Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 90 ST | 1799,99 € |
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Indikation
- zur Behandlung des unzureichend kontrollierten Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle als Zusatz zu Diät und körperlicher Aktivität
- als Monotherapie, wenn die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit oder Kontraindikationen ungeeignet ist
- in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus
- Hinweis
- für Studienergebnisse hinsichtlich Kombinationen, Auswirkungen auf die glykämische Kontrolle und kardiovaskuläre Ereignisse, sowie untersuchte Populationen, siehe Fachinformation!
Dosierung
- unzureichend kontrollierter Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen
- Initialdosis: 3 mg Semaglutid 1mal / Tag für 1 Monat
- nach 1 Monat Dosis auf Erhaltungsdosis von 7 mg 1mal / Tag erhöhen
- bei Bedarf kann Dosis nach mind. 1 Monat mit der aktuellen Dosis auf die nächsthöhere Dosis erhöht werden
- empfohlene 1mal täglichen Erhaltungsdosen: 7 mg, 14 mg, 25 mg und 50 mg
- tägliche max. Einzeldosis: 50 mg Semaglutid
- Einnahme immer als 1 Tablette / Tag
- Einnahme von > 1 Tablette / Tag zur Erzielung der Wirkung einer höheren Dosis sollte nicht erfolgen
- Umstellung von subkutanem auf orales Semaglutid
- Wirkung eines Wechsels zwischen oralem und subkutanem Semaglutid kann nur schwer vorausgesagt werden, da orales Semaglutid im Vergleich zu subkutanem Semaglutid eine höhere pharmakokinetische Variabilität in der Absorption aufweist
- Patienten, die mit subkutanem Semaglutid 0,5 mg 1mal / Woche behandelt werden, können auf orales Semaglutid 7 mg oder 14 mg 1mal / Tag umgestellt werden
- Patienten, die mit subkutanem Semaglutid 1 mg 1mal / Woche behandelt werden, können auf orales Semaglutid 14 mg oder 25 mg 1mal / Tag umgestellt werden
- Patienten, die mit subkutanem Semaglutid 2 mg 1mal / Woche behandelt werden, können auf orales Semaglutid 25 mg oder 50 mg 1mal / Tag umgestellt werden
- Patienten können mit oralem Semaglutid 1 Woche nach ihrer letzten Dosis von subkutanem Semaglutid beginnen
- wenn Semaglutid in Kombination mit Metformin und/oder einem Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Inhibitor (SGLT2i) oder Thiazolidindion gegeben wird
- bestehende Dosis von Metformin und/oder SGLT2i oder Thiazolidindion kann beibehalten werden
- wenn Semaglutid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder mit Insulin angewendet wird
- Dosisreduktion von Sulfonylharnstoff oder Insulin erwägen, um das Risiko einer Hypoglykämie zu senken
- Blutzuckerselbstkontrolle durch den Patienten zur Anpassung der Dosis von Semaglutid nicht erforderlich
- Selbstkontrolle des Blutzuckers durch den Patienten erforderlich, um die Dosis des Sulfonylharnstoffs oder des Insulins anzupassen
- gilt insbesondere bei Beginn der Behandlung mit Semaglutid und bei einer Reduktion der Insulindosis
- empfohlen, die Insulindosis schrittweise zu senken
- ausgelassene Dosis
- falls 1 Dosis ausgelassen wird, sollte die ausgelassene Dosis übersprungen werden und die nächste Dosis sollte am nachfolgenden Tag eingenommen werden
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Dosisanpassung aufgrund des Alters nicht erforderlich
- Patienten >/= 75 Jahre: therapeutische Erfahrungen begrenzt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- bei Patienten mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich
- Erfahrungen mit der Anwendung von Semaglutid bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion sind begrenzt
- bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wird Semaglutid nicht empfohlen
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion
- begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Semaglutid
- bei der Behandlung dieser Patienten mit Semaglutid ist Vorsicht geboten
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten
Kontraindikationen
Semaglutid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Semaglutid
Therapiehinweise
Einnahme auf nüchternen Magen.
