Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 45,90 € |
| N2 | 50 ST | 66,77 € |
| N3 | 100 ST | 69,90 € |
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Indikation
- Hypercholesterinämie
- zusätzlich zu einer Diät zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apolipoprotein-B- und Triglyceridspiegel
- bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder ab 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschl. familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ II a und II b nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht-pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erbringen
- zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie - entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind
- zusätzlich zu einer Diät zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apolipoprotein-B- und Triglyceridspiegel
- Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen
- bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren
Dosierung
- Hypercholesterinämie
- Einstellung des Patienten vor der Anwendung auf eine übliche Diät zur Senkung von Cholesterin und Fortsetzen dieser Diät während der Behandlung
- individuelle Dosierung entsprechend des Ausgangs-LDL-Cholesterin-Wertes, dem Ziel der Therapie sowie dem Ansprechen des Patienten
- übliche Anfangsdosierung: 10 mg 1mal / Tag
- Dosisanpassung in Intervallen von >/= 4 Wochen
- maximale Dosierung: 80 mg 1mal / Tag
- primäre Hypercholesterinämie und kombinierte (gemischte) Hyperlipidämie
- in der überwiegenden Anzahl: ausreichend gutes Ansprechen auf eine Dosierung von 10 mg 1mal / Tag
- therapeutischer Erfolg zeigt sich innerhalb von 2 Wochen
- Erreichen des maximalen therapeutischen Effekts: i.d.R. nach 4 Wochen
- Wirkung bleibt unter Dauertherapie erhalten
- heterozygote familiäre Hypercholesterinämie
- Anfangsdosis: 10 mg / Tag
- individuelle Dosisanpassung in Abständen von 4 Wochen bis zu einer Dosierung von 40 mg / Tag
- danach:
- entweder Dosiserhöhung bis auf maximal 80 mg / Tag
- oder 40 mg 1mal / Tag kombiniert mit einem gallensäurebindenden Ionenaustauscherharz
- homozygote familiäre Hypercholesterinämie
- es liegen nur begrenzte Daten vor
- 10 - 80 mg / Tag
- Anwendung als Ergänzung zu anderen lipidsenkenden Behandlungsmöglichkeiten (z.B. LDL-Apherese) oder falls diese Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind
- Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen
- Dosierung in Studien zur Primäprävention: 10 mg / Tag
- zum Erreichen eines LDL-CHolesterin-Spiegels entsprechend der aktuellen Leitlinien, kann eine höhere Dosierung notwendig sein
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit Vorsicht
- aktive Lebererkrankung oder unklare, dauerhafte Erhöhung der Serumtransaminasen auf > 3fache des oberen Normwertes
- Anwendung kontraindiziert
- gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln
- Patienten, die zusätzlich Virostatika (Elbasvir / Grazoprevir) wegen einer Hepatitis-C-Infektion oder Letermovir zur Vorbeugung einer Cytomegalievirus-Infektion einnehmen
- max. 20 mg Atorvastatin / Tag
- Patienten, die Letermovir in Kombination mit Ciclosporin einnehmen
- keine Anwendung
- Patienten, die zusätzlich Virostatika (Elbasvir / Grazoprevir) wegen einer Hepatitis-C-Infektion oder Letermovir zur Vorbeugung einer Cytomegalievirus-Infektion einnehmen
- ältere Patienten > 70 Jahre
- Wirksamkeit und Verträglichkeit vergleichbar mit Gesamtpopulation
- Kinder und Jugendliche
- Hypercholesterinämie
- zu behandeln nur von Ärzten, die Erfahrung mit der Behandlung einer Hyperlipidämie haben
- regelmäßige Nachuntersuchung (zur Kontrolle des Therapiefortschritts)
- heterozygote familiäre Hypercholesterinämie
- Kinder >/= 10 Jahre
- initial: 10 mg Atorvastatin 1mal / Tag
- Dosiserhöhung, optional, auf 80 mg / Tag, orientiert am individuellen Ansprechen und der Verträglichkeit
- individuelle Dosisanpassung je nach empfohlenem Therapieziel im Intervall von mind. 4 Wochen
- Kinder 6 - 10 Jahre
- begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Kinder < 10 Jahre: keine Anwendung
- Dosierungsempfehlung nicht möglich
- andere Darreichungsformen/Stärken können besser geeignet sein
- Kinder >/= 10 Jahre
- Hypercholesterinämie
Kontraindikationen
Atorvastatin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Atorvastatin
- aktive Lebererkrankung
- unklare, dauerhafte Erhöhung von Serum-Transaminasen auf mehr als das 3-fache des oberen Normwertes
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Empfängnisverhütungsmethoden anwenden
- Patienten, die mit den Virostatika Glecaprevir / Pibrentasvir zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion behandelt werden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Atorvastatin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nasopharyngitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoglykämie
- Gewichtszunahme
- Anorexie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Diabetes mellitus (Klasseneffekt der Statine)
- Häufigkeit abhängig von Vorhandensein oder Fehlen von Risikofaktoren (Nüchternblutzucker >/= 5,6 mmol / l, BMI > 30 kg / m2, erhöhte Triglyceride, bestehende Hypertonie)
- Diabetes mellitus (Klasseneffekt der Statine)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alpträume
- Schlaflosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Depression (Klasseneffekt der Statine)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Benommenheit
- Parästhesien
- Hypästhesien
- Störung des Geschmacksempfindens
- Amnesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- periphere Neuropathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myasthenia gravis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- okuläre Myasthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tinnitus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hörverlust
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pharyngolaryngeale Schmerzen
- Nasenbluten
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Lungenkrankheit (Klasseneffekt der Statine, in Ausnahmefällen und besonders bei Langzeittherapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- Blähungen
- Dyspepsie
- Übelkeit
- Durchfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Ober- und Unterbauchschmerzen
- Aufstoßen
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hepatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Cholestase
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Hautausschlag
- Pruritus
- Alopezie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- angioneurotisches Ödem
- bullöses Exanthem, einschließlich
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxisch epidermale Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- Arthralgie
- Schmerzen in den Extremitäten
- Muskelspasmen
- Gelenkschwellungen
- Rückenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nackenschmerzen
- Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Myopathie
- Myositis
- Rhabdomyolyse
- Muskelruptur
- Tendopathie (manchmal verkompliziert durch eine Sehnenruptur)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Lupus-ähnliches Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- immunvermittelte nekrotisierende Myopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gynäkomastie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störung der Sexualfunktion (Klasseneffekt der Statine)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- Asthenie
- Schmerzen im Brustkorb
- periphere Ödeme
- Erschöpfung
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- veränderte Leberfunktionstests
- erhöhte Creatinphosphokinase im Blut
- erhöhte Creatinkinase (CK)-Konzentrationen im Serum auf mehr als das 3-fache des oberen Normwertes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- positiver Test auf weiße Blutzellen im Urin
- erhöhte Creatinkinase (CK)-Konzentrationen im Serum auf mehr als das 10-fache des oberen Normwertes
- erhöhte Serumtransaminasen um mehr als das 3-fache des oberen Normwertes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- die jeweilige Tagesdosis wird auf einmal verabreicht
- Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von der Nahrungsaufnahme erfolgen
Stillzeithinweise
Atorvastatin - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- wegen der Gefahr schwerer Nebenwirkungen sollten Frauen ihre Säuglinge nicht stillen
- nicht bekannt, ob Atorvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch übertreten
- tierexperimentelle Studien
- bei Ratten in der Milch ähnliche Konzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten wie im Plasma gemessen
Schwangerschaftshinweise
Atorvastatin - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- Atorvastatin sollte von schwangeren Frauen, von Frauen, die schwanger werden möchten, oder glauben, schwanger zu sein, nicht angewendet werden
- für den Zeitraum der Schwangerschaft oder bis bekannt ist, dass keine Schwangerschaft vorliegt, sollte die Therapie mit Atorvastatin abgesetzt werden
- kontraindiziert bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Empfängnisverhütungsmethoden anwenden
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie geeignete Verhütungsmaßnahmen anwenden
- Sicherheit von Atorvastatin in der Schwangerschaft bisher nicht belegt
- keine kontrollierten klinischen Studien mit Atorvastatin bei schwangeren Frauen durchgeführt
- seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner Exposition mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren vorliegend
- Behandlung der Mutter mit Atorvastatin kann beim Fötus die Konzentration von Mevalonat, einem Vorprodukt der Cholesterinbiosynthese, verringern
- Atherosklerose ist ein chronischer Prozess
- das übliche Absetzen einer lipidsenkenden Therapie während der Schwangerschaft sollte nur einen geringen Einfluss auf das Langzeitrisiko einer primären Hypercholesterinämie haben
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität beobachtet
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien hatte Atorvastatin keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von männlichen oder weiblichen Tieren
Warnhinweise
Atorvastatin - peroral
- Einfluss auf die Leber
- Leberfunktionstests vor Behandlungsbeginn und danach in regelmäßigen Abständen durchführen
- Patienten, bei denen Anzeichen oder Symptome einer Leberschädigung auftreten
- Leberfunktionstest durchführen
- Patienten, bei denen sich ein Transaminasenanstieg entwickelt
- bis zum Abklingen des Befunds beobachten
- falls Erhöhung der Transaminasen auf mehr als das 3-fache des oberen Normwertes fortdauert
- Dosisreduktion oder Therapieabbruch empfohlen
- Patienten, die beträchtliche Mengen Alkohol konsumieren und / oder bei denen bereits eine Lebererkrankung in der Vorgeschichte bekannt ist
- mit Vorsicht anwenden
- SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels)
- Post-hoc-Analyse von Schlaganfall-Subtypen bei Patienten ohne koronare Herzkrankheit (KHK), die kürzlich einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten
- im Vergleich zur Placebogruppe höhere Inzidenz von hämorrhagischen Schlaganfällen bei den Patienten, die die Therapie mit 80 mg Atorvastatin begannen
- erhöhtes Risiko besonders ausgeprägt bei Patienten, die bei Aufnahme in die Studie einen hämorrhagischen Schlaganfall oder einen lakunären Infarkt in der Anamnese hatten
- Patienten mit einem hämorrhagischen Schlaganfall oder einem lakunären Infarkt in der Anamnese
- Nutzen-Risiko-Verhältnis der 80-mg-Dosierung von Atorvastatin ungeklärt
- mögliches Risiko eines hämorrhagischen Schlaganfalls vor Behandlungsbeginn sorgfältig bedenken
- Post-hoc-Analyse von Schlaganfall-Subtypen bei Patienten ohne koronare Herzkrankheit (KHK), die kürzlich einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten
- Einfluss auf die Skelettmuskulatur
- wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer kann auch Atorvastatin in seltenen Fällen die Skelettmuskulatur beeinflussen
- kann folgende Erkrankungen verursachen
- Myalgie
- Myositis
- Myopathie
- diese kann sich zu Rhabdomyolyse entwickeln
- möglicherweise lebensbedrohlicher Zustand
- charakterisiert durch
- deutlich erhöhte Creatinkinase(CK)-Spiegel (> 10-fache des oberen Normwertes)
- Myoglobinämie
- Myoglobinurie mit möglichem Nierenversagen
- diese kann sich zu Rhabdomyolyse entwickeln
- nekrotisierende autoimmune Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy, IMNM)
- in sehr seltenen Fällen während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über nekrotisierende autoimmune Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy, IMNM) berichtet
- klinische Charakteristika einer IMNM sind
- persistierende proximale Muskelschwäche
- erhöhte Serum-Creatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der Behandlung mit Statinen fortbestehen
- positive Anti-HMG-CoA-Reduktase-Antikörper
- Besserung durch Immunsuppressiva
- Myasthenia gravis / okuläre Myasthenie
- in wenigen Fällen wurde berichtet, dass Statine eine Myasthenia gravis oder eine Verschlechterung einer bereits bestehenden Myasthenia gravis oder okuläre Myasthenie auslösen
- Atorvastatin sollte bei einer Verschlimmerung der Symptome abgesetzt werden
- über Rezidive wurde berichtet, wenn dasselbe oder ein anderes Statin (erneut) verabreicht wurde
- Untersuchung vor Behandlungsbeginn
- Vorsicht bei Patienten, bei denen prädisponierende Faktoren für das Auftreten von Rhabdomyolysen vorliegen
- Messungen der Creatinkinase-Aktivität vor Therapiebeginn bei Vorliegen der folgenden Risikofaktoren bzw. Erkrankungen
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- Hypothyreose
- erbliche Myopathien in der Eigen- oder Familienanamnese
- muskulär-toxische Komplikationen im Zusammenhang mit der Gabe eines Statins oder Fibrates in der Anamnese
- Lebererkrankungen in der Vorgeschichte und / oder erheblicher Alkoholkonsum
- Ältere Patienten (> 70 Jahre)
- Notwendigkeit einer solchen Messung erwägen, wenn weitere prädisponierende Faktoren für das Auftreten einer Rhabdomyolyse vorliegen
- Umstände, bei denen eine Erhöhung der Plasmaspiegel eintreten kann, z. B.
- Wechselwirkungen
- spezielle Patientengruppen, einschließlich genetische Subpopulationen
- in diesen Fällen
- sorgfältige Nutzen-Schaden-Abwägung erforderlich
- engmaschige Überwachung erforderlich
- wenn CK-Werte vor Behandlungsbeginn wesentlich (um mehr als das 5-fache des oberen Normwertes) erhöht sind
- Therapie nicht beginnen
- Creatinkinase-Bestimmung
- Creatinkinase (CK) nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen oder bei Vorliegen von anderen möglichen Ursachen eines CK-Anstiegs messen
- dies erschwert Interpretation der Messwerte
- falls CK-Werte vor Beginn der Behandlung wesentlich erhöht sind (um mehr als das 5-fache des oberen Normwertes)
- zur Überprüfung innerhalb von 5 bis 7 Tagen erneute Bestimmungen durchführen
- Creatinkinase (CK) nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen oder bei Vorliegen von anderen möglichen Ursachen eines CK-Anstiegs messen
- Überwachung während der Therapie
- Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der Skelettmuskeln umgehend zu berichten
- speziell, wenn diese mit allgemeinem Unwohlsein oder Fieber einhergehen
- treten solche Symptome während der Behandlung mit Atorvastatin auf
- CK-Aktivität messen
- ist diese wesentlich (> 5-fache des oberen Normwertes) erhöht
- Therapie abbrechen
- bei anhaltenden und starken Muskelbeschwerden und nicht wesentlich erhöhten CK-Werten (</= 5-fache des oberen Normwertes)
- Abbruch der Therapie erwägen
- wenn Symptome abgeklungen und CK-Werte auf ein normales Niveau gesunken sind
- Wiederaufnahme der Therapie mit Atorvastatin oder einem anderen Statin in der niedrigsten Dosierung und mit engmaschiger Überwachung erwägen
- ist diese wesentlich (> 5-fache des oberen Normwertes) erhöht
- CK-Aktivität messen
- Therapie mit Atorvastatin muss abgebrochen werden
- falls klinisch signifikante CK-Konzentrationen im Serum auftreten (> 10-Fache des oberen Normwertes)
- oder falls eine Rhabdomyolyse diagnostiziert oder vermutet wird
- Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der Skelettmuskeln umgehend zu berichten
- gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln
- Gefahr einer Rhabdomyolyse erhöht wenn Atorvastatin zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln verabreicht wird
- die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen können, wie z.B. starke Hemmer von CYP3A4 oder Transportproteinen, u.a.
- Ciclosporin
- Telithromycin
- Clarithromycin
- Delavirdin
- Stiripentol
- Ketoconazol
- Voriconazol
- Itraconazol
- Posaconazol
- Letermovir
- bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Indinavir, Darunavir, Kombination von Tipranavir / Ritonavir usw.
- die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen können, wie z.B. starke Hemmer von CYP3A4 oder Transportproteinen, u.a.
- Gefahr einer Myopathie erhöht bei bei gleichzeitiger Anwendung von
- Gemfibrozil und anderen Fibraten
- Erythromycin
- Niacin
- Ezetimib
- Virostatika zur Behandlung von Hepatitis C (HCV), wie
- Boceprevir
- Telaprevir
- Kombination von Elbasvir / Grazoprevir
- Kombination von Ledipasvir / Sofosbuvir
- wenn möglich, sollten alternative (nicht interagierende) Therapiemaßnahmen statt dieser Arzneimittel in Erwägung gezogen werden
- in den Fällen, in denen gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin unumgänglich ist
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der Komedikation durchführen
- Patienten, die Arzneimittel erhalten, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen
- niedrigere Maximaldosis von Atorvastatin in Erwägung ziehen
- bei starken CYP3A4-Inhibitoren zusätzlich eine niedrigere Initialdosis von Atorvastatin in Erwägung ziehen
- entsprechende klinische Überwachung dieser Patienten empfohlen
- Gefahr einer Rhabdomyolyse erhöht wenn Atorvastatin zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln verabreicht wird
- Fusidinsäure
- Atorvastatin darf nicht zusammen mit systemischen Darreichungsformen von Fusidinsäure gegeben werden, auch nicht innerhalb von 7 Tagen nach Absetzen der Therapie mit Fusidinsäure
- sofern die systemische Gabe von Fusidinsäure bei Patienten als essenziell erachtet wird, Statintherapie während der gesamten Behandlungsdauer mit Fusidinsäure absetzen
- Berichte über das Auftreten einer Rhabdomyolyse (darunter einige Fälle mit Todesfolge) bei Patienten, die Fusidinsäure und Statine in Kombination erhielten
- Patienten sollten darüber informiert werden, sich umgehend an einen Arzt zu wenden, wenn sie jedwede Anzeichen von Muskelschwäche, -schmerzen oder -empfindlichkeit bemerken
- Statintherapie kann 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure wieder aufgenommen werden
- sofern in Ausnahmefällen längere systemische Gabe von Fusidinsäure notwendig ist, wie z.B.
- zur Behandlung von schweren Infektionen
- gemeinsame Gabe von Atorvastatin mit Fusidinsäure sollte nur im Einzelfall und unter engmaschiger medizinischer Überwachung in Betracht gezogen werden
- zur Behandlung von schweren Infektionen
- Kinder und Jugendliche
- in einer 3-jährigen Studie zur Bewertung von Gesamtreifung und -entwicklung und des Tanner-Stadiums sowie Messung von Größe und Gewicht
- keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf Wachstum und Geschlechtsreife festgestellt
- in einer 3-jährigen Studie zur Bewertung von Gesamtreifung und -entwicklung und des Tanner-Stadiums sowie Messung von Größe und Gewicht
- interstitielle Lungenkrankheit
- Berichte über eine interstitielle Lungenkrankheit in Ausnahmefällen bei einigen Statinen, besonders bei Langzeittherapie
- mögliche dabei auftretende Beschwerden
- Dyspnoe
- unproduktiver Husten
- allgemeine Gesundheitsstörungen
- Erschöpfung
- Gewichtsverlust
- Fieber
- Statintherapie sollte abgebrochen werden
- wenn vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat
- mögliche dabei auftretende Beschwerden
- Berichte über eine interstitielle Lungenkrankheit in Ausnahmefällen bei einigen Statinen, besonders bei Langzeittherapie
- Diabetes mellitus
- Hinweise, dass Statine als Substanzklasse
- zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt
- bei manchen Patienten, die hohes Risiko für Entwicklung eines zukünftigen Diabates mellitus haben, eine Hyperglykämie hervorgerufen werden kann, die eine adäquate Diabetesbehandlung erfordert
- dieses Risiko wird jedoch von Reduktion des vaskulären Risikos durch Statine aufgewogen
- sollte daher nicht zu einem Abbruch der Statinbehandlung führen
- in Übereinstimmung mit nationalen Richtlinien Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6 - 6,9 mmol/l, BMI > 30 kg / m², erhöhte Triglyceride, Hypertonie) klinisch und in Bezug auf die relevanten Laborwerte überwachen
- Hinweise, dass Statine als Substanzklasse