Selegilin-neuraxpharm 5mg

neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Selegilin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ST 20,29 €
N2 60 ST 29,76 €
N3 100 ST 42,55 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der Parkinson-Krankheit
  • Hinweis:
    • Arzneimittel kann bei erstmalig diagnostizierter Erkrankung als Monotherapie oder in Kombination mit Levodopa (mit und ohne peripheren Decarboxylase-Hemmer) angewendet werden

Dosierung

  • Parkinson-Krankheit
    • initial: 5 - 10 mg Selegilinhydrochlorid / Tag
      • als Monotherapie oder in Kombination mit Levodopa oder Levodopa und peripherem Decarboxylase-Hemmer
    • max. Erhaltungsdosis: 2 Tabletten (10 mg Selegilinhydrochlorid) / Tag
    • bei Kombination mit Levodopa:
      • Reduzierung der Levodopa-Dosis für eine adäquate Kontrolle der Symptome mit einer möglichst niedrigen Levodopa-Dosis
    • Anwendungsdauer: nach dem Krankheitsverlauf gerichtet; individuell festlegen

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • leichte Niereninsuffizienz
      • keine Informationen zur Dosisanpassung
  • Leberinsuffizienz
    • leichte Leberinsuffizienz
      • keine Informationen zur Dosisanpassung

Kontraindikationen

Selegilin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Selegilin
  • Patienten mit aktiven Magen- und Darmgeschwüren
  • andere extrapyramidale Erkrankungen, die nicht aufDopaminmangel zurückzuführen sind
  • Kombination mit folgenden Arzneimitteln kontraindiziert
    • Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) (z.B. Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin)
      • Substanzen, die eine Serotonin-Wiederaufnahme hemmen, sollten frühestens 2 Wochen nach Beendigung der Therapie mit Selegilin eingenommen werden, und sie müssen mind. eine Woche lang abgesetzt sein (bei Fluoxetin mindestens 5 Wochen), bevor die Therapie mit Selegilin begonnen wird
    • SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) (Venlafaxin)
    • trizyklische Antidepressiva
    • Sympathomimetika
    • Monoaminooxidase-Hemmer (z.B. Linezolid)
    • Opioide (Pethidin, Tramadol oder andere Opioide)
    • Serotonin-Agonisten (z. B. Sumatriptan, Naratriptan, Zolmitriptan, Rizatriptan)
      • Sumatriptan oder ähnlich wirkende Stoffe dürfen erst 24 Stunden nach Absetzen von Selegilin angewendet werden
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • bei Kombinationstherapie mit Levodopa
    • Kontraindikationen von Levodopa beachten
    • zusätzliche Kontraindikationen für die kombinierte Selegilin/Levodopa-Therapie sind:
      • Bluthochdruck
      • Schilddrüsenüberfunktion
      • bestimmte Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)
      • grüner Star (Engwinkelglaukom)
      • Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung
      • Tachykardie
      • Herzrhythmusstörungen
      • schwere Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)
      • psychische Krankheiten (Psychosen)
      • fortgeschrittenes Nachlassen der geistigen Fähigkeiten (Demenz)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Selegilin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pharyngitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukozytopenie
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetitverlust
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verstopfte Nase
      • Halsschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Stomatitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
      • Diarrhö
      • Mundtrockenheit
      • Ulzera der Mundschleimhaut
      • Übelkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
  • Psychiatrische Störungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verwirrtheit
      • Depressionen
      • Halluzinationen
      • Schlafl osigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anormales Träumen
      • Erregungszustände
      • Angstzustände
      • Psychosen
      • Stimmungsschwankungen
      • vorübergehende leichte Schlafstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypersexualität
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angina pectoris
      • Arrhythmien
      • Herzklopfen
      • supraventrikuläre Tachykardie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzreizleitungsstörungen (AV-Block)
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
      • Hypotonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • vermehrtes Schwitzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Haarausfall
      • Hautausschläge
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hautreaktionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gelenkschmerzen
      • Rückenschmerzen
      • Muskelkrämpfe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myopathie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Miktionsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnverhalten
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatigue
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Knöchelödem
      • Brustschmerzen
      • Reizbarkeit
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • leicht erhöhte Leberenzymwerte
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vorübergehender Anstieg der Transaminasen (ALAT)
      • vorübergehender Anstiegder Leberenzymwerte
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Stürze
  • Hinweis zur Kombination mit Levodopa
    • da Selegilin die Wirkung von Levodopa verstärkt, können die Nebenwirkungen von Levodopa unter der kombinierten Behandlung verstärkt werden, z.B.
      • Unruhe
      • Hyperkinese
      • abnorme Bewegungen
      • Agitiertheit
      • Verwirrtheitszustände
      • Halluzinationen
      • posturale Hypotonie
      • Herzrhythmusstörungen
      • Schlaflosigkeit
      • des weiteren beobachtet: Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Ermattung, erhöhter Blutdruck, Angst, Angina pectoris, Atembeschwerden, Verkrampfung, Leukopenie und verminderte Anzahl von Blutplättchen

Anwendungshinweise

  • Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen
    • entweder morgens als Einzeldosis oder
    • in 2 geteilten Dosen morgens und mittags nach den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Selegilin - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
  • nicht bekannt, ob Selegilin in die Muttermilch abgegeben wird
    • nicht bekannt, ob Selegilin beim Tier in die Muttermilch abgegeben wird
    • physikalisch-chemische Daten deuten auf eine Ausscheidung von Selegilin in die Muttermilch hin, ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Selegilin - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • nur sehr wenige Informationen über schwangere Patientinnen
  • tierexperimentelle Studien haben nur bei hoher humaner Mehrfachdosierung eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • als Vorsichtsmaßnahme darf Selegilin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden

Warnhinweise

Selegilin - peroral
  • besondere Vorsicht, da eVerschlechterung des Krankheitsbildes während der Behandlung auftreten kann, bei Patienten mit
    • labiler Hypertonie
    • Herzrhythmusstörungen
    • schwerer Angina pectoris
    • Psychosen
    • peptischen Ulzera in der Vorgeschichte
  • Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
    • Selegilin sollte bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden
    • Patienten mit Leberfunktionsstörungen in der Vorgeschichte
      • Vorsicht angebracht, auch wenn bisher keine schwerwiegende Lebertoxizität beobachtet wurde
    • unter Langzeitbehandlung mit Selegilin vorübergehende oder persistierende Veränderungen der Leberwerte mit einer Tendenz zu erhöhten Leberenzymkonzentrationen im Plasma beschrieben
  • bei gleichzeitiger Einnahme weiterer MAO-Hemmer
    • Selektivität für MAO-B kann nach der Verabreichung von Selegilin bei einer Dosis von mehr als 10 mg / Tag herabgesetzt sein
      • genaue Dosis, ab der Selegilin eine nicht-selektive Hemmung aller Monoaminooxidasen bewirkt, bisher nicht bestimmt, aber nach Dosen über 10 mg/Tag besteht theoretisch das Risiko, dass es nach dem Verzehr tyraminreicher Nahrungsmittel zu hypertensiven Krisen kommt
    • Begleitbehandlung mit Arzneimitteln, die die MAO-A hemmen (oder mit nichtselektiven MAO-Hemmern) kann hypotensive Reaktionen auslösen
      • nach der Verabreichung von Selegilin hypotone Kreislaufstörungen beobachtet, die mitunter sehr plötzlich auftreten können
      • Vorsicht bei der Anwendung von MAO-Hemmern bei Operationen während der Vollnarkose
      • MAO-Hemmer, einschließlich Selegilin, können die Wirkung ZNS-dämpfender Arzneimittel, die bei Vollnarkosen verwendet werden, verstärken
        • vorrübergehende Atem- und Herz-Kreislauf-Depression, Hypotonie und Koma beobachtet
  • gleichzeitige Einnahme von Levodopa
    • einige Studien zeigten für Patienten, die Selegilin und Levodopa erhielten, ein erhöhtes Mortalitätsrisiko verglichen mit Patienten unter einer Levodopa-Monotherapie
      • es sollte darauf hingewiesen werden, dass in diesen Studien mehrere methodische Fehler entdeckt wurden
      • erwähnenswert ist, dass eine Metaanalyse und eine große Kohortenstudie zu dem Schluss kamen, dass kein signifikanter Unterschied in der Sterblichkeit von mit Selegilin oder Vergleichssubstanzen oder der Kombination Selegilin/Levodopa behandelten Patienten besteht
    • Studien haben bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko die erhöhte Gefahr einer hypotensiven Antwort mit gleichzeitiger Verabreichung von Selegilin und Levodopa in Verbindung gebracht
    • da Selegilin die Wirkungen von Levodopa verstärkt, können auch die Nebenwirkungen von Levodopa zunehmen, besonders wenn Patienten eine hochdosierte Levodopa-Therapie erhalten
      • diese Patienten sollten überwacht werden
      • wird Selegilin zusätzlich zu der maximal verträglichen Levodopa-Dosis verabreicht, können unwillkürliche Bewegungen und Erregungszustände auftreten
        • diese Nebenwirkungen verschwinden nach Dosisreduktion von Levodopa
      • die Levodopa-Dosis sollte um etwa 10 bis 30 % gesenkt werden, wenn zusätzlich mit Selegilin behandelt wird
      • wenn die Levodopa-Dosis optimal eingestellt ist, sind die Nebenwirkungen der Kombination geringer als die Nebenwirkungen, die unter Levodopa allein beobachtet wurden
    • Kombinationstherapie mit Selegilin und Levodopa bei Patienten mit dosisunabhängigen Wirkungsfluktuationen möglicherweise nicht von Vorteil
  • Kombination mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln
    • Vorsicht bei der Anwendung
  • Alkohol
    • Patient sollte während der Behandlung auf den Genuss von Alkohol verzichten
  • Doping, Hinweis für Leistungssportler
    • Anwendung von Selegilin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden