Rotarix Suspension z.Einnehmen i.e.Tube z.Ausdr.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 82,75 € |
| N2 | 10 ST | 726,04 € |
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Indikation
- aktive Immunisierung von Säuglingen im Alter von 6 - 24 Wochen, um einer Rotavirus-Gastroenteritis vorzubeugen
- Hinweis:
- Anwendung gemäß offizieller Empfehlungen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Dosis (1,5 ml) der fertigen Lösung enthält mind. 106 ZKID50 humanes Rotavirus RIX4414-Stamm (lebend, attenuiert)
- aktive Immunisierung von Säuglingen im Alter von 6 - 24 Wochen, um einer Rotavirus-Gastroenteritis vorzubeugen
- Impfserie aus 2 Dosen
- 1. Dosis ab Alter von 6 Wochen
- 2. Dosis mit Zeitabstand von mind. 4 Wochen
- Impfserie vorzugsweise vor dem Alter von 16 Wochen verabreichen und spätestens bis zum Alter von 24 Wochen abschließen
- gleiche Dosierung für Frühgeborene, die mit einem Gestationsalter von mind. 27 Wochen geboren wurden
- falls Säugling den größten Teil der Impfstoff-Dosis ausspuckt oder aufstößt:
- evtl. erneute Gabe einer einzelnen Dosis während desselben Arztbesuches
- Säuglinge, die bereits eine Dosis dieses Rotavirus-Impfstoffes erhalten haben
- komplette Impfserie, bestehend aus 2 Dosen, mit diesem Rotavirus-Impfstoff abschließen
- keine Daten zur Sicherheit, Immunogenität oder Wirksamkeit bei Verabreichung dieses Rotavirus-Impfstoffes als 1. Dosis und eines anderen Rotavirus-Impfstoffes als 2. Dosis (oder umgekehrt)
- Kinder und Jugendliche > 24 Wochen
- keine Anwendung
- Impfserie aus 2 Dosen
Kontraindikationen
Rotavirus, lebend abgeschwächt - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff (humanes Rotavirus, RIX4414-Stamm; lebend, attenuiert)
- Überempfindlichkeitsreaktionen nach einer früheren Verabreichung eines Rotavirus-Impfstoffes
- Invagination in der Anamnese
- Säuglinge mit unbehandelter angeborener Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die für eine Invagination prädisponiert sind
- Säuglinge mit einem schweren kombinierten Immundefekt (SCID)
- akute, schwere, mit Fieber einhergehende Erkrankung
- Impfung sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden
- banale Infekte jedoch keine Kontraindikation
- Personen, die an Durchfall oder Erbrechen leiden
- Impfung sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden
Nebenwirkungen
Rotavirus, lebend abgeschwächt - intraoral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Invagination
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blut im Stuhl
- Gastroenteritis verbunden mit einer Ausscheidung (Shedding) des Impfvirus bei Säuglingen mit einem schweren kombinierten Immundefekt (SCID)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dermatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reizbarkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Andere besondere Personengruppen
- Sicherheit bei Frühgeborenen
- in einer klinischen Studie mit Frühgeborenen mit einem Gestationsalter zwischen 27 und 36 Wochen erhielten 670 Frühgeborene die lyophilisierte Formulierung und 339 Frühgeborene Placebo
- erste Dosis wurde ab 6 Wochen nach der Geburt verabreicht
- schwere unerwünschte Ereignisse wurden bei 5,1% der Impfstoff-Gruppe und bei 6,8% der Placebo-Gruppe beobachtet
- andere unerwünschte Ereignisse in vergleichbarer Häufigkeit sowohl in der Impfstoff- als auch in der Placebo-Gruppe beobachtet
- keine Fälle von Invagination berichtet
Anwendungshinweise
- ausschließlich zur oralen Anwendung
- auf keinen Fall injizieren!
