SOMATULINE AUTOGEL 120MG
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 3690,92 € |
| N2 | 3 ST | 10372,43 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Therapie von Patienten mit Akromegalie
- wenn nach einer chirurgischen Behandlung und/oder Radiotherapie die Spiegel des Wachstumshormons (GH) und/oder des Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1) anormal bleiben
- die aus anderen Gründen eine medikamentöse Behandlung benötigen
- Ziel der Behandlung bei Akromegalie: Reduktion der GH- und IGF-1-Spiegel und, sofern möglich eine Normalisierung dieser Werte
- Therapie klinischer Symptome bei karzinoiden Tumoren
- Therapie von gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET G1 und einer Teilgruppe G2 (Ki67-Index bis zu 10 %)) mit Ursprung im Mitteldarm, Pankreas oder unbekannter Primärlokalisation (Enddarm ausgeschlossen)
- bei erwachsenen Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung
Dosierung
Basiseinheit: Fertigspritzen mit 60 mg, 90 mg und 120 mg Lanreotid (als Acetat)
- Akromegalie
- Initialdosis: 60 mg - 120 mg Lanreotid 1mal / 28 Tage
- Dosisanpassung
- individuell, je nach Ansprechen des Patienten
- beurteilt anhand der Besserung der Symptome und/oder einer Reduktion der Wachstumshormon (GH)-Spiegel und/oder des Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1)
- Dosiserhöhung
- wenn gewünschte therapeutische Wirkung nicht erreicht wird
- wenn der GH-Spiegel > 2,5 ng / ml
- GH-Spiegel zwischen 2,5 ng / ml und 1 ng / ml: Dosis beibehalten( wenn der altersbereinigte IGF-1-Spiegel normal)
- Dosisreduktion
- wenn vollständige therapeutische Wirkung erreicht wurde, d.h. GH-Spiegel < 1 ng / ml, normaler IGF-1-Spiegel und/oder Verschwinden der Symptome
- Patienten, die gut auf ein Somatostatin-Analogon eingestellt sind: evtl. 120 mg Lanreotid 1mal / 42 od. 56 Tage, z.B.
- Patienten, die gut auf 60 mg alle 28 Tage eingestellt sind: 120 mg 1mal / 56 Tage
- Patienten, die gut auf 90 mg alle 28 Tage eingestellt sind: 120 mg 1mal / 42 Tage
- Langzeitüberwachung der Symptome, der GH- und IGF-1-Spiegel
- Symptome bei neuroendokrinen Tumoren
- Initialdosis: 60 mg - 120 mg Lanreotid 1mal / 28 Tage
- Dosisanpassung: individuell nach Besserung der Symptome
- Maximaldosis: 120 mg Lanreotid 1mal / 28 Tage
- Patienten, die gut auf ein Somatostatin-Analogon eingestellt sind: evtl. 120 mg Lanreotid 1mal / 42 od. 56 Tage, z.B.
- Patienten, die gut auf 60 mg alle 28 Tage eingestellt sind: 120 mg 1mal / 56 Tage
- Patienten, die gut auf 90 mg alle 28 Tage eingestellt sind: 120 mg 1mal / 42 Tage
- enge Überwachung der Symptome, wenn Behandlung auf das verlängerte Dosierungsintervall umgestellt wird
- Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (GEP-NET G1 und Teilgruppe G2 (Ki67-Index bis zu 10 %)) mit Ursprung im Mitteldarm, Pankreas oder unbekannter Primärlokalisation (Enddarm ausgeschlossen) bei erwachsenen Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung
- Initialdosis: 120 mg Lanreotid 1mal / 28 Tage
- zur Tumorkontrolle Behandlung solange wie nötig fortsetzen
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Lanreotid hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorliegend
- bei Lanreotid wurde jedoch über Schwindel berichtet
- wenn Patient davon betroffen, keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher nicht erwiesen
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich (große therapeutische Breite von Lanreotid)
- Nieren-/Leberfunktionsstörungen
- keine Dosisanpassung erforderlich (große therapeutische Breite von Lanreotid)
Kontraindikationen
Lanreotid - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Lanreotid, Somatostatin oder ähnliche Peptide
Nebenwirkungen
Lanreotid - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abszess an der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen (einschließlich Angioödem, Anaphylaxie und Überempfindlichkeit)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypoglykämie
- verringerter Appetit**
- Hyperglykämie
- Diabetes mellitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Lethargie**
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Insomnie*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sinusbradykardie*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzewallungen*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- weiche Stühle / lockerer Stuhlgang*
- Schmerzen im Bauchraum
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Flatulenz
- abdominale Distension
- abdominales Unbehagen
- Dyspepsie
- Steatorrhoe**
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stuhlverfärbung / entfärbter Stuhl*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alopezie
- Hypotrichose*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Cholelithiasis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- biliäre Dilatation*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholezystitis
- Cholangitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen des Bewegungsapparates**
- Myalgie**
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- Müdigkeit
- Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Verdickung / Raumforderungen, Verhärtung, Knötchen, Pruritus)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- ALAT erhöht *
- ASAT abnorm*
- ALAT abnorm *
- Bilirubinspiegel erhöht*
- Blutzuckerspiegel erhöht *
- glykosyliertes Hämoglobin erhöht*
- Gewichtsabnahme
- pankreatisches Enzym erniedrigt**
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- ASAT erhöht*
- alkalische Phosphatase erhöht*
- Bilirubinspiegel abnorm*
- Natriumspiegel erniedrigt*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Legende:
* basiert auf Studien (Pool) mit Akromegalie-Patienten
** basiert auf Studien (Pool) mit GEP-NET-Patienten
Anwendungshinweise
- zur tiefen s.c Injektion in den oberen äusseren Quadranten des Gesäßes oder in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite
- Patienten, die eine gleich bleibende Dosis erhalten
- Verabreichung nach angemessenen Training durch medizinisches Fachpersonal eigenständigen Injektion oder von einer entsprechend unterwiesenen Person möglich
- bei Selbstinjektion: Verabreichung in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite
- Entscheidung, ob die Injektion durch den Patienten selbst oder eine entsprechend unterwiesene Person verabreicht werden kann, liegt beim medizinischen Fachpersonal
- unabhängig von der Injektionsstelle Haut nicht falten
- Injektionsnadel zügig in ihrer gesamten Länge, senkrecht zur Haut einführen
- Folgeinjektionen sollten abwechselnd in die linke und rechte Seite erfolgen
- keine Anwendung, wenn beschichteter Beutel beschädigt oder geöffnet ist
Stillzeithinweise
Lanreotid - invasiv
- Vorsicht ist geboten, wenn Lanreotid während der Stillzeit angewendet wird, da viele Arzneimittel über die Muttermilch ausgeschieden werden
- nicht bekannt, dass dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Lanreotid - invasiv
- Lanreotid sollte bei Schwangeren nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist
- da tierexperimentelle Studien nicht immer aussagekräftig bezüglich des Ansprechens beim Menschen sind
- Daten einer begrenzten Anzahl von exponierten Schwangeren zeigen keine Nebenwirkungen von Lanreotid auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fötus / Neugeborenen
- bislang sind keine anderen relevanten epidemiologischen Daten verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keinen Befund von teratogenen Wirkungen im Zusammenhang mit Lanreotid während der Organogenese
- embryo-fetale Toxizität (vermehrte Prä- und Postimplantationsverluste) und auch eine vorübergehende Wachstumsretardierung der Nachkommenschaft vor der Entwöhnung wurden beobachtet
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- verminderte Fertilität wurde bei weiblichen Ratten aufgrund der Hemmung der GH-Ausschüttung bei Dosen höher als solchen, die beim Menschen bei therapeutischer Dosierung erreicht werden können, beobachtet
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Lanreotid - invasiv
- Gallensteine
- regelmäßige Überwachung der Patienten erforderlich
- da Lanreotid die Motilität der Gallenblase verringern und zur Bildung von Gallensteinen führen kann
- nach der Markteinführung wurde von Gallensteinen mit anschließenden Komplikationen einschließlich Cholezystitis, Cholangitis und Pankreatitis berichtet, die bei mit Lanreotid behandelten Patienten eine Cholezystektomie erforderten
- bei Verdacht auf Komplikationen der Cholelithiasis ist Lanreotid abzusetzen und die Cholelithiasis angemessen zu behandeln
- regelmäßige Überwachung der Patienten erforderlich
- Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
- pharmakologische Studien bei Tieren und Menschen zeigen, dass Lanreotid, wie auch Somatostatin und andere Somatostatin-Analoga, die Insulin- und Glucagon-Sekretion hemmt
- bei Patienten, die mit Lanreotid behandelt werden, kann Hypoglykämie oder Hyperglykämie auftreten
- Kontrolle der Blutzuckerspiegel zu Beginn der Lanreotid-Behandlung oder bei Änderung der Dosierung empfohlen
- bei Diabetikern sollte die Diabetesbehandlung entsprechend angepasst werden
- Schilddrüsenfunktion
- während der Lanreotid-Behandlung von Akromegalie-Patienten wurde ein leichtes Absinken der Schilddrüsenfunktion beobachtet, wobei eine klinisch manifeste Hypothyreose selten (< 1%) ist
- falls klinisch erforderlich, sollten Schilddrüsenfunktionstests durchgeführt werden
- Bradykardie
- bei Patienten mit Bradykardie ist zu Behandlungsbeginn Vorsicht geboten
- bei Patienten ohne vorbestehendes Herzproblem kann Lanreotid zu einem Absinken der Herzfrequenz führen, ohne notwendigerweise die Schwelle zur Bradykardie zu erreichen
- bei Patienten, die bereits vor Beginn der Lanreotid-Behandlung an Herzerkrankungen leiden, kann eine Sinusbradykardie auftreten