Nebenwirkungen
Semaglutid - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- Sammelbezeichnung auch für unerwünschte Ereignisse in Bezug auf Überempfindlichkeit, wie Hautausschlag und Urtikaria
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung mit Insulin oder Sulfonylharnstoff
- Hypoglykämie ist definiert als Blutglucosewert < 3,0 mmol / l oder < 54 mg / dl
- Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung mit Insulin oder Sulfonylharnstoff
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen oralen antidiabetischen Produkten
- Hypoglykämie ist definiert als Blutglucosewert < 3,0 mmol / l oder < 54 mg / dl
- verminderter Appetit
- Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen oralen antidiabetischen Produkten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Dysästhesie
- veränderte Hautempfindung, wie
- Parästhesie
- Hautschmerzen
- empfindliche Haut
- Brennen
- veränderte Hautempfindung, wie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysgeusie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Komplikationen bei diabetischer Retinopathie
- setzen sich zusammen aus
- Photokoagulation der Netzhaut
- Behandlung mit intravitrealen Mitteln
- Glaskörperblutung
- diabetesbedingte Blindheit (gelegentlich)
- setzen sich zusammen aus
- Komplikationen bei diabetischer Retinopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Herzfrequenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Durchfall
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Abdominalschmerz
- abdominelles Spannungsgefühl
- Obstipation
- Dyspepsie
- Gastritis
- gastroösophageale Refluxkrankheit
- Eruktation
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eruktation
- verzögerte Magenentleerung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Pankreatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Darmverschluss, einschließlich
- Ileus
- Dünndarmverschluss
- Darmverschluss, einschließlich
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Cholelithiasis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erschöpfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Lipase
- erhöhte Amylase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewicht erniedrigt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tablette zur oralen Anwendung 1mal / Tag
- Einnahme der Tablette
- auf nüchternen Magen nach einer empfohlenen Nüchternzeit von mind. 8 Stunden
- unzerkaut mit einem Schluck Wasser (bis zu einem 1/2 Glas Wasser entsprechend 120 ml)
- Tabletten dürfen nicht zerteilt, zerdrückt oder gekaut werden, weil nicht bekannt ist, ob dies die Absorption von Semaglutid beeinflusst
- Patienten sollten vor dem Essen, Trinken oder der Einnahme anderer oraler Arzneimittel mind. 30 Min. warten
- wird < 30 Min. gewartet, verringert dies die Absorption von Semaglutid
Stillzeithinweise
Semaglutid - peroral
- Semaglutid darf während der Stillzeit nicht angewendet werden
- da ein Risiko für ein gestilltes Kind nicht ausgeschlossen werden kann
- keine messbaren Konzentrationen von Semaglutid in der Muttermilch stillender Frauen gefunden
Schwangerschaftshinweise
Semaglutid - peroral
- Semaglutid darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- möchte eine Patientin schwanger werden oder tritt eine Schwangerschaft ein
- Semaglutid muss abgesetzt werden
- Semaglutid muss mindestens 2 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden
- aufgrund der langen Halbwertszeit
- nur begrenzte Daten zur Anwendung von Semaglutid bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Semaglutid eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- nicht bekannt, ob Semaglutid eine Auswirkung auf die menschliche Fertilität hat
- Semaglutid beeinträchtigte die Fertilität männlicher Ratten nicht
- bei weiblichen Ratten wurde bei Dosen, die mit einem mütterlichen Gewichtsverlust einhergingen, eine Verlängerung des Östrus und eine geringe Abnahme der Anzahl der Ovulationen beobachtet
Warnhinweise
Semaglutid - peroral
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Semaglutid darf nicht bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 angewendet werden
- Semaglutid darf nicht zur Behandlung der diabetischen Ketoazidose angewendet werden
- es liegen Berichte über diabetische Ketoazidose bei insulinabhängigen Patienten nach raschem Absetzen oder einer schnellen Dosisreduktion von Insulin vor, wenn die Behandlung mit einem GLP-1-Rezeptoragonisten begonnen wird
- Herzinsuffizienz NYHA-Stadium IV
- keine Erfahrungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz des NYHA-Stadiums IV
- daher wird die Anwendung von Semaglutid bei diesen Patienten nicht empfohlen
- keine therapeutischen Erfahrungen mit Semaglutid bei Patienten nach bariatrischer Chirurgie
- Aspiration in Verbindung mit Vollnarkose oder tiefer Sedierung
- bei Patienten, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten erhielten und sich einer Vollnarkose oder einer tiefen Sedierung unterzogen, wurden Fälle von Aspirationspneumonie berichtet
- erhöhtes Risiko von verbliebenen Resten von Mageninhalt aufgrund einer verzögerten Magenentleerung vor der Durchführung von Eingriffen mit Vollnarkose oder tiefer Sedierung bedenken
- bei Patienten, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten erhielten und sich einer Vollnarkose oder einer tiefen Sedierung unterzogen, wurden Fälle von Aspirationspneumonie berichtet
- Wirkungen auf den Gastrointestinaltrakt und Dehydrierung
- Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten kann mit gastrointestinalen Nebenwirkungen verbunden sein, die eine Dehydrierung verursachen können, was in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann
- Patienten, die mit Semaglutid behandelt werden, sollten auf das potenzielle Dehydrierungs-Risiko im Zusammenhang mit gastrointestinalen Nebenwirkungen hingewiesen werden und Vorkehrungen gegen Flüssigkeitsverluste treffen
- akute Pankreatitis
- akute Pankreatitis wurde unter der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten beobachtet
- Patienten sollten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis informiert werden
- vermutete Pankreatitis
- Semaglutid ist abzusetzen
- bestätigte Pankreatitis
- Behandlung mit Semaglutid ist nicht wieder aufzunehmen
- Patienten, die bereits einmal an Pankreatitis erkrankt waren
- entsprechende Vorsicht ist geboten
- Hypoglykämie
- Patienten, die mit Semaglutid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin behandelt werden, können ein erhöhtes Risiko für eine Hypoglykämie haben
- Risiko einer Hypoglykämie kann durch Reduktion der Sulfonylharnstoff- oder der Insulindosis bei Beginn der Behandlung mit Semaglutid gesenkt werden
- diabetische Retinopathie
- Patienten mit diabetischer Retinopathie, die mit Insulin und subkutanem Semaglutid behandelt werden
- erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Komplikationen der diabetischen Retinopathie wurden beobachtet
- kann für oral verabreichtes Semaglutid nicht ausgeschlossen werden
- bei der Behandlung dieser Patienten ist Vorsicht mit Semaglutid geboten
- diese Patienten sind engmaschig zu überwachen und gemäß klinischer Leitlinien zu behandeln
- erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Komplikationen der diabetischen Retinopathie wurden beobachtet
- rasche Verbesserung der Blutzuckerkontrolle ist mit vorübergehender Verschlechterung der diabetischen Retinopathie assoziiert worden
- jedoch können andere Mechanismen nicht ausgeschlossen werden
- langfristige glykämische Kontrolle vermindert das Risiko einer diabetischen Retinopathie
- keine Erfahrungen mit oralem Semaglutid 25 mg und 50 mg bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit unkontrollierter oder potenziell instabiler diabetischer Retinopathie vorliegend
- Patienten mit diabetischer Retinopathie, die mit Insulin und subkutanem Semaglutid behandelt werden
- Behandlungseffekt
- für die optimale Wirkung von Semaglutid wird die Einhaltung des Dosierungsschemas empfohlen
- wenn der Behandlungseffekt mit Semaglutid geringer ist als erwartet, sollte sich der behandelnde Arzt darüber bewusst sein, dass die Absorption von Semaglutid äußerst variabel und möglicherweise minimal ist (2-4 % der Patienten werden keinerlei Exposition aufweisen) und, dass die absolute Bioverfügbarkeit von Semaglutid gering ist