REPLAGAL 1 mg/ml Konz.z.Herst.e.Infusionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X3.5 ML | 3078,84 € |
| N2 | 10X3.5 ML | 30269,58 € |
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Indikation
- langfristige Enzym-Ersatz-Therapie bei Patienten mit bestätigter Diagnose des Morbus Fabry (alpha-Galactosidase A Mangel)
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1 mg Agalsidase alfa
- Enzym-Ersatz-Therapie
- Behandlung muss von einem Arzt beaufsichtigt werden, der über Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit Morbus Fa bry oder anderen ererbten Stoffwechselkrankheiten verfügt
- Erwachsene
- 0,2 mg / kg KG jede 2. Woche als Infusion i.v. über 40 Min.
- Kinder und Jugendliche
- Kinder (0 - 6 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
- begrenzte Daten, Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden
- Kinder (7 - 18 Jahre)
- in klinischen Studien sind keine unerwarteten Sicherheitsprobleme bei 0,2 mg / kg KG alle 2 Wochen aufgetreten
- Kinder (0 - 6 Jahre)
- ältere Patienten > 65 Jahre
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen (keine Studien)
- es kann derzeit keine Dosierungsverordnung empfohlen werden
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- keine Studien
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
- keine Dosierungsanpassung erforderlich
- beträchtliche Niereninsuffizienz (eGFR < 60 ml / Min.)
- eingeschränkte Nierenreaktion auf eine Enzymersatztherapie möglich
- Dialyse-Patienten oder Patienten, die eine Nierentransplantation erhalten haben
- nur begrenzte Daten
- keine Dosisanpassung empfohlen
Kontraindikationen
Agalsidase alfa - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Agalsidase alfa
Nebenwirkungen
Agalsidase alfa - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktische Reaktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ödem peripher
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerz
- Schwindelgefühl
- neuropathischer Schmerz
- Tremor
- Hypästhesie
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Geschmacksstörung
- Hypersomnie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parosmie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tränensekretion verstärkt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kornealreflex abgeschwächt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Tinnitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tinnitus verschlimmert
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Palpitationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- Vorhofflimmern
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachyarrhythmie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myokardischämie
- Herzinsuffizienz
- ventrikuläre Extrasystolen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- Hypotonie
- Rötung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- Husten
- Nasopharyngitis
- Pharyngitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Heiserkeit
- Engegefühl des Halses
- Rhinorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sauerstoffsättigung erniedrigt
- Sekretion im Rachenraum
- klebrige Sekretion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- Übelkeit
- Abdominalschmerz
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abdominale Beschwerden
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Urtikaria
- Erythem
- Pruritus
- Akne
- Hyperhidrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- angioneurotisches Ödem
- Livedo retikularis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arthralgie
- Gliedmaßenschmerzen
- Myalgie
- Rückenschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- muskuloskeletale Beschwerden
- periphere Schwellung
- Gelenkschwellung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefühl der Schwere
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Brustkorbschmerz
- Schüttelfrost
- Fieber
- Schmerzen
- Asthenie
- Ermüdung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brustenge
- Ermüdung verstärkt
- Wärmegefühl
- Kältegefühl
- grippeähnliche Erkrankung
- Beschwerden
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag an der Injektionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Ergänzende Hinweise
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
- unerwünschten Nebenwirkungen bei Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium in der Vorgeschichte warendie gleichen wie bei der allgemeinen Patientenpopulation
- Kinder und Jugendliche
- die in der pädiatrischen Population (Kinder und Jugendliche) berichteten unerwünschten Nebenwirkungen waren im Allgemeinen die gleichen wie bei Erwachsenen
- jedoch traten folgende Reaktionen häufiger auf
- Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion
- Pyrexie
- Dyspnoe
- Schmerzen im Brustkorb
- Schmerzverschlimmerung
- Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion
Anwendungshinweise
- Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- i.v. Infusion mit integriertem Filter über 40 Min.
- keine gleichzeitige Applikation mit anderen Mitteln über dieselbe intravenöse Leitung
- Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung: s. Fachinformation
- häusliche Infusion und/oder Selbstverabreichung
- Patienten, die ihre Infusionen gut vertragen
- Infusion zu Hause und in Gegenwart eines verantwortlichen Erwachsenen durch den Patienten oder durch den Betreuer des Patienten (Selbstverabreichung) in Betracht ziehen
- Entscheidung auf häusliche Infusion und/oder Selbstverabreichung erfolgt nach Beurteilung und Empfehlung des behandelnden Arztes
- entsprechende Unterweisung des Patienten und/oder Betreuers erfolgt vor der Einleitung der Selbstverabreichung durch den behandelnden Arzt und/oder die Pflegekraft
- Dosis und Infusionsgeschwindigkeit zu Hause konstant halten und nicht ohne Aufsicht einer medizinischen Fachkraft ändern
- engmaschige Überwachung der Selbstverabreichung durch den behandelnden Arzt
