zytostatika, Antimetaboliten), Allopurinol, Procainamid oder Lithium
- zerebraler Gefäßsklerose
- Koronarsklerose
- Patienten mit einer Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahyperplasie, Hydronephrose, Ureterstenose)
- Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Prostatahyperplasie)
- nur anwenden, wenn für freien Harnabfluss gesorgt wird, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einem akuten Harnverhalt mit Überdehnung der Blase führen kann
- Schwangerschaft
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen
- wird Schwangerschaft festgestellt
- Behandlung unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
- Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- durch Missbrauch des Arzneimittels als Dopingmittel kann es zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen
- Ärztliche Überwachung / Therapieabbruch
- bei Auftreten von Ikterus oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme
- Therapie abbrechen und Patient ärztlich überwachen
- bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion
- sofort behandelnden Arzt aufsuchen und ggf. Therapie abbrechen
- die o. g. Laborparameter sollen vor und regelmäßig während der Behandlung kontrolliert werden
- bei Auftreten von Ikterus oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme