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Fachinformationen

Indikation

  • Nachgewiesener Selenmangel, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann
    • Selenmangel kann auftreten bei:
      • Maldigestions- und Malabsorptionszuständen
      • Fehl- und Mangelernährung

Dosierung

Basiseinheit: 1 Trinkampulle enthält 50 µg Selen

  • Selenmangel
    • 50µg Selen 1mal / Tag
    • Behandlungsdauer
      • bis zur Normalisierung des Selenstatus
        • Selen im Plasma 80 - 120 µg / l, im Vollblut 100 - 140 µg / l
      • regelmäßige Prüfung des Selenspiegels in angemessenen Abständen empfohlen

Kontraindikationen

Natriumselenit - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Natriumselenit
  • Selenintoxikation

Nebenwirkungen

Natriumselenit - peroral
  • bei bestimmungsgemäßen Gebrauch bisher keine Nebenwirkungen beobachtet

Anwendungshinweise

  • perorale Einnahme
  • Trinkampulle vom Riegel abtrennen und durch Drehen des Oberteils öffnen
  • Ampulleninhalt durch Drücken vollständig in die Mundhöhle überführen
    • alternativ kann der komplette Inhalt vor der Einnahme in einem Glas Wasser verdünnt werden
  • nicht mit Reduktionsmitteln wie z. B. Vitamin C mischen
    • Verabreichung Vitamin C jedoch im Einnahmeabstand von mindestens 1 Stunde möglich

Stillzeithinweise

Natriumselenit - peroral
  • Selen geht in die Muttermilch über, aber bei therapeutischen Dosen von Natriumselenit kein negativer Effekt auf das zu stillende Neugeborene / Kind erwartet

Schwangerschaftshinweise

Natriumselenit - peroral
  • vorausgesetzt, dass Natriumselenit nur bei einem nachgewiesenen Selenmangel angewendet wird, keine unerwünschten Wirkungen von Natriumselenit auf die Schwangerschaft oder das ungeborene Kind zu erwarten
    • dennoch sollte Einnahme erst nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
  • Selen kann die Plazenta passieren
  • nur begrenzte Daten über die Anwendung von Natriumselenit bei schwangeren Frauen vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
  • Fertilität
    • zum Einfluss von Selen auf die Zeugungs- und Gebärfähigkeit keine klinischen Daten vorliegend
    • in tierexperimentellen Studien Effekte nur für sehr hohe Dosen beobachtet
    • insgesamt ist bei Dosen zum Ausgleich von Selenmangel nicht von Nebenwirkungen auszugehen, die sich auf die Fertilität auswirken

Warnhinweise

Natriumselenit - peroral
  • während der Therapie sollte der Selen-Serum- / Blutspiegel in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • keine ausreichenden Daten über die Anwendung (200 und 300 µg / Tag) vorliegend
      • Anwendung deshalb nicht empfohlen
  • ggf. Alkoholgehalt bei flüssigen Darreichungsformen beachten