Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 24 ST 79,37 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

Erwachsene, Kinder und Säuglinge mit >= 5 kg KG

  • Behandlung einer akuten, unkomplizierten Malaria-lnfektion durch Plasmodium falciparum
  • Hinweis: offizielle Richtlinien hinsichtlich der geeigneten Verwendung von Arzneimitteln gegen Malaria beachten

Dosierung

  • Behandlung einer akuten, unkomplizierten Malaria-Infektion durch Plasmodium falciparum
    • Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre und >/= 35 kg KG)
      • Behandlungs-Zyklus mit 6 Dosen mit jeweils 4 Tabletten wie folgt über einen Zeitraum von 60 Stunden
        • 1. Dosis: 4 Tabletten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung
        • danach 5 weitere Dosen: jeweils 4 Tabletten nach 8, 24, 36, 48 und 60 Stunden
      • Gesamtdosis: 24 Tabletten
    • Kinder und Säuglinge (5 - 35 kg KG)
      • Behandlungszyklus abhängig vom KG mit 6 Dosen mit jeweils 1 - 3 Tabletten
        • 5 - < 15 kg KG
          • 1. Dosis: 1 Tablette zum Zeitpunkt der Diagnosestellung
          • danach 5 weitere Dosen: jeweils 1 Tablette nach 8, 24, 36, 48 und 60 Stunden
        • 15 - < 25 kg KG
          • 1. Dosis: 2 Tabletten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung
          • danach 5 weitere Dosen: jeweils 2 Tabletten nach 8, 24, 36, 48 und 60 Stunden
        • 25 - < 35 kg KG
          • 1. Dosis: 3 Tabletten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung
          • danach 5 weitere Dosen: jeweils 3 Tabletten nach 8, 24, 36, 48 und 60 Stunden
    • erneute Infektion
      • erneute Infektionen können mit 2. Zyklus behandelt werden (Daten von einer beschränkten Anzahl von Patienten in einem Malaria-Endemiegebiet)
      • max. 2 Behandlungszyklen empfohlen (fehlende Daten zur Kanzerogenität/fehlende klin. Erfahrungen)

Dosisanpassung

  • Säuglinge (< 5 kg KG)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
    • es können keine Dosierempfehlungen ausgesprochen werden
  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Niereninsuffizienz
    • keine spezifischen Studien durchgeführt
    • keine Dosisanpassung empfohlen, da keine signifikante renale Ausscheidung von Lumefantrin, Artemether und Dihydroartemisinin
    • klinische Erfahrungen sind begrenzt
    • schwere Niereninsuffizienz
      • Anwendung mit Vorsicht
      • EKG und Kaliumspiegel überwachen
  • Leberinsuffizienz
    • keine speziellen Studien durchgeführt
    • leichte - mäßig schwere Leberinsuffizienz: keine Dosisanpassung empfohlen
    • schwere Einschränkungen der Leberfunktion
      • klinisch relevante Erhöhung der Exposition von Artemether und Lumefantrin und/oder deren Metaboliten können nicht ausgeschlossen werden
      • Vorsicht geboten
      • EKG und Kaliumspiegel überwachen

Kontraindikationen

Artemether und Lumefantrin - peroral
  • Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoff
  • Patienten mit schweren Verlaufsformen der Malaria gemäß Definition der WHO
  • Patienten, die ein Arzneimittel erhalten, das durch Cytochrom CYP2D6 abgebaut wird (z. B. Metoprolol, Imipramin, Amitryptilin, Clomipramin);
  • Patienten mit einer Familiengeschichte für plötzlichen Herztod oder einer angeborenen Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG oder Patienten, die in einer anderen klinischen Verfassung sind, von der bekannt ist, dass diese das QTc-Intervall verlängert
  • Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimittel verwenden, von denen bekannt ist, dass diese das QTc Intervall verlängern. Hierzu gehören:
    • Antiarrhythmika der Klassen IA und III
    • Neuroleptika, Antidepressiva
    • bestimmte Antibiotika einschließlich einiger Wirkstoffe aus den folgenden Klassen: Makrolide, Fluorochinolone, Imidazol- und Triazol-Antimykotika
    • bestimmte nicht sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol)
    • Cisaprid
    • Flecainid
  • Patienten mit symptomatischen Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte, mit klinisch relevanter Bradykardie oder mit Herzinsuffizienz, die mit einer verringerten linksventrikulären Auswurffraktion einhergeht
  • Patienten mit Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie)
  • Patienten unter Therapie mit starken Induktoren von CYP3A4, z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut (Hypericum perforatum).

Therapiehinweise

Einnahme mit fettreicher Mahlzeit zur Resorptionsverbesserung.

Nebenwirkungen

Artemether und Lumefantrin - peroral
  • Nebenwirkungen bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • verringerter Appetit
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Schlafstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlaflosigkeit
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
        • Schwindel
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Parästhesie
        • klonischer Krampf
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ataxie
        • Hypästhesie
        • Somnolenz
    • Herzerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Palpitationen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • QT-Verlängerung im EKG
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Husten
    • Erkrankungen des Gastrointestinal-Trakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Erbrechen
        • abdominale Schmerzen
        • Übelkeit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Diarrhö
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Erhöhte Leberwerte
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Pruritus
        • Ausschlag
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Urtikaria
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Angioödem (aus Erfahrungen nach der Markteinführung berichtet)
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Arthralgie
        • Myalgie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Asthenie
        • Müdigkeit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Gangstörungen
  • Nebenwirkungen bei Säuglingen und Kindern bis zu 12 Jahre
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • verringerter Appetit
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlafstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schlaflosigkeit
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • klonischer Krampf
        • Somnolenz
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Palpitationen
        • QT-Verlängerung im EKG
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Husten
    • Erkrankungen des Gastrointestinal-Trakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Erbrechen
        • abdominale Schmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit
        • Diarrhö
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erhöhte Leberwerte
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ausschlag
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Urtikaria
        • Pruritus
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Angioödem (aus Erfahrungen nach der Markteinführung berichtet)
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Arthralgie
        • Myalgie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • Müdigkeit

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten zusammen mit Nahrung oder einem milchhaltigen Getränk (Erhöhung der Aufnahme)
  • Einnahme mit Wasser möglich, wenn Patienten Nahrung nicht tolerieren; jedoch erniedrigte systemische Exposition möglich
  • bei Erbrechen innerhalb 1 Stunde nach Tabletteneinnahme: Einnahme wiederholen
  • Kleinkinder und Säuglinge
    • Tabletten können vor Einnahme auch zerstoßen werden
    • keine speziellen Packungsgrößen verfügbar
      • Eltern oder Betreuer über die für das Kind geeignete Dosierung informieren und darauf hinweisen, dass für die Behandlung eine unterschiedliche Anzahl von Tabletten benötigt wird (abhängig vom KG)
      • u.U. wird nicht der gesamte Packungsinhalt aufgebraucht

Stillzeithinweise

Artemether und Lumefantrin - peroral
  • Frauen sollten während der Dauer der Behandlung nicht stillen
  • wegen der langen Eliminationshalbwertszeit von Lumefantrin (4 - 6 Tage) empfohlen, mit dem Stillen erst frühestens 1 Woche nach der letzten Dosis wieder zu beginnen, sofern der für Mutter und Kind zu erwartende Nutzen nicht die Risiken der Behandlung überwiegt
  • keine Daten am Menschen zum Übergang in die Muttermilch
  • Daten am Tier weisen auf eine Exkretion in die Muttermilch hin

Schwangerschaftshinweise

Artemether und Lumefantrin - peroral
  • darf im 1. Trimenon nicht angewendet werden, sofern andere geeignete und wirksame Anti-Malaria-Mittel zur Verfügung stehen
    • in lebensbedrohlichen Situationen, in denen keine anderen wirksamen Anti-Malaria-Mittel verfügbar sind, sollte Artemether plus Lumefantrin jedoch nicht vorenthalten werden
  • im 2. und 3. Trimenon sollte Behandlung nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter im Vergleich zu dem Risiko für den Fetus überwiegt
  • tierexperimentelle Daten:
    • Vermutung, dass bei Anwendung während des 1. Trimenons schwerwiegende Schädigungen des Fetus verursacht werden können
    • reproduktionstoxikologischen Untersuchungen an Ratten und Kaninchen: Hinweise auf Fehlgeburten und Teratogenität durch Artemether
  • Artemisinin-Derivate zeigten ebenfalls ein teratogenes Potenzial bei erhöhtem Risiko in der Frühschwangerschaft
  • Sicherheitsdaten aus Beobachtungsstudien an schwangeren Frauen die mit Artemether-Lumefantrin oder Artemisinin-Derivaten behandelt wurden (einschließlich Patientinnen mit Exposition im 1. Trimeon) zeigen im Vergleich zur Hintergrundrate keine Zunahme ungünstiger Schwangerschaftsergebnisse oder teratogener Auswirkungen
  • gebärfähige Frauen
    • Frauen, die orale, transdermale oder andere systemische hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten etwa einen Monat lang zusätzlich eine nicht-hormonelle Methode zur Empfängnisverhütung verwenden

Fertilität

  • reduzierte Fertilität bei männlichen Ratten nach Gabe von Artemether-Lumefantrin über 10 Wochen bzw. 2 Wochen bei weiblichen Ratten (Exposition beim Menschen vergleichbar)
  • die Bedeutung dieser Beobachtung für den Menschen ist unbekannt

Warnhinweise

Artemether und Lumefantrin - peroral
  • darf nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel angewendet werden, sofern andere geeignete und wirksame Anti-Malaria- Mittel zur Verfügung stehen
  • nicht zur Behandlung schwerer Verlaufsformen der Malaria, einschließlich Fällen von zerebraler Malaria oder anderen schweren Manifestationen wie Lungenödem oder Nierenversagen, untersucht
  • nicht geprüft und indiziert zur Malaria-Prophylaxe
  • nur begrenztes Datenmaterial zur Wirksamkeit und Verträglichkeit verfügbar
    • darf daher außer in Fällen, in denen keine andere Behandlungsoption besteht, nicht gleichzeitig mit anderen Anti-Malaria-Mitteln gegeben werden
  • Verschlechterung des Zustands während der Anwendung:
    • unverzüglich mit einer anderen Anti-Malaria-Behandlung beginnen
    • EKG-Überwachung empfohlen
    • Elektrolytstörungen sollten ausgeglichen werden
  • sorgfältige Überwachung, bei
    • Patienten, die während der Therapie keine Nahrung zu sich nehmen können (Risiko für das Wiederauftreten der Infektion kann erhöht sein)
  • Patienten mit schweren Einschränkungen der Nieren- oder Leberfunktion
    • Vorsicht bei der Anwendung
    • keine speziellen Studien, begrenzte klinische Erfahrung
    • Überwachung von EKG und Kaliumspiegel empfohlen
  • bei Gabe von Chinin an Patienten, die zuvor mit Lumefantrin behandelt wurden:
    • lange Eliminationshalbwertszeit von Lumefantrin beachten
    • engmaschige EKG-Kontrolle empfohlen
  • bei Gabe von Artemether plus Lumefantrin nach Mefloquin
    • strikte Überwachung der Nahrungsaufnahme empfohlen
  • Patienten, die zuvor mit Halofantrin behandelt wurden:
    • Anwendung frühestens einen Monat nach Einnahme der letzten Halofantrin-Dosis
  • Patienten unter antiretroviraler Therapie (ART)
    • Anwendung mit Vorsicht, da verringerte Artemether-, DHA-, und/oder Lumefantrin-Konzentrationen zu einer Verringerung der Wirksamkeit von Artemether plus Lumefantrin gegen Malaria führen können
  • QT-Verlängerung
    • QT-Verlängerung kann verursacht werden (wie auch durch andere Anti-Malaria-Mittel, z. B. Halofantrin, Chinin und Chinidin)
  • kombinierte Anwendung mit Arzneimitteln, die hemmend, induzierend oder kompetitiv auf CYP3A4 wirken
    • Vorsicht bei der Anwendung, da die therapeutische Wirkung einiger Arzneimittel verändert sein könnte
  • Arzneimittel mit gemischter inhibitorischer/induzierender Wirkung auf CYP3A4, insbesondere antiretrovirale Wirkstoffe wie HIV-Proteasehemmer oder nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer sind mit Vorsicht anzuwenden
  • Kombination mit hormonellen Kontrazeptiva (oral, transdermal oder systemisch)
    • Vorsicht geboten, da deren Wirksamkeit verringern werden kann
    • zusätzliche Verwendung eines weiteren, nichthormonbasierten Verhütungsmittels für etwa einen Monat