Rosiced 7.5mg/g Creme

Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Metronidazol →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 G 23,97 €

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Fachinformationen

Indikation

  • topische Behandlung von entzündlichen papulösen Pusteln in Zusammenhang mit Rosacea bei Erwachsenen

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 7,5 mg Metronidazol

  • topische Behandlung entzündlicher papulöser Pusteln bei Rosacea
    • Erwachsene
      • 2mal / Tag, morgens und abends
      • Anwendungsdauer: 3 - 4 Monate
        • wenn notwendig, kann die Behandlung fortgesetzt werden
        • in klinischen Studien wurde die topische Metronidazol-Therapie bei Rosacea bis zu 2 Jahre lang fortgesetzt
        • tritt keine klinische Verbesserung ein, Behandlung beenden
        • unnötige oder langfristige Anwendung dieses Arzneimittels sollte vermieden werden

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung notwendig
  • Kinder und Jugendliche
    • zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit keine ausreichenden klinischen Daten vorliegend
    • Anwendung nicht empfohlen
  • schwerwiegende Leberfunktionsstörungen
    • sorgfältige Risiko-Nutzen-Bewertung vor der Behandlung erforderlich

Kontraindikationen

Metronidazol - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Metronidazol
  • Überempfindlichkeit gegen Arzneimittel, die wie dieses Präparat Metronidazol oder andere 5-Nitroimidazole enthalten
    • einzige Ausnahmen sind Fälle von lebensbedrohlichen Infektionen und Unwirksamkeit anderer Arzneimittel
  • Schwangerschaft (1. Trimenon)

Nebenwirkungen

Metronidazol - extern
  • Erkrankung des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaxie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kontaktallergie
        • Juckreiz, Rötung und Blasenbildung im gesamten Bereich und darüber hinaus (sog. Streureaktionen), der mit dem Arzneimittel in Kontakt war
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypästhesie
      • Parästhesie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Dysgeusie (metallischer Geschmack)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockene Haut
      • Erytheme
      • Pruritus
      • Exanthem
      • Hautbeschwerden (Brennen, Schmerzen an der Haut / Stechen)
      • Hautreizung / Hautirritation
      • Verschlechterung der Rosacea
      • Kontaktdermatitis (Brennen, Prickeln, Rötung)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angioödeme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautabschuppung
      • Schwellung des Gesichts
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung auf der Haut
  • Creme als dünnen Film auf die betroffene Gesichtshaut auftragen und sanft einreiben
  • vor Anwendung die zu behandelnden Flächen reinigen
  • Verwendung von nicht-komedogenen und nicht-adstringierenden Kosmetika nach der Anwendung möglich
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden
    • bei Kontakt Creme sorgfältig mit Wasser auswaschen
  • Exposition gegenüber UV-Licht (Sonnenbad, Solarium, Höhensonne) vermeiden

Stillzeithinweise

Metronidazol - extern
  • es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob entweder das Stillen zu unterbrechen oder die Behandlung mit Metronidazol abzubrechen ist
    • dabei sollte die Wichtigkeit der Behandlung für die Frau berücksichtigt werden
  • Metronidazol geht in die Muttermilch über
    • nach oraler Gabe erreicht Metronidazol in der Muttermilch Konzentrationen, die mit denen im mütterlichen Plasma vergleichbar sind
    • die Blutspiegel bei kutaner Applikation sind signifikant niedriger als solche, die durch orale Einnahme von Metronidazol erreicht werden

Schwangerschaftshinweise

Metronidazol - extern
  • kontraindiziert im 1. Trimenon der Schwangerschaft
  • 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
    • Metronidazol darf während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation und wenn andere Therapiemöglichkeiten keinen Erfolg bringen, eingesetzt werden
      • wird eine Behandlung als absolut notwendig erachtet, darf Anwendung nur so kurz und so kleinflächig wie möglich erfolgen
  • Sicherheit einer Anwendung von Metronidazol in der Schwangerschaft nicht ausreichend belegt
    • insbesondere für die Frühschwangerschaft liegen widersprüchliche Berichte vor
    • einige Studien haben Hinweise auf eine erhöhte Fehlbildungsrate ergeben
    • Risiko von möglichen Folgekrankheiten, einschließlich karzinogenem Risiko, ist noch nicht abgeklärt
  • bei uneingeschränkter Anwendung von Nitroimidazolen durch die Mutter wird der Fötus und /oder das Neugeborene einem karzinogenen oder genotoxischen Risiko ausgesetzt
    • bis jetzt keine Beweise für eine Schädigung des Embryos oder des Fötus vorliegend
  • im Falle einer oralen Gabe passiert Metronidazol die Plazentaschranke und gelangt schnell in den fötalen Kreislauf
  • tierexperimentelle Studien
    • in tierexperimentellen Studien zeigte Metronidazol keine teratogenen Eigenschaften
    • oral verabreichtes Metronidazol
      • hat sich als karzinogen bei einigen Nagern erwiesen
      • weder bei Ratten noch bei Mäusen wurde nach oraler Gabe von Metronidazol eine fötotoxische Wirkung beobachtet
        • tierexperimentelle Reproduktionsstudien ermöglichen nur eine begrenzte Voraussage für die Reaktion beim Menschen
  • Fertilität
    • keine Daten vorliegend

Warnhinweise

Metronidazol - extern
  • bei folgenden Patienten muss muss vor einer Behandlung mit Metronidazol eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Bewertung erfolgen
    • Patienten mit schwerwiegenden Leberfunktionsstörungen
    • Patienten mit Dyshämatopoese
    • Patienten mit Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden
    • falls es zum Kontakt mit den Augen kommt, sorgfältig mit warmem Wasser auswaschen
  • Sonnen- und UV-Lichtbestrahlung
    • während der Behandlung mit Metronidazol sollte eine Sonnen- und UV-Lichtbestrahlung (Sonnenbad, Solarium, Höhensonne) der betroffenen Haut vermieden werden
      • da Metronidazol bei UV-Exposition zu einem inaktiven Metaboliten umgewandelt wird, nimmt die Wirksamkeit signifikant ab
    • phototoxische Nebenwirkungen in klinischen Prüfungen nicht beobachtet
  • lokale Reizerscheinungen
    • beim Auftreten von lokalen Reizerscheinungen sollte das Präparat weniger häufig angewendet oder abgesetzt werden
    • nach dem Abklingen dieser Hautreaktionen kann auf Anweisung des Arztes die Behandlung fortgesetzt werden
    • unnötige und längere Anwendung sollte vermieden werden
  • Kanzerogenität
    • Evidenz lässt darauf schließen, dass Metronidazol bei bestimmten Tierspezies kanzerogen ist
    • bisher keine Evidenz für eine kanzerogene Wirkung beim Menschen
  • Patienten mit bekannter Blutdyskrasie
    • Metronidazol ist ein Nitroimidazolabkömmling; daher sollte bei Patienten mit bekannter Blutdyskrasie eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden
    • Anwendung mit Vorsicht bei Patienten mit Anzeichen einer hämatologischen Erkrankung (Blutdyskrasie) oder einer Blutdyskrasie in der Vergangenheit
  • Therapiedauer
    • empfohlene Therapiedauer sollte nicht überschritten werden
    • wenn erforderlich, kann die Therapie wiederholt werden, allerdings sollte eine Unterbrechung von 6 Wochen berücksichtigt werden
    • unnötige oder langfristige Anwendung dieses Arzneimittels sollte vermieden werden
  • Kinder und Jugendliche
    • zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit für die Anwendung bei Kindern keine ausreichenden klinischen Daten vorliegend
    • sollte deshalb nicht bei Kindern angewendet werden