- weitere Hinweise zur Anwendung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Rotavirus, lebend abgeschwächt - intraoral
- nicht zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt
- keine Daten über die Anwendung während der Stillzeit vorliegend
- in klinischen Studien gab es keine Hinweise, dass Stillen den durch den Impfstoff aufgebauten Schutz vor Rotavirus-Gastroenteritis reduziert
- daher kann auch nach der Verabreichung des Impfstoffs weiter gestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Rotavirus, lebend abgeschwächt - intraoral
- nicht zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt
- keine Daten über die Anwendung während der Schwangerschaft vorliegend
Warnhinweise
Rotavirus, lebend abgeschwächt - intraoral
- Impfstoff darf auf keinen Fall injiziert werden
- Die Anwendung des Impfstoffs sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Anamneseerhebung
- entspricht guter klinischer Praxis, dass der Impfung eine Anamneseerhebung unter besonderer Berücksichtigung der Gegenanzeigen sowie eine klinische Untersuchung vorausgehen sollte
- Wirksamkeit bei Säuglingen mit gastrointestinalen Erkrankungen oder Wachstumsretardierung
- keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Anwendung kann mit Vorsicht bei denjenigen Säuglingen erwogen werden, bei denen es, nach Meinung des Arztes, ein größeres Risiko bedeutet, wenn man sie nicht impft
- Invagination
- Daten aus Beobachtungsstudien zur Sicherheit weisen auf ein erhöhtes Risiko für eine Invagination hauptsächlich innerhalb der ersten 7 Tage nach der Rotavirus-Impfung hin
- Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal sollte als Vorsichtsmaßnahme auf Symptome, die auf eine Invagination hinweisen können, besonders achten
- starke Bauchschmerzen
- anhaltendes Erbrechen
- blutige Stühle
- aufgeblähter Bauch
- und / oder hohes Fieber
- Eltern / Erziehungsberechtigten anweisen, solche Symptome umgehend einem Arzt mitzuteilen
- bei Säuglingen mit einer Prädisposition für eine Invagination (Beachtung der Rubrik "Kontraindikation")
- Säuglinge mit unbehandelter angeborener Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die für eine Invagination prädisponiert sind oder Invagination in der Anamnese
- Anwendung kontraindiziert
- Säuglinge mit unbehandelter angeborener Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die für eine Invagination prädisponiert sind oder Invagination in der Anamnese
- asymptomatische HIV-Infektion bzw. HIV-Infektion mit milder Symptomatik
- nicht zu erwarten, dass eine asymptomatische HIV-Infektion bzw. eine HIV-Infektion mit milder Symptomatik die Sicherheit oder Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflusst
- in einer klinischen Studie mit einer begrenzten Anzahl von HIV-positiven Kindern, die eine asymptomatische HIV-Infektion bzw. eine HIV-Infektion mit milder Symptomatik hatten, waren keine Probleme bezüglich der Sicherheit erkennbar
- Säuglinge mit einer bekannten oder vermuteten Immunschwäche einschließlich einer intrauterinen Exposition durch eine immunsuppressive Behandlung
- Verabreichung sollte nach sorgfältiger Abwägung der möglichen Nutzen und Risiken erfolgen
- Ausscheidung des Impfvirus über den Stuhl
- tritt bekanntermaßen nach der Impfung auf, wobei die maximale Ausscheidung um den 7. Tag liegt
- virale Antigenpartikel (nachgewiesen durch ELISA) wurden nach der ersten Dosis einer lyophilisierten Formulierung des Impfstoffs in 50% der Stühle und nach der zweiten Dosis in 4% der Stühle gefunden
- in lediglich 17% dieser Stühle war der Nachweis von Lebendimpfstoff-Virusstämmen positiv
- in zwei vergleichenden, kontrollierten Studien war die Impfvirus-Ausscheidung nach Impfung mit der flüssigen Formulierung des Impfstoffs vergleichbar mit der nach Impfung mit der lyophilisierten Formulierung des Impfstoffs
- Fälle von Übertragung dieses ausgeschiedenen Impfvirus auf seronegative Kontaktpersonen beobachtet, jedoch ohne klinische Symptome zu verursachen
- Säuglinge, die engen Kontakt zu immungeschwächten Personen wie Tumorpatienten haben oder zu Personen, die anderweitig immunsupprimiert sind oder eine immunsuppressive Therapie erhalten
- sollte nur mit Vorsicht an diese Säuglinge verabreicht werden
- Personen, die zu kürzlich geimpften Säuglingen Kontakt haben
- sollten persönliche Hygienemaßnahmen beachten (z.B. ihre Hände waschen, nachdem sie die Windeln des Kindes gewechselt haben)
- potentielles Risiko von Apnoen und die Notwendigkeit einer Überwachung der Atmung über 48 - 72 Stunden sollte im Rahmen der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche) in Betracht gezogen werden
- gilt insbesondere für diejenigen, die in der Vorgeschichte Zeichen einer unreifen Atmung gezeigt haben
- da Nutzen der Impfung für diese Kinder hoch ist, sollte sie ihnen weder vorenthalten noch verschoben werden
- möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort erzielt
- Schutzwirkung, die der Impfstoff möglicherweise vor anderen, in den klinischen Studien nicht zirkulierenden Rotavirus-Stämmen bietet, ist derzeit nicht bekannt
- Wirksamkeits-Daten stammen aus klinischen Studien, die in Europa, Zentral- und Südamerika, Afrika und Asien durchgeführt wurden
- der Impfstoff schützt nicht vor Gastroenteritiden, die durch andere Erreger als Rotaviren verursacht werden
- Prophylaxe
- keine Daten zur Anwendung zur postexpositionellen Prophylaxe