Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 18,99 € |
| N2 | 20 ST | 24,41 € |
| N3 | 50 ST | 39,69 € |
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Indikation
- Infektionen, verursacht durch Minocyclin-empfindliche Krankheitserreger, insbesondere
- Infektionen der Atemwege und des HNO-Bereiches,
- akute Schübe chronischer Bronchitis
- Sinusitis
- Otitis media
- Pneumonien, wie auch interstitielle Pneumonien durch Mykoplasmen, Rickettsien und Chlamydien,
- Infektionen des Urogenitaltraktes
- Urethritis durch Chlamydien, Mykoplasmen und Ureaplasma urealyticum
- akute Prostatitis
- unkomplizierte Gonorrhö (insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydieninfektion)
- Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
- Syphilis bei Penicillinallergie
- Infektionen und andere Erkrankungen des MagenMagen-Darm-Traktes
- Cholera
- Yersinien- und Campylobacterinfektionen
- Shigellose bei Nachweis der Empfindlichkeit,
- Malabsorptions-Syndrome wie tropische Sprue und Morbus Whipple
- Ambulante Therapie von Gallenwegsinfektionen
- Hauterkrankungen, auch infizierten schweren Formen der Acne vulgaris und Rosazea,
- Chlamydien-Konjunktivitis und Trachom
- Borreliosen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-Disease
- Seltene Infektionen wie
- Brucellose
- Ornithose
- Bartonellose,
- Listeriose
- Rickettsiose
- Melioidose
- Pest
- Granuloma inguinale
- und andere
- Umgebungsprophylaxe bei Meningokokken-Meningitiden
- Infektionen der Atemwege und des HNO-Bereiches,
- Hinweis
- Infektionen mit Verdacht auf Beteiligung von Staphylokokken und Pneumokokken sollten wegen der unterschiedlichen Resistenzsituation nicht mit Minocyclin behandelt werden
Dosierung
- Infektionen, die durch Minocyclin-empfindliche Krankheitserreger verursacht sind
- Erwachsene und Jugendliche über 50 kg KG
- Initialdosis: 2 Filmtabletten (entsprechend 200 mg Minocyclin)
- Erhaltungsdosis: 1 Filmtablette (entsprechend 100 mg Minocyclin) / 12 Std.
- Behandlungsdauer
- bei üblichen bakteriellen Infektionserkrankungen je nach Erkrankungsverlauf
- normalerweise sind 5 - 21 Tage ausreichend
- falls bei nachgewiesener Empfindlichkeit Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken behandelt werden
- mind. 10 Tage um Spätschäden (z. B. rheumatisches Fieber oder Glomerulonephritis) vorzubeugen
- Sonderdosierungen
- Akute gonorrhoische Urethritis des Mannes
- 2 Filmtabletten (entsprechend 2mal 100 mg Minocyclin / Tag)
- Behandlungsdauer: 7 Tage
- kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende nötig
- Akute Gonokokken-Epididymitis
- 2 Filmtabletten (entsprechend 2mal 100 mg Minocyclin / Tag)
- Behandlungsdauer: 10 Tage
- kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende nötig
- Akute Gonokokkeninfektion der Frau
- 2 Filmtabletten (entsprechend 2mal 100 mg Minocyclin / Tag)
- Behandlungsdauer: mind. 7 Tage
- kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende nötig
- Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillinallergie)
- Initialdosis: 2 Filmtabletten (entsprechend 200 mg Minocyclin)
- Erhaltungsdosis: 1 Filmtablette (entsprechend 100 mg Minocyclin) / 12 Std.
- Behandlungsdauer: 15 Tage
- Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Acne vulgaris und Rosacea
- 1 Filmtablette (entsprechend 1mal 100 mg Minocyclin / Tag)
- Behandlungsdauer: 7 - 21 Tage
- Umgebungsprophylaxe der Meningokokken-Meningitis
- Initialdosis: 2 Filmtabletten (entsprechend 200 mg Minocyclin)
- Erhaltungsdosis: 1 Filmtablette (entsprechend 100 mg Minocyclin) / 12 Std.
