RASILEZ 300mg Filmtabletten B

Docpharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Aliskiren →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 28 ST 45,70 €
N3 98 ST 132,49 €

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Fachinformationen

Indikation

  • essenzielle Hypertonie bei Erwachsenen
  • Hinweise:
    • Monotherapie oder Kombinationstherapie mit anderen Antihypertensiva
    • bei Patienten mit Diabetes mellitus oder einer Nierenfunktionsstörung (glomeruläreFiltrationsrate [GFR] < 60ml/Min./1,73m2): keine Anwendung in Kombination mit
      • Inhibitoren des Angiotensin konvertierenden Enzyms (ACEI)
      • oder mit Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern (ARB)

Dosierung

  • essenzielle Hypertonie
    • 1 Tablette (150 mg) 1mal / Tag
    • Dosissteigerung, optional auf 2 Tabletten (300 mg) 1mal / Tag
    • Hinweis: blutdrucksenkende Effekt zeigt sich im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen (85 - 90%) nach Therapiebeginn mit 150 mg 1mal / Tag

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion:
    • leicht - mäßig eingeschränkte Nierenfunktion: keine Anpassung der Initialdosis erforderlich
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion (GFR < 30ml/Min./1,73m2): Anwendung nicht empfohlen
  • eingeschränkte Leberfunktion:
    • leicht - stark eingeschränkte Leberfunktion: keine Anpassung der Initialdosis erforderlich
  • ältere Patienten (> 65 Jahre):
    • keine Anpassung der Initialdosis erforderlich
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre):
    • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
    • Kinder ab Geburt bis < 2 Jahre: kontraindiziert
    • Kinder 2 - < 6 Jahre: keine Anwendung wegen Sicherheitsbedenken aufgrund einer potentiellenAliskiren-Überexposition
    • Kinder 6 - < 18 Jahre:
      • begrenzte Daten
      • daher keine Dosierungsempfehlung möglich

Kontraindikationen

Aliskiren - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Aliskiren
  • Angioödem unter Aliskiren in der Vorgeschichte
  • angeborenes oder idiopathisches Angioödem
  • gleichzeitige Anwendung von Aliskiren mit Ciclosporin und Itraconazol (hochpotente P-gp-Inhibitoren), und anderen potenten P-gp-Inhibitoren (z.B. Chinidin)
  • gleichzeitige Anwendung von Aliskiren mit Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern oder mit Inhibitoren des Angiotensin konvertierenden Enzyms (ACE-Hemmern) bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. /1,73m2)
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
  • Kinder (< 2 Jahre)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Aliskiren - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktische Reaktionen
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Angioödem
        • falls Anzeichen auftreten, die auf eine Überempfindlichkeitsreaktion / Angioödem hinweisen (insbesondere Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria, Schwellungen des Gesichts, der Extremitäten, Augen, Lippen und/oder Zunge, Schwindel), sollten die Patienten die Behandlung abbrechen und den Arzt kontaktieren
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
  • Erkrankungen des Ohres und Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
      • periphere Ödeme
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Atemnot
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhö
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
      • Erbrechen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lebererkrankungen (Einzelfälle von Lebererkrankungen mit klinischen Symptomen und Labornachweisen einer ausgeprägteren Leberfunktionsstörung)
      • Ikterus
      • Hepatitis
      • Leberversagen (einschließlich einem Fall von „fulminantem Leberversagen", der nach der Markteinführung berichtet wurde und bei dem ein kausaler Zusammenhang mit Aliskiren nicht ausgeschlossen werden kann)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs) einschließlich
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • toxisch-epidermaler Nekrolyse (TEN)
        • Reaktionen der Mundschleimhaut
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angioödeme
      • Erytheme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • akutes Nierenversagen
      • eingeschränkte Nierenfunktion
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkaliämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg der Leberenzyme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Abfall des Hämoglobins
      • Abfall des Hämatokrits
      • Anstieg des Blutkreatinins
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyponatriämie

Kinder und Jugendliche

  • Studien
    • Sicherheit von Aliskiren in einer randomisierten, doppelblinden, 8-wöchigen Studie mit 267 hypertensiven, meist übergewichtigen/adipösen Patienten im Alter zwischen 6 und 17 Jahren gefolgt von der 52-wöchigen Extensionsstudie mit 208 Patienten untersucht
    • zusätzliche 52- bis 104-wöchige nicht-interventionelle Extensionsstudie zur Beobachtung an 106 Patienten durchgeführt (es wurde kein Prüfpräparat verabreicht); das Ziel dieser Studie lag in der Bewertung der Langzeitsicherheit in Hinblick auf Wachstum und Entwicklung von Kindern im Alter zwischen 6 und 17 Jahren, die zur Baseline der Hauptstudie eine primäre oder sekundäre Hypertonie aufgewiesen hatten und zuvor mit Aliskiren behandelt worden waren
  • Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern waren im Allgemeinen ähnlich wie die bei erwachsenen Hypertonikern
  • basierend auf der körperlichen Entwicklung - beurteilt bei Patienten mit primärer oder sekundärer Hypertonie- und auf der neurokognitiven Entwicklung - beurteilt nur bei Patienten mit sekundärer Hypertonie (19 Patienten: 9 zuvor mit Aliskiren behandelte und 10 zuvor mit Enalapril behandelte) - kein genereller, klinisch relevanter unerwünschter Einfluss bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren nach einer Behandlung mit Aliskiren bis zu einem Jahr beobachtet

Anwendungshinweise

  • Tabletten unzerkaut mit etwas Wasser schlucken
  • Einnahme 1mal / Tag mit einer leichten Mahlzeit
  • vorzugsweise immer zur selben Zeit einnehmen
  • gleichzeitige Einnahme von Fruchtsäften und/oder Getränken, die Pflanzenextrakte enthalten (einschließlich Kräutertees), vermeiden

Stillzeithinweise

Aliskiren - peroral
  • Alisikiren sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • nicht bekannt, ob Aliskiren / Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Übergang in die Milch von stillenden Ratten
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Aliskiren - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
  • sollte nicht im 1. Trimenon oder von Frauen, die eine Schwangerschaft planen, angewendet werden
  • keine Daten über die Anwendung von Aliskiren bei Schwangeren vorliegend
  • andere Substanzen mit direkter Wirkung auf das RAAS wurden mit schweren fetalen Missbildungen und neonatalen Todesfällen in Verbindung gebracht
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Ärzte, die auf das RAAS wirkende Präparate verschreiben, sollten Frauen im gebärfähigen Alter über das potenzielle Risiko dieser Substanzen während der Schwangerschaft aufklären
  • falls während der Behandlung eine Schwangerschaft festgestellt wird, sollte Aliskiren entsprechend abgesetzt werden
  • tierexperimentelle Studien
    • Aliskiren war bei Ratten und Kaninchen nicht teratogen
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten zur Fertilität vorliegend

