Selegilin-neuraxpharm 10mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 76,46 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Behandlung der Parkinson-Krankheit
- bei erstmalig diagnostizierter Erkrankung Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit Levodopa mit und ohne peripheren Decarboxylase-Hemmer möglich
Dosierung
- Behandlung der Parkinson-Krankheit
- initial: 5 - 10 mg Selegilinhydrochlorid / Tag, als Monotherapie oder in Kombination mit Levodopa oder Levodopa und peripherem Decarboxylase-Hemmer
- max. Erhaltungsdosis: 1 Tablette (10 mg Selegilinhydrochlorid) 1mal / Tag
- bei Kombination mit Levodopa kann die Levodopa-Dosis reduziert werden, um eine adäquate Kontrolle der Symptome mit einer möglichst niedrigen Levodopa-Dosis zu erreichen
- Anwendungsdauer:
- richtet sich nach Krankheitsverlauf
- individuell festzulegen
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- leichte Niereninsuffizienz
- keine Informationen zur Dosisanpassung
- leichte Niereninsuffizienz
- Leberinsuffizienz
- leichte Leberinsuffizienz
- keine Informationen zur Dosisanpassung
- leichte Leberinsuffizienz
Kontraindikationen
Selegilin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Selegilin
- Patienten mit aktiven Magen- und Darmgeschwüren
- andere extrapyramidale Erkrankungen, die nicht aufDopaminmangel zurückzuführen sind
- Kombination mit folgenden Arzneimitteln kontraindiziert
- Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) (z.B. Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin)
- Substanzen, die eine Serotonin-Wiederaufnahme hemmen, sollten frühestens 2 Wochen nach Beendigung der Therapie mit Selegilin eingenommen werden, und sie müssen mind. eine Woche lang abgesetzt sein (bei Fluoxetin mindestens 5 Wochen), bevor die Therapie mit Selegilin begonnen wird
- SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) (Venlafaxin)
- trizyklische Antidepressiva
- Sympathomimetika
- Monoaminooxidase-Hemmer (z.B. Linezolid)
- Opioide (Pethidin, Tramadol oder andere Opioide)
- Serotonin-Agonisten (z. B. Sumatriptan, Naratriptan, Zolmitriptan, Rizatriptan)
- Sumatriptan oder ähnlich wirkende Stoffe dürfen erst 24 Stunden nach Absetzen von Selegilin angewendet werden
- Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) (z.B. Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin)
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- bei Kombinationstherapie mit Levodopa
- Kontraindikationen von Levodopa beachten
- zusätzliche Kontraindikationen für die kombinierte Selegilin/Levodopa-Therapie sind:
- Bluthochdruck
- Schilddrüsenüberfunktion
- bestimmte Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)
- grüner Star (Engwinkelglaukom)
- Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen
- schwere Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)
- psychische Krankheiten (Psychosen)
- fortgeschrittenes Nachlassen der geistigen Fähigkeiten (Demenz)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Selegilin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukozytopenie
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Appetitverlust
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase
- Halsschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stomatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- Diarrhö
- Mundtrockenheit
- Ulzera der Mundschleimhaut
- Übelkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Störungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verwirrtheit
- Depressionen
- Halluzinationen
- Schlafl osigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormales Träumen
- Erregungszustände
- Angstzustände
- Psychosen
- Stimmungsschwankungen
- vorübergehende leichte Schlafstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypersexualität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angina pectoris
- Arrhythmien
- Herzklopfen
- supraventrikuläre Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzreizleitungsstörungen (AV-Block)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- orthostatische Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vermehrtes Schwitzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Haarausfall
- Hautausschläge
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gelenkschmerzen
- Rückenschmerzen
- Muskelkrämpfe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Miktionsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harnverhalten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fatigue
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Knöchelödem
- Brustschmerzen
- Reizbarkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leicht erhöhte Leberenzymwerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehender Anstieg der Transaminasen (ALAT)
- vorübergehender Anstiegder Leberenzymwerte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stürze
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hinweis zur Kombination mit Levodopa
- da Selegilin die Wirkung von Levodopa verstärkt, können die Nebenwirkungen von Levodopa unter der kombinierten Behandlung verstärkt werden, z.B.
- Unruhe
- Hyperkinese
- abnorme Bewegungen
- Agitiertheit
- Verwirrtheitszustände
- Halluzinationen
- posturale Hypotonie
- Herzrhythmusstörungen
- Schlaflosigkeit
- des weiteren beobachtet: Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Ermattung, erhöhter Blutdruck, Angst, Angina pectoris, Atembeschwerden, Verkrampfung, Leukopenie und verminderte Anzahl von Blutplättchen
- da Selegilin die Wirkung von Levodopa verstärkt, können die Nebenwirkungen von Levodopa unter der kombinierten Behandlung verstärkt werden, z.B.
