RINVOQ 15 mg Retardtabletten

HAEMATO PHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Upadacitinib →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
28 ST 1111,27 €
98 ST 3878,16 €

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Fachinformationen

Indikation

  • rheumatoide Arthritis
    • Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis bei erwachsenen Patienten, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben
    • Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat
  • Psoriasis-Arthritis
    • Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei erwachsenen Patienten, die auf ein oder mehrere DMARDs unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben
    • Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat
  • Axiale Spondyloarthritis
    • nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA)
      • Behandlung der aktiven nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis bei erwachsenen Patienten mit objektiven Anzeichen einer Entzündung, angezeigt durch erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und / oder Nachweis durch Magnetresonanztomografie (MRT), die unzureichend auf nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) angesprochen haben
    • Ankylosierende Spondylitis (AS, röntgenologische axiale Spondyloarthritis)
      • Behandlung der aktiven ankylosierenden Spondylitis bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben
  • Riesenzellarteriitis
    • Behandlung der Riesenzellarteriitis bei erwachsenen Patienten
  • atopische Dermatitis
    • Behandlung der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre, die für eine systemische Therapie infrage kommen
  • Colitis ulcerosa
    • Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Colitis ulcerosa bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie oder ein Biologikum unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben
  • Morbus Crohn
    • Behandlung des mittelschweren bis schweren aktiven Morbus Crohn bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie oder ein Biologikum unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben

Dosierung

  • allgemein
    • Einleitung und Überwachung von einem Arzt, der über Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen verfügt, für die Upadacitinib indiziert ist
  • rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis
    • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
    • Patienten mit axialer Spondyloarthritis
      • kein klinisches Ansprechen nach 16-wöchiger Behandlung
        • Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
      • mit anfänglich partiellem Ansprechen
        • im Verlauf der Weiterbehandlung über 16 Wochen hinaus kann es zu Verbesserungen kommen
  • Riesenzellarteriitis
    • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag in Kombination mit einer Ausschleichtherapie der Kortikosteroide
    • Upadacitinib-Monotherapie: nicht zur Behandlung akuter Rezidive anwenden
    • nach Absetzen der Kortikosteroide
      • aufgrund der chronischen Natur der Riesenzellarteriitis: Upadacitinib 15 mg 1mal / Tag als Monotherapie fortsetzen
    • Behandlungsdauer >/= 52 Wochen
      • Beurteilung anhand der Krankheitsaktivität, der Erwägung des Arztes und der Entscheidung des Patienten
  • atopische Dermatitis
    • Erwachsene
      • 15 mg oder 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag, je nach individuellem Krankheitsbild
        • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei erhöhtem Risiko für
          • venöse Thromboembolien (VTE)
          • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
          • maligne Erkrankungen
        • 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei Patienten
          • mit hoher Krankheitslast
          • die kein erhöhtes Risiko für VTE, MACE und maligne Erkrankungen aufweisen
          • mit unzureichendem Ansprechen auf 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
        • niedrigste wirksame Dosis verwenden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten
    • Patienten >/= 65 Jahre
      • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
      • nur anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen (s. Fachinformation)
    • Jugendliche 12 - 17 Jahre und >/= 30 kg KG
      • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
      • bei unzureichendem Ansprechen, Dosiserhöhung auf 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag
      • niedrigste wirksame Dosis verwenden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten
    • begleitende topische Therapien
      • Anwendung mit oder ohne topische Kortikosteroide möglich
      • topische Calcineurininhibitoren
        • können für empfindliche Bereiche wie Gesicht, Hals, intertriginöse und Genitalbereiche verwendet werden
    • Behandlungsdauer
      • keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen nach 12 Behandlungswochen
        • Absetzen in Erwägung ziehen
  • Colitis ulcerosa
    • initial: 45 mg 1mal / Tag über 8 Wochen
      • Patienten, die bis Woche 8 keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen erzielen
        • optional: 45 mg Upadacitinib 1mal / Tag für weitere 8 Wochen
      • Patienten, die bis Woche 16 keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen zeigen
        • Absetzen von Upadacitinib
    • Erhaltungstherapie 15 mg oder 30 mg 1mal / Tag, je nach individuellem Krankheitsbild
      • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei erhöhtem Risiko für
        • venöse Thromboembolien (VTE)
        • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
        • maligne Erkrankungen
      • 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei Patienten
        • mit hoher Krankheitslast
        • die eine 16-wöchige Einleitungstherapie benötigen
        • die kein erhöhtes Risiko für VTE, MACE und maligne Erkrankungen aufweisen
        • mit unzureichendem Ansprechen auf 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
      • niedrigste wirksame Dosis verwenden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten
      • Patienten >/= 65 Jahre
        • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
        • nur anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen (s. Fachinformation)
      • Patienten, die auf die Behandlung mit Upadacitinib angesprochen haben
        • ggf. Kortikosteroide entsprechend dem Versorgungsstandard reduzieren und/oder absetzen
  • Morbus Crohn
    • initial: 45 mg 1mal / Tag über 12 Wochen
      • Patienten, die nach der anfänglichen 12-wöchigen Induktion keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen erzielt haben
        • 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag für weitere 12 Wochen in Betracht ziehen
      • Patienten, bei denen nach 24 Behandlungswochen kein therapeutischer Nutzen nachweisbar ist
        • Absetzen von Upadacitinib
    • Erhaltungstherapie 15 mg oder 30 mg 1mal / Tag, je nach individuellem Krankheitsbild
      • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei erhöhtem Risiko für
        • venöse Thromboembolien (VTE)
        • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
        • maligne Erkrankungen
      • 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag bei Patienten
        • mit hoher Krankheitslast
        • die kein erhöhtes Risiko für VTE, MACE und maligne Erkrankungen aufweisen
        • mit unzureichendem Ansprechen auf 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
      • niedrigste wirksame Dosis verwenden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten
      • Patienten >/= 65 Jahre
        • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
        • nur anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen (s. Fachinformation)
      • Patienten, die auf die Behandlung mit Upadacitinib angesprochen haben
        • ggf. Kortikosteroide entsprechend dem Versorgungsstandard reduzieren und/oder absetzen
  • allgemein
    • Wechselwirkungen
      • starke Inhibitoren des Cytochroms P450 (CYP) 3A4 (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin)
        • initial: 30 mg 1mal / Tag
        • Erhaltungsdosis: 15 mg 1mal / Tag
    • Behandlungsbeginn
      • Behandlung nicht beginnen wenn
        • absolute Lymphozytenzahl (ALC) < 0,5 × 109 Zellen / l
        • absolute Neutrophilenzahl (ANC) < 1 × 109 Zellen / l
        • oder Hämoglobinwert (Hb) < als 8 g / dl
    • Behandlungsunterbrechung
      • Auftreten einer schweren Infektion
        • Behandlung unterbrechen bis die Infektion unter Kontrolle ist
        • eine Unterbrechung der Behandlung kann erforderlich sein, bis die im Folgenden beschriebenen Laborwertabweichungen entsprechend normalisiert sind
        • Überwachung der Laborparameter
          • absolute Neutrophilenzahl (ANC)
            • Behandlung unterbrechen, wenn ANC < 1 × 109 Zellen / l
            • Wiederbeginn, wenn ANC > 1 × 109 Zellen / l
            • Überwachung
              • Bestimmung der Werte vor Beginn und dann spätestens 12 Wochen nach Beginn der Behandlung
              • anschließend entsprechend der individuellen Behandlung des Patienten
          • absolute Lymphozytenzahl (ALC)
            • Behandlung unterbrechen, wenn ALC < 0,5 x 109 Zellen / l
            • Wiederbeginn, wenn ALC > 0,5 x 109 Zellen / l
            • Überwachung
              • Bestimmung der Werte vor Beginn und dann spätestens 12 Wochen nach Beginn der Behandlung
              • anschließend entsprechend der individuellen Behandlung des Patienten
          • Hämoglobin (Hb)
            • Behandlung unterbrechen, wenn Hb-Wert < 8 g / dl
            • Wiederbeginn, wenn Hb-Wert > 8 g / dl
            • Überwachung
              • Bestimmung der Werte vor Beginn und dann spätestens 12 Wochen nach Beginn der Behandlung
              • anschließend entsprechend der individuellen Behandlung des Patienten
          • Lebertransaminasen
            • Behandlung vorübergehend unterbrechen bei Verdacht auf arzneimittelinduzierte Leberschäden
            • Überwachung
              • Bestimmung der Werte vor Beginn und während der Behandlung entsprechend der routinemäßigen Behandlung des Patienten
          • Lipide
            • Patienten sollten entsprechend den internationalen klinischen Leitlinien für Hyperlipidämie behandelt werden
            • Überwachung
              • 12 Wochen nach Behandlungsbeginn, danach entsprechend den internationalen klinischen Leitlinien für Hyperlipidämie

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • leicht oder mittelschwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Niereninsuffizienz (eGFR 15 bis < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
      • nur begrenzte Erfahrungen
      • rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Riesenzellarteriitis, atopische Dermatitis
        • 15 mg Upadacitinib 1mal / Tag
          • Anwendung mit Vorsicht
      • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
        • initial: 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag
        • Erhaltungsdosis: 15 mg 1mal / Tag
    • terminaler Niereninsuffizienz:
      • Upadacitinib bei diesen Patienten nicht untersucht
      • Anwendung nicht empfohlen
  • Leberinsuffizienz
    • leicht (Child-Pugh A) oder mittelschwer (Child-Pugh B)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwer (Child-Pugh C)
      • kontraindiziert
  • ältere Patienten
    • rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis
      • Patienten >/= 75 Jahre
        • es liegen nur begrenzte Erfahrungen vor
    • atopische Dermatitis
      • Patienten >/= 65 Jahre
        • Dosen > 15 mg 1mal / Tag nicht empfohlen
    • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
      • Patienten >/= 65 Jahre
        • Dosen > 15 mg 1mal / Tag als Erhaltungstherapie nicht empfohlen
      • Patienten >/= 75 Jahre
        • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
  • Kinder und Jugendliche
    • atopische Dermatitis
      • Kinder < 12 Jahre
        • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
        • keine Daten vorliegend
      • Jugendliche mit KG < 40 kg
        • keine klinischen Daten zur Exposition vorliegend
    • rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
      • Kinder und Jugendliche (0 - 18 Jahre)
        • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
        • es liegen keine Daten vor
    • Riesenzellarteriitis
      • es gibt keinen relevanten Nutzen

Kontraindikationen

Upadacitinib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Upadacitinib
  • aktive Tuberkulose (TB) oder aktive schwerwiegende Infektionen
  • schwere Leberinsuffizienz
  • Schwangerschaft

Nebenwirkungen

Upadacitinib - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektionen der oberen Atemwege (gruppierter Begriff)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bronchitis (gruppierter Begriff)
        • in Studien zu atopischer Dermatitis trat Bronchitis gelegentlich auf
      • Herpes zoster (gruppierter Begriff)
      • Herpes simplex (gruppierter Begriff)
      • Follikulitis
      • Influenza
      • Harnwegsinfektionen
      • Pneumonie (gruppierter Begriff)
        • trat bei Morbus Crohn häufig und in den anderen Indikationen gelegentlich auf
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orale Candidose
      • Diverkulitis
      • Sepsis
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs
        • die meisten Ereignisse berichtet als Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome der Haut
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie (gruppierter Begriff)
      • Neutropenie (gruppierter Begriff)
      • Lymphopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Urtikaria
        • in Studien zu rheumatologischen Erkrankungen trat Urtikaria gelegentlich auf
        • bei Morbus Crohn trat Urtikaria gelegentlich auf
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (gruppierter Begriff), einschl.
        • anaphylaktische Reaktion
        • Angioödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypercholesterinämie (gruppierter Begriff)
        • in Studien zu atopischer Dermatitis trat Hypercholesterinämie gelegentlich auf
      • Hyperlipidämie (gruppierter Begriff)
        • in Studien zu atopischer Dermatitis trat Hyperlipidämie gelegentlich auf
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypertriglyceridämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen (gruppierter Begriff)
        • Kopfschmerzen traten sehr häufig in der Studie zur Riesenzellarteriitis auf
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Drehschwindel (gruppierter Begriff)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bauchschmerzen (gruppierter Begriff)
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Perforation
        • Häufigkeit basiert auf klinischen Studien zu Morbus Crohn
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Akne (gruppierter Begriff)
        • in Studien zu rheumatologischen Erkrankungen bzw. Colitis ulcerosa trat Akne häufig auf
        • bei Morbus Crohn trat Akne häufig auf
        • in Studien zu Colitis ulcerosa trat Akne häufig auf
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag (gruppierter Begriff)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatigue
      • Fieber
      • peripheres Ödem (gruppierter Begriff)
        • Häufigkeit basiert auf der Studie zur Riesenzellarteriitis
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Creatinphosphokinase (CPK) im Blut erhöht
      • Alanintransaminase (ALT) erhöht
        • in Studien zu atopischer Dermatitis traten erhöhte ALT-Werte gelegentlich auf
      • Aspartattransaminase (AST) erhöht
        • in Studien zu atopischer Dermatitis traten erhöhte AST-Werte gelegentlich auf
      • Gewicht erhöht
        • bei Morbus Crohn trat erhöhtes Gewicht gelegentlich auf

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • Tabletten im Ganzen schlucken, nicht teilen, zerdrücken oder zerkauen
  • mit oder unabhängig von einer Mahlzeit, zu einer beliebigen Uhrzeit einnehmen

Stillzeithinweise

Upadacitinib - peroral
  • Upadacitinib sollte nicht während der Stillzeit angewendet werden
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob
      • das Stillen zu unterbrechen ist
      • auf die Behandlung mit Upadacitinib verzichtet werden soll
      • die Behandlung mit Upadacitinib zu unterbrechen ist
    • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
  • nicht bekannt, ob Upadacitinib oder dessen Metaboliten in die menschliche Muttermilch übergehen
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • tierexperimentelle Studien
    • zur Verfügung stehende pharmakodynamische / toxikologische Daten haben gezeigt, dass Upadacitinib in die Milch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Upadacitinib - peroral
  • während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • falls eine Patientin während der Behandlung mit Upadacitinib schwanger wird
    • Eltern sollten über das potenzielle Risiko für den Fötus informiert werden
  • bisher keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Upadacitinib bei Schwangeren vorliegend
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für 4 Wochen nach der letzten Dosis von Upadacitinib eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden
    • Mädchen und / oder ihre Eltern / betreuenden Personen sind zu informieren, dass sie sich mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen müssen, sobald bei der Patientin unter der Behandlung mit Upadacitinib die Menarche stattfindet
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität gezeigt
    • Upadacitinib war bei Ratten und Kaninchen teratogen
    • hatte bei Exposition in utero bei Rattenföten Auswirkungen auf die Knochen und bei Kaninchenföten Auswirkungen auf das Herz
  • Fertilität
    • Wirkung auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht
    • tierexperimentelle Studien
      • ergaben keine Hinweise auf Auswirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

Upadacitinib - peroral
  • Upadacitinib sollte nur angewendet werden, wenn keine geeigneten Behandlungsalternativen zur Verfügung stehen bei Patienten
    • im Alter von => 65 Jahren
    • mit einer atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren wie
      • Raucher
      • ehemalige Langzeitraucher
    • Patienten mit Risikofaktoren für maligne Erkrankungen, z. B.
      • aktuelle oder zurückliegende maligne Erkrankungen
  • Anwendung bei Patienten => 65 Jahren
    • Upadacitinib bei diesen Patienten nur anwenden, wenn keine geeigneten Behandlungsalternativen zur Verfügung stehen
      • in Anbetracht des in einer großen randomisierten Studie zu Tofacitinib (ein weiterer Januskinase (JAK)-Inhibitor) beobachteten erhöhten Risikos für MACE, maligne Erkrankungen, schwere Infektionen und Gesamtmortalität bei Patienten im Alter von => 65 Jahren
    • bei Patienten im Alter von => 65 Jahren
      • besteht bei 30 mg Upadacitinib 1mal / Tag ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen
        • empfohlene Dosis für die Langzeitanwendung bei dieser Patientengruppe
          • 15 mg einmal 1mal / Tag
  • Immunsuppressiva
    • Kombination mit folgenden Arzneimitteln nicht empfohlen, da das Risiko einer zusätzlichen immunsuppressiven Wirkung nicht ausgeschlossen werden kann (diese Kombinationen wurden in klinischen Studien nicht untersucht)
      • andere potente Immunsuppressiva wie
        • Azathioprin
        • 6-Mercaptopurin
        • Ciclosporin
        • Tacrolimus
        • biologische DMARDs
      • andere Januskinase(JAK)-Inhibitoren
  • schwerwiegende Infektionen
    • bei Patienten mit aktiver, schwerwiegender Infektion, einschließlich lokaler Infektionen, darf mit der Behandlung mit Upadacitinib nicht begonnen werden
    • bei folgenden Patienten sollte Upadacitinib nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
      • bei Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Infektionen
      • bei Patienten mit Exposition gegenüber Tuberkulose
      • bei Patienten mit einer schweren oder opportunistischen Infektion in der Anamnese
      • bei Patienten, die in Gebieten mit endemischer Tuberkulose oder endemischen Mykosen gelebt oder solche Gebiete bereist haben
      • bei Patienten mit Grunderkrankungen, aufgrund derer sie anfällig für Infektionen sind
    • Überwachung
      • Patienten während und nach Behandlung mit Upadacitinib engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Infektion überwachen
      • entwickelt ein Patient eine schwerwiegende oder opportunistische Infektion
        • Behandlung mit Upadacitinib muss unterbrochen werden
      • Patienten, bei denen unter Behandlung mit Upadacitinib eine neue Infektion auftritt
        • sind unverzüglich einer für immungeschwächte Patienten angemessenen, vollständigen diagnostischen Abklärung zu unterziehen
          • entsprechende Antibiotikatherapie ist einzuleiten
          • Patienten sind engmaschig zu überwachen
          • falls der Patient nicht auf die Antibiotikatherapie anspricht
            • Behandlung mit Upadacitinib ist zu unterbrechen
          • sobald die Infektion unter Kontrolle ist
            • Behandlung mit Upadacitinib kann fortgesetzt werden
    • unter 30 mg Upadacitinib
      • höhere Rate an schwerwiegenden Infektionen beobachtet als unter 15 mg Upadacitinib
    • ältere Patienten und Diabetiker
      • bei der Behandlung dieser Patienten Vorsicht geboten
        • da Infektionen bei älteren Patienten und bei Diabetikern häufiger auftreten
      • bei Patienten im Alter von => 65 Jahren
        • Upadacitinib nur anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen
    • Berichte über schwere Infektionen, darunter auch solche mit tödlichem Ausgang
      • die am häufigsten berichteten schwerwiegenden Infektionen umfassten
        • Pneumonie
        • Cellulitis
      • Fälle von bakterieller Meningitis und Sepsis unter Upadacitinib berichtet
    • als opportunistische Infektionen wurden folgende Infektionen berichtet
      • Tuberkulose
      • multidermatomaler Herpes zoster
      • orale / ösophageale Candidose
      • Kryptokokkose
    • Tuberkulose
      • Tuberkulose(TB)-Screening vor Therapiebeginn mit Upadacitinib durchführen
      • Upadacitinib darf nicht bei Patienten mit aktiver TB angewendet werden
      • bei Patienten mit unbehandelter latenter TB oder bei Patienten mit Risikofaktoren für eine TB-Infektion
        • vor Einleitung der Behandlung mit Upadacitinib ist eine Anti-TB-Therapie in Erwägung zu ziehen
      • wenn entschieden werden soll, ob eine Anti-TB-Therapie im Einzelfall geeignet ist
        • Konsultation eines in der Tuberkulosebehandlung erfahrenen Arztes ist empfehlenswert
      • Patienten müssen auf die Entwicklung von Anzeichen und Symptomen einer TB überwacht werden
        • gilt auch für Patienten mit negativem Befund auf eine latente TB-Infektion vor Therapiebeginn
  • Virusreaktivierung
    • in klinischen Studien wurden Virusreaktivierungen, einschließlich Fällen der Reaktivierung von Herpesviren (z. B. Herpes zoster), berichtet
    • Risiko für Herpes zoster scheint bei Patienten japanischer Herkunft, die mit Upadacitinib behandelt werden, erhöht zu sein
    • tritt bei einem Patienten Herpes zoster auf
      • Therapieunterbrechung bis zum Abklingen der Infektion in Erwägung ziehen
    • vor Beginn und während einer Therapie mit Upadacitinib Screening auf eine virale Hepatitis und die Überwachung einer möglichen Reaktivierung durchführen
      • falls während der Behandlung mit Upadacitinib Hepatitis-B-Virus-DNA festgestellt wird
        • Hepatologe ist zu konsultieren
      • von den klinischen Studien ausgeschlossen
        • Patienten mit positivem Ergebnis beim Test auf Hepatitis-C-Antikörper und Hepatitis-C-Virus-RNA
        • Patienten mit positivem Ergebnis beim Test auf Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen oder Hepatitis-B-Virus-DNA
  • Impfung
    • keine Daten zum Ansprechen auf Impfungen mit Lebendimpfstoffen bei Patienten unter Upadacitinib-Behandlung vorliegend
    • die Anwendung von attenuierten Lebendimpfstoffen während oder unmittelbar vor einer Behandlung mit Upadacitinib wird nicht empfohlen
    • vor Einleitung der Therapie mit Upadacitinib wird empfohlen
      • Impfstatus der Patienten entsprechend den aktuellen Impfleitlinien zu überprüfen
      • alle erforderlichen Impfungen nachzuholen
        • dazu zählt auch die prophylaktische Impfung gegen Herpes zoster
  • maligne Erkrankungen
    • Berichte über Lymphome und andere maligne Erkrankungen bei Patienten, die JAK-Inhibitoren einschließlich Upadacitinib erhielten
    • große randomisierte, aktiv kontrollierte Studie zu Tofacitinib (ein weiterer JAK-Inhibitor)
      • bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mind. einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor
        • unter Tofacitinib im Vergleich zu Tumornekrosefaktor-Inhibitoren (TNF-Inhibitoren) höhere Rate an malignen Erkrankungen beobachtet, insb.
          • Lungenkrebs
          • Lymphom
          • nichtmelanozytärer Hautkrebs (NMSC)
    • 30 mg Upadacitinib
      • höhere Rate an malignen Erkrankungen beobachtet als unter 15 mg Upadacitinib
    • Upadacitinib nur dann anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen bei
      • Patienten im Alter von => 65 Jahren
      • Patienten, die Raucher oder ehemalige Langzeitraucher sind
      • Patienten mit anderen Risikofaktoren für maligne Erkrankungen, z. B.
        • aktuelle oder zurückliegende maligne Erkrankungen
    • nichtmelanozytärer Hautkrebs (NMSC)
      • NMSCs unter Upadacitinib-Behandlung berichtet
      • unter 30 mg Upadacitinib
        • höhere Rate an NMSC beobachtet als unter 15 mg Upadacitinib
      • regelmäßige Hautuntersuchung wird bei allen Patienten empfohlen, insb. bei denjenigen mit Risikofaktoren für Hautkrebs
  • hämatologische Anomalien
    • in klinischen Studien wurde bei <= 1 % der Patienten folgende Ergebnisse berichtet
      • eine absolute Neutrophilenzahl (ANC) von < 1 x 109 Zellen / l
      • eine absolute Lymphozytenzahl (ALC) von < 0,5 x 109 Zellen / l
      • ein Hämoglobinwert von < 8 g / dl
    • Behandlung nicht beginnen bzw. Behandlung vorübergehend unterbrechen
      • wenn bei Patienten, bei denen im Rahmen routinemäßiger Untersuchungen folgende Ergebnisse beobachtet werden
        • ANC < 1 x 109 Zellen / l
        • ALC < 0,5 x 109 Zellen / l
        • Hämoglobinwert < 8 g / dl
  • gastrointestinale Perforationen
    • Fälle von Divertikulitis und gastrointestinalen Perforationen wurden in klinischen Studien sowie nach der Markteinführung berichtet
    • mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Risiko für eine gastrointestinale Perforation, z.B. bei Patienten
      • mit divertikulärer Erkrankung
      • mit Divertikulitis in der Anamnese
      • die nicht steroidale Antirheumatika [NSAR], Corticosteroide oder Opioide anwenden
    • Patienten mit aktivem Morbus Crohn
      • haben erhöhtes Risiko, eine intestinale Perforation zu entwickeln
    • Patienten mit neu auftretenden abdominalen Anzeichen und Symptomen
      • sind zur frühzeitigen Erkennung einer Divertikulitis oder einer gastrointestinalen Perforation umgehend zu untersuchen
  • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse
    • in klinischen Studien zu Upadacitinib wurden Fälle von MACE beobachtet
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (ein weiterer JAK-Inhibitor)
      • bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mind. einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor
        • unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine höhere Rate an MACE beobachtet, definiert als
          • kardiovaskulärer Tod
          • nicht tödlicher Myokardinfarkt (MI)
          • nicht tödlicher Schlaganfall
    • Upadacitinib nur dann anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen bei
      • Patienten im Alter von => 65 Jahren
      • bei Patienten, die Raucher oder ehemalige Langezeitraucher sind
      • bei Patienten mit atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen in der Vorgeschichte
      • anderen kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Lipide
    • Behandlung mit Upadacitinib war mit einem dosisabhängigen Anstieg der Lipidwerte verbunden
      • Anstieg folgender Lipidwerte wurde beobachtet
        • Gesamtcholesterin
        • Low-Density Lipoprotein (LDL)
        • High-Density Lipoprotein (HDL)
    • Erhöhungen des LDL-Cholesterins ließen sich mit einer Statintherapie wieder auf die Werte vor Behandlungsbeginn senken
      • Evidenzlage begrenzt
    • Auswirkungen dieser Lipidwerterhöhungen auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurden nicht untersucht
  • Anstieg der Lebertransaminasen
    • Behandlung mit Upadacitinib war im Vergleich zu Placebo mit einer höheren Inzidenz für erhöhte Leberwerte verbunden
    • Lebertransaminasen vor Beginn und während der Behandlung entsprechend der routinemäßigen Untersuchung des Patienten bestimmen
      • um eine mögliche arzneimittelinduzierte Leberschädigung zu erkennen
        • unverzüglich die Ursache der Leberwerterhöhungen ermitteln
    • falls im Rahmen von routinemäßigen Untersuchungen des Patienten ein ALT- oder AST-Anstieg beobachtet und eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung vermutet wird
      • Upadacitinib sollte abgesetzt werden, bis eine solche Diagnose ausgeschlossen werden kann
  • venöse Thromboembolie
    • in klinischen Studien zu Upadacitinib wurden Fälle von tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (LE) beobachtet
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (ein weiterer JAK-Inhibitor)
      • bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mind. einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor
        • unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine dosisabhängig höhere Rate an VTE, einschließlich TVT und LE, beobachtet
    • bei Patienten mit kardiovaskulären oder malignen Risikofaktoren (siehe auch "schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse" und "maligne Erkrankungen")
      • Upadacitinib nur anwenden, wenn keine geeigneteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen
    • bei Patienten mit bekannten VTE-Risikofaktoren, die keine kardiovaskulären oder malignen Risikofaktoren sind
      • Upadacitinib mit Vorsicht anwenden
    • zu den VTE-Risikofaktoren, die keine kardiovaskulären oder malignen Risikofaktoren sind, gehören
      • frühere VTE
      • Patienten, die sich einer größeren Operation unterziehen müssen
      • Immobilisierung
      • die Anwendung kombinierter hormoneller Kontrazeptiva oder eine Hormonersatztherapie
      • vererbte Gerinnungsstörungen
    • die Patienten sollten während der Behandlung mit Upadacitinib in regelmäßigen Abständen erneut untersucht werden, um Veränderungen des VTE-Risikos festzustellen
    • Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer VTE
      • umgehend untersuchen
    • bei Patienten mit Verdacht auf VTE
      • Upadacitinib unabhängig von der Dosis absetzen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Berichte über schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie und Angioödem bei Patienten, die Upadacitinib erhielten
    • wenn eine klinisch signifikante Überempfindlichkeitsreaktion auftritt
      • Upadacitinib absetzen
      • geeignete Therapie einleiten
  • Hypoglykämie bei Patienten, die wegen Diabetes behandelt werden
    • es liegen Berichte über Hypoglykämie nach Beginn der Gabe von JAK-Inhibitoren, einschließlich Upadacitinib, bei Patienten vor, die eine Behandlung gegen Diabetes erhielten
    • falls eine Hypoglykämie auftritt, kann eine Dosisanpassung der Antidiabetika erforderlich sein
  • Medikamentenrückstände im Stuhl
    • bei Patienten, die Upadacitinib einnahmen, wurde über Arzneimittelrückstände im Stuhl oder über Stomaausgänge berichtet
    • in den meisten Berichten wurden anatomische (z. B. Ileostomie, Kolostomie, Darmresektion) oder funktionelle gastrointestinale Erkrankungen mit verkürzten gastrointestinalen Transitzeiten beschrieben
    • Patienten sollten angewiesen werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn wiederholt Arzneimittelrückstände beobachtet werden
    • die Patienten sollten klinisch überwacht werden und eine alternative Behandlung sollte in Betracht gezogen werden, wenn das therapeutische Ansprechen unzureichend ist
  • Riesenzellarteriitis
    • Upadacitinib-Monotherapie sollte nicht zur Behandlung akuter Rezidive angewendet werden, da die Wirksamkeit in diesem Setting nicht untersucht wurde
    • Corticosteroide sollen gemäß medizinischer Beurteilung und Behandlungsleitlinien gegeben werden