Sotalol-UMIP 40 mg /4 ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1X3 ST | – |
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Indikation
- schwerwiegende symptomatische tachykarde ventrikuläre Herzrhythmusstörungen
- symptomatische und behandlungsbedürftige tachykarde supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen, z. B.
- AV-junktionale Tachykardien
- supraventrikuläre Tachykardien bei WPW-Syndrom
- paroxysmales Vorhofflimmern
Dosierung
Basiseinheit: 4 ml der Lösung enthalten 40 mg Sotalolhydrochlorid
- Herzrhythmusstörungen
- die Einstellung auf das Antiarrhythmikum bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen bedarf einer sorgfältigen kardiologischen Überwachung und darf nur bei Vorhandensein einer kardiologischen Notfallausrüstung sowie der Möglichkeit einer Monitorkontrolle erfolgen
- während der Behandlung sollten in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden (z.B. mit Standard-EKG bzw. ggf. Langzeit-EKG)
- bei Verschlechterung einzelner Parameter, z.B. Verlängerung der QRS-Zeit bzw. QT-Zeit um mehr als 25 % oder der PQ-Zeit um mehr als 50 % bzw. einer Zunahme der Anzahl oder des Schweregrades der Herzrhythmusstörungen, sollte eine Therapieüberprüfung erfolgen
- Patienten mit Zustand nach Myokardinfarkt oder mit stark eingeschränkter Herzleistung bedürfen bei der Einstellung auf Sotalol einer besonders sorgfältigen Überwachung
- Dosierung abhängig vom klinischen Zustand
- initial: 2 ml (20 mg Sotalolhydrochlorid) i.v. während 5 Min.
- Dosissteigerung, optional, nach 20 Min.: weitere 20 mg Sotalolhydrochlorid i.v.
- Injektionsgeschwindigkeit: 1 mg / Min. nach Verdünnung mit Wasser für Injektionszwecke
- max. 1,5 mg Sotalolhydrochlorid / kg KG
- Drug Testing: 1,0 - 1,5 mg / kg KG in 5 - 15 Min. über eine Perfusor gleichmäßig infundieren
- bei wiederholter Anwendung Dosisintervall von 6 h nicht unterschreiten
- Anwendungsdauer: bestimmt der Arzt
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Dosisanpassung entsprechend der renalen Clearance unter Berücksichtigung der Herzfrequenz (nicht < 50 Schläge / Min) und der klinischen Wirksamkeit
- schwere Niereninsuffizienz
- Verabreichung von Sotalolhydrochlorid nur unter häufiger EKG-Kontrolle sowie Kontrolle der Serumkonzentration
- Kreatinin-Clearance 10 - 30 ml / Min (Serum-Kreatinin 2 - 5 mg / dl)
- Dosisreduktion auf die Hälfte
- Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min (Serum-Kreatinin > 5 mg / dl)
- Dosisreduktion auf ein Viertel
- Zustand nach Myokardinfarkt oder stark eingeschränkter Herzleistung
- Patienten bei Dosiseinstellung besonders sorgfältig überwachen
- Kinder
- keine Anwendung (keine ausreichenden Therapieerfahrungen)
- ältere Patienten
- auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion achten
Kontraindikationen
Sotalol - invasiv
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Sotalol und Sulfonamiden
- Herzinsuffizienz NYHA IV
- nicht kompensierte Herzinsuffizienz
- akuter Herzinfarkt
- Schock
- AV-Block II. und III. Grades
- SA-Block
- Sinusknotensyndrom
- Bradykardie (< 50 Schläge pro Minute)
- Vorbestehende QT-Verlängerung
- Hypokaliämie
- Hypomagnesiämie
- Hypotonie
- Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- metabolische Azidose
- unbehandeltes Phäochromozytom
- Bluthochdruckkrise
- Cor pulmonale
- gleichzeitige Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) sowie deren i.v. Gabe(außer Intensivmedizin)
- Kinder
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Sotalol - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung der Empfindlichkeit gegenüber Allergenen
- erhöhte Schwere von anaphylaktischen Reaktionen bis hin zu überschießenden anaphylaktischen Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämie
- Zeichen eines erniedrigten Blutzuckers (insbesondere Tachykardie) können unter Sotalolhydrochlorid-Therapieverschleiert werden
- dies ist vor allem bei strengem Fasten sowie bei Diabetikern und bei Patienten mit einer Anamnese spontanerHypoglykämien zu beachten
- Zeichen eines erniedrigten Blutzuckers (insbesondere Tachykardie) können unter Sotalolhydrochlorid-Therapieverschleiert werden
- Erhöhung des Gesamtcholesterins und der Triglyzeride,
- Verminderung des HDL-Cholesterols
- Hypoglykämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstzustände
- Verwirrtheitszustände
- Stimmungsschwankungen
- Halluzinationen
- verstärkte Traumaktivität
- depressive Verstimmungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Benommenheit
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Parästhesien
- Kältegefühl an den Gliedmaßen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konjunktivitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Keratokonjunktivitis
- Verminderung des Tränenflusses (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten!)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths (Innenohr)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hörstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen in der Brust
- unerwünschter Blutdruckabfall
- Verstärkung einer Herzinsuffizienz
- Bradykardie
- Herzklopfen
- EKG-Anomalien
- AV-Überleitungsstörungen
- Synkopen
- präsynkopale Zustände
- Ödeme
- (schwerwiegende) proarrhythmische Wirkungen, die zu starker Beeinträchtigung der Herztätigkeit mit der möglichen Folge des Herzstillstands führen können, in Form von
- Kammerflattern/-flimmern
- Veränderungen oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen
- überwiegend dosisabhängig und treten frühzeitig nach Behandlungsbeginn, Dosissteigerung auf
- arrhythmogenen Effekte bei Patienten mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und eingeschränkter linksventrikulärer Funktion
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung von Angina pectoris-Anfällen
- Verstärkung von peripheren Durchblutungsstörungen
- Sinuspause
- Blockierungen distal des AV-Knotens bzw. His-Bündels
- QT-Zeit verlängernd
- bei Überdosierung und dadurch ausgeprägter Bradykardie - kann zum Auftreten von folgendem kommen
- (anhaltende) ventrikuläre Tachyarrhythmien
- inkl. Torsade de pointes
- bei Überdosierung und dadurch ausgeprägter Bradykardie - kann zum Auftreten von folgendem kommen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- unerwünschter Blutdruckabfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung von peripheren Durchblutungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemnot bei Patienten mit obstruktiven Ventilationsstörungen möglich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Bronchitis mit Fibrosierung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (MagenMagen-Darm-Trakt)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Geschmacksstörungen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Flatulenz
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rötung
- Juckreiz
- Exantheme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auslösen von Psoriasis
- Symptomverschlechterung einer Psoriasis
- psoriasiforme Exantheme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Alopezie
- Hyperhidrose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelkrämpfe bzw. Muskelschwäche
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Potenzstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Lösung zur intravenösen Anwendung
Stillzeithinweise
Sotalol - invasiv
- bei Anwendung während der Stillzeit Säuglinge auf Anzeichen einer ß-Rezeptorenblockade überwachen
- akkumuliert in der Muttermilch auf das 3 bis 5fache des mütterlichen Plasmaspiegels
Schwangerschaftshinweise
Sotalol - invasiv
- Anwendung während der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- bisher keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- Tierstudien zeigten reproduktionstoxisches Potenzial
- passiert die Plazenta und erreicht im Feten pharmakologisch wirksame Konzentrationen
- mit Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie beim Feten bzw. Neugeborenen muss gerechnet werden
- Therapie 48 bis 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beenden
- Neugeborene müssen über einen entsprechenden Zeitraum nach der Geburt sorgfältig auf Zeichen einer ß-Blockade überwacht werden
Warnhinweise
Sotalol - invasiv
- Einstellung auf das Antiarrhythmikum bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen bedarf einer sorgfältigen kardiologischen Überwachung und darf nur bei Vorhandensein einer kardiologischen Notfallausrüstung sowie der Möglichkeit einer Monitorkontrolle erfolgen
- während der Behandlung in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen vornehmen (z.B. mit StandardEKG bzw. ggf. Langzeit-EKG)
- Therapieüberprüfung bei
- Verschlechterung einzelner Parameter, z.B. Verlängerung der QRS-Zeit bzw. QT-Zeit um mehr als 25% oder der PQ-Zeit um mehr als 50% bzw. einer Zunahme der Anzahl oder des Schweregrades der Herzrhythmusstörungen
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Dosisreduktion): Serum Kreatinin und/oder Sotalohydrochlorid-Serumspiegel sollten regelmäßig kontrolliert werden
- Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten; Symptome einer Hypoglykämie können verschleiert werden
- Überwachung des Blutglucosespiegels
- strengem Fasten
- Hyperthyreose, adrenerge Symptome können verdeckt werden
- peripheren Durchblutungsstörungen, wie Raynaud-Syndrom und intermittierendes Hinken: Es kann zu einer Verstärkung der Beschwerden vor allem zu Beginn der Behandlung kommen
- Patienten mit Phäochromozytom (siehe Kontraindikation): Sotalolhydrochlorid darf erst nach Blockade der a-Rezeptoren verabreicht werden
- Zustand nach Myokardinfarkt oder stark eingeschränkter Herzleistung
- Psoriasis
- Arzneimittel mit Beta-Rezeptoren blockierenden Eigenschaften können in Einzelfällen eine Psoriasis auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu psoriasiformen Exanthemen führen
- anaphylaktischer Reaktionen
- durch Beta-Rezeptoren blockierenden Eigenschaften kann sich die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- überschießenden anaphylaktischen Reaktionen bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie
- Proarrhythmien
- Patienten mit Zustand nach Myokardinfarkt oder schlechter Ventrikelfunktion sind bezüglich einer Verstärkung von Herzrhythmusstörungen (Proarrhythmien) besonders gefährdet
- QT-Verlängerung
- bei einer Kombinationsbehandlung mit Antiarrhythmika der Klasse I sind solche Substanzen zu meiden, die den QRS-Komplex verbreitern können (insbesondere chinidinähnliche Substanzen)
- möglicherweise übermäßige QT-Verlängerung mit der Gefahr erleichterter Auslösbarkeit von Kammerarrhythmien
- gleichzeitige Anwendung mit anderen Klasse-III-Antiarrhythmika wegen zu starker QT-Verlängerung vermeiden
- bei einer Kombinationsbehandlung mit Antiarrhythmika der Klasse I sind solche Substanzen zu meiden, die den QRS-Komplex verbreitern können (insbesondere chinidinähnliche Substanzen)
- Elektrolythaushalt
- engmaschige Kontrolle des Elektrolythaushalt und der Säure-Basen Haushalt bei starkem oder persistierendem Durchfall oder gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln, die zu einem Verlust von Magnesium und/oder Kalium führen
- falsche Laborwerte
- durch die Anwesenheit von Sotalolhydrochlorid im Urin kann die photometrische Bestimmung von Metanephrin zu fälschlich erhöhten Werten führen
- bei Patienten, die mit Sotalolhydrochlorid behandelt werden und bei denen ein Phäochromozytom vermutet wird, sollte der Urin anhand von HPLC mit Festphasenextraktion untersucht werden
- durch die Anwesenheit von Sotalolhydrochlorid im Urin kann die photometrische Bestimmung von Metanephrin zu fälschlich erhöhten Werten führen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung son Sotalol zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen