Regaine Frauen Schaum 50mg/g Minoxidil 2x60 g

Kenvue Germany GmbH (OTC) Wirkstoff: Minoxidil →

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Fachinformationen

Indikation

  • Stabilisierung des Verlaufs der androgenetischen Alopezie bei Frauen (charakteristische anlagebedingte diffuse Kopfhaarverdünnung im Parietalbereich)

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Schaum zur Anwendung auf der Kopfhaut enthält 50 mg Minoxidil

  • Stabilisierung des Verlaufs der androgenetischen Alopezie bei Frauen (charakteristische anlagebedingte diffuse Kopfhaarverdünnung im Parietalbereich)
    • 1 g Schaum (entsprechend dem Volumen einer halben Schutzkappe) 1mal / Tag mit den Fingerspitzen auf die betroffene Kopfhautfläche auftragen
    • max. Tagesdosis: 1 g Schaum, unabhängig von der Größe der betroffenen Kopfhautfläche
    • Behandlungsdauer
      • i. A. 1mal tägliche Behandlung über 3 Monate erforderlich, bevor Effekt erkennbar ist
      • um Wirkung aufrecht zu erhalten: 1-mal tägliche Anwendung kontinuierlich fortsetzen
      • bei Anwendung in größeren Mengen oder > 1mal / Tag: kein besseres Ergebnis zu erwarten
      • derzeit ausreichende klin. Erfahrungen über Wirksamkeit bei Anwendung bis zu 52 Wochen
      • kein gewünschter Behandlungserfolg innerhalb von 6 Monaten: Therapie abbrechen
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • keine Anwendung (keine Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit aus kontrollierten klin. Studien)

Kontraindikationen

Minoxidil - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Minoxidil
  • gleichzeitige Anwendung von okklusiven Verbänden oder anderen topischen Arzneimitteln auf der Kopfhaut
  • plötzlich auftretender oder ungleichmäßiger Haarausfall
  • bei Personen mit Anomalien der Kopfhaut, einschl.
    • Psoriasis
    • Sonnenbrand
    • Kopfrasur
    • Verbrennungen und Narbenbildung
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Minoxidil zur Anwendung bei Männern ist zusätzlich kontraindiziert:
    • zur Anwendung am Haaransatz (Stirn, Schläfe)
    • bei Frauen, aufgrund gelegentlicher Hinweise auf kosmetisch störendes reversibles Haarwachstum im Gesicht während der Behandlung

Nebenwirkungen

Minoxidil - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Reaktionen, einschließlich Angioödem mit Symptomen wie z.B.
        • Ödeme der Lippen, des Mundes, der Zunge und des Rachens
        • Schwellungen der Lippen, der Zunge und des Mundrachenraumes
      • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
        • Gesichtsödem
        • generalisierter Hautauschlag
        • allgemeiner Juckreiz
        • Gesichtsschwellung und Engegefühl im Hals
      • Kontaktdermatitis
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • depressive Verstimmung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Augenreizung
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tachykardie
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bluthochdruck
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dermatitis
      • akneiforme Dermatitis
      • Hautauschlag
      • Hypertrichose (einschließlich Haarwachstum im Gesicht bei Frauen)
      • Juckreiz
      • lokale Nebenwirkungen an der Kopfhaut
        • Stechen
        • Brennen
        • Juckreiz
        • Trockenheit
        • Schuppung
        • Follikulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Beschwerden am Verabreichungsort, die auch die Ohren und das Gesicht betreffen können, wie
        • Juckreiz
        • Hautreizungen
        • Schmerzen
        • Hautrötung
        • Ödeme
        • trockene Haut
        • entzündlicher Hautausschlag bis zur Exfoliation
        • Dermatitis
        • Blasenbildung
        • Blutung
        • Ulzeration
      • vorübergehender Haarverlust/Haarausfall
      • Veränderungen der Haarfarbe
      • veränderte Haarstruktur
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • peripheres Ödem
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schmerzen im Brustbereich
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtszunahme

Anwendungshinweise

  • Schaum zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut)
  • 1-mal täglich mit den Fingerspitzen auf betroffene Kopfhautfläche auftragen
  • nicht notwendig, die Haare vor der Anwendung zu waschen; Haar und Kopfhaut sollten vor der lokalen Anwendung trocken sein
  • Schutzkappe abziehen
  • Behältnis mit dem Sprühkopf senkrecht nach unten halten
  • durch Betätigung des Sprühkopfs wird Schaummenge entsprechend dem Volumen einer halben Schutzkappe auf die Hand oder auf eine glatte, flache Schale oder Untertasse gesprüht
  • vor Anwendung des Schaums Hände ggf. mit kaltem Wasser abspülen und Hände sorgfältig abtrocknen (Schaum schmilzt möglicherweise schnell, wenn er in Kontakt mit der warmen Haut kommt)
  • insbesondere bei langem Haar kann es sein, dass das Haar mehrfach gescheitelt werden muss, um Schaum auf die Kopfhaut aufzutragen; daher bietet es sich an, Schaum auf eine glatte, flache Schale oder Untertasse zu sprühen
  • Haar dazu im ausgedünnten Bereich scheiteln, damit der Schaum auf einen möglichst großen Teil der Kopfhaut verteilt werden kann
  • ausreichende Menge des Schaums mit den Fingerspitzen auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut verteilen und beginnend am Hinterkopf Richtung Vorderkopf sanft einmassieren
  • Haar noch mind. 2-mal auf jeder Seite vom Mittelscheitel aus gesehen scheiteln und restlichen Schaum wie oben beschrieben verteilen bis der ganze Schaum verbraucht ist
  • nach Auftragen des Schaumes Hände und die evtl. verwendete Schale/Untertasse waschen, um versehentlichen Kontakt mit Augen und Schleimhäuten zu vermeiden
  • Dose nach jeder Anwendung verschließen, indem Schutzkappe wieder auf das Behältnis aufgesetzt wird
  • Haare wie gewohnt frisieren und stylen
  • Kopfhaut jedoch für ca. 4 h nicht befeuchten

Stillzeithinweise

Minoxidil - extern
  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • systemisch absorbiertes Minoxidil geht in die Muttermilch über
  • die Wirkung von Minoxidil auf Neugeborene / Säuglinge ist nicht bekannt

Schwangerschaftshinweise

Minoxidil - extern
  • kontraindiziert in der Schwangerschaft
  • keine hinreichenden, aussagekräftigen, gut kontrollierten Studien an schwangeren Frauen vorliegend
  • es besteht ein potentielles Risiko für fetale Schäden beim Menschen
  • tierexperimentelle Studien
    • bei sehr hohen Gaben zeigte sich, im Vergleich zu therapeutischen Dosierungen, ein Risiko für den Fötus
  • Fertilität
    • Minoxidil verursachte bei Ratten eine dosisabhängige Abnahme der Empfängnisrate
    • nach subkutaner Gabe (mit einem Vielfachen der Dosis beim Menschen) bei Tieren wurde eine Verminderung der Konzeptionsrate festgestellt
    • aufgrund der geringen systemischen Exposition nach topischer Anwendung ist dieser Befund für die therapeutische Anwendung beim Menschen vermutlich nicht relevant

Warnhinweise

Minoxidil - extern
  • vor Behandlungsbeginn sollte eine gründliche Untersuchung und Abklärung der Anamnese erfolgen
    • endokrinologische Ursachen, zugrunde liegende Systemerkrankungen oder eine Mangelernährung müssen ausgeschlossen werden
      • in diesen Fällen ggf. Einleitung einer spezifischen Behandlung
  • Minoxidil ist nur zur äußerlichen Anwendung auf der normalen gesunden Kopfhaut bestimmt
    • soll nicht auf andere Körperteile aufgetragen werden
      • wird Minoxidil auf andere Körperflächen als die Kopfhaut aufgetragen, kann es dort zu unerwünschtem Haarwuchs kommen
    • Minoxidil sollte nicht angewendet werden
      • wenn die Ursache des Haarausfalls nicht bekannt ist
      • bei Haarausfall nach einer Entbindung
      • bei Infektion der Kopfhaut
      • wenn die Kopfhaut gerötet oder entzündet ist oder schmerzt
      • bei Patienten
        • mit Hinweisen auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung
        • mit Herzrhythmusstörungen
        • mit Bluthochdruck, einschl. der Patienten, die unter Therapie mit Antihypertonika stehen
  • Haarverlust im Schläfenbereich (Geheimratsecken)
    • keine klinischen Erfahrungen zur Wirksamkeit
  • Minoxidil absetzen und Arzt aufsuchen
    • wenn eine Erniedrigung des Blutdrucks festgestellt wird
    • wenn eine oder mehrere der folgenden Erscheinungen auftreten
      • Brustschmerzen
      • beschleunigter Herzschlag
      • Schwächegefühl oder Schwindel
      • plötzliche unerklärliche Gewichtszunahme
      • geschwollene Hände oder Füße
      • anhaltende Rötung oder Reizung der Kopfhaut
      • oder wenn andere unerwartete neue Symptome auftreten
  • Hinweise zum Haarausfall und Haarwuchs
    • innerhalb der ersten 2 bis 6 Wochen der Behandlung kann es zu einem vorübergehenden Anstieg der Zahl ausgefallener Haare kommen
      • Effekt beruht darauf, dass bei den mit Minoxidil behandelten Haarfollikeln die Ruhephase (Telogenphase) des Haarzyklus verkürzt und die Wachstumsphase (Anagenphase) schneller erreicht wird
      • Wachstum neuer Haare wird stimuliert, diese schieben die „alten" nicht mehr aktiven Haare aus der Kopfhaut aus
      • so entsteht zunächst der Eindruck eines vermehrten Haarausfalls; dieser wird jedoch von einem verstärkten Nachwachsen der Haare begleitet
      • Effekt geht innerhalb einiger Wochen zurück und kann als erstes Anzeichen der Minoxidil-Wirkung interpretiert werden
    • um die Wirkung aufrecht zu erhalten, muss die Behandlung kontinuierlich fortgesetzt werden
      • nach Absetzen von Minoxidil tritt erneut Haarausfall auf
  • Veränderung der Haarfarbe / Haarbeschaffenheit
    • vereinzelt wurde über geringgradige Veränderungen der Haarfarbe (leichte Blondfärbung) von Patientinnen mit sehr hellem Haar berichtet
      • bei gleichzeitigem Gebrauch von Haarpflegeprodukten oder
      • nach Schwimmen in stark chlor-haltigem Wasser
    • ein wiederholtes Auftragen auf das Haar statt auf die Kopfhaut könnte u. U. aufgrund der Inhaltsstoffe zu verstärkter Trockenheit und / oder Steifheit der Haare führen
  • versehentlicher Kontakt mit empfindlichen Stellen (Augen, Hautschürfungen, Schleimhäute)
    • mit reichlich kaltem Wasser spülen
  • versehentliche Einnahme
    • kann zu schweren kardialen Nebenwirkungen führen
    • das Arzneimittel muss unbedingt für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Arzneimittel nicht anwenden
    • keine Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit aus kontrollierten klinischen Studien