Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X10 ML | 69,64 € |
| KTP | 25X10 ML | 268,93 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Indikation
- symptomatische Behandlung akuter Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände im Rahmen operativer und diagnostischer Eingriffe sowie in der Intensivmedizin
- Narkoseeinleitung
Dosierung
Basiseinheit: 10 ml Injektionslösung enthalten 2,0 mg Lormetazepam
- Allgemein
- Dosierung und Anwendungsdauer müssen an individuelle Reaktionslage des Patienten und an Art und Schwere der Krankheit angepasst werden (Dosis so gering und Behandlungsdauer so kurz wie möglich)
- Aufrechterhaltung der Wirkung
- wiederholte Gabe der Injektionslösung möglich
- jedoch maximale Tagesdosis
- Erwachsene: 5 mg Lormetazepam
- Risikopatienten: 4 mg
- Kinder und Jugendliche: 3,5 mg
- Behandlungsdauer
- ohne zwingenden Grund nicht länger als etwa 1 Woche
- Dauer der Anwendung richtet sich nach den medizinischen Erfordernissen und ist vom behandelnden Arzt entsprechend zu bestimmen
- Prämedikation bei Eingriffen in Allgemeinnarkose
- 2 - 5 ml Injektionslösung (0,4 - 1,0 mg Lormetazepam) an den Vortagen, am Vorabend und (oder) am Tag des Eingriffs
- Sedierung bei chirurgischen Eingriffen in Allgemeinnarkose
- 2 - 10 ml Injektionslösung (0,4 - 2,0 mg Lormetazepam), entsprechend 0,006 - 0,03 mg / kg Körpergewicht (KG)
- Sedierung (Schlafinduktion) bei diagnostischen Eingriffen
- 5 - 10 ml Injektionslösung (1,0 - 2,0 mg Lormetazepam) entsprechend 0,015 - 0,03 mg / kg KG
- Symptomatische Behandlung akuter Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände und Basissedierung bei Eingriffen in Regionalanästhesie
- 2 - 5 ml Injektionslösung (0,4 - 1,0 mg Lormetazepam), entsprechend 0,006 - 0,015 mg / kg KG vor der Anästhesie und zusätzlich während des Eingriffs je nach gewünschtem Sedierungsgrad bis zur Gesamtdosis von 10 ml (2,0 mg)
- Symptomatische Behandlung akuter Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände bei diagnostischen Eingriffen
- 3 - 5 ml Injektionslösung (0,6 - 1,0 mg Lormetazepam), entsprechend 0,009 - 0,015 mg / kg KG
- Basissedierung in der Intensivmedizin
- 1 - 2 ml Injektionslösung als Boli (0,2 - 0,4 mg Lormetazepam) bis zu einer Sedierungstiefe von RASS 0/- 1, im Bedarfsfall bis RASS -3.
Dosisanpassung
- Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand, besonders mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- oder Ateminsuffizienz
- 1 - 5 ml Injektionslösung (0,2 - 1,0 mg Lormetazepam), entsprechend 0,003 - 0,015 mg / kg KG
- Kinder < 10 Jahren
- 0,5 - 4 ml Injektionslösung (0,1 - 0,8 mg Lormetazepam), entsprechend 0,0015 - 0,012 mg / kg KG
- Dosierungen basieren auf sehr begrenzter klinischer Anwendung in dieser Altersgruppe
- Ältere Patienten
- vorsichtig dosieren - insbesondere bei ungenügender Leistung von Herz und Atmung (kardiorespiratorische Insuffizienz)
- Ausscheidung häufig verzögert, während Wirkungen von Benzodiazepinen verstärkt sein können
Kontraindikationen
Lormetazepam - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Lormetazepam oder andere Benzodiazepine
- Abhängigkeitsanamnese (Alkohol, Arzneimittel, Drogen)
- akute Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithiumsalze)
- Myasthenia gravis
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahren), mit Ausnahme von der Anwendung vor diagnostischen oder operativen Maßnahmen (Anästhesiologie, Intensivmedizin)
Nebenwirkungen
Lormetazepam - invasiv
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- mögliche Nebenwirkungen bei Injektionen in eine zu kleine Vene oder rascher i.v.-Injektion
- Irritationen an der Venenwand
- Schwellungen
- vaskuläre Veränderungen
- Thrombose
- Thrombophlebitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindelgefühl
- Benommenheit am folgenden Tage
- Koordinationsstörungen (Ataxie)
- Konzentrationsstörungen und verlängerte Reaktionszeiten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abhängigkeit
- Lormetazepam besitzt primäres Abhängigkeitspotential
- bereits bei täglicher Einnahme über wenige Wochen Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung
- gilt nicht nur für die missbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern auch für den therapeutischen Dosisbereich
- Absetzsymptome/Entzugssyndrom
- plötzliches Absetzen nach längerer täglicher Gabe von Lormetazepam kann zu folgenden Symptomen führen
- Schlafstörungen
- vermehrtes Träumen
- Angst, Spannungszustände
- Erregung und innere Unruhe
- Zittern und Schwitzen
- Steigerung bis zu bedrohlichen körperlichen (Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen, wie symptomatischen Psychosen (z.B. Entzugsdelir)
- plötzliches Absetzen nach längerer täglicher Gabe von Lormetazepam kann zu folgenden Symptomen führen
- Verwirrtheit
- depressive Verstimmungen
- bei Patienten mit durch Angstzuständen überlagerten Depressionen unter der Behandlung mit Benzodiazepinen, auch wenn diese nicht primär zur Anxiolyse eingesetzt werden, nach Reduzierung der Angst:
- starkes Hervortreten der depressiven Symptomatik, suizidale Tendenzen werden erkennbar
- entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen
- starkes Hervortreten der depressiven Symptomatik, suizidale Tendenzen werden erkennbar
- anterograde Amnesie
- meist einige Stunden nach Medikamenteneinnahme werden unter Umständen Handlungen ausgeführt, an die sich der Patient später nicht erinnern kann
- Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung
- Risiko kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7 - 8 Stunden) verringert werden
- paradoxe Reaktionen, z.B.
- erhöhte Aggressivität
- akute Erregungszustände
- Angst
- Suizidalität
- Muskelspasmen
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Abhängigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelschwäche
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hautreaktionen (Exantheme)
- andere allergische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atemdepression (bei Patienten mit Atemwegsobstruktionen und mit Hirnschädigungen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sturzgefahr, v.a. bei älteren Patienten
- ohne Häufigkeitsangabe
- insbesondere bei hohen Dosen und wiederholter Anwendung
- reversible Störungen, wie
- verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsstörungen)
- Bewegungs- und Gangunsicherheit
- Sehstörungen (Doppelbilder)
- Nystagmus
- reversible Störungen, wie
Anwendungshinweise
- intravenöse Injektion
- langsam (etwa 5 ml Injektionslösung / Min.) in großlumige Venen injizieren
- dabei wie üblich auf Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz achten
- Injektionslösung ausschließlich intravenös verabreichen (nicht intramuskulär)
- intraarterielle Gabe unbedingt vermeiden (Absterben von Gewebe (Nekrose) möglich)
- bei versehentlicher intraarterieller Injektion
- betroffene Arterie über liegende Nadel mit 50 ml isotoner NaCl-Lösung spülen, anschließend Nadel ziehen und Druckverband über Injektionsstelle anlegen
- Injektionslösung kann unverdünnt angewendet oder mit folgenden Injektions-/Infusionslösungen gemischt werden:
- 5 %ige Glucoselösung, 0,9 %ige Natriumchloridlösung bzw. Ringer-Lösung
- Verabreichung von weiteren Arzneimitteln oder Infusionslösungen in die laufende Lormetazepam-Infusion mittels eines Dreiwegehahnes oder eines Y-Stückes in unmittelbarer Kanülennähe
- vor Anwendung Ampullenhals mit medizinischem Alkohol reinigen (Spray oder getränkter Tupfer)
- angebrochene Ampullen nach Benutzung verwerfen
- Injektionslösung unmittelbar nach Aufbrechen der Ampulle unter aseptischen Bedingungen in sterile Spritze oder steriles Infusionsset aufziehen (Injektionslösung enthält keine antimikrobiellen Konservierungsmittel)
- mit Verabreichung unverzüglich beginnen
