SOBELIN 300MG
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 12 ST | 15,64 € |
| N2 | 30 ST | 24,37 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- akute und chronische bakterielle Infektionen durch Clindamycin-empfindliche Erreger
- Infektionen der Knochen und Gelenke
- Infektionen des HNO-Bereich
- Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs
- Infektionen der tiefen Atemwege
- Infektionen des Becken- und Bauchraumes
- Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
- Infektionen der Haut und Weichteile
- Scharlach
- Hinweis
- bei schweren Krankheitsbildern einleitend eine Behandlung mit Clindamycin-haltigen Arzneimitteln vornehmen, die langsam in ein Blutgefäß verabreicht werden (Infusionen)
Dosierung
- akute und chronische bakterielle Infektionen durch Clindamycin-empfindliche Erreger
- Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre
- in Abhängigkeit von Ort und Schweregrad der Infektion: 2 - 6 Hartkapseln (0,6 - 1,8 g Clindamycin) / Tag, verteilt auf 2 - 4 Gaben
- Kinder und Jugendliche </= 14 Jahre
- es stehen Arzneimittel mit einem geringeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung
- Dosierung auf Grundlage des Gesamtkörpergewichts unabhängig von Adipositas
- maximale Tagesdosis sollte die von Erwachsenen nicht überschreiten
- Behandlungsdauer
- bei Langzeittherapie (Behandlung > 3 Wochen): in regelmäßigen Abständen das Blutbild sowie die Leber- und Nierenfunktion kontrollieren
- langfristige und wiederholte Anwendung von Clindamycin kann zu einer Superinfektion bzw. Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute führen
- bei Verdacht auf eine Infektion mit ß-hämolysierenden Streptokokken oder bei Nachweis von ß-hämolysierenden Streptokokken: mind. 10 Tage
- Leberinsuffizienz
- mittelschwer - schwer
- Eliminations-Halbwertzeit von Clindamycin verlängert sich
- Dosisreduktion in der Regel nicht erforderlich, wenn 300 mg Clindamycin alle 8 h gegeben wird
- schwer
- Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin
- entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisverringerung notwendig werden oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalles
- mittelschwer - schwer
- Niereninsuffizienz
- Eliminations-Halbwertszeit von Clindamycin verlängert sich
- leicht - mäßig schwer
- Dosisreduktion in der Regel nicht erforderlich
- schwer oder Anurie
- Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin
- entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisverringerung notwendig werden oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalles von 8 oder sogar von 12 Stunden
- Hämodialyse
- Clindamycin ist nicht hämodialysierbar
- daher vor oder nach einer Dialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich
- Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre
Kontraindikationen
Clindamycin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Clindamycin oder Lincomycin (Parallelallergie besteht)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Clindamycin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pseudomembranöse Colitis (Nebenwirkung von Antibiotika (Klasseneffekt))
- ohne Häufigkeitsangabe
- Clostridium-difficile Colitis
- Vaginalinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- reversible Auswir-kungen auf das Blutbild, die toxischer oder allergischer Natur sind, in Form von
- Agranulozytose
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Eosinophilie
- reversible Auswir-kungen auf das Blutbild, die toxischer oder allergischer Natur sind, in Form von
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelfieber
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktion
- anaphylatischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktoide Reaktion
- Überempfindlichkeit / Hypersensitivität
- (schwere) allergische Reaktionen, teilweise schon nach Erstanwendung (Nebenwirkung von Antibiotika (Klasseneffekt))
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- neuromuskulär blockierende Wirkung
- Dysgeusie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Störungen der Geruchswahrnehmung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Speiseröhrenreizung
- Ösophagitis
- Stomatitis
- gastrointestinale Symptome, z.B.
- Durchfall
- abdominale Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ösophagusulkus
- Glossitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Hepatitis mit cholestatischem Ikterus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ikterus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- makulopapulöses Exanthem
- masernähnliches / morbiliformes Exanthem
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- Lyell-Syndrom
- Schwellungen, z.B. Quincke-/Angioödem
- exfoliative / desquamatöse Dermatitis
- bullöse Dermatitis
- Erythema multiforme
- Vaginitis, Scheidenkatarrh
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ausschlag und Blasenbildung (Überempfindlichkeitsreaktionen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gelenkschwellungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Polyarthritis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute Nierenschädigung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abweichende Ergebnisse bei Leberfunktionstests, z.B. leichte, vorübergehende Erhöhung der Serumtransaminasen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit (mind. 1 großes Glas Wasser) und mind. 30 Min. vor dem Hinlegen (Vermeidung von Speiseröhrenreizungen)
Stillzeithinweise
Clindamycin - peroral
- wegen der Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen beim gestillten Säugling soll Clindamycin von stillenden Müttern nicht eingenommen werden
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich
- Clindamycin geht in die Muttermilch über
- systemisches angewendetes Clindamycin erreicht in der Muttermilch in Konzentrationen von < 0,5 - 3,8 µg/ml
- deshalb sind negative Auswirkungen auf die gastrointestinale Flora, wie Durchfälle oder Blut im Stuhl, Sensibilisierungen, Hautausschlag und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute sind beim gestillten Säugling nicht auszuschließen
Schwangerschaftshinweise
Clindamycin - peroral
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung bei einer Anwendung während der Schwangerschaft erforderlich
- Clindamycin passiert beim Menschen die Plazentaschranke
- wird angenommen, dass therapeutisch wirksame Konzentration im Fötus erreicht wird
- nach Mehrfachdosen betrugen die Fruchtwasserkonzentrationen etwa 30 % der mütterlichen Blutkonzentrationen
- große Studie an schwangeren Frauen, in der ca. 650 Neugeborene untersucht wurden, die während des 1. Trimenons der Schwangerschaft Clindamycin ausgesetzt waren
- kein Anstieg an Missbildungen beobachtet
- dennoch ist Datenlage bezüglich der Sicherheit von Clindamycin während der Schwangerschaft unzureichend
- in klinischen Studien mit schwangeren Frauen kein Zusammenhang zwischen der systemischen Verabreichung von Clindamycin während des 2. und 3. Trimenons und einer erhöhten Frequenz von angeborenen Fehlbildungen beobachtet
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/ fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- orale und subkutane Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten und Kaninchen ergaben keine eine Schädigung des Fötus durch Clindamycin, außer bei maternal-toxischen Dosen
- Reproduktionsstudien an Tieren sind nicht immer auf den Menschen übertragbar
- Fertilität
- Fertilitätsstudien bei oral mit Clindamycin behandelten Ratten ergaben keine Auswirkungen auf die Fertilität oder die Paarungsfähigkeit
- Humandaten zur Wirkung von Clindamycin auf die Fertilität liegen nicht vor
Warnhinweise
Clindamycin - peroral
- Hinweise
- bei schweren Krankheitsbildern ist die intravenöse der oralen Therapie vorzuziehen
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen beachten
- bei Bedarf sollte Clindamycin zusammen mit einem anderen Antibiotikum angewendet werden, das gegen Gram-negative aerobe Bakterien wirksam ist
- Wahl von Clindamycin sollte auf der Basis von Faktoren wie Schwere der Infektion, Prävalenz der Resistenz gegen andere geeignete Wirkstoffe und das Risiko einer Selektion Clindamycin-resistenter Bakterien getroffen werden
- besondere Vorsicht bei
- Patienten, bei denen gastrointestinale Erkrankungen in der Vorgeschichte auftraten
- besonders wenn es sich um Colitis handelte
- Störungen der neuromuskulären Übertragung (Myasthenia gravis, Parkinson-Krankheit)
- Atopikern
- Patienten mit Allergien oder Asthma in der Vorgeschichte
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Patienten mit sehr schwerer Nieren- und/oder sehr schwerer Lebererkrankung, die von entsprechenden Stoffwechselstörungen begleitet sind
- bei einer hochdosierten Therapie empfiehlt sich laufende Kontrolle der Clindamycin-Serumspiegel
- Patienten, bei denen gastrointestinale Erkrankungen in der Vorgeschichte auftraten
- Nierenfunktionsstörung
- Fälle von akuter Nierenschädigung, einschließlich akuten Nierenversagens, gelegentlich berichtet
- bei Patienten, die an vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen leiden oder gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel anwenden, Überwachung der Nierenfunktion in Betracht ziehen
- virale Infektionen der Atemwege
- Clindamycin sollte nicht bei akuten Infektionen der Atemwege angewendet werden, wenn diese durch Viren verursacht sind
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautreaktionen
- bei Patienten, die mit Clindamycin behandelt wurden, wurde über schwere Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, einschließlich schwerer Hautreaktionen wie z.B.
- Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN)
- akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP)
- beim Auftreten einer Überempfindlichkeit oder schwerer Hautreaktionen sollten die Behandlung mit Clindamycin abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
- bei Patienten, die mit Clindamycin behandelt wurden, wurde über schwere Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, einschließlich schwerer Hautreaktionen wie z.B.
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktische Reaktionen, einschließlich Angioödem, für Clindamycin berichtet
- anaphylaktische Reaktionen können bis zu einem lebensbedrohlichen Schock fortschreiten, auch nach Erstanwendung
- in diesen Fällen muss Clindamycin sofort abgesetzt und eine geeignete Behandlung (z.B. Schockbehandlung, Antihistaminika, Corticosteroide, Sympathomimetika, ggf. Beatmung) eingeleitet werden
- Meningitis
- Clindamycin eignet sich nicht zur Meningitistherapie, da Clindamycin die Blut-Hirn-Schranke nicht in ausreichender Menge überschreitet und somit die im Liquor cerebrospinalis erreichbaren Antibiotikakonzentrationen zu gering sind
- bei Langzeittherapie (Behandlung > 10 Tage )
- regelmäßige Kontrolle des Blutbild sowie der Leber- und Nierenfunktion
- langfristige und wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion bzw. Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute führen
- übermäßiges Wachstum nicht-empfindlicher Organismen
- Anwendung von Clindamycin kann zu einem übermäßigen Wachstum von nicht-empfindlichen Organismen, insbesondere Hefepilzen, führen
- beim Auftreten einer solchen Infektion muss sofort eine spezifische Therapie eingeleitet werden
- Anwendung von Clindamycin kann zu einem übermäßigen Wachstum von nicht-empfindlichen Organismen, insbesondere Hefepilzen, führen
- Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD), pseudomembranöse Enterocolitis
- Therapie mit Antibiotika verändert die normale (Dick-)Darmflora signifikant, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
- bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Clindamycin, Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD) beobachtet
- Ausprägung von leichtem Durchfall bis zu einer Colitis mit letalem Ausgang
- C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen und eine Hauptursache für die „antibiotikaassoziierte Kolitis" darstellen
- hypertoxinproduzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert
- derartige Infektionen können therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein
- können eventuell eine Kolektomie notwendig machen
- CDAD muss bei allen den Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotikaanwendung eine Diarrhoe auftritt
- sorgfältige medikamentöse Anamnese durchführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
- daraus kann sich eine Colitis, einschließlich einer pseudomembranösen Colitis entwickeln, deren Schweregrad von leicht bis tödlich reichen kann
- bei CDAD oder antibiotikaassoziierte Kolitis (Verdacht oder bestätigt) Beendigung der Clindymycin-Therapie in Abhängigkeit von der Indikation zu erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einzuleiten (z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist)
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
- Clindamycin sollte nicht bei Patienten mit bestehender Diarrhö angewendet werden
- Behandlungsalternative bei Penicillin-Allergie
- Clindamycin-Behandlung ist unter Umständen mögliche Behandlungsalternative bei Penicillin-Allergie (Penicillin-Überempfindlichkeit)
- Kreuzallergie zwischen Clindamycin und Penicillin nicht bekannt und aufgrund der Strukturunterschiede nicht zu erwarten
- gibt jedoch in Einzelfällen Berichte über Anaphylaxie (Überempfindlichkeit) gegen Clindamycin bei Personen mit bereits bestehender Penicillin-Allergie
- dies sollte bei einer Clindamycin-Behandlung von Patienten mit Penicillin-Allergie beachtet werden