Septolete m. Zitronen-Holunder-Geschm. 3mg/1mg LUT

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene, Jugendliche und Kinder >/= 6 Jahre

  • entzündungshemmende, analgetische und antiseptische Behandlung von Halsschmerzen in Verbindung mit Infektionen der oberen Atemwege, einschließlich Pharyngitis

Dosierung

  • entzündungshemmende, analgetische und antiseptische Behandlung von Halsschmerzen in Verbindung mit Infektionen der oberen Atemwege, einschließlich Pharyngitis bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern >/= 6 Jahre
    • Erwachsene
      • 1 Lutschtablette (3 mg Benzydaminhydrochlorid und 1 mg Cetylpyridiniumchlorid) 1mal / 3 - 6 Stunden
      • max. Tagesdosis: 3 - 4 Lutschtabletten
    • Kinder und Jugendliche
      • Jugendliche >12 Jahre
        • 1 Lutschtablette (3 mg Benzydaminhydrochlorid und 1 mg Cetylpyridiniumchlorid) 1mal / 3 - 6 Stunden
        • max. Tagesdosis: 3 - 4 Lutschtabletten
      • Kinder 6 - 12 Jahre
        • 1 Lutschtablette (3 mg Benzydaminhydrochlorid und 1 mg Cetylpyridiniumchlorid) 1mal / 3 - 6 Stunden
        • max. Tagesdosis: 3 Lutschtabletten
      • Kinder < 6 Jahre
        • kontraindiziert
    • ältere Patienten
      • empfohlene Dosis ist dieselbe wie für Erwachsene
    • Behandlungsdauer
      • ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage anwenden
      • max. Anwendungsdauer: 7 Tage

Kontraindikationen

Benzydamin hydrochlorid, Cetylpyridinium chlorid - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Benzydaminhydrochlorid und Cetylpyridiniumchlorid
    • Kinder < 6 Jahre

Nebenwirkungen

Benzydamin hydrochlorid, Cetylpyridinium chlorid - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Brennen der Mucosa
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bronchospasmus
      • Laryngospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Irritation der Mucosa im Mund
      • brennendes Gefühl im Mund
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Taubheit der Mundschleimhaut / orale Hypästhesie
      • Verfärbung von Zunge und Zähnen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Photosensitivität
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störung der Wundheilung

Anwendungshinweise

  • Lutschtablette langsam im Mund alle 3 - 6 Stunden zergehen lassen
  • mind. 1 Stunde nach der Anwendung des Arzneimittels nicht essen oder trinken
  • nicht unmittelbar vor oder nach dem Zähneputzen anwenden
  • nicht zusammen mit Milch anwenden
  • nicht gleichzeitig mit anderen Antiseptika anwenden

Stillzeithinweise

Benzydamin hydrochlorid, Cetylpyridinium chlorid - intraoral
  • Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden
    • es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob das Stillen unterbrochen oder das Arzneimittel abgesetzt wird
    • hierbei sollten die Vorteile des Stillens für das Kind sowie der Nutzen einer Therapie der Mutter berücksichtigt werden
  • ein Risiko kann für Neugeborene / Säuglinge nicht ausgeschlossen werden
  • es ist nicht bekannt, ob Benzydaminhydrochlorid, Cetylpyridiniumchlorid oder deren Metabolite in die Milch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Benzydamin hydrochlorid, Cetylpyridinium chlorid - intraoral
  • Anwendung in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen
  • es gibt keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Benzydaminhydrochlorid und Cetylpyridiniumchlorid bei Schwangeren

Warnhinweise

Benzydamin hydrochlorid, Cetylpyridinium chlorid - intraoral
  • Behandlungsdauer
    • darf nicht länger als 7 Tage angewendet werden
  • Arztkonsultation
    • wenn nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder der Patient fiebrig ist oder weitere Symptome auftreten, sollte der Patient einen Arzt aufsuchen
  • Sensibilisierung
    • Anwendung topischer Arzneimittel kann insbesondere bei Langzeitanwendung zu einer Sensibilisierung führen
      • Behandlung muss dann abgesetzt werden und ein Arzt muss zu Rate gezogen werden, um eine geeignete Therapie zu ergreifen
  • Überempfindlichkeit gegen Salicylate
    • Anwendung von Benzydamin ist bei Überempfindlichkeit gegen Salicylate (z. B. Acetylsalicylsäure und Salicylsäure) und andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) nicht ratsam
  • Asthma
    • bei Patienten, die unter Bronchialasthma leiden oder gelitten haben, können Bronchospasmen ausgelöst werden
      • bei diesen Patienten wird zur Vorsicht geraten
  • darf nicht angewendet werden
    • bei Patienten mit offenen Wunden der Schleimhaut oder Ulzerationen im Mund- und Rachenraum
    • gleichzeitig mit anionischen Verbindungen, wie sie in Zahnpasta verwendet werden
      • deshalb wird die Anwendung des Arzneimittels unmittelbar vor oder nach dem Zähneputzen nicht empfohlen
  • flüssige Darreichungsform zur intraoralen Anwendung
    • Augenkontakt vermeiden
    • Arzneimittel darf nicht inhaliert werden
    • sollten nicht in Verbindung mit anionischen Verbindungen, wie sie in Zahnpasta enthalten sind, angewendet werden
      • daher sollten diese Arzneimittel nicht unmittelbar vor oder nach dem Zähneputzen angewendet werden