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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre

  • pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Blähungen und Völlegefühl (dyspeptische Beschwerden)

Dosierung

  • Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Blähungen und Völlegefühl (dyspeptische Beschwerden)
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
      • 1 Weichkapsel (100 mg Wacholderöl) 1mal / Tag
    • Kinder (< 12 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen (keine Daten)
    • Dauer der Anwendung
      • bei Beschwerden, die länger als eine Woche andauern: Arzt kontaktieren

Kontraindikationen

  • Allergie gegen Wacholderöl oder einen der sonstigen Bestandteile
  • entzündliche Nierenerkrankungen bzw. schwere Nierenerkrankungen (einschließlich infektiöser interstitieller Nephritis, Pyelitis und Pyelonephritis)
  • Schwangerschaft
  • Patienten mit Diabetes mellitus

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • ohne Häufigkeitsangabe
    • bei langandauernder Anwendung oder bei Überdosierung: Nierenschäden
    • bei besonders empfindlichen Personen: vorübergehende Oberbauchbeschwerden oder Sodbrennen
    • sonstige Bestandteile können allergische Reaktionen hervorrufen

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Kapseln unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) nach den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

  • Anwendung nicht empfohlen
  • es ist nicht bekannt, ob die Wirkstoffe oder deren Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

  • Anwendung nicht empfohlen
  • keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Wacholderöl bei Schwangeren
  • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • keine Daten

Warnhinweise

  • Kinder (< 12 Jahre)
    • Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden Daten)
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Diuretika kann deren harntreibende Wirkung verstärkt werden
  • Wacholderöl beeinflusst möglicherweise den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • nicht zutreffend
  • Überdosierung
    • keine Daten über akute Vergiftungen mit Wacholderöl
    • bereits bei therapeutischen Dosen auftretende Diuresesteigerung und aromatischer (Veilchen)-Geruch des Harns sind keine Intoxikationszeichen
    • Symptome
      • Nephritis und Cystitis (in Tierexperimenten bei hohen Dosen beschrieben)
        • aufgrund der renalen Ausscheidung könnten Reizungen und Entzündungsreaktionen des Nierenparenchyms und der Harnwege auftreten
      • gastrointestinale Reizerscheinungen (Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall)
      • Atemnot
      • ZNS-Symptome (Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit mit Sprachstörungen)
      • Zeichen einer schweren Vergiftung mit ätherischen Ölen: flache, unregelmäßige Atmung, Herz-Kreislaufkollaps und Koma
    • Gegenmaßnahmen bei Überdosierung
      • spezifische Gegenmaßnahmen sind nicht bekannt.
      • Erbrechen sollte wegen der Aspirationsgefahr nicht ausgelöst werden
      • reichliche Flüssigkeitszufuhr (keine Milch, keine alkoholischen Getränke wegen ihrer resorptionsfördernden Wirkung)
      • ob therapeutische Maßnahmen ergriffen werden müssen, hängt von der aufgenommenen Menge und der klinischen Symptomatik ab
      • ist die aufgenommene Menge gering und der Patient symptomfrei oder liegen lediglich Erbrechen oder geringfügige Benommenheit vor, ist ein Beobachten des Patienten über einige Stunden i. d. R. ausreichend
      • nach Ingestion einer großen Menge oder bei schwerer klinischer Symptomatik:
        • Magenspülung nach endotrachealer Intubation
        • Instillation medizinischer Kohle im Krankenhaus
        • Überwachung der Nierenfunktion