Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 60 ML | 73,27 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Behandlung akuter und chronischer schizophrener Störungen
- produktive Zustände mit
- Wahnvorstellungen
- Halluzinationen
- Denkstörungen
- Feindseligkeit
- Misstrauen
- primär negative Zustände (Defektsyndrom) mit
- Affektverflachung
- emotionalem und sozialem Rückzug
- produktive Zustände mit
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 100 mg Amisulprid
- Behandlung akuter und chronischer schizophrener Störungen
- produktive Zustände
- 400 - 800 mg Amisulprid / Tag
- Dosiserhöhung, in Einzelfällen, bis max. 1200 mg Amisulprid / Tag (Verträglichkeit von Dosen > 1200 mg Amisulprid / Tag nicht hinreichend belegt)
- bei Tagesdosen > 400 mg Amisulpirid: Verteilung der jeweiligen Tagesdosis auf mehrere Einnahmen
- Behandlungsbeginn: schrittweise Dosiseinstellung nicht erforderlich
- individuelle Dosierung
- bei gemischten positiven und negativen Symptomen
- Dosen so anpassen, dass positive Symptome optimal behoben werden
- Erhaltungstherapie: geringste wirksame Dosis (optimale Behebung positiver Symptome)
- Erhaltungstherapie: jeweils geringste wirksame Dosis
- primär negative Zustände (Defektsyndrom)
- 50 - 300 mg Amisulprid 1mal / Tag
- individuelle Dosierung
- bis zu 400 mg Amisulprid Gabe als Einzeldosis möglich
- Behandlungsdauer
- bestimmt behandelnder Arzt (hinreichende Erfahrungen aus kontrollierten Studien über Zeitdauer von 1 Jahr vorliegend)
- Beenden der Therapie
- um Absetzerscheinungen zu vermeiden: schrittweises Absetzen empfohlen
- produktive Zustände
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Amisulprid wird über Niere ausgeschieden
- Kreatinin-Clearance < 10 ml / min.
- kontraindiziert, da keine Erfahrungen
- Kreatinin-Clearance 10 - 30 ml / min.
- Dosisreduktion auf 1/3
- Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml / min.
- Dosisreduktion auf 1/2
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Unbedenklichkeit wurde bei einer begrenzten Anzahl von älteren Patienten untersucht
- Amisulprid sollte aufgrund des möglichen Risikos einer Hypotension und Sedierung mit besonderer Vorsicht angewendet werde
- Dosisreduktion kann bei einer bestehenden Niereninsuffizienz ebenfalls erforderlich sein
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Wirksamkeit und Unbedenklichkeit konnten nicht belegt werden
- lediglich begrenzte Daten verfügbar
- Jugendliche (15 - 18 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen bis weitere Daten zur Verfügung stehen
- wenn Behandlung absolut erforderlich ist
- Behandlung muss von einem Arzt, der Erfahrung in der Behandlung von Schizophrenie in dieser Altersgruppe hat, eingeleitet und durchgeführt werden
- Kinder und Jugendliche (< 15 Jahre)
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Amisulprid - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Amisulprid
- bestehende prolaktinabhängige Tumore (z.B. hypophysäre Prolaktinome oder Brustkrebs)
- Phäochromozytom
- stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 10 ml/Min.)
- keine Erfahrungen vorliegend
- Kombination mit Levodopa
- Kombination mit Arzneimitteln, die schwerwiegende Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) auslösen können
- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen der Klasse Ia (z.B. Chinidin und Disopyramid)
- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen der Klasse III (z.B. Amiodaron und Sotalol)
- andere Arzneimittel, z.B. Bepridil, Cisaprid, Sultoprid, Thioridazin, Methadon, intravenöse Gabe von Erythromycin, intravenöse Gabe von Vincamin, Halofantrin, Pentamidin, Sparfloxacin, Imidazol-Antimykotika
- Kinder und Jugendliche (< 15 Jahre)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Amisulprid - intraoral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Neutropenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der Prolaktinkonzentration im Plasma, die nach Absetzen von Amisulprid reversibel ist
- demzufolge können Galaktorrhö, Amenorrhö oder Zyklusstörungen, Gynäkomastie, Brustschmerz, Brustvergrößerung und erektile Dysfunktion auftreten
- Erhöhung der Prolaktinkonzentration im Plasma, die nach Absetzen von Amisulprid reversibel ist
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- gutartiger Hypophysentumor (z.B. Prolaktinom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie
- Hypertriglyceridämie
- Hypercholesterinämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- Angst
- Agitiertheit
- Orgasmusstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- extrapyramidale Störungen, wie Tremor, Rigidität, Hypokinese, vermehrter Speichelfluss, Akathisie, Dyskinesie
- diese Symptome sind bei optimaler Dosiseinstellung meist nur schwach ausgeprägt und können teilweise ohne Unterbrechung der Behandlung mit Amisulprid durch Verabreichung von Antiparkinson-Mitteln beseitigt werden
- Häufigkeit des Auftretens extrapyramidaler Störungen ist dosisabhängig und sehr gering bei der Behandlung von Patienten mit primär negativen Zuständen mit Dosierungen von 50 - 300 mg/Tag
- extrapyramidale Störungen, wie Tremor, Rigidität, Hypokinese, vermehrter Speichelfluss, Akathisie, Dyskinesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- akute Dystonien wie Schiefhals (Torticollis spasmodicus), Augenmuskelkrämpfe (okulogyre Krise) und Kieferkrämpfe (Trismus)
- diese Effekte verschwinden ohne Unterbrechung der Behandlung mit Amisulprid nach Verabreichung von Antiparkinson-Mitteln
- Schläfrigkeit
- Schwindel
- akute Dystonien wie Schiefhals (Torticollis spasmodicus), Augenmuskelkrämpfe (okulogyre Krise) und Kieferkrämpfe (Trismus)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Spätdyskinesien, gekennzeichnet durch rhythmische unwillkürliche Bewegungen vorzugsweise der Zunge und/oder des Gesichts, gewöhnlich nach Langzeittherapie
- als Gegenmittel sollten Antiparkinson-Mittel nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind oder die Erscheinungen verstärken können
- Krampfanfälle
- Spätdyskinesien, gekennzeichnet durch rhythmische unwillkürliche Bewegungen vorzugsweise der Zunge und/oder des Gesichts, gewöhnlich nach Langzeittherapie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- malignes neuroleptisches Syndrom, das möglicherweise tödlich verläuft
- ohne Häufigkeitsangabe
- Restless-legs-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verschwommenes Sehen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verlängerung des QT-Intervalls und ventrikuläre Arrhythmien, wie z.B. Torsade de pointes oder ventrikuläre Tachykardien
- Kammerflimmern
- Herzstillstand
- plötzlicher Tod
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotension
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thromboembolien (einschließlich Lungenembolie und tiefer Venenthrombose)
- tödliche Verläufe können vorkommen
- Thromboembolien (einschließlich Lungenembolie und tiefer Venenthrombose)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verstopfte Nase
- Aspirationspneumonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Störungen wie Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- hepatozelluläre Leberschädigung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- photosensitive Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Osteopenie
- Osteoporose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rhabdomyolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnretention
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- extrapyramidale Symptome des Neugeborenen
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungort
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach abruptem Absetzen von Amisulprid Auftreten von unwillkürlichen Bewegungsstörungen (z.B. Akathisie, Dystonie und Dyskinesie) berichtet
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Leberenzyme, insbesondere der Transaminasen
- erhöhter Blutdruck
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg der Kreatinphosphokinasekonzentration im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sturz infolge von Nebenwirkungen, die das Körpergleichgewicht beeinträchtigen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Lösung zum Einnehmen
- verordnete Wirkstoffmenge einer Einzelgabe in Dosierpipette (Graduierung in mg Wirkstoff auf dem Kolben) bis zur entsprechenden Markierung aufziehen und in ein Trinkgefäß mit etwas Flüssigkeit (keine alkoholischen Getränke) überführen und trinken
- Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten
Stillzeithinweise
Amisulprid - intraoral
- es muss entschieden werden, ob das Stillen eingestellt oder auf die Amisulprid-Therapie verzichtet wird, wobei der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen sind
- Amisulprid wird in ziemlich großen Mengen, in einigen Fällen weit über dem akzeptierten Wert von 10 % der mütterlichen gewichtsangepassten Dosierung, in die Muttermilch ausgeschieden
- Blutkonzentrationen bei gestillten Säuglingen wurden allerdings nicht bewertet
- gibt keine ausreichenden Informationen über die Auswirkungen von Amisulprid bei Neugeborenen/Säuglingen
Schwangerschaftshinweise
Amisulprid - intraoral
- Anwendung von Amisulprid während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Verhütung anwenden, nicht empfohlen, es sei denn, der Nutzen rechtfertigt das potenzielle Risiko
- nur begrenzte klinische Daten zu Schwangerschaften unter Amisulprid vorliegend
- Unbedenklichkeit von Amisulprid in der Schwangerschaft beim Menschen nicht belegt
- Amisulprid ist plazentagängig
- Neugeborene, die während des 3 Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Amisulprid) exponiert sind
- sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
- Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
- dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- Abnahme der Fertilität bei Tieren beobachtet, die mit den pharmakologischen Wirkungen der Substanz auf die Prolaktinsekretion in Zusammenhang steht
Warnhinweise
Amisulprid - intraoral
- malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
- wie auch bei anderen Neuroleptika kann ein malignes neuroleptisches Syndrom (MNS) auftreten
- ist gekennzeichnet durch hohes Fieber, Muskelrigidität, autonome Fehlfunktion, Bewusstseinstrübung, Rhabdomyolyse und erhöhte CPK-Werte und verläuft möglicherweise tödlich
- wenn ein Patient Anzeichen und Symptome entwickelt, die auf MNS hinweisen, oder eine ungeklärte Hyperthermie auftritt, müssen, insbesondere bei hohen Tagesgaben, alle Antipsychotika, einschließlich Amisulprid, abgesetzt werden
- wie auch bei anderen Neuroleptika kann ein malignes neuroleptisches Syndrom (MNS) auftreten
- Rhabdomyolyse
- wurde auch bei Patienten ohne malignes neuroleptisches Syndrom beobachtet
- bestehende Parkinson-Erkrankung
- wie auch andere Dopaminantagonisten sollte Amisulprid bei bestehender Parkinson-Erkrankung nur mit Vorsicht eingesetzt werden, da dadurch eine Verschlechterung dieser Krankheit verursacht werden kann
- deshalb sollte Amisulprid nur angewendet werden, wenn eine neuroleptische Behandlung unabdingbar ist
- Verlängerung des QT-Intervalls
- Amisulprid verursacht eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls
- ist bekannt, dass dieser Effekt das Risiko von schweren ventrikulären Arrhythmien wie Torsade de pointes erhöht
- vor der Anwendung von Amisulprid und je nach klinischem Zustand des Patienten daher empfohlen, folgende Faktoren, die das Entstehen dieser Rhythmusstörung begünstigen können, auszuschließen, z.B.
- das Vorliegen kardialer Störungen
- Bradykardie (< 55 Schläge/Min.)
- Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
- kongenitale QT-Verlängerung
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Bradykardie (< 55 Schläge/Min.), Hypokaliämie, Verlangsamung der intrakardialen Erregungsleitung oder eine Verlängerung des QT-Intervalls verursachen können
- Vorsicht bei Patienten mit QT-Verlängerung in der familiären Anamnese
- gleichzeitige Anwendung mit Neuroleptika sollte vermieden werden
- Amisulprid verursacht eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls
- erhöhte Mortalität bei älteren Patienten mit Demenzerkrankungen
- Amisulprid nicht zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenzerkrankungen zusammenhängen, zugelassen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenzerkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- anhand der vorliegenden Studiendaten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen
- Amisulprid sollte bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, ist unbekannt
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
- Thromboembolierisiko
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet
- da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Amisulprid identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
- Hyperprolaktinämie
- während einer Behandlung mit Amisulprid tritt häufig eine Erhöhung der Prolaktinkonzentration im Plasma auf
- Vorsicht bei der Anwendung von Amisulprid
- Patienten mit Brustkrebs in der eigenen oder familiären Vorgeschichte sollten während der Therapie engmaschig überwacht werden
- Fälle von gutartigen Hypophysentumoren, z.B. Prolaktinome, während der Therapie mit Amisulprid beobachtet
- im Falle von sehr hohen Prolaktinspiegeln oder bei klinischen Anzeichen eines Hypophysentumors (z.B. Gesichtsfelddefekt und Kopfschmerzen) sollte eine Magnetresonanztomografie der Hypophyse durchgeführt werden
- wird die Diagnose eines Hypophysentumors bestätigt, muss die Behandlung mit Amisulprid beendet werden
- Lebertoxizität
- bei Anwendung von Amisulprid schwere Lebertoxizität berichtet
- Patienten sollten angewiesen werden, Anzeichen wie Asthenie, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Ikterus unverzüglich einem Arzt zu melden
- Untersuchungen, einschließlich klinischer Untersuchungen und biologischer Beurteilung der Leberfunktion, sollten unverzüglich durchgeführt werden
- Hyperglykämie
- bei der Behandlung mit einigen atypischen Antipsychotika, einschließlich Amisulprid, über das Auftreten von Hyperglykämien berichtet
- daher sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Risikofaktoren für Diabetes, die auf Amisulprid eingestellt werden, eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte durchgeführt werden
- Epilepsie
- zerebrale Krampfbereitschaft kann erhöht werden; deshalb sollten Patienten mit anamnestisch bekannter Epilepsie bei Therapie mit Amisulprid sorgfältig überwacht werden
- Niereninsuffizienz
- bei leicht bis mittelmäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 10 ml/Min.) sollte die Tagesdosis herabgesetzt werden
- da Amisulprid über die Nieren ausgeschieden wird
- bei leicht bis mittelmäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 10 ml/Min.) sollte die Tagesdosis herabgesetzt werden
- ältere Patienten
- bei älteren Patienten sollte Amisulprid, wie andere Neuroleptika auch, aufgrund des möglichen Risikos einer Hypotension und Sedierung mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- Dosisreduktion kann bei einer bestehenden Niereninsuffizienz ebenfalls erforderlich sein
- Entzugserscheinungen nach abruptem Absetzen
- Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit wurden nach abruptem Absetzen hoher therapeutischer Dosen von Antipsychotika beschrieben
- kann auch zu einem Wiederauftreten der psychotischen Symptome kommen
- ebenso wurde bei Amisulprid über das Auftreten von unwillkürlichen Bewegungsstörungen (wie z.B. Akathisie, Dystonie und Dyskinesie) berichtet
- daher schrittweises Absetzen von Amisulprid empfohlen
- Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit wurden nach abruptem Absetzen hoher therapeutischer Dosen von Antipsychotika beschrieben
- Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose im Zusammenhang mit Antipsychotika, einschließlich Amisulprid, berichtet
- Infektionen mit unklarer Genese oder Fieber können Anzeichen einer Blutdyskrasie sein und erfordern unverzüglich eine hämatologische Untersuchung