SOBELIN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 80 ML | 46,16 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- akute und chronische bakterielle Infektionen (Erkrankung durch Ansteckung) durch Clindamycin-empfindliche Erreger
- Infektionen der Knochen und Gelenke
- Infektionen des HNO-Bereichs
- Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs
- Infektionen der tiefen Atemwege
- Infektionen des Becken- und Bauchraumes
- Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
- Infektionen der Haut und Weichteile
- Scharlach
- Hinweis
- bei schweren Krankheitsbildern: Behandlung mit Clindamycin-haltigen Arzneimitteln, die langsam in ein Blutgefäß verabreicht werden
Dosierung
Basiseinheit: 1 Messlöffel (5 ml) der gebrauchsfertigen Lösung entält 75 mg Clindamycin
- akute und chronische bakterielle Infektionen durch Clindamycin-empfindliche Erreger
- Säuglinge (> 4 Wochen) und Kinder (bis 14 Jahre)
- 8 - 25 mg Clindamycin / kg KG / Tag
- Tagesdosis verteilt auf 3 - 4 Gaben, i. d. Regel bevorzugt 4 Gaben
- z.B.:
- 10 kg KG: 3 Messlöffel (225 mg Clindamycin) / Tag
- 20 kg KG: 4 - 6 Messlöffel (300 - 450 mg Clindamycin) / Tag
- 30 kg KG: 4 - 10 Messlöffel (300 - 750 mg Clindamycin) / Tag
- Dosierung auf Grundlage des Gesamtkörpergewichts unabhängig von Adipositas
- Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre
- Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt bzw. geeigneteren Darreichungsformen verfügbar
- Behandlungsdauer
- bei Verdacht auf Infektion mit beta-hämolysierenden Streptokokken oder bei Nachweis von beta-hämolysierenden Streptokokken: mindestens 10 Tage
- Infektionen im kleinen Becken und Infektionen durch Chlamydia trachomatis: 10 - 14 Tage
- bei Langzeittherapie (> 10 Tage)
- Kontrolle von Blutbild, Leber- und Nierenfunktion in regelmäßigen Abständen
- langfristige und wiederholte Anwendung
- Superinfektion bzw. Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute möglich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- verlängerte Eliminationshalbwertszeit
- leicht - mäßig
- keine Dosisreduktion erforderlich
- schwere Niereninsuffizienz oder Anurie
- Überwachung der Plasmaspiegel
- eventuelle Dosisverminderung oder Verlängerung des Dosierungsintervalls auf 8 - 12 Stunden bei zu hohen Plasmaspiegeln von Clindamycin
- Hämodialyse
- Clindamycin ist nicht hämodialysierbar
- nach einer Dialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit Vorsicht
- mittelschwere bis schwere Lebererkrankung
- verlängerte Eliminationshalbwertszeit
- i.d.R. keine Dosisreduktion erforderlich beim Anwendungsintervall von 8 Stunden
- schwere Leberinsuffizienz
- Überwachung der Plasmaspiegel
- eventuelle Dosisverminderung oder Verlängerung des Dosierungsintervalls bei zu hohen Plasmaspiegeln von Clindamycin
- Säuglinge (> 4 Wochen) und Kinder (bis 14 Jahre)
Kontraindikationen
Clindamycin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Clindamycin oder Lincomycin (Parallergie besteht)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Clindamycin - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pseudomembranöse Colitis (Nebenwirkung von Antibiotika (Klasseneffekt))
- ohne Häufigkeitsangabe
- Clostridium-difficile Colitis
- Vaginalinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Agranulozytose
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Eosinophilie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelfieber
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylatischer Schock
- anaphylaktoide Reaktion
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- (schwere) allergische Reaktionen, teilweise schon nach Erstanwendung (Nebenwirkungvon Antibiotika (Klasseneffekt))
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- neuromuskulär blockierende Wirkung
- Dysgeusie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Speiseröhrenreizung
- Ösophagitis
- Stomatitis
- Durchfall
- abdominale Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ösophagusulkus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Hepatitis mit cholestatischem Ikterus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ikterus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- makulopapulöses Exanthem
- masernähnliches Exanthem
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- Lyell-Syndrom
- Quincke-/Angioödem
- exfoliative Dermatitis
- bullöse Dermatitis
- Erythema multiforme
- Pruritus
- Vaginitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ausschlag und Blasenbildung (Überempfindlichkeitsreaktionen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Polyarthritis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute Nierenschädigung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leberfunktionstest anomal
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen nach Zubereitung
- Granulat auflockern und in 60 ml Wasser auflösen
- 2mal 30 ml Wasser in die Flasche geben
- nach jeder Wasserzugabe Flasche kräftig schütteln
- in Gebieten mit bekanntermaßen hoher Wasserhärte zur Auflösung des Granulates weiches (demineralisiertes oder destilliertes) Wasser verwenden
- weitere Informationen s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Clindamycin - intraoral
- wegen der Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen beim gestillten Säugling soll Clindamycin von stillenden Müttern nicht eingenommen werden
- Clindamycin geht in die Muttermilch über
- berichtet, dass systemisch angewendetes Clindamycin Werte von < 0,5 bis 3,8 µg/ml in der menschlichen Muttermilch erreicht
- negative Auswirkungen auf die gastrointestinale Flora, wie Durchfälle oder Blut im Stuhl, Sensibilisierungen, Hautausschlag und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute beim gestillten Säugling sind nicht auszuschließen
Schwangerschaftshinweise
Clindamycin - intraoral
- während der Schwangerschaft müssen Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen werden
- Clindamycin passiert die Plazenta
- Annahme, dass eine therapeutisch wirksame Konzentration im Fötus erreicht wird
- große Studie an schwangeren Frauen, in der ca. 650 Neugeborene untersucht wurden, die während des 1. Trimenons der Schwangerschaft Clindamycin ausgesetzt waren, zeigte keinen Anstieg an Missbildungen
- dennoch ist die Datenlage bezüglich der Sicherheit von Clindamycin während der Schwangerschaft unzureichend
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- Fertilität
- Tierstudien zeigten keine Hinweise auf Fertilitätsstörungen
- Humandaten zur Wirkung von Clindamycin auf die Fertilität liegen nicht vor
Warnhinweise
Clindamycin - intraoral
- Hinweise
- bei schweren Krankheitsbildern sollte einleitend eine Behandlung mit Clindamycin-haltigen Arzneimitteln vorgenommen werden, die langsam in ein Blutgefäß verabreicht werden (Infusionen)
- Clindymycin sollte nicht bei akuten Infektionen der Atemwege angewendet werden, wenn diese viral verursacht sind
- Vorsicht geboten bei
- eingeschränkter Leberfunktion
- Störungen der neuromuskulären Übertragung (Myasthenia gravis, Parkinson-Krankheit)
- Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte (z.B. frühere Entzündungen des Dickdarms)
- Atopie
- Allergien
- Asthma
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- über schwere Überempfindlichkeitsreaktionen unter Clindamycin berichtet, einschließlich schwerer Hautreaktionen wie z.B. Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN) und akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP)
- beim Auftreten einer Überempfindlichkeit oder schwerer Hautreaktionen sollten die Behandlung mit Clindamycin abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
- Langzeittherapie
- bei Langzeittherapie (> 10 Tage) sollten in regelmäßigen Abständen Blutbild sowie Leber- und Nierenfunktion kontrolliert werden
- langfristige und wiederholte Anwendung von Clindamycin kann zu einer Superinfektion bzw. Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute führen
- Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD)
- bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Clindamycin, über das Auftreten von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD) berichtet
- von der Ausprägung her reichten diese von leichtem Durchfall bis hin zu einer Colitis mit letalem Ausgang
- Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
- C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen und eine Hauptursache für die „antibiotikaassoziierte Colitis" darstellen
- hypertoxinproduzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
- CDAD ist bei allen Patienten mit Durchfall nach antibiotischer Behandlung in Betracht zu ziehen
- hierbei ist eine sorgfältige medikamentöse Anamnese durchzuführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
- daraus kann sich eine Colitis, einschließlich einer pseudomembranösen Colitis entwickeln, deren Schweregrad von leicht bis tödlich reichen kann
- bei Verdacht auf antibiotikaassoziierte Diarrhö oder antibiotikaassoziierte Colitis sowie bei bestätigter antibiotikaassoziierter Diarrhö oder antibiotikaassoziierter Colitis
- sollten sofort die Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Clindamycin, abgebrochen und geeignete therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden
- Peristaltikhemmer sind in dieser Situation kontraindiziert
- sollten sofort die Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Clindamycin, abgebrochen und geeignete therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden
- bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Clindamycin, über das Auftreten von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD) berichtet
- Meningitis
- nicht zur Therapie einer Meningitis geeignet, da Clindamycin nicht in ausreichender Konzentration in den Liquor cerebrospinalis diffundiert
- Nierenschädigung
- Fälle von akuter Nierenschädigung, einschließlich akuten Nierenversagens, gelegentlich berichtet
- bei Patienten, die an vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen leiden oder gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel anwenden, Überwachung der Nierenfunktion in Betracht ziehen
- Penicillin-Allergie
- Clindamycin-Behandlung ist u.U. mögliche Behandlungsalternative bei Penicillin-Allergie (Penicillin-Überempfindlichkeit)
- Kreuzallergie zwischen Clindamycin und Penicillin ist nicht bekannt und aufgrund der Strukturunterschiede der Substanzen auch nicht zu erwarten
- gibt jedoch in Einzelfällen Informationen über Anaphylaxie (Überempfindlichkeit) auch gegen Clindamycin bei Personen mit bereits bestehender Penicillin-Allergie
- sollte bei einer Clindamycin-Behandlung von Patienten mit Penicillin-Allergie beachtet werden
- Clindamycin-Behandlung ist u.U. mögliche Behandlungsalternative bei Penicillin-Allergie (Penicillin-Überempfindlichkeit)