Anwendungshinweise
- Einnahme morgens als Einzeldosis oder in 2 geteilten Dosen morgens und mittags nach den Mahlzeiten
- Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) einnehmen
Stillzeithinweise
Selegilin - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- nicht bekannt, ob Selegilin in die Muttermilch abgegeben wird
- nicht bekannt, ob Selegilin beim Tier in die Muttermilch abgegeben wird
- physikalisch-chemische Daten deuten auf eine Ausscheidung von Selegilin in die Muttermilch hin, ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Selegilin - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- nur sehr wenige Informationen über schwangere Patientinnen
- tierexperimentelle Studien haben nur bei hoher humaner Mehrfachdosierung eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- als Vorsichtsmaßnahme darf Selegilin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
Warnhinweise
Selegilin - peroral
- besondere Vorsicht, da eVerschlechterung des Krankheitsbildes während der Behandlung auftreten kann, bei Patienten mit
- labiler Hypertonie
- Herzrhythmusstörungen
- schwerer Angina pectoris
- Psychosen
- peptischen Ulzera in der Vorgeschichte
- Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Selegilin sollte bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen in der Vorgeschichte
- Vorsicht angebracht, auch wenn bisher keine schwerwiegende Lebertoxizität beobachtet wurde
- unter Langzeitbehandlung mit Selegilin vorübergehende oder persistierende Veränderungen der Leberwerte mit einer Tendenz zu erhöhten Leberenzymkonzentrationen im Plasma beschrieben
- bei gleichzeitiger Einnahme weiterer MAO-Hemmer
- Selektivität für MAO-B kann nach der Verabreichung von Selegilin bei einer Dosis von mehr als 10 mg / Tag herabgesetzt sein
- genaue Dosis, ab der Selegilin eine nicht-selektive Hemmung aller Monoaminooxidasen bewirkt, bisher nicht bestimmt, aber nach Dosen über 10 mg/Tag besteht theoretisch das Risiko, dass es nach dem Verzehr tyraminreicher Nahrungsmittel zu hypertensiven Krisen kommt
- Begleitbehandlung mit Arzneimitteln, die die MAO-A hemmen (oder mit nichtselektiven MAO-Hemmern) kann hypotensive Reaktionen auslösen
- nach der Verabreichung von Selegilin hypotone Kreislaufstörungen beobachtet, die mitunter sehr plötzlich auftreten können
- Vorsicht bei der Anwendung von MAO-Hemmern bei Operationen während der Vollnarkose
- MAO-Hemmer, einschließlich Selegilin, können die Wirkung ZNS-dämpfender Arzneimittel, die bei Vollnarkosen verwendet werden, verstärken
- vorrübergehende Atem- und Herz-Kreislauf-Depression, Hypotonie und Koma beobachtet
- Selektivität für MAO-B kann nach der Verabreichung von Selegilin bei einer Dosis von mehr als 10 mg / Tag herabgesetzt sein
- gleichzeitige Einnahme von Levodopa
- einige Studien zeigten für Patienten, die Selegilin und Levodopa erhielten, ein erhöhtes Mortalitätsrisiko verglichen mit Patienten unter einer Levodopa-Monotherapie
- es sollte darauf hingewiesen werden, dass in diesen Studien mehrere methodische Fehler entdeckt wurden
- erwähnenswert ist, dass eine Metaanalyse und eine große Kohortenstudie zu dem Schluss kamen, dass kein signifikanter Unterschied in der Sterblichkeit von mit Selegilin oder Vergleichssubstanzen oder der Kombination Selegilin/Levodopa behandelten Patienten besteht
- Studien haben bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko die erhöhte Gefahr einer hypotensiven Antwort mit gleichzeitiger Verabreichung von Selegilin und Levodopa in Verbindung gebracht
- da Selegilin die Wirkungen von Levodopa verstärkt, können auch die Nebenwirkungen von Levodopa zunehmen, besonders wenn Patienten eine hochdosierte Levodopa-Therapie erhalten
- diese Patienten sollten überwacht werden
- wird Selegilin zusätzlich zu der maximal verträglichen Levodopa-Dosis verabreicht, können unwillkürliche Bewegungen und Erregungszustände auftreten
- diese Nebenwirkungen verschwinden nach Dosisreduktion von Levodopa
- die Levodopa-Dosis sollte um etwa 10 bis 30 % gesenkt werden, wenn zusätzlich mit Selegilin behandelt wird
- wenn die Levodopa-Dosis optimal eingestellt ist, sind die Nebenwirkungen der Kombination geringer als die Nebenwirkungen, die unter Levodopa allein beobachtet wurden
- Kombinationstherapie mit Selegilin und Levodopa bei Patienten mit dosisunabhängigen Wirkungsfluktuationen möglicherweise nicht von Vorteil
- einige Studien zeigten für Patienten, die Selegilin und Levodopa erhielten, ein erhöhtes Mortalitätsrisiko verglichen mit Patienten unter einer Levodopa-Monotherapie
- Kombination mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln
- Vorsicht bei der Anwendung
- Alkohol
- Patient sollte während der Behandlung auf den Genuss von Alkohol verzichten
- Doping, Hinweis für Leistungssportler
- Anwendung von Selegilin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden