Rasagilin ratiopharm 1 mg Tabletten

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Rasagilin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 100 ST 122,47 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der idiopathischen Parkinson-Krankheit als Monotherapie (ohne Levodopa) oder als Zusatztherapie (mit Levodopa) bei Patienten mit End-of-dose-Fluktuationen

Dosierung

  • Behandlung der idiopathischen Parkinson-Krankheit als Monotherapie (ohne Levodopa) oder als Zusatztherapie (mit Levodopa) bei Patienten mit End-of-dose-Fluktuationen
    • 1 Tablette (1 mg Rasagilin) 1mal / Tag (mit oder ohne Levodopa)
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • starke Einschränkung: kontraindiziert
      • mittelschwere Einschränkung: Anwendung vermeiden
      • leichte Einschränkung: Vorsicht bei Therapieeinleitung
      • Patienten, deren eingeschränkte Leberfunktion von einer leichten zu einer mittelschweren Form fortschreitet: Rasagilin absetzen
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
    • Kinder und Jugendliche:
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • kein relevanter Nutzen im Anwendungsgebiet Parkinson-Krankheit

Kontraindikationen

Rasagilin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Rasagilin
  • stark eingeschränkte Leberfunktion
  • gleichzeitige Behandlung mit folgenden Arzneimitteln (mind. 14 Tage müssen zwischen dem Absetzen von Rasagilin und der Einleitung einer Behandlung mit MAO-Hemmern oder Pethidin liegen)
    • andere Monoaminoxidase-(MAO)-Hemmer, einschl.
      • nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und Naturheilmittel, z.B.
        • Johanniskraut
    • Pethidin

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Rasagilin - peroral
  • Monotherapie
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Grippe (Influenza und Rhinitis)
    • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hautkarzinom
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Leukopenie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • allergische Reaktion
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • verminderter Appetit
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
        • Halluzinationen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Verwirrtheitszustände
        • Impulskontrollstörungen
          • zwanghaftes Verhalten
          • Kaufsucht
          • Dermatillomanie
          • dopaminerges Dysregulationssyndrom
          • impulsives Verhalten
          • Kleptomanie
          • Diebstahl
          • Zwangsgedanken
          • Zwangsstörungen
          • stereotypes Verhalten
          • Glücksspiel
          • Spielzwang
          • verstärkte Libido
          • Hypersexualität
          • psychosexuelle Störungen
          • unangemessenes Sexualverhalten
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • apoplektischer Insult
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Serotonin-Syndrom
          • Agitiertheit
          • Verwirrungszuständen
          • Rigidität
          • Pyrexie
          • Myoklonus
        • übermäßige Tagesschläfrigkeit
          • Hypersomnie
          • Lethargie
          • Sedierung
          • Schlafattacken
          • Somnolenz
        • Episoden plötzlichen Einschlafens
    • Augenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Konjunktivitis
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Angina pectoris
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Myokardinfarkt
    • Gefäßerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hypertonie, einschl.
          • seltener schwerwiegender Fälle von hypertensiven Krisen in Verbindung mit der Aufnahme einer unbekannten Menge tyraminreicher Nahrung
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Rhinitis
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Blähungen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Dermatitis
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • vesikulobullöser Ausschlag
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelschmerzen
          • Nackenschmerzen
          • Rückenschmerzen
        • Arthritis
        • Arthralgie
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Harndrang
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Unwohlsein
        • Fieber
  • Zusatztherapie
    • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautmelanom
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • verminderter Appetit
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Halluzinationen
        • anomale Träume
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Verwirrungszustände
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Impulskontrollstörungen
          • zwanghaftes Verhalten
          • Kaufsucht
          • Dermatillomanie
          • dopaminerges Dysregulationssyndrom
          • impulsives Verhalten
          • Kleptomanie
          • Diebstahl
          • Zwangsgedanken
          • Zwangsstörungen
          • stereotypes Verhalten
          • Glücksspiel
          • Spielzwang
          • verstärkte Libido
          • Hypersexualität
          • psychosexuelle Störungen
          • unangemessenes Sexualverhalten
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Dyskinesie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Dystonie
        • Karpaltunnelsyndrom
        • Gleichgewichtsstörung
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • apoplektischer Insult
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Serotonin-Syndrom
          • Agitiertheit
          • Verwirrungszuständen
          • Rigidität
          • Pyrexie
          • Myoklonus
        • übermäßige Tagesschläfrigkeit
          • Hypersomnie
          • Lethargie
          • Sedierung
          • Schlafattacken
          • Somnolenz
        • Episoden plötzlichen Einschlafens
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angina pectoris
    • Gefäßerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • orthostatische Hypotonie
          • Daten aus klinischen Studien vermuten, dass eine orthostatische Hypotonie meist in den ersten zwei Monaten der Rasagilin-Behandlung auftritt und dazu neigt, mit der Zeit abzunehmen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hypertonie, einschl.
          • seltener schwerwiegender Fälle von hypertensiven Krisen in Verbindung mit der Aufnahme einer unbekannten Menge tyraminreicher Nahrung
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bauchschmerzen
        • Obstipation
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Mundtrockenheit
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hautausschlag
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelschmerzen
          • Rückenschmerzen
          • Nackenschmerzen
        • Arthralgie
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Gewichtsverlust
    • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Stürze

Anwendungshinweise

  • Einnahme mit oder ohne Nahrung

Stillzeithinweise

Rasagilin - peroral
  • Vorsicht geboten bei Anwendung von Rasagilin bei einer stillenden Mutter
  • präklinische Daten ergaben Hinweise darauf, dass Rasagilin zu einer Beeinträchtigung der Prolactinausschüttung und folglich zu einer Hemmung der Laktation führen kann
  • nicht bekannt, ob Rasagilin in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Rasagilin - peroral
  • aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Rasagilin während der Schwangerschaft vermieden werden
  • bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung von Rasagilin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • keine Daten vom Menschen zur Wirkung von Rasagilin auf die Fertilität vorliegend
    • präklinische Daten ergaben Hinweise darauf, dass Rasagilin die Fertilität nicht beeinflusst

Warnhinweise

Rasagilin - peroral
  • gleichzeitige Anwendung von Rasagilin mit anderen Arzneimitteln
    • gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Fluoxetin oder Fluvoxamin sollte vermieden werden
      • Zeitraum von mind. 5 Wochen zwischen Absetzen von Fluoxetin und Einleitung der Behandlung mit Rasagilin einhalten
      • mind. 14 Tage sollten zwischen Absetzen von Rasagilin und Beginn einer Behandlung mit Fluoxetin oder Fluvoxamin liegen
    • gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Dextromethorphan oder Sympathomimetika nicht empfohlen, z.B.
      • solchen, die in schleimhautabschwellenden Arzneimitteln zur nasalen und oralen Anwendung enthalten sind
      • mit Arzneimitteln gegen Erkältungen, die Ephedrin oder Pseudoephedrin enthalten
    • gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Levodopa
      • da Rasagilin die Wirkungen von Levodopa verstärkt, können durch Levodopa bedingte Nebenwirkungen verstärkt und eine vorbestehende Dyskinesie verschlimmert werden
        • Dosisreduktion von Levodopa kann diese Nebenwirkung vermindern
      • Berichte über hypotensive Wirkungen
        • wenn Rasagilin zusammen mit Levodopa eingenommen wurde
          • aufgrund von vorbestehenden Gangschwierigkeiten sind Patienten mit Parkinson-Krankheit für die Nebenwirkungen einer Hypotonie besonders anfällig
  • dopaminerge Wirkungen
    • übermäßige Tagesschläfrigkeit und Episoden plötzlichen Einschlafens
      • Rasagilin kann zu Tagesschläfrigkeit, Somnolenz und gelegentlich, insbesondere bei Anwendung mit anderen dopaminergen Arzneimitteln, zu einem Einschlafen bei der Verrichtung von Alltagsaktivitäten führen
      • Patienten sind hierüber aufzuklären und anzuweisen, während der Behandlung mit Rasagilin beim Führen eines Kraftfahrzeugs oder dem Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein
      • Patienten, bei denen es zu Somnolenz und / oder einer Episode plötzlichen Einschlafens gekommen ist, dürfen kein Kraftfahrzeug führen und keine Maschinen bedienen
    • Impulskontrollstörungen
      • Impulskontrollstörungen können bei Patienten unter der Therapie mit Dopaminagonisten und / oder dopaminerger Behandlungen auftreten
        • seit der Markteinführung hat es ähnliche Berichte von Impulskontrollstörungen mit Rasagilin gegeben
      • Patienten sollten regelmäßig auf die Entwicklung von Impulskontrollstörungen hin überwacht werden
      • Patienten und deren Betreuer sollten auf die Verhaltenssymptome von Impulskontrollstörungen, die bei Patienten unter der Therapie mit Rasagilin beobachtet wurden, hingewiesen werden, einschl.
        • zwanghaftes Verhalten
        • Zwangsgedanken
        • Spielzwang
        • verstärkter Libido
        • Hypersexualität
        • impulsives Verhalten
        • Kaufsucht
        • zwanghaftes Geldausgeben
  • Melanom
    • Patienten sind anzuweisen, bei einer neuen oder sich verändernden Hautläsion einen Arzt aufzusuchen
      • jede verdächtige Hautläsion sollte von einem Facharzt untersucht werden
    • retrospektive Kohortenstudie deutete auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Melanome bei der Anwendung von Rasagilin hin, insb.
      • bei Patienten mit längerer Rasagilin-Exposition und / oder höherer kumulativer Rasagilin-Dosis
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Vorsicht bei Aufnahme der Behandlung mit Rasagilin bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion
    • Anwendung vermeiden bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung
    • bei Patienten, deren Leberfunktionsstörung von einer leichten zu einer mittelschweren Form fortschreitet, ist Rasagilin abzusetzen