- Behandlungsdauer: 3 Tage
- Akute gonorrhoische Urethritis des Mannes
- Erwachsene und Jugendliche über 50 kg KG
Dosisanpassungen
- Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- wegen Dosierungsstärke nicht geeignet
- Kinder < 8 Jahre
- kontraindiziert
- schwere Leberfunktionsstörungen
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Minocyclin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Minocyclin oder andere Tetracycline
- Kombination mit systemisch verabreichten Retinoiden
- Patienten mit schweren Funktionsstörungen der Leber
- Kombination mit anderen hepatotoxischen Mitteln
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Kinder < 8 Jahre
Therapiehinweise
Einnahme in aufrechter Körperhaltung.
Nebenwirkungen
Minocyclin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Superinfektion, z.B.
- Candida-Besiedelung der Haut oder Schleimhäute (insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute), mit Symptomen wie
- Mund- und Rachenschleimhautentzündungen (Glossitis, Stomatitis)
- akute Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis)
- Pruritus ani
- Candida-Besiedelung der Haut oder Schleimhäute (insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute), mit Symptomen wie
- Superinfektion, z.B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Thrombopenie
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible Veränderungen
- Anämie, inkl. hämolytische Anämie
- Agranulozytose
- Leukozytose
- Neutropenie
- atypische Lymphozytose
- toxische Granulation der Granulozyten
- verminderte Prothrombinaktivität
- reversible Veränderungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- angioneurotisches Ödem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen, wie
- Asthma
- Serumkrankheit-ähnliche Erkrankung, mit Symptomen wie
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Fieber
- Kopfschmerz
- Gelenkbeschwerden (Schmerz, Steife, Ödeme, Arthritis)
- Eosinophilie
- Perikarditis
- Verschlimmerung eines systemischen Lupus erythematodes
- Lupussyndrom, mit Symptomen wie
- Ausbildung antinukleärer Antikörper
- Gelenkbeschwerden (Polyarthralgie, Polyarthritis, Steife oder Ödem) mit negativem Rheumafaktor
- Fieber
- Abgeschlagenheit
- Myalgie
- Hepatitis
- Erythem/Exanthem
- Lymphadenopathie
- Beschleunigung der Blutsenkungsgeschwindigkeit
- Eosinophilie
- eosinophile Lungeninfiltrate
- Vaskulitis
- allergische/eosinophile Pneumonitis
- allergische Reaktionen, wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitssyndrom (DRESS), mit Symptomen wie
- Hautreaktionen
- Eosinophilie
- Hepatitis
- Lungenerkrankung (eosinophile Lungeninfiltrate)
- Nephritis
- Myokardose
- Perikarditis
- Fieber
- Lymphadenopathie
- Überempfindlichkeitssyndrom (DRESS), mit Symptomen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (Absetzen der Therapie und unter Umständen sofortige ärztliche Hilfe erforderlich; tödliche Verläufe kommen vor)
- Angioödem mit Gesichtsödem
- allergische Vaskulitis
- Zungenschwellung
- innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege
- Atemnot
- Asthma
- Herzjagen
- hämolytische Anämie
- anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen mit Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (Absetzen der Therapie und unter Umständen sofortige ärztliche Hilfe erforderlich; tödliche Verläufe kommen vor)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- braun-schwarze mikroskopische Schilddrüsenverfärbung (ohne Funktionsstörung)
- Störungen der Schilddrüsenfunktion, wie
- Thyreoiditis
- Knoten
- Kropf
- Thyroidkarzinome
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesie
- Konvulsionen
- Hypästhesie
- Müdigkeit
- reversible intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), mit Symptomen wie
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sehstörungen (Papillenödem)
- bei Säuglingen
- Vorwölbung der Fontanellen
- ohne Häufigkeitsangabe
- zentralnervöse Nebenwirkungen (Frauen häufiger betroffen als Männer), mit Symptomen wie
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Ataxie
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit
- zentralnervöse Nebenwirkungen (Frauen häufiger betroffen als Männer), mit Symptomen wie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehende Myopie
- ohne Häufigkeitsangabe
- konjunktivale Zysten
- Pigmenteinlagerungen in Cornea, Sklera und Retina
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Beeinträchtigung des Hörvermögens
- Tinnitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- vestibuläre Störungen (Schwindel, Übelkeit, Ataxie und Müdigkeit; Frauen sind häufiger betroffen als Männer)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vaskulitis (insb. Polyarteritis nodosa)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myokarditis
- Perikarditis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Heiserkeit
- interstitielle Pneumonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Husten
- Dyspnoe
- eosinophile Lungeninfiltration
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sodbrennen
- Magendruck
- Übelkeit
- Erbrechen
- Meteorismus
- Fettstühle
- Diarrhö
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anorexie
- schwarze Haarzunge
- Stomatitis
- Pruritus ani
- Ösophagitis
- Ösophagusulcera
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Mund- und Rachenschleimhautentzündungen (z. B. Glossitis)
- Tonsillenkarzinom
- pseudomembranöse Enterokolitis
- Heiserkeit und Schluckbeschwerden
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Leberenzymwerte
- Ikterus
- Hyperbilirubinämie
- Hepatitis
- Leberfunktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberzellschädigungen
- Leberinsuffizienz (teilweise tödlich)
- ohne Häufigkeitsangabe
- immunologisch bedingte Hepatitis (sofortiges Absetzen nötig)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen, mit Symptomen wie
- generalisiertes Exanthem
- Urtikaria
- Erytheme
- Hautjucken
- allergische Hautreaktionen, mit Symptomen wie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Photosensibilisierung und phototoxische Reaktionen
- Erythem
- Hautödem
- Blasenbildung der belichteten Hautareale
- Nagelablösung und -verfärbung
- allergische Hautreaktionen, mit Symptomen wie
- Pruritus
- Erythema nodosum
- fixes Arzneimittelexanthem (an Genitalien und anderen Körperregionen)
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- blaugraue bis schwärzliche Verfärbungen von Haut, Schleimhäuten und Nägeln
- Photosensibilisierung und phototoxische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Alopezie
- schwere Hauterscheinungen, wie
- exfoliative Dermatitis
- Erythema exsudativum multiforme
- Vaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- makulopapulare und erythematöse Hautausschläge
- Angioödem
- postinflammatorische Hyperpigmentierung der Haut und Schleimhäute bei Langzeittherapie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- irreversible Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung (bei Kindern < 8 Jahren)
- reversible Knochenwachstumsverzögerung (bei Kindern < 8 Jahren)
- blaugraue bis schwärzliche Verfärbungen von Zähnen und Knochen bei Erwachsenen nach längerer hoch dosierter Therapie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- Myalgie
- Arthritis
- Verschlimmerung einer vorbestehenden Myasthenia gravis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Niere und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Manifestation von Nierenschäden durch pathologische Sedimentbefunde und Retention harnpflichtiger Substanzen (z. B. erhöhte Blutharnstoffwerte)
- Hypokaliämie und Hypophosphatämie (als Komplikation eines tubulären Schadens)
- Azotämie
- Azidose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis
- akutes Nierenversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- regelmäßig morgens und abends gleichzeitig zusammen mit einer Mahlzeit und reichlich Flüssigkeit (keine Milch) einnehmen
- Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern
Stillzeithinweise
Minocyclin - peroral
- ist eine Behandlung unbedingt erforderlich, muss abgestillt werden
- da ein potentielles Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann, sollten stillende Frauen nicht mit Minocyclin behandelt werden
- Übergang in die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Minocyclin - peroral
- Minocyclin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert
- Tetracycline schädigen den Fötus
- hemmen die Osteogenese, verursachen Knochenbrüchigkeit und beeinträchtigen die Zahnentwicklung durch irreversible Verfärbungen und Hypoplasie des Zahnschmelzes
- sollen Tetracycline bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- tierexperimentelle Studien
- teratogener Effekt beobachtet
- plazentagängig
- im embryonalen Gewebe nachgewiesen
- Embryotoxizität bei Tieren nachgewiesen, die in der Frühschwangerschaft behandelt wurden
- wie auch andere Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe kann Minocyclin vom 4. Schwangerschaftsmonat an bis zu einem Alter von 8 Jahren zu dauerhaften Zahnschäden (Verfärbung und Verlust des Zahnschmelzes) und zu einer Verzögerung der Knochenbildung führen
Warnhinweise
Minocyclin - peroral
- Allgemein
- offiziellen Richtlinien zur sachgemäßen Anwendung von Antibiotika berücksichtigen
- Gonokokkeninfektion
- Behandlungserfolg einer Therapie gegen Gonokokkeninfektion sollte durch eine kulturelle Kontrolle 3-4 Tage nach Behandlungsende überprüft werden
- Anwendung während der Zahnentwicklung (ab dem 4. Schwangerschaftsmonat bis zu einem Alter von 8 Jahren)
- kann zu bleibenden Zahnverfärbungen (gelb, grau, braun) und Zahnschmelzdefekten führen
- insbesondere bei einer Langzeitbehandlung, wurde aber auch bei wiederholter kurzzeitiger Anwendung beobachtet
- kontraindiziert bei schwangeren Frauen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat sowie bei Säuglingen und Kindern unter 8 Jahren
- es sei denn, der erwartete Nutzen ist deutlich größer als das damit verbundene Risiko
- Allergische Reaktionen
- komplette Kreuzallergie innerhalb der Tetracyclin-Gruppe
- vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen müssen mit besonderer Sorgfalt entsprechend erfragt werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade bis hin zum anaphylaktischen Schock möglich
- beim Auftreten von allergischen Reaktionen (z.B. Hautausschlag, Fieber, Lymphadenopathie) ist Minocyclin sofort abzusetzen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten
- komplette Kreuzallergie innerhalb der Tetracyclin-Gruppe
- Leberschädigung
- immunologisch bedingte Hepatitis möglich
- Minocyclin sofort absetzen
- auch nicht-immunologische Leberzellschädigungen möglich
- vor allem bei höheren Dosen, bei längerfristiger Therapie, bei gleichzeitiger Anwendung anderer lebertoxischer Arzneistoffe oder bei vorbestehender Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung
- bei Patienten mit erhöhten Transaminase-, alkalische Phosphatase- oder Bilirubin-Blutkonzentrationen und insbesondere bei Patienten mit Ikterus sollte die Behandlung beendet werden
- immunologisch bedingte Hepatitis möglich
- Pseudotumor cerebri
- gutartige intrakraniale Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri) unter der Behandlung mit Tetracyclinen beobachtet
- wenn Kopfschmerzen oder Sehstörungen auftreten, die eine benigne intrakranielle Hypertonie vermuten lassen, sollte die Behandlung beendet werden
- Nachwirkungen können bestehen bleiben
- Photosensibilisierung
- Exposition mit direktem Sonnenlicht oder UV-Strahlung vermeiden
- phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale mit Erythem, Hautödem, Blasenbildung und seltener auch mit Nagelablösung und -verfärbung möglich
- Exposition muss unterbrochen werden, sobald Hautreaktionen wie Erytheme auftreten
- Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte daher während einer Therapie mit Minocyclin unterbleiben
- Superinfektionen
- insbesondere die längere Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung resistenter Bakterien und Pilze führen (häufig im Magen-Darm-Bereich)
- Zustand des Patienten sollte in regelmäßigen Zeitabständen kontrolliert werden
- falls eine Folgeinfektion auftritt
- Minocyclin absetzen und geeignete Maßnahmen ergreifen
- Ösophagusulcera/Ösophagitis
- bei gastroösophagealem Reflux und ösophagealer Passagebehinderung wurden Ösophagusulzera durch haftende Kapseln oder Tabletten ausgelöst
- Tetracycline nicht abends vor dem Schlafengehen und nicht im Liegen einnehmen
- nach der Einnahme mit viel Flüssigkeit nachgespülen
- Myasthenia gravis
- Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Myasthenia gravis
- vorbestehende Myasthenie kann durch Tetracycline verstärkt werden
- Hormonelle Kontrazeptiva („Pille")
- nicht auszuschließen, dass unter der Therapie mit Minocyclin in seltenen Fällen die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung hormoneller Kontrazeptiva („Pille") in Frage gestellt sein kann
- empfiehlt sich deshalb, zusätzlich nichthormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden
- Lupus erythematodes
- Auftreten oder Verschlimmerung eines Lupus erythematodes möglich (insbesondere bei längerer Anwendung)
- Anwendung sofort beenden
- Risiko nimmt mit der Dauer der Anwendung zu
- klinisch Gelenkbeschwerden (Polyarthritis und Polyarthralgie) mit negativem Rheumafaktor, Fieber, Abgeschlagenheit, Exanthem und Lymphadenopathie beschrieben
- Eosinophile Lungeninfiltrate sind möglich
- in den Laborbefunden können erhöhte BSG, Eosinophilie und ein erhöhter ANA-Titer auffällig sein
- Minocyclin sofort absetzen
- Auftreten oder Verschlimmerung eines Lupus erythematodes möglich (insbesondere bei längerer Anwendung)
- Pseudomembranöse Colitis
- beim Auftreten schwerer und anhaltender Durchfälle während oder nach der Therapie ist an eine pseudomembranöse Enterocolitis zu denken, die lebensbedrohlich sein kann
- Anwendung von Minocyclin sofort einstellen und angemessene Behandlung einleiten
- Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen nicht eingenommen werden
- beim Auftreten schwerer und anhaltender Durchfälle während oder nach der Therapie ist an eine pseudomembranöse Enterocolitis zu denken, die lebensbedrohlich sein kann
- Schilddrüsenfunktion
- Fälle von abnormaler Schilddrüsenfunktion, wie Thyreoiditis, Knoten, Kropf und Thyroidkarzinome wurden bei Patienten nach Markteinführung berichtet
- wenn Minocyclin über einen längeren Zeitraum gegeben wird, sollte eine Überwachung hinsichtlich der Anzeichen für Schilddrüsenkarzinome stattfinden
- Vestibuläre Beeinträchtigungen
- Symptome häufiger bei Frauen als bei Männern und reversibel
- Dosisanpassung bei Schwindel empfohlen
- besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten, die unter dem Menière-Syndrom leiden
- falls vestibuläre oder andere Symptome, wie Sehstörungen, Halluzinationen und Gesichtsfeldausfall auftreten, sollte Minocyclin abgesetzt werden
- Anwendung bei Patienten mit Niereninsuffizienz
- Akkumulation von Tetracyclinen möglich
- kann möglicherweise eine Lebertoxizität hervorrufen (auch bei normalen Dosen)
- antianabole Effekt von Tetracyclinen führt möglicherweise zu einem Anstieg der Blutharnstoffwerte
- Dosis von 200 mg Minocyclin sollte daher nicht überschritten werden
- bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz können diese metabolischen Wirkungen möglicherweise auch zu Azotämie, Hyperphosphatämie oder Azidose führen
- niedrigere Dosis ist angezeigt und falls die Behandlung fortgesetzt wird, ist eine Überwachung der Serumkonzentrationen von Minocyclin angeraten
- Anwendung bei älteren Patienten (> 65 Jahre)
- unzureichende Daten für die Anwendung bei älteren Patienten über 65 Jahre
- Behandlung sollte mit niedrigen Dosen begonnen werden, denn eine größere Häufigkeit von Störungen der Leber-, Nieren- und Herzfunktion, Begleiterkrankungen und anderer Begleitmedikation ist in Betracht zu ziehen
- Überwachung von Laborwerten
- bei Langzeitanwendung (d. h. mehr als 21 Tage) initial sowie weiterhin regelmäßig Kontrollen der Blut-, Nieren- und Leberwerte durchgeführen
- Inkompatibilitäten
- Minocyclin kann mit 2- und 3-wertigen Kationen Chelate bilden, die im MagenMagen-Darm-Trakt nicht resorbiert werden