- Auftreten unerwünschte Ereignisse während der häuslichen Infusion/Selbstverabreichung:
- Infusion sofort beenden und eine medizinische Fachkraft kontaktieren
- nachfolgende Infusionen ggf. in einer klinischen Einrichtung verabreichen
- Patienten, die ihre Infusionen gut vertragen
Stillzeithinweise
Agalsidase alfa - invasiv
- bei der Anwendung bei stillenden Frauen ist Vorsicht geboten
- nicht bekannt, ob Agalsidase alfa in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Agalsidase alfa - invasiv
- bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten
- nur sehr begrenzte Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien:
- Expositionen während der Organogenese ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft oder embryonale/fetale Entwicklung
- Fertilität
- die an männlichen Ratten durchgeführten Reproduktionsstudien ergaben keine Auswirkungen auf die männliche Fertilität
Warnhinweise
Agalsidase alfa - invasiv
- Allgemein
- Behandlung mit Agalsidase alfa muss von einem Arzt beaufsichtigt werden, der über Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit Morbus Fabry oder anderen ererbten Stoffwechselkrankheiten verfügt
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- idiosynkratische Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion
- 13,7 % der in klinischen Studien behandelten erwachsenen Patienten zeigten idiosynkratische Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion
- 23,5 % der pädiatrischen Patienten im Alter von >/= 7 Jahren, die an klinischen Studien teilnahmen, entwickelten im Lauf von 4,5 Behandlungsjahren (mittlere Dauer etwa 4 Jahre) mindestens eine infusionsbedingte Reaktion
- bei 37,5 % der pädiatrischen Patienten < 7 Jahren trat über einen mittleren Beobachtungszeitraum von 4,2 Jahren hinweg mindestens eine infusionsbedingte Reaktion auf
- insgesamt war der Prozentsatz der Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion bei weiblichen Patienten signifikant niedriger als bei männlichen Patienten
- häufigsten Symptome waren
- Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit, Pyrexie, Rötung und Müdigkeit
- ernsthafte infusionsbedingte Reaktionen wurden gelegentlich berichtet
- zu den Symptomen gehörten Pyrexie, Rigor, Tachykardie, Urtikaria, Übelkeit / Erbrechen, angioneurotisches Ödem mit Engegefühl im Hals, Stridor und geschwollene Zunge
- weitere mögliche Symptome im Zusammenhang mit der Infusion können Schwindel und Hyperhidrose sein
- Bewertung kardialer Ereignisse ergab, dass Infusionsreaktionen mit hämodynamischem Stress einhergehen können, der bei Patienten mit vorhandenen kardialen Manifestationen der Fabry-Krankheit kardiale Ereignisse auslöst
- Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion traten im Allgemeinen innerhalb der ersten 2 - 4 Monate nach Behandlungsbeginn auf
- es wurde jedoch auch ein späteres Einsetzen (nach 1 Jahr) berichtet
- Wirkungen gingen mit der Zeit zurück
- wenn leichte oder mäßige akute Infusionsreaktionen auftreten, muss sofort ärztliche Versorgung aufgesucht werden und geeignete Maßnahmen müssen ergriffen werden
- Infusion kann vorübergehend (für 5 bis 10 Minuten) unterbrochen werden, bis die Symptome nachlassen und die Infusion dann fortgesetzt werden kann
- leichte und vorübergehende Reaktionen erfordern möglicherweise keine medizinische Behandlung oder einen Abbruch der Infusion
- darüber hinaus kann eine orale oder intravenöse Vorbehandlung mit Antihistaminen und / oder Corticosteroiden, 1 bis 24 Stunden vor der Infusion, in den Fällen, in denen eine symptomatische Behandlung erforderlich war, das nachfolgende Auftreten von Reaktionen verhindern
- 13,7 % der in klinischen Studien behandelten erwachsenen Patienten zeigten idiosynkratische Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen wurden berichtet
- wenn schwere Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen auftreten
- Behandlung mit Agalsidase alfa sofort abbrechen und eine geeignete Behandlung einleiten
- gegenwärtigen medizinischen Standards zur Notfallbehandlung sind einzuhalten
- Antikörper gegen das Protein
- wie bei allen proteinhaltigen Arzneimitteln können die Patienten Antikörper gegen das Protein entwickeln
- bei etwa 24 % der mit Agalsidase alfa behandelten männlichen Patienten wurden IgG-Antikörperreaktionen mit niedrigem Titer beobachtet
- bei der männlichen pädiatrischen Population war dieser Prozentsatz niedriger (7 %), wie die begrenzten Daten gezeigt habe
- diese IgG-Antikörper schienen sich nach etwa 3 - 12 Monaten Behandlungszeit zu entwickeln
- nach 12 bis 54 Monaten Therapie
- waren 17 % der mit Agalsidase alfal behandelten Patienten immer noch antikörper-positiv, während 7 % aufgrund des allmählichen Verschwindens der IgG-Antikörper Anzeichen für die Entwicklung einer immunologischen Toleranz zeigten; die übrigen 76 % waren durchgehend antikörper-negativ
- bei pädiatrischen Patienten
- im Alter > 7 Jahren wurde 1 von 16 männlichen Patienten während der Studie positiv auf IgG-Antikörper gegen Agalsidase alfa getestet
- bei diesem Patienten wurde kein Anstieg der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse festgestellt
- im Alter < 7 Jahren wurde von den 7 männlichen Patienten während der Studie keiner positiv auf IgG-Antikörper gegen Agalsidase alfa getestet
- im Alter > 7 Jahren wurde 1 von 16 männlichen Patienten während der Studie positiv auf IgG-Antikörper gegen Agalsidase alfa getestet
- in den klinischen Prüfungen wurden bei einer sehr begrenzten Anzahl von Patienten grenzwertig positive IgE-Antikörpertiter ohne Zusammenhang mit Anaphylaxie festgestellt
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
- renale Antwort auf die Enzym-Ersatz-Therapie kann bei Vorliegen einer erheblichen Nierenschädigung eingeschränkt sein; möglicherweise wegen zugrunde liegender irreversibler pathologischer Veränderungen
- in solchen Fällen bleibt der Verlust der renalen Funktion innerhalb der erwarteten Grenzen des natürlichen Fortschreitens der Erkrankung