Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 2 ML | 74,03 € |
| N2 | 10X2 ML | 635,63 € |
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Indikation
- aktive Immunisierung von Säuglingen ab einem Alter von 6 bis 32 Wochen zur Prävention von Gastroenteritis, die durch Rotaviren verursacht wird
- Anwendung gemäß den offiziellen Impfempfehlungen
Dosierung
- aktive Immunisierung von Säuglingen ab einem Alter von 6 bis 32 Wochen zur Prävention von Gastroenteritis, die durch Rotaviren verursacht wird
- Säuglinge von 6 - 32 Wochen
- Grundimmunisierung vorzugsweise vor Vollendung der 20. - 22. Lebenswoche (falls nötig, 3. (letzte) Dosis bis zur Vollendung der 32. Lebenswoche)
- 1. Impfdosis ab Vollendung der 6. und spätestens bis zur Vollendung der 12. Lebenswoche
- 2. Impfdosis mind. 4 Wochen nach 1. Impfdosis
- 3. Impfdosis mind. 4 Wochen nach 2. Impfdosis
- nach Abschluss der Grundimmunisierung mit 3 Dosen keine weiteren Dosen empfohlen
- Frühgeborene mit einem Gestationsalter von mind. 25 Wochen
- Impfung möglich
- 1. Impfdosis frühestens 6 Wochen nach der Geburt
- wenn man beobachtet oder stark vermutet, dass eine Dosis nicht vollständig verabreicht wurde (z. B. weil der Säugling den Impfstoff ausspuckt oder erbricht)
- Ersatzdosis während des gleichen Impftermins möglich, dies wurde jedoch nicht in klinischen Prüfungen untersucht
- wenn sich das Problem wiederholt, sollte keine weitere Ersatzdosis mehr verabreicht werden
- Auffrischung: nicht empfohlen
- Grundimmunisierung vorzugsweise vor Vollendung der 20. - 22. Lebenswoche (falls nötig, 3. (letzte) Dosis bis zur Vollendung der 32. Lebenswoche)
- Säuglinge < 6 Wochen
- keine Anwendung
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
- Kinder ab 33 Wochen - 18 Jahre
- in dieser Altersgruppe nicht indiziert
- keine Daten zur Austauschbarkeit mit anderen Rotavirus-Impfstoffen vorhanden, daher sollte für die noch ausstehenden Dosen bei Säuglingen, deren Grundimmunisierung mit diesem Arzneimittel begonnen wurde, der gleiche Impfstoff verwendet werden
- Säuglinge von 6 - 32 Wochen
Kontraindikationen
Rotavirus, pentavalent, lebend, Reassortanten - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff (Rotavirus-Lebendimpfstoff)
- Überempfindlichkeitsreaktion nach einer früheren Verabreichung eines Rotavirus-Impfstoffs
- Invagination in der Anamnese
- angeborene Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die möglicherweise für eine Invagination prädisponieren könnte
- bekannte oder vermutete Immundefizienz
- Gabe sollte verschoben werden
- bei Säuglingen, die an einer akuten, schweren fieberhaften Erkrankung leiden
- leichte Infektion keine Kontraindikation für eine Impfung
- bei Säuglingen mit akutem Durchfall oder Erbrechen
- bei Säuglingen, die an einer akuten, schweren fieberhaften Erkrankung leiden
Nebenwirkungen
Rotavirus, pentavalent, lebend, Reassortanten - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nasopharyngitis
- Otitis media
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt <= 28. Schwangerschaftswoche)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Durchfall
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämatochezie
- Oberbauchschmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Invagination
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gastroenteritis mit Ausscheidung des Impfvirus im Stuhl bei Säuglingen mit schwerem kombiniertem Immundefekt (SCID)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reizbarkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- nur zur oralen Gabe
- unabhängig von der Aufnahme von Nahrung, Getränken oder Muttermilch
- keinesfalls als Injektion verabreichen
- weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Rotavirus, pentavalent, lebend, Reassortanten - intraoral
- nur zur Anwendung bei Säuglingen indiziert
- daher keine Daten aus klinischen Studien über die Anwendung während der Stillzeit
Schwangerschaftshinweise
Rotavirus, pentavalent, lebend, Reassortanten - intraoral
- nur zur Anwendung bei Säuglingen indiziert
- daher keine Daten aus klinischen Studien über die Anwendung in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- Studien an Tieren zur Reproduktionsfähigkeit nicht durchgeführt
- Fertilität
- Studien an Tieren zur Fertilität nicht durchgeführt
Warnhinweise
Rotavirus, pentavalent, lebend, Reassortanten - intraoral
- Impfstoff darf keinesfalls als Injektion verabreicht werden
- Impfstoff gemäß den offiziellen Impfempfehlungen zu verabreichen
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- anaphylaktische Reaktion
- wie bei allen Impfstoffen sollten für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Gabe des Impfstoffs geeignete Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen
- immunsupprimierte Säuglinge; Säuglinge, die in utero einer immunsuppressiven Therapie ausgesetzt waren; HIV-infizierte Säuglinge oder Säuglinge, die innerhalb von 42 Tagen vor oder nach der Verabreichung Bluttransfusionen oder Immunglobuline erhalten haben
- keine Daten aus klinischen Studien zur Sicherheit oder Wirksamkeit
- nicht zu erwarten, dass eine asymptomatische HIV-Infektion die Sicherheit oder Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflusst
- da jedoch keine ausreichenden Daten vorliegen, Verabreichung bei Säuglingen mit asymptomatischer HIV-Infektion nicht empfohlen
- Verabreichung an Säuglinge, die in utero einer immunsuppressiven Behandlung ausgesetzt waren
- sollte auf einer sorgfältigen Abwägung der möglichen Nutzen und Risiken beruhen
- Gastroenteritis
- nach der Markteinführung Fälle von Gastroenteritis in Zusammenhang mit dem Impfvirus bei Säuglingen mit schwerem kombiniertem Immundefekt (SCID) beobachtet
- Übertragung von Impfvirus-Stämmen auf nicht geimpfte Kontaktpersonen
- in Studien wurde der Impfstoff bei 8,9% der geimpften Säuglinge fast ausschließlich in der Woche nach der ersten Dosis mit dem Stuhl ausgeschieden und nur bei einem geimpften Säugling (0,3%) nach der dritten Dosis
- Maximum der Ausscheidung innerhalb der ersten 7 Tage nach der Impfung erreicht
- nach der Markteinführung Übertragung von Impfvirus-Stämmen auf nicht geimpfte Kontaktpersonen beobachtet
- Säuglinge mit engem Kontakt zu immungeschwächten Personen (z.B. Personen mit malignen Erkrankungen oder solche, deren Immunsystem aus einem anderen Grund supprimiert ist oder Personen, die mit Immunsuppressiva behandelt werden)
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Personen, die kurz zuvor geimpfte Säuglinge versorgen
- sollten sorgfältig auf Hygiene achten, vor allem wenn sie mit deren Exkrementen umgehen
- in Studien wurde der Impfstoff bei 8,9% der geimpften Säuglinge fast ausschließlich in der Woche nach der ersten Dosis mit dem Stuhl ausgeschieden und nur bei einem geimpften Säugling (0,3%) nach der dritten Dosis
- Frühgeborene
- in einer klinischen Studie wurde der Impfstoff ungefähr 1000 Säuglingen verabreicht, die mit einem Gestationsalter von 25 - 36 Wochen geboren worden waren
- erste Dosis wurde frühestens 6 Wochen nach der Geburt verabreicht
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit in dieser Säuglingsuntergruppe und bei zum Termin geborenen Säuglingen vergleichbar
- nur 19 der etwa 1000 Säuglinge wurden jedoch mit einem Gestationsalter von 25 - 28 Wochen geboren
- 55 wurden mit einem Gestationsalter von 29 - 31 Wochen geboren
- die restlichen mit einem Gestationsalter von 32 - 36 Wochenr
- in einer klinischen Studie wurde der Impfstoff ungefähr 1000 Säuglingen verabreicht, die mit einem Gestationsalter von 25 - 36 Wochen geboren worden waren
- Invagination
- Daten aus Beobachtungsstudien weisen auf ein erhöhtes Risiko für eine Invagination hauptsächlich innerhalb der ersten 7 Tage nach der Rotavirus-Impfung hin
- Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal sollte als Vorsichtsmaßnahme auf Symptome, die auf eine Invagination hinweisen können, besonders achten
- starke Bauchschmerzen
- anhaltendes Erbrechen
- blutige Stühle
- aufgeblähter Bauch
- und / oder hohes Fieber
- Eltern / Erziehungsberechtigten anweisen, solche Symptome umgehend einem Arzt mitzuteilen
- bei Personen mit einer Prädisposition für eine Invagination (Beachtung der Rubrik "Kontraindikation")
- Säuglinge mit unbehandelter angeborener Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die für eine Invagination prädisponiert sind oder Invagination in der Anamnese
- Anwendung kontraindiziert
- Säuglinge mit unbehandelter angeborener Fehlbildung des Gastrointestinaltrakts, die für eine Invagination prädisponiert sind oder Invagination in der Anamnese
- Säuglinge mit einer floriden Erkrankung des Gastrointestinaltrakts (einschließlich chronischen Durchfalls) oder mit Gedeihstörungen
- keine Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit
- Anwendung bei diesen Säuglingen kann erwogen werden, wenn nach Meinung des Arztes der Verzicht auf die Impfung das größere Risiko darstellt
- Schutzwirkung
- Maß der Schutzwirkung basiert auf der vollständigen Gabe aller 3 Impfdosen
- wie bei anderen Impfstoffen auch sind nach Impfung mit dem Arzneimittel möglicherweise nicht alle geimpften Säuglinge vollständig geschützt
- der Impfstoff schützt nicht vor Gastroenteritis, die durch andere Krankheitserreger als Rotaviren verursacht werden
- Rotavirus-Typen, Populationen
- klinische Prüfungen zur Wirksamkeit gegen Rotavirus (RV)-bedingte Gastroenteritis wurden in Europa, den USA, Lateinamerika und Asien durchgeführt
- während dieser Prüfungen war der am häufigsten zirkulierende Rotavirus-Genotyp G1P[8], während die Rotavirus-Genotypen G2P[4], G3P[8], G4P[8] und G9P[8] weniger häufig nachgewiesen wurden
- nicht bekannt, inwieweit der Impfstoff vor anderen Rotavirus-Typen oder in anderen Populationen schützt
- klinische Prüfungen zur Wirksamkeit gegen Rotavirus (RV)-bedingte Gastroenteritis wurden in Europa, den USA, Lateinamerika und Asien durchgeführt
- keine klinischen Daten zur postexpositionellen Prophylaxe mit dem Impfstoff
- Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt <= 28. Schwangerschaftswoche), insbesondere von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte
- potenzielles Risiko einer Apnoe berücksichtigen und die Notwendigkeit einer Atemüberwachung über 48 - 72 Stunden erwägen
- da der Nutzen der Impfung gerade bei dieser Säuglingsgruppe hoch ist, sollte die Impfung Frühgeborenen nicht vorenthalten und auch nicht aufgeschoben werden