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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene und Kinder >= 6 Jahre
    • zum Abschwellen der Nasenschleimhaut bei
      • Schnupfen
      • anfallsweise auftretendem Fliessschnupfen (Rhinitis vasomotorica)
      • allergischem Schnupfen (Rhinitis allergica)
    • zur Erleichterung des Sekretabflusses bei
      • Nasennebenhöhlenentzündungen
      • Tubenkatarrh in Verbindung mit Schnupfen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Nasenspray enthält 1,264 mg Tramazolinhydrochlorid-1-Wasser

  • Schnupfen, Rhinitis vasomotorica, Rhinitis allergica, Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Tubenkatarrh in Verbindung mit Schnupfen
    • Erwachsene und Kinder >= 6 Jahre
      • 1 Sprühstoß bis zu 3mal / Tag
        • je nach Bedarf
        • in jede Nasenöffnung
      • Dosierung richtet sich nach
        • individueller Empfindlichkeit
        • klinischer Wirkung
      • Behandlungsdauer
        • nur zur kurzfristigen Behandlung von akutem Schnupfen
          • 5 - 7 Tage
        • in allen anderen Fällen und bei der Anwendung bei Kindern
          • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt
        • erneute Anwendung erst nach Pause von mehreren Tagen
        • Hinweise:
          • wenn nach einer Anwendungsdauer von 7 Tagen die Symptome nicht verschwunden sind, die Therapie bei Schnupfen nur auf ärztliche Anweisung weiterführen
          • Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden Schnupfenmitteln kann zu chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut sowie hierdurch bedingter Verstopfung der Nase und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen
    • Kinder < 6 Jahre
      • kontraindiziert

Kontraindikationen

Tramazolin - nasal
  • Überempfindlichkeit gegen Tramazolinhydrochlorid
  • Engwinkelglaukom
  • nach operativen intrakraniellen Eingriffen mit transnasalem Zugang
  • Rhinitis sicca
  • Kinder < 6 Jahre
  • Schwangerschaft 1 Trimenon

Nebenwirkungen

Tramazolin - nasal
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ruhelosigkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Halluzinationen
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schwindel
      • Geschmacksstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schläfrigkeit
      • Sedierung
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arrhythmien
      • Tachykardie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Brennen der Nasenschleimhaut
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwellung der Nasenschleimhaut
      • Trockenheit der Nasenschleimhaut
      • Rhinorrhoe
      • Niesen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Epistaxis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Angioödem (Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schleimhautödem (Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion)
      • Müdigkeit
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutdruckanstieg

Anwendungshinweise

  • zum Einsprühen in die Nase
  • vor Anwendung des Sprays Nase reinigen
  • Sprüholive der aufrecht gehaltenen Sprayflasche in die Nasenöffnung einbringen
  • durch einmaligen gleichmäßigen Druck auf die Flasche sprühen
  • gleichzeitiges Lufteinziehen verbessert Verteilung des Sprühnebels über Schleimhautoberfläche des Nasenraumes
  • Sprüholive nach der Anwendung säubern
  • Spray nicht in Kontakt mit Augen bringen

Stillzeithinweise

Tramazolin - nasal
  • Anwendung während der Stillzeit nur nach ärztlicher Anweisung
  • Daten zum Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch beim Menschen liegen bisher nicht vor

Schwangerschaftshinweise

Tramazolin - nasal
  • Tramazolin darf im 1. Trimenon nicht angewendet werden
  • Anwendung im 2. und 3. Trimenon nur nach ärztlicher Anweisung
  • in vorklinischen Untersuchungen wurden keine Hinweise auf fruchtschädigende Wirkung deutlich
    • Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung während der Schwangerschaft liegen bisher nicht vor
  • Fertilität
    • es sind keine Studien zur Auswirkung auf die humane Fertilität durchgeführt worden
      • verfügbare präklinische Untersuchungen geben keine Hinweise auf eine veränderte Fertilität durch die Anwendung von Tramazolin

Warnhinweise

Tramazolin - nasal
  • Anwendung auf Grund des möglichen Risikos einer systemischen Resorption nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter ärztlicher Kontrolle bei:
    • erhöhtem Augeninnendruck
    • schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie)
    • Prostatahyperplasie
    • Phäochromozytom
    • Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperthyreose, Diabetes mellitus)
    • Patienten, die mit speziellen stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmer, trizyklische Antidepressiva) und anderen potenziell blutdrucksteigernden Medikamenten und Antihypertensiva behandelt werden
    • Porphyrie
  • wenn nach einer Anwendungsdauer von sieben Tagen die Symptome nicht verschwunden sind, sollte die Therapie nur auf ärztliche Anweisung weitergeführt werden
  • Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden Schnupfenmitteln kann zu chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut sowie hierdurch bedingter Verstopfung der Nase und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen
  • nach Abklingen des therapeutischen Effektes kann es zu einem Rebound-Effekt kommen, der als merkliche Schwellung der Nasenschleimhaut (nasales Ödem) wahrgenommen wird
  • um Reizungen zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass das Arzneimittel nicht in die Augen gelangt