Spiolto Respimat 2.5ug/2.5ug Hub wiederverwendbar

1 4 U Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Olodaterol/Tiotropium →

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3X4.0 ML 190,47 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Bronchodilatator zur Dauerbehandlung, um bei erwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Symptome zu lindern

Dosierung

Basiseinheit: 1 Hub (Dosis, die das Mundstück des Inhalators verlässt) enthält 2,5 µg Tiotropium (als Tiotropiumbromid 1 H2O) und 2,5 µg Olodaterol (als Olodaterolhydrochlorid)

  • Dauerbehandlung, um bei erwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Symptome zu lindern
    • Erwachsene
      • 2 Hübe (5 µg Tiotropium und 5 µg Olodaterol) 1mal / Tag
      • Dosis sollte nicht überschritten werden
    • ältere Patienten
      • 2 Hübe (5 µg Tiotropium und 5 µg Olodaterol) 1mal / Tag
      • Dosis sollte nicht überschritten werden
    • Leberfunktionsstörung
      • leicht und mittelgradig
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwer
        • keine Daten
    • Nierenfunktionsstörungen
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • mittelgradig bis schwer (Kreatinin-Clearance </= 50 ml/min)
        • Tiotropium Plasmakonzentration steigt mit nachlassender Nierenfunktion
        • Anwendung nur, wenn Nutzen gegenüber potenziellen Risiko überwiegt
        • keine Langzeiterfahrung bei schwerer Einschränkung
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahren
      • kein relevanter Nutzen

Kontraindikationen

Olodaterol und Tiotropiumbromid - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Olodaterol(hydrochlorid)
  • Überempfindlichkeit gegen Tiotropium(bromid)
  • anamnestisch bekannte Überempfindlichkeit gegen Atropin oder eines seiner Derivate, z. B. Ipratropium oder Oxitropium

Nebenwirkungen

Olodaterol und Tiotropiumbromid - pulmonal
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nasopharyngitis
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dehydratation
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Insomnie
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • verschwommenes Sehen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Glaukom
      • erhöhter Augeninnendruck
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • supraventrikuläre Tachykardie
      • Vorhofflimmern
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
      • Dysphonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Epistaxis
      • Laryngitis
      • Pharyngitis
      • Bronchospasmus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sinusitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Obstipation
      • oropharyngeale Candidose
      • Gingivitis
      • Übelkeit
      • Stomatitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • intestinale Obstruktion paralytischer Ileus
      • Zahnkaries
      • Dysphagie
      • gastroösophageale Refluxkrankheit
      • Glossitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes sowie des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeit
      • Angioneurotisches Ödem
      • Urtikaria
      • Pruritus
      • Hautausschlag
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion
      • trockene Haut
      • Hautinfektion und Hautgeschwür
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Rückenschmerzen (wurde unter dem Kombinationspräparat Olodaterol plus Tiotropium, nicht aber unter den Einzelwirkstoffen berichtet)
      • Arthralgie
      • Gelenkschwellung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Harnverhalt
      • Harnwegsinfekt
      • Dysurie

Anwendungshinweise

  • nur zur Inhalation bestimmt
  • Patrone kann nur in einem Respimat Inhalator angewendet werden
  • Patient sollte von Arzt oder medizinisch-pharmazeutischem Fachpersonal im Gebrauch geschult werden
  • weitere Angaben zur Handhabung und Pflege s. Gebrauchs- oder Fachinformation

Stillzeithinweise

Olodaterol und Tiotropiumbromid - pulmonal
  • es sollte eine Entscheidung getroffen werden, ob das Stillen fortgesetzt bzw. unterbrochen oder die Behandlung fortgesetzt bzw. unterbrochen werden sollte
    • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
  • keine klinischen Daten über Tiotropium- und/oder Olodaterol-exponierte stillende Mütter vorliegend
  • tierexperimentelle Studien mit Tiotropium und Olodaterol:
    • diese Substanzen und/oder ihre Metaboliten wurden in der Milch von laktierenden Ratten nachgewiesen
    • es ist jedoch nicht bekannt, ob Tiotropium und/oder Olodaterol beim Menschen in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Olodaterol und Tiotropiumbromid - pulmonal
  • Aus Vorsichtsgründen: Anwendung während der Schwangerschaft vermeiden
  • Tiotropium
    • Datenlage zur Anwendung von Tiotropium bei schwangeren Frauen: sehr begrenzt
    • tierexperimentelle Studien: in klinisch relevanten Dosen kein Hinweis auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Olodaterol
    • keine klinischen Daten über exponierte Schwangerschaften
    • Hemmung der Wehentätigkeit:
      • Wie andere ß2-Adrenozeptor-Agonisten kann Olodaterol aufgrund seines relaxierenden Effekts auf die glatte Uterusmuskulatur die Wehentätigkeit hemmen.
    • Präklinische Daten zu Olodaterol:
      • für ß-Adrenozeptor-Agonisten typischen Wirkungen in Dosen, die einem Vielfachen der therapeutischen Dosen entsprachen
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten zur Fertilität für Tiotropium und Olodaterol bzw. die Kombination beider Komponenten vorliegend
    • präklinischen Studien mit den individuellen Komponenten Tiotropium und Olodaterol: keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

Olodaterol und Tiotropiumbromid - pulmonal
  • Asthma
    • das Arzneimittel darf bei Asthma nicht angewendet werden
    • Wirksamkeit und Sicherheit bei Asthma nicht untersucht
  • Akutbehandlung
    • das Arzneimittel darf nicht zur Behandlung akuter Bronchospasmen angewendet werden
    • nicht als Notfallmedikament einzusetzen
  • paradoxe Bronchospasmen
    • Auslösen paradoxer,potentiell lebensbedrohlicher, Bronchospasmen möglich
    • bei Auftreten: Therapie sofort absetzen und durch Alternativ-Behandlung ersetzen
  • Tiotropium - anticholinerge Effekte
    • Engwinkelglaukom, Prostatahyperplasie, Blasenhalsobstruktion
      • Anwendung bei diesen Grunderkrankungen nur mit Vorsicht
  • okuläre Symptome
    • Darreichungsform pulmonal - darf nicht in die Augen gelangen
    • okuläre Anwendung kann führen zu
      • Verschlimmerung eines Engwinkelglaukoms
      • Augenschmerzen / -beschwerden
      • vorübergehendem verschwommenem Sehen
      • Augenhalos
      • verändertem Farbempfinden
      • geröteten Augen aufgrund konjunktivaler Stauung oder eines kornealen Ödems
    • bei Auftreten von >/= 2 Augensymptomen: Anwendung beenden und unverzüglich Facharzt aufsuchen
  • Zahnkaries
    • Mundtrockenheit aufgrund der anticholinergen Wirkung kann auf Dauer mit Zahnkaries assoziiert sein
  • Tiotropium - Patienten mit Nierenfunktionsstörung
    • da bei Patienten mit mittelgradiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin- Clearance </= 50 ml/min) die Plasmakonzentration von Tiotropium mit nachlassender Nierenfunktion ansteigt, sollte das Arzneimittel nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen gegenüber einem potentiellen Risiko überwiegt
    • keine Langzeiterfahrungen bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung vorliegend
  • Olodaterol - Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem:
    • Anwendung nur mit Vorsicht, da begrenzte Erfahrung (wegen Ausschluss von den klinischen Studien) bei Patienten mit
      • anamnestisch bekanntem Myokardinfarkt innerhalb des letzten Jahres
      • instabiler oder lebensbedrohlicher kardialer Arrhythmie
      • Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz innerhalb des letzten Jahres
      • diagnostizierter paroxysmaler Tachykardie (> 100 Schläge / Min)
    • klinisch relevante, durch Olodaterol (und andere ß-Blocker) ausgelöste kardiovaskuläre Symptome, die ggf. einen Abbruch der Behandlung erforderlich machen können:
      • beschleunigter Puls
      • erhöhter Blutdruck
      • und/oder weitere kardiovaskuläre Symptome
      • EKG-Veränderungen: Abflachung der T-Welle, Senkung der ST-Strecke (ohne bekannte klinische Relevanz)
    • Anwendung lang-wirksamer ß2-Adrenozeptor-Agonisten mit Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, wie
      • ischämischer Herzerkrankung
      • schwerer kardialer Dekompensation
      • kardialen Arrhythmien
      • hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie
      • Hypertonie
      • Aneurysma
      • konvulsiven Erkrankungen
      • Thyreotoxikose
      • bekannter oder vermuteter QT-Intervall-Verlängerung (QT >0,44s)
      • ungewöhnlich starkes Ansprechen auf sympathomimetische Amine
  • Olodaterol - Hypokaliämie
    • ß2-Adrenozeptor-Agonisten können bei manchen Patienten eine signifikante Hypokaliämie auslösen - kann zu unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen führen
    • Abfall des Serum-Kalium-Spiegels vorübergehend - erfordert keine Supplementierung
    • Patienten mit schwerer COPD:
      • Verstärkung der Hypokaliämie durch Hypoxie und Begleittherapie möglich
      • Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen möglicherweise erhöht
  • Olodaterol - Hyperglykämie
    • Inhalation hoher Dosen von ß2-Adrenozeptor-Agonisten kann zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen
  • Olodaterol - Anästhesie
    • anstehende Operation unter Narkose mit halogenierten Kohlenwasserstoffen
      • Vorsicht geboten
      • erhöhte Anfälligkeit für kardiale Nebenwirkungen durch ß-adrenerge Bronchodilatatoren
  • Begleittherapie
    • das Arzneimittel sollte nicht zusammen mit anderen lang-wirksame ß2-Adrenozeptor-Agonisten enthaltenden Arzneimitteln angewendet werden
    • Patienten, die bisher regelmäßig (z. B. 4-mal täglich) kurz-wirksame ß2-Adrenozeptor-Agonisten inhaliert haben:
      • anweisen, diese nur noch zur Linderung akuter respiratorischer Symptome anzuwenden
    • Anwendung nicht häufiger als 1mal / Tag
  • Überempfindlichkeit
    • allergische Reaktionen vom Soforttyp nach der Anwendung möglich
  • Doping
    • Hinweis für Sportler: das Arzneimittel kann zu positiven Ergebnissen bei Dopingkontrollen führen