- Inhalt einer Ampulle sowie jeder Spritze oder jedes Infusionssystems, das die Injektionslösung enthält, nur zur einmaligen Anwendung bei einem Patienten bestimmt
- verbleibende Reste müssen verworfen werden
- bei Infusion der Injektionslösung eine Bürette, ein Tropfenzähler, eine Spritzenpumpe oder eine volumetrische Pumpe zur Kontrolle der Infusionsrate einsetzen
- alle Reste der Injektionslösung verwerfen
- vorgesehene Einleitungsdosis innerhalb von 2 Min. geben, um gewünschte Wirkung zu erzielen
- Wahl der Erhaltungsdosis richtet sich nach erforderlichem Grad der Wirkung und der Kooperationsbereitschaft des Patienten
Stillzeithinweise
Lormetazepam - invasiv
- Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden
- Lormetazepam geht in die Muttermilch über
- wenn wiederholte oder hohe Dosierungen zwingend indiziert sind (z.B. bei anders nicht beherrschbaren Angstzuständen), ist abzustillen bzw. das Stillen zu unterbrechen
Schwangerschaftshinweise
Lormetazepam - invasiv
- Anwendung während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation, da keine Erfahrungen mit der Anwendung von Lormetazepam bei schwangeren Frauen dokumentiert sind
- Patientinnen im gebärfähigen Alter
- vor Behandlungsbeginn über eine bestehende Schwangerschaft informieren
- bei wiederholter Anwendung von Benzodiazepinen während der Schwangerschaft Entwicklung einer körperliche Abhängigkeit beim Kind mit Entzugssymptomen in der Postpartalphase möglich
- bei Anwendung von Benzodiazepinen aus zwingenden Gründen in hohen Dosen während der Spätschwangerschaft oder während der Geburt sind Auswirkungen auf das Neugeborene zu erwarten, wie
- Ateminsuffizienz
- Hypothermie
- herabgesetzte Muskelspannung
- Trinkschwäche (Floppy Infant Syndrome)
- beim Menschen scheint das Missbildungsrisiko nach Einnahme therapeutischer Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko für Gaumenspalten ergaben
- Fälle von Fehlbildungen und geistiger Retardierung pränatal exponierter Kinder sind nach Überdosierungen und Vergiftungen mit Benzodiazepinen bekannt geworden
Warnhinweise
Lormetazepam - invasiv
- grundsätzlich Patienten 6 - 12 Stunden nach der Verabreichung nicht unbeaufsichtigt lassen
- Behandlungsabbruch beim Auftreten "paradoxer Reaktionen" wie
- erhöhte Aggressivität
- aktue Erregungszustände
- Angst
- Suizidalität
- Muskelspasmen
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Anwendung nur unter besonderer Vorsicht bei Patienten mit
- spinalen und zerebellaren Ataxien
- Schlaf-Apnoe-Syndromen
- schwerer Atmungsinsuffizienz
- schwerer Leberinsuffizienz
- schwerer Niereninsuffizienz
- Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren Patienten größer
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- sind, abgesehen von der Anwendung vor diagnostischen oder operativen Maßnahmen (Anästhesiologie, Intensivmedizin), von der Behandlung mit Lormetazepam auszuschließen
- wiederholte Anwendung / Abhängigkeit
- sollte in Ausnahmefällen fortgesetzte Anwendung erforderlich sein, ist der Nutzen der Behandlung gegen das Risiko von Gewöhnung und Abhängigkeit abzuwägen
- Lormetazepam besitzt ein primäres Abhängigkeitspotential
- bereits bei täglicher Einnahme über wenige Wochen ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung gegeben
- gilt nicht nur für die missbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern auch für den therapeutischen Dosisbereich
- Arzneimittel ausschleichend absetzen
- plötzliches Absetzen nach längerer täglicher Gabe von Lormetazepam kann zu Schlafstörungen und vermehrtem Träumen führen; Angst, Spannungszustände sowie Erregung und innere Unruhe können sich verstärkt wieder einstellen
- Symptomatik kann sich in Zittern und Schwitzen äußern und sich bis zu bedrohlichen körperlichen (Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen, wie symptomatischen Psychosen (z.B. Entzugsdelir) steigern