Warnhinweise

Aliskiren - peroral
  • Allgemein
    • bei schwerer und anhaltender Diarrhö sollte Aliskiren abgesetzt werden
    • Anwendung mit Vorsicht bei
      • Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (New York Heart Association [NYHA] Klasse III - IV)
      • Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit Furosemid oder Torasemid behandelt werden
  • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • bei prädisponierten Personen Hypotonie, Synkopen, Schlaganfälle, Hyperkaliämien und Änderungen der Nierenfunktion (einschließlich akutem Nierenversagen) beobachtet, insbesondere wenn Arzneimittel, die dieses System beeinflussen, kombiniert werden
    • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch Kombination von Aliskiren mit einem Inhibitor des Angiotensin konvertierenden Enzyms (ACEI) oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) nicht empfohlen
    • wenn die duale Blockade für die Therapie als absolut notwendig erachtet wird
      • sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
  • Risiko einer symptomatischen Hypotonie
    • nach Einleitung der Behandlung mit Aliskiren könnte in den folgenden Fällen eine symptomatische Hypotonie auftreten:
      • bei Patienten mit ausgeprägtem Volumenmangel oder bei Patienten mit Salzmangel (z.B. Patienten, die hohe Diuretika-Dosen erhalten) oder
      • bei gleichzeitiger Anwendung von Aliskiren mit anderen auf das RAAS wirkenden Substanzen
    • Volumen- oder Salzmangel ist vor der Verabreichung von Aliskiren auszugleichen, andernfalls sollte die Behandlung unter engmaschiger medizinischer Überwachung begonnen werden
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
    • in klinischen Studien Aliskiren nicht untersucht bei Patienten mit
      • Hypertonie und schwerer Niereninsuffizienz (Serum-Kreatinin >= 150 µmol/l oder 1,70 mg/dl bei Frauen und >= 177 µmol/l oder 2,00 mg/dl bei Männern und/oder geschätzte GFR < 30 ml / Min. /1,73m2)
      • Dialyse
      • nephrotischem Syndrom oder renovaskulärer Hypertonie in der Anamnese
    • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml / Min. / 1,73m2)
      • Anwendung nicht empfohlen
    • Anwendung mit Vorsicht bei Zuständen, die das Entstehen von Nierenfunktionsstörungen begünstigen, wie
      • Volumenmangel (z.B. wegen Blutverlusts, schwerer anhaltender Diarrhö, anhaltendem Erbrechen usw.)
      • Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen
      • Diabetes mellitus
    • akutes Nierenversagen
      • nach Beendigung der Behandlung reversibles akutes Nierenversagen nach Markteinführung bei Risikopatienten beobachtet, die Aliskiren erhielten
      • für den Fall, dass irgendwelche Anzeichen eines akuten Nierenversagens auftreten, sollte Aliskiren unverzüglich abgesetzt werden
    • Serumelektrolyte
      • nach Markteinführung Anstiege des Serumkaliumspiegels beobachtet
      • können bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen auf das RAAS wirkenden Substanzen oder nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) noch verstärkt werden
        • regelmäßige Bestimmung der Nierenfunktion einschließlich der Serumelektrolyte empfohlen, wenn eine gleichzeitige Anwendung für notwendig erachtet wird
  • Nierenarterienstenose
    • für die Anwendung von Aliskiren bei Patienten mit unilateraler oder bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose bei einer Einzelniere liegen keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vor
      • wie bei anderen Arzneimitteln, die auf das Renin-Angiotensin-System einwirken, jedoch erhöhtes Risiko für eine Niereninsuffizienz, einschließlich akuten Nierenversagens, wenn Patienten mit einer Nierenarterienstenose mit Aliskiren behandelt werden
      • deshalb Vorsicht bei diesen Patienten
    • wenn Nierenversagen auftritt, sollte die Behandlung beendet werden
  • Anaphylaktische Reaktionen und Angioödeme
    • anaphylaktische Reaktionen unter der Behandlung mit Aliskiren nach der Markteinführung beobachtet
    • wie bei anderen Arzneimitteln, die auf das Renin-Angiotensin-System wirken, auch bei Patienten, die mit Aliskiren behandelt wurden, über Angioödeme oder Symptome, die auf Angioödeme hindeuten (Schwellungen des Gesichts, der Lippen, des Rachens und/oder der Zunge), berichtet
      • einige dieser Patienten hatten in der Vorgeschichte Angioödeme oder Symptome, die auf Angioödeme hinwiesen, in einigen Fällen nach Anwendung anderer Arzneimittel, die Angioödeme verursachen können, einschließlich RAAS-Inhibitoren (Inhibitoren des Angiotensin konvertierenden Enzyms oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker)
    • nach Markteinführung Angioödeme oder Angioödem-ähnliche Reaktionen beobachtet, wenn Aliskiren zusammen mit ACEIs und/oder ARBs angewendet wurde
    • in einer nach der Zulassung durchgeführten Beobachtungsstudie wurde die gleichzeitige Verabreichung von Aliskiren mit ACEIs oder ARBs mit einem erhöhten Risiko für Angioödeme in Verbindung gebracht
      • Mechanismus dieses Effekts wurde noch nicht nachgewiesen
      • im Allgemeinen wird eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von Aliskiren mit einem ACEI oder ARB nicht empfohlen
    • Patienten mit einer Prädisposition für Überempfindlichkeit
      • besondere Vorsicht erforderlich
    • Patienten mit Angioödemen in der Vorgeschichte
      • möglicherweise ein erhöhtes Risiko, während der Behandlung mit Aliskiren ein Angioödem zu entwickeln
      • Vorsicht bei Verschreibung von Aliskiren für Patienten mit Angioödemen in der Vorgeschichte
        • diese Patienten während der Behandlung, besonders zu Behandlungsbeginn, engmaschig überwachen
    • wenn anaphylaktische Reaktionen oder ein Angioödem auftreten, muss Aliskiren unverzüglich abgesetzt und eine angemessene Therapie und Überwachung durchgeführt werden, bis diese Anzeichen und Symptome vollständig und nachhaltig verschwunden sind
      • Patienten sollten angewiesen werden, dem Arzt jedes Anzeichen, das auf allergische Reaktionen hinweist, insbesondere Atem- oder Schluckbeschwerden sowie Schwellungen des Gesichts, der Extremitäten, Augen, Lippen oder Zunge, zu berichten
      • wenn Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, sollte Adrenalin verabreicht werden
        • darüber hinaus Maßnahmen ergreifen, um die Atemwege offenzuhalten
  • Kinder und Jugendliche
    • Aliskiren ist ein P-Glykoprotein-(P-gp-)Substrat und daher besteht die Möglichkeit einer Aliskiren-Überexposition bei Kindern mit einem unreifen P-gp-Transportsystem für Arzneimittel
      • ab welchem Alter das Transportsystem voll entwickelt ist, kann nicht bestimmt werden
    • Kinder ab Geburt bis < 2 Jahre
      • Aliskiren kontraindiziert
    • Kinder (2 bis < 6 Jahre)
      • Aliskiren sollte nicht eingesetzt werden
    • Kinder (6 - 17 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen