Spiro comp.-ratiopharm 50mg/20mg Tabletten

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Furosemid/Spironolacton →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 18,75 €
N2 50 ST 28,83 €
N3 100 ST 44,84 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Ödeme und Aszites, wenn zusätzlich Störungen des Elektrolythaushaltes durch Hyperaldosteronismus vorliegen und bisherige diuretische Therapiemaßnahmen nicht ausreichen:
    • Ödeme und / oder Lungenstauung infolge Herzinsuffizienz
    • Aszites infolge Leberinsuffizienz
    • Ödeme bei nephrotischem Syndrom

Dosierung

  • Ödeme und Aszites, wenn zusätzlich Störungen des Elektrolythaushaltes durch Hyperaldosteronismus vorliegen und bisherige diuretische Therapiemaßnahmen nicht ausreichen (Ödeme und / oder Lungenstauung infolge Herzinsuffizienz; Aszites infolge Leberinsuffizienz; Ödeme bei nephrotischem Syndrom)
    • Dosierung erfolgt individuell, in Abhängigkeit vom Schweregrad und Ausmaß des Hyperaldosteronismus
    • Dosierungsrichtlinien
      • in den ersten 3 - 6 Tagen
        • je nach Anwendungsgebiet 1 Filmtablette 1 - 4mal / Tag (entsprechend 50 - 200 mg Spironolacton und 20 - 80 mg Furosemid)
      • Erhaltungsdosis
        • 1 Filmtablette 1 - 3mal / Tag (entsprechend 50 - 150 mg Spironolacton und 20 - 60 mg Furosemid)
        • i. d. R. 1 Filmtablette 1mal / Tag (entsprechend 50 mg Spironolacton und 20 mg Furosemid)
        • Erhaltungsdosis kann je nach Bedarf täglich, jeden 2. oder jeden 3. Tag verabreicht werden
    • Behandlungsdauer
      • richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung
      • Begrenzung auf einen möglichst kurzen Zeitraum
      • Notwendigkeit einer Behandlung über längere Zeit periodisch überprüfen

Dosisanpassung

  • Nierenfunktionsstörung
    • akutes Nierenversagen mit Anurie
      • Anwendung kontraindiziert
    • schwere Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m² KOF bzw. Serum-Kreatinin > 1,8 mg / dl)
      • Anwendung kontraindiziert
  • Leberfunktionsstörung
    • Coma und Praecoma hepaticum
      • Anwendung kontraindiziert
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung nicht empfohlen
    • keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit

Kontraindikationen

Furosemid, Spironolacton - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Spironolacton und / oder Furosemid
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide
  • Hyperkaliämie
  • schwere Hypokaliämie
  • schwere Hyponatriämie
  • Hypovolämie oder Dehydratation
  • akutes Nierenversagen (mit Anurie)
  • schwere Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min. pro 1,73 m² Körperoberfläche bzw. Serumkreatinin > 1,8 mg/dl)
  • Coma und Praecoma hepaticum
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Furosemid, Spironolacton - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Thrombozytopenie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukopenie
      • Eosinophilie (bei Patienten mit Leberzirrhose unter Spironolacton)
      • hämolytische Anämie
      • aplastische Anämie
      • Agranulozytose
        • Hinweise auf eine Agranulozytose können Fieber mit Schüttelfrost, Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Reaktionen
        • diese können als Haut- und Schleimhautreaktionen auftreten, selten als Arzneimittelfieber, Vaskulitis oder interstitielle Nephritis, Leukopenie, Thrombozytopenie oder hämolytische Anämie, selten als aplastische Anämie oder Agranulozytose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen, wie
        • anaphylaktischer Schock
          • erste Anzeichen für einen Schock sind u a. Hautreaktionen wie Flush oder Urtikaria, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose
  • Endokrine Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Zustände mit Hyperglykämien (unter Furosemid)
        • manifester Diabetes mellitus kann sich verschlechtern
        • latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Stimmveränderung
        • Spironolacton kann bei Frauen zu einer Vertiefung der Stimmlage, bei Männern zu einer Erhöhung der Stimmlage führen
        • Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten
        • Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen nicht zurück
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperurikämie
        • kann bei prädisponierten Patienten zu Gichtanfällen führen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei längerdauernder Therapie Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion), u.a.
        • verstärkte Ausscheidung von Elektrolyten wie
          • Natrium
            • Hyponatriämie
          • Calcium
            • Furosemid kann über renale Calciumverluste zu einer Hypocalcämie führen
              • kann in seltenen Fällen eine Tetanie auslösen
          • Magnesium
            • unter Furosemid wurde bei erhöhten renalen Magnesiumverlusten (als Folge einer Hypomagnesiämie) in seltenen Fällen eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet
          • Chlorid
            • hyperchlorämische metabolische Azidose
              • durch Spironolacton hervorgerufen oder verschlechtert
              • es kann zu einem reversiblen Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe kommen
        • Hypovolämie und Hyponatriämie (infolge übermäßiger Diurese)
          • dies kann zu Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen bzw. Kopfdruck, Schwäche- und Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Sehstörungen, Apathie, Verwirrtheitszuständen, Muskelkrämpfen (z. B. Wadenkrämpfen), Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps, orthostatischen Regulationsstörungen, Sehstörungen und in extremen Fällen zu Dehydratation sowie als Folge einer Hämokonzentration zu erhöhter Thromboseneigung führen
          • daher ist es wichtig, unerwünschte Flüssigkeitsverluste (z. B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen
        • Hyperkaliämie
          • unter der Gabe von Spironolacton als Monosubstanz werden - insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion - häufig bedrohliche Hyperkaliämien beobachtet, die bis zum Auftreten von Muskellähmungserscheinungen (hyperkalämischer Paralysen) und Herzrhythmusstörungen führen können
        • Hypokaliämie
          • es kann zu Behandlungsbeginn infolge übermäßiger Kaliumausscheidung zu einer Hypokaliämie kommen
            • insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und / oder erhöhten extrarenalen Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) kann als Folge erhöhter renaler Kaliumverluste eine Hypokaliämie auftreten, die sich in folgenden Symptomen äußern kann
              • neuromuskuläre Symptomatik
                • Muskelschwäche
                • Parästhesien
                • Paresen
              • intestinale Symptomatik
                • Erbrechen
                • Obstipation
                • Meteorismus
              • renale Symptomatik
                • Polyurie
                • Polydipsie
              • kardiale Symptomatik
                • Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen am Herzen
            • schwere Kaliumverluste können zu einem paralytischen Ileus oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen
        • Entwicklung oder Verschlechterung einer bereits bestehenden metabolischen Alkalose möglich
          • unter der Gabe von Furosemid als Monosubstanz als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste
        • Hinweise
          • als Folge der Elektrolytstörungen im Blut kann es zu Müdigkeit, Benommenheit, Muskelschwäche, Blutdruckabfall und Herzrhythmusstörungen kommen
          • bei unregelmäßigem Pulsschlag, Müdigkeit oder Muskelschwäche (z. B. in den Beinen) muss besonders an die Möglichkeit einer Hyperkaliämie gedacht werden
          • nach Einnahme von hohen Dosen wurden Lethargie und Verwirrtheitszustände beobachtet
      • Störungen im SäureSäure-Basen-Haushalt möglich
      • Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden im Serum möglich
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Schläfrigkeit
      • Verwirrtheitszustände
      • Ataxie (unter Spironolacton)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesien
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hörstörungen und / oder Ohrgeräusche / Tinnitus (durch Furosemid)
        • meist reversibel
        • insbesondere bei zu schneller i.v.-Injektion gleichzeitigem Vorliegen einer Niereninsuffizienz oder einer Hypoproteinämie (z. B. bei nephrotischem Syndrom)
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • aufgrund einer Hypovolämie kann es zu folgenden Symptomen kommen
        • infolge übermäßiger Diurese
          • Kopfschmerzen
          • Schwindel
          • Sehstörungen
          • Mundtrockenheit
          • Durst
          • orthostatische Regulationsstörungen
          • Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps
        • infolge exzessiver Diurese
          • Dehydratation
          • Hämokonzentration (insbesondere bei älteren Patienten kann dies eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben)
      • bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom erhöhtes Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli in den ersten Lebenswochen (unter Furosemid)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Magen-Darm-Beschwerden, z. B.
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Durchfall
        • Obstipation
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • gastrointestinale Ulcera (auch mit Blutungen)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Blutungen der Magenschleimhaut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinale Krämpfe (unter Spironolacton)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • akute Pankreatitis (unter Furosemid)
      • intrahepatische Cholestase (unter Furosemid)
      • Erhöhung der Transaminasen (unter Furosemid)
      • Hepatotoxizität mit Ansteigen der Leberenzyme und histologisch nachgewiesener Hepatitis (unter Spironolacton)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, z. B.
        • Rötung
        • Juckreiz
        • Hautausschlag
        • bullöse Exantheme
        • Urtikaria (unter Spironolacton)
        • Purpura
        • Erythema (exsudativum) multiforme
        • Dermatitis exfoliativa
        • Photosensibilität
      • Lupus erythematodes-artiges Syndrom
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vaskulitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erythema anulare (unter Spironolacton)
      • Lichen-ruber-planus-ähnliche Hautveränderungen (unter Spironolacton)
      • Haarausfall bis zur Alopezie (unter Spironolacton)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hirsutismus bei Frauen (unter Spironolacton)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Osteomalazie (nach Gabe von Spironolacton)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • interstitielle Nephritis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vorübergehender Anstieg der Serumkonzentrationen von
        • Kreatinin
        • Harnstoff
      • Symptome einer Harnabflussbehinderung (z.B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose) bis hin zur Harnsperre mit Überdehnung der Blase (durch Furosemid ausgelöst oder verschlechtert)
      • Nephrokalzinose und / oder Nephrolithiasis bei Frühgeborenen (unter Furosemid)
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gesteigerte Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen bei Frauen und Männern (durch Spironolacton)
      • Brustspannung bei Frauen und Männern (durch Spironolacton)
      • meist reversible Gynäkomastie bei Männern (durch Spironolacton)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Menstruationsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Mastodynie bei Frauen (dosisabhängig)
      • Zwischenblutungen bei Frauen (dosisabhängig)
      • Amenorrhoe bei Frauen (dosisabhängig)
      • Impotenz bei Männern (durch Spironolacton)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • fieberhafte Zustände

Anwendungshinweise

  • Filmtabletten unzerkaut zum Frühstück oder Mittagessen mit reichlich Flüssigkeit einnehmen
  • abendliche Gabe ist insbesondere in der Anfangszeit der Behandlung wegen der zu erwartenden verstärkten nächtlichen Harnausscheidung nicht zu empfehlen

Stillzeithinweise

Furosemid, Spironolacton - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit bzw. es sollte abgestillt werden
  • Spironolacton
    • keine Daten zur Ausscheidung von Spironolacton in die Muttermilch vorliegend
    • der pharmakologisch aktive Metabolit Canrenoat ist in der Muttermilch nachgewiesen worden (Milch-Plasma- Konzentrationsverhältnis 0,7)
  • Furosemid
    • Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Laktation

Schwangerschaftshinweise

Furosemid, Spironolacton - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • Diuretika sind für die routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwangerschaft nicht geeignet, da sie die Perfusion der Plazenta und damit das intrauterine Wachstum beeinträchtigen
    • falls diese Wirkstoffkombination dennoch bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Mutter gegeben werden muss, sind Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachstum des Feten genau zu überwachen
  • Spironolacton
    • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Spironolacton bei Schwangeren vorliegend
    • tierexperimentelle Untersuchungen
      • haben Feminisierung der Genitalien männlicher Nachkommen sowie Hinweise auf endokrine Störungen bei weiblichen und männlichen Nachkommen ergeben
      • beim Menschen sind antiandrogene Wirkungen nachgewiesen worden
  • Furosemid
    • Verdrängung des Bilirubins aus der Albuminbindung und damit ein erhöhtes Kernikterusrisiko bei Hyperbilirubinämie werden für Furosemid diskutiert
    • Furosemid passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut 100 % der maternalen Serumkonzentration
    • bisher keine Fehlbildungen beim Menschen bekannt geworden, die mit einer Furosemid-Exposition in Zusammenhang stehen könnten
      • jedoch liegen zur abschließenden Beurteilung einer eventuellen schädigenden Wirkung auf den Embryo / Fötus keine ausreichenden Erfahrungen vor
    • beim Fetus kann dessen Urinproduktion in utero stimuliert werden
    • bei der Behandlung von Frühgeborenen mit Furosemid wurde das Auftreten von Urolithiasis beobachtet

Warnhinweise

Furosemid, Spironolacton - peroral
  • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
    • Hypokaliämie
    • Hyponatriämie
    • Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades
      • Kreatinin-Clearance 30 - 80 ml/Min. bzw. Serumkreatinin zwischen 1,3 und 1,8 mg/dl
    • Hypotonie
    • Azidose
    • latentem oder manifestem Diabetes mellitus (regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich)
    • Gicht (regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Serum ist erforderlich)
    • Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen oder mit koronarer Herzkrankheit
      • da diese Patienten durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären
    • Hypoproteinämie, z.B. bei nephrotischem Syndrom
    • Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose)
    • Patienten mit Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung
  • gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • gleichzeitige Anwendung von Spironolacton zusammen mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Hyperkaliämie verursachen, kann zu einer schweren Hyperkaliämie führen, z. B.
      • kaliumsparende Diuretika
      • kaliumhaltige Präparate
      • ACE-Hemmer
      • Angiotensin-II-Antagonisten
      • nicht-steroidale Antiphlogistika
      • Trimethoprim / Sulfamethoxazol [Cotrimoxazol]
      • Kombination der vorgenannten Arzneimittel mit dieser Wirkstoffkombination wird daher nicht empfohlen
    • gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel sollte unterbleiben
      • potenziell ototoxische Arzneimittel, z. B.
        • Aminoglykoside
        • Cisplatin
      • potenziell nephrotoxische Arzneimittel, z. B.
        • Aminoglykoside
        • Cephalosporine
        • Polymyxine
  • Säuglinge, Kinder und Jugendliche
    • keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen vorliegend
  • Überwachung
    • bei der Therapie sollten in regelmäßigen Abständen folgende Werte kontrolliert werden
      • Serum-Elektrolyte, insbesondere
        • Kalium
          • Behandlung nur unter häufiger Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels
            • bei eingeschränkter Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/Min. bzw. Serum-Kreatinin > 1,5 mg/dl
            • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die zu einem Anstieg des Serum-Kalium-Spiegels führen können
        • Natrium
        • Calcium
        • Bicarbonat
      • harnpflichtige Substanzen im Serum
        • Kreatinin
        • Harnstoff
        • Harnsäure
      • Säure-Basen-Status
      • gegebenenfalls
        • Blutzucker
        • Blutfette
    • besonders engmaschige Überwachung ist erforderlich
      • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes, z. B. durch
        • Erbrechen
        • Diarrhoe
        • intensives Schwitzen
  • Gewichtsverlust
    • der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg / Tag nicht überschreiten
  • Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Patienten mit Prostatahyperplasie)
    • bei diesen Patienten muss für freien Harnabfluss gesorgt werden, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann
  • Veränderung der Stimmlage
    • Spironolacton kann bei Frauen zu einer Vertiefung der Stimmlage, bei Männern zu einer Erhöhung der Stimmlage führen
    • Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten
    • Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen nicht zurück
      • deshalb ist die therapeutische Notwendigkeit gegenüber diesem Risiko abzuwägen
      • insbesondere bei Personen mit Berufen, in denen die Stimme eine besondere Bedeutung hat (z. B. Theater-, Lehrberufe)
  • Störung diagnostischer Tests
    • Spironolacton kann eine Störung bestimmter diagnostischer Tests (z. B. Digoxin-RIA) verursachen
  • Doping
    • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • Gefährdung der Gesundheit möglich