Skyrizi 75 mg Injektionslösung i.e.Fertigspritze

HAEMATO PHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Risankizumab →

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Fachinformationen

Indikation

  • Plaque-Psoriasis
    • zur Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie infrage kommen
  • Psoriasis-Arthritis
    • allein oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) zur Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (disease-modifying antirheumatic drugs, DMARDS) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben

Dosierung

Basiseinheit: 1 Fertigspritze enthält 75 mg Risankizumab in 0,83 ml Injektionslösung

  • Plaque-Psoriasis; Psoriasis-Arthritis
    • Anwendung unter Anleitung und Überwachung eines Arztes mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, für die Risankizumab indiziert ist
    • Erwachsene
      • empfohlene Dosis
        • 150 mg Risankizumab als subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und danach alle 12 Wochen
      • keine Ansprechen nach 16 Wochen der Behandlung
        • Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
      • anfänglich partielles Ansprechen bei Plaque-Psoriasis
        • Verbesserungen ggf. im Verlauf der Weiterbehandlung über 16 Wochen hinaus
      • versäumte Anwendung
        • so schnell wie möglich verabreichen
        • danach Behandlung zu den regulär vorgesehenen Zeitpunkten fortführen
    • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • nur begrenzte Erfahrungen vorhanden
    • eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion
      • keine spezifischen Studien vorhanden
      • keine Dosisanpassungen notwendig, da eine Beeinflussung der Pharmakokinetik durch die eingeschränkten Organfunktionen nicht zu erwarten ist
    • Kinder und Jugendliche
      • 5 - 18 Jahre
        • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
        • keine Daten vorhanden
      • < 6 Jahre
        • mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis: Anwendung nicht empfohlen
      • < 5 Jahre
        • Psoriasis-Arthritis: Anwendung nicht empfohlen
    • übergewichtige Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

Risankizumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Risankizumab
  • klinisch relevante aktive Infektionen
    • z.B. aktive Tuberkulose

Nebenwirkungen

Risankizumab - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektionen der oberen Atmenwege, einschl.
        • Atemwegsinfektion (viral, bakteriell oder nicht näher spezifiziert)
        • Sinusitis (darunter akute Form)
        • Rhinitis
        • Nasopharyngitis
        • Pharyngitis (darunter virale Form)
        • Tonsillitis
        • Laryngitis
        • Tracheitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tinea-Infektionen, einschl.
        • Tinea pedis
        • Tinea cruris
        • Tinea corporis
        • Tinea versicolor
        • Tinea manuum
        • Onychomykose
        • Pilzinfektionen der Haut
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Follikulitis
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerz, einschl.
        • Spannungskopfschmerz
        • Sinuskopfschmerz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
      • Hautausschlag
      • Ekzem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatique / Ermüdung, einschl.
        • Asthenie
        • Unwohlsein
      • Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
        • blauer Fleck an der Injektionsstelle
        • Erythem
        • Hämatom
        • Blutung
        • Reizung
        • Schmerz
        • Pruritus
        • Reaktion
        • Schwellung
        • Induration / Verhärtung
        • Ausschlag
        • Überempfindlichkeit
        • Knoten
        • Hautausschlag
        • Urtikaria
        • Bläschen
        • Erwärmung
        • Erytheme an der Infusionsstelle
        • Extravasation
        • Reaktion
        • Schwellung

Anwendungshinweise

  • s.c. Injektion
    • bei jeder Anwendung unterschiedliche Körperstellen (wie Oberschenkel oder Bauch) verabreichen
    • Stellen, an denen die Haut schmerzempfindlich, verletzt, gerötet, verhärtet oder von Psoriasis betroffen ist oder an denen sich ein Bluterguss befindet, nicht auswählen
    • Injektion am äußeren Oberarm dürfen nur von Angehörigen von Gesundheitsberufen oder einer pflegenden Person vorgenommen werden
    • nach entsprechender Schulung zur s.c. Injektionstechnik können Patienten das Arzneimittel selbst injizieren
      • Patienten sind anzuweisen sich 2 Fertigspritzen zu injizieren, um die gesamte 150 mg Dosis zu erhalten
      • die beiden Injektionen sollten an anatomisch unterschiedlich Stellen verabreicht werden
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Risankizumab - invasiv
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die Behandlung mit Risankizumab unterbrochen bzw. abgesetzt wird
    • dabei sind sowohl die Vorteile des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie mit Risankizumab für die Mutter zu berücksichtigen
  • ein Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
    • humane Immunglobuline gehen bekanntermaßen in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen (kurz danach nur noch in geringer Konzentration)
  • nicht bekannt, ob Risankizumab in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Risankizumab - invasiv
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte eine Anwendung von Risankizumab während der Schwangerschaft vermieden werden
  • keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge)
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens 21 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • tierexperimentelle Studien
    • keinen Hinweis auf direkte oder indirekte schädliche Wirkung hinsichtlich der Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • Wirkung von Risankizumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht
    • tierexperimentelle Studien
      • keinen Hinweis auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Fertilität

Warnhinweise

Risankizumab - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit von Biologika
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • Infektionen
    • Risankizumab kann das Infektionsrisiko erhöhen
    • Risankizumab sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
      • einer chronischen Infektion
      • einer rezidivierenden Infektion in der Anamnese
      • bekannten Risikofaktoren für eine Infektion
    • bei Patienten mit einer klinisch relevanten aktiven Infektion
      • Behandlung mit Risankizumab sollte nicht eingeleitet werden, bis die Infektion abgeklungen ist oder angemessen behandelt wird
    • bei Symptomen oder Anzeichen einer klinisch bedeutsamen chronischen oder akuten Infektion
      • Patienten anweisen ärztlichen Rat einzuholen
    • Entwicklung einer Infektion / Nichtansprechen der Standarttherapie für die Infektion
      • engmaschige Überwachung des Patienten
      • Risankizumab bis zum Abklingen der Infektion nicht verabreichen
  • Tuberkulose (TB)
    • vor Behandlungsbeginn mit Risankizumab
      • Patienten auf eine Tuberkulose(TB)-Infektion untersuchen
      • Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Anamnese, bei denen nicht bestätigt werden kann, dass sie eine adäquate Behandlung erhalten haben, sollte eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden
    • während der Behandlung mit Risankizumab
      • Patienten auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwachen
  • Impfungen
    • vor Behandlungsbeginn mit Risankizumab
      • es sollte in Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen die Durchführung aller vorgesehenen Impfungen erwogen werden
      • wenn der Patient mit einem viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoff geimpft wurde, wird empfohlen, mindestens 4 Wochen mit dem Beginn der Behandlung mit Risankizumab zu warten
    • während der Behandlung mit Risankizumab
      • Patienten sollten während der Behandlung und für mindestens 21 Wochen nach der Behandlung keine Lebendimpfstoffe erhalten
  • Überempfindlichkeit
    • bei Auftreten einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion, einschl. Anaphylaxie
      • Anwendung von Risankizumab unverzüglich abbrechen
      • Einleitung einer geeigneten Behandlung
  • ältere Patienten
    • bisher nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten >= 65 Jahre vorliegend