SPIRONOTHIAZID 100mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 54,43 € |
| N3 | 100 ST | 86,81 € |
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Indikation
- sekundärer Hyperaldosteronismus, wenn bisherige diuretische Therapiemaßnahmen nicht ausreichen, bei
- Ödemen infolge chronischer Herzinsuffizienz
- Ödemen und Aszites infolge von chronischen Lebererkrankungen
- Ödemen beim nephrotischen Syndrom
- Hypertonie, wenn andere Medikamente nicht geeignet sind
Dosierung
- allgemein
- Tagesdosis ist vom Arzt individuell nach der Indikation und dem Zustand des Patienten festzulegen
- nachstehend genannte Angaben sind nur als Therapieempfehlungen anzusehen
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung
- auf einen möglichst kurzen Zeitraum begrenzen
- Notwendigkeit einer Therapie über längere Zeit periodisch überprüfen
- sekundärer Hyperaldosteronismus bei
- Herzinsuffizienz; nephrotischem Syndrom
- Anfangstherapie: 1 Filmtablette (100 mg Spironolacton plus 50 mg Hydrochlorothiazid) 1 - 2mal / Tag
- Erhaltungstherapie: 1/2 Filmtablette (50 mg Spironolacton plus 25 mg Hydrochlorothiazid) 1 - 2mal / Tag
- Aszites infolge von Leberzirrhose, bei schweren hydropischen Zuständen
- Anfangstherapie: 1 Filmtablette (100 mg Spironolacton plus 50 mg Hydrochlorothiazid) 2mal / Tag
- Erhaltungstherapie: 1 Filmtablette (100 mg Spironolacton plus 50 mg Hydrochlorothiazid) 1 - 2mal / Tag
- Herzinsuffizienz; nephrotischem Syndrom
- erhöhter Blutdruck
- 1/2 Filmtablette (50 mg Spironolacton plus 25 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung nicht empfohlen
- keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit
- Leberfunktionsstörung
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- schwere Nierenfunktionsstörung mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg/dl ml); aktues Nierenversagen mit Anurie
- Anwendung kontraindiziert
- Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min. bzw. Serumkreatinin zwischen 1,3 und 1,8 mg/dl)
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich
- schwere Nierenfunktionsstörung mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg/dl ml); aktues Nierenversagen mit Anurie
Kontraindikationen
Hydrochlorothiazid, Spironolacton - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid, Spironolacton und andere Sulfonamide
- Hypovolämie oder Dehydratation
- schwere Nierenfunktionsstörungen mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg /dl)
- Glomerulonephritis
- akutes Nierenversagen mit Anurie
- Coma und Praecoma hepaticum
- Hypokaliämie
- Hyperkaliämie
- Hypercalcämie
- Hyponatriämie
- Gicht
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Hydrochlorothiazid, Spironolacton - peroral
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC; Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid (HCTZ) und NMSC festgestellt
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC; Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leukopenie
- Eosinophilie
- hämolytische Anämie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- Hinweise auf eine Agranulozytose können Fieber mit Schüttelfrost, Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen
- diese können als Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Nebenwirkungen bei "Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes") auftreten, selten als Arzneimittelfieber, Vaskulitis oder interstitielle Nephritis
- allergische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische oder anaphylaktoide Rektionen (z.B. mit Schock)
- erste Anzeichen für einen Schock sind u.a. Hautreaktionen wie Flush oder Urtikaria, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose, allergische Reaktionen
- anaphylaktische oder anaphylaktoide Rektionen (z.B. mit Schock)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stimmveränderungen: Vertiefung der Stimmlage bei Frauen, Erhöhung der Stimmlage bei Männern, Heiserkeit
- Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen nicht zurück
- deshalb ist die therapeutische Notwendigkeit gegenüber diesem Risiko abzuwägen, insbesondere bei Personen mit Berufen, in denen die Stimme eine besondere Bedeutung hat (z.B. Theater-oder Lehrberufe)
- Stimmveränderungen: Vertiefung der Stimmlage bei Frauen, Erhöhung der Stimmlage bei Männern, Heiserkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion)
- u.a. Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hyperchlorämie, Hypercalcämie, Hypovolämie (als Folge der vermehrten Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung)
- Hypovolämie und Hyponatriämie kann sich in Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen bzw. Kopfdruck, Schwäche- und Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Sehstörungen, Apathie, Verwirrtheitszuständen, Muskelkrämpfen (z.B. Wadenkrämpfen) und Kreislaufstörungen äußern
- daher wichtig, unerwünschte Flüssigkeitsverluste (z.B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen
- als Folge der Elektrolytstörungen im Blut kann es zu Müdigkeit, Benommenheit, Muskelschwäche, Blutdruckabfall und Herzrhythmusstörungen kommen
- bei unregelmäßigem Pulsschlag, Müdigkeit oder Muskelschwäche (z.B. in den Beinen) muss besonders an die Möglichkeit einer Hyperkaliämie gedacht werden
- nach Einnahme von hohen Dosen wurden Lethargie und Verwirrtheitszustände beobachtet
- Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperkaliämien (insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
- die bis zum Auftreten von Muskellähmungserscheinungen (hyperkalämischer Paralysen) und Herzrhythmusstörungen führen können
- zusätzliche Gabe von Kalium, anderen kaliumsparenden Diuretika oder eine kaliumreiche Diät daher vermeiden
- Hyperurikämie
- kann bei prädisponierten Patienten zu Gichtanfällen führen
- Hyperglykämie, Glukosurie
- bei Patienten mit manifestem Diabetes mellitus kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen
- latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten
- Hyperkaliämien (insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störungen im SäureSäure-Basen-Haushalt
- reversibler Anstieg des Harnstoffs und des Kreatinins
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypokaliämie (insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten extrarenalen Kaliumverlusten, z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, als Folge erhöhter renaler Kaliumverluste)
- kann sich in folgenden Symptomen äußern: neuromuskuläre Symptomatik: Muskelschwäche, Parästhesien, Paresen; intestinale Symptomatik: Erbrechen, Obstipation, Meteorismus; renale Symptomatik: Polyurie, Polydipsie; kardiale Symptomatik: Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen am Herzen
- schwere Kaliumverluste können zu einem paralytischen Ileus oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen
- hyperchlorämische metabolische Azidose (Auslösung oder Verschlechterung)
- Anstieg der Serumlipide (Cholesterin, Triglyceride)
- Hypokaliämie (insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten extrarenalen Kaliumverlusten, z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, als Folge erhöhter renaler Kaliumverluste)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Verwirrtheitszustände
- Ataxie
- Schwäche
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen, Xanthopsie)
- Einschränkung der Bildung von Tränenflüssigkeit
- bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aderhauterguß
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen (Herzklopfen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- infolge übermäßiger Diurese kann es aufgrund einer Hypovolämie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst sowie zu orthostatischen Regulationsstörungen oder zu Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps kommen
- bei exzessiver Diurese kann es zu Dehydratation und als Folge einer Hypovolämie zur Hämokonzentration kommen
- als Folge der Hämokonzentration erhöhte Neigung zu Thrombosen und Embolien (insbesondere bei älteren Patienten)
- bei exzessiver Diurese kann es zu Dehydratation und als Folge einer Hypovolämie zur Hämokonzentration kommen
- infolge übermäßiger Diurese kann es aufgrund einer Hypovolämie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst sowie zu orthostatischen Regulationsstörungen oder zu Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps kommen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik
- allergische Reaktion gegenüber Hydrochlorothiazid angenommen
- akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
- plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Oberbauchbeschwerden, krampfartige Beschwerden im Bauchraum, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Obstipation)
- gastrointestinale Krämpfe und Ulcera (auch mit Blutungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ikterus (Gelbsucht)
- akute hämorrhagische Pankreatitis
- akute Cholezystitis bei bestehendem Gallensteinleiden (Cholelithiasis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- krankhafte Veränderungen der Leber (Hepatotoxizität) mit Ansteigen der Leberenzyme und histologische nachgewiesener Hepatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, z.B. Hautrötung, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht, bullöse Exantheme, Urtikaria, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, Photosensibilität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vaskulitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema anulare sowie Lichen-ruber-planus-ähnliche Hautveränderungen
- Haarausfall bis zur Alopezie.
- Lupus erythematodes-artiges Syndrom
- Hirsutismus bei Frauen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pemphigoid
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelverspannungen
- Wadenkrämpfe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Osteomalazie (Knochenerweichung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute interstitielle Nephritis
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehender Anstieg der Serumkonzentrationen von Kreatinin und Harnstoff
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- bei Männern Gynäkomastie (meist reversibel)
- bei Frauen und Männern eine gesteigerte Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen und Brustspannung
- Menstruationsstörungen, in seltenen Fällen Mastodynie, Zwischenblutungen und Amenorrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Potenzstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- fieberhafte Zustände
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Filmtabletten zum Einnehmen, am besten
- während der Mahlzeit
- mit reichlich Flüssigkeit
- abendliche Gabe ist insbesondere in der Anfangszeit der Behandlung wegen der sonst zu erwartenden verstärkten nächtlichen Harnausscheidung nicht zu empfehlen
Stillzeithinweise
Hydrochlorothiazid, Spironolacton - peroral
- während Stillzeit kontraindiziert
- sollte eine Behandlung dennoch erforderlich sein, muss abgestillt werden
- Diuretika können eine fetoplazentare Ischämie mit dem damit verknüpften Risiko einer fetalen Hypotrophie hervorrufen
- seltene Fälle einer schwerwiegenden neonaten Thrombozytopenie berichtet
- Spironolacton
- keine Daten zur Ausscheidung von Spironolacton in die Muttermilch vorliegend
- der pharmakologisch aktive Metabolit Canrenoat ist in der Muttermilch nachgewiesen worden (Milch/Plasma Konzentrationsverhältnis 0,7)
- Hydrochlorothiazid
- sollte nicht zur Behandlung von Schwangerschaftsödemen im Rahmen einer Präeklampsie angewendet werden, da - ohne einen positiven Effekt auf die Grunderkrankung - das Risiko eines verringerten Plasmavolumens und einer unzureichenden Plazentadurchblutung besteht
Schwangerschaftshinweise
Hydrochlorothiazid, Spironolacton - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid und Spironolacton in der Schwangerschaft vorliegend, insbesondere während des ersten Trimesters
- Tierstudien sind unzureichend
- Spironolacton
- tierexperimentelle Untersuchungen
- haben Feminisierung der Genitalien männlicher Nachkommen und Hinweise auf endokrine Störungen bei weiblichen und männlichen Nachkommen ergeben
- beim Menschen sind antiandrogene Wirkungen nachgewiesen worden
- tierexperimentelle Untersuchungen
- Hydrochlorothiazid
- Hydrochlorothiazid ist plazentagängig.
- aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
- auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
- Fertilität
- keine Daten zur Auswirkung auf die Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Hydrochlorothiazid, Spironolacton - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
- Hypotonie
- Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades (Kreatinin-Clearance 30 - 80 ml/Min. bzw. Serumkreatinin zwischen 1,3 und 1,8 mg/dl)
- manifestem oder latentem Diabetes mellitus (regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich)
- Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen oder mit koronarer Herzkrankheit, da diese Patienten durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären
- eingeschränkter Leberfunktion
- Azidose
- bei gleichzeitiger Anwendung mit kaliumsparenden Diuretika (z.B. Amilorid, Triamteren), kaliumhaltigen Präparaten oder ACE-Hemmern
- kann es zu lebensgefährlichen Hyperkaliämien kommen
- Kombination der vorgenannten Arzneimittel mit dem Präparat daher nicht empfohlen
- Anwendung von Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Hyperkaliämie hervorrufen können
- kann in Verbindung mit Hydrochlorothiazid/Spironolacton zu einer schwerwiegenden Hyperkaliämie führen
- bei schwerer Niereninsuffizienz (Glomerulumfiltrat < 30 ml/Min. und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg/dl)
- Präparat nicht nur unwirksam, sondern sogar schädlich, da die glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird
- bei eingeschränkter Nierenfunktion (Serumkreatininwerte zwischen 1,2 und 1,8 mg/dl und Kreatinin-Clearance zwischen 60 ml/Min. und 30 ml/Min.) sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die zu einem Anstieg des Serum-Kaliumspiegels führen können
- sollte die Behandlung nur unter häufiger Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels erfolgen
- bei der Therapie mit dem Arzneimitteln sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden
- die Serum-Elektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat)
- die harnpflichtigen Substanzen Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure im Serum
- der Säure-Basen-Status
- ggf. auch Blutzucker und Blutfette
- Gewichtsverlust
- der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten
- Pseudo-Bartter-Syndrom
- bei chronischem Diuretika-Abusus kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Ödemen auftreten
- Ödeme sind Ausdruck eines Anstiegs des Renins mit der Folge eines sekundären Hyperaldosteronismus
- akute Atemwegstoxizität (ARDS)
- sehr selten schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Min. bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
- zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
- bei Verdacht auf ARDS sollte Spironothiazid abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
- Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
- sehr selten schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- nicht-melanozytärer Hautkrebs
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
- Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
- den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
- verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
- bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- zu den Symptomen gehören ein akuter Verlust an Sehschärfe oder akute Augenschmerzen, die typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung auftreten
- ein unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- als erste Maßnahme ist das Arzneimittel so schnell wie möglich abzusetzen
- falls der Augeninnendruck unverändert hoch bleibt, sollten unverzüglich medizinische bzw. chirurgische Maßnahmen in Erwägung gezogen werden
- zu den Risikofaktoren, ein akutes Winkelverschlussglaukom zu entwickeln, können eine Krankengeschichte mit einer Sulfonamid- oder Penicillinallergie gehören
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- Lupus erythematodes
- bei Anwendung von Thiazid-Diuretika von Exazerbation bzw. Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes berichtet
- diagnostische Tests
- das Arzneimittel kann eine Störung bestimmter diagnostischer Tests (z.B. Digoxin-RIA) verursachen
- Flüssigkeitsaufnahme
- während der Behandlung sollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten
- Doping
- Einnahme kann zu positiven Analyseergebnissen bei einem Anti-Doping-Test führen
- Schwangerschaft
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit HCTZ unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- Kinder und Jugendliche
- ausreichende Erfahrungen zur Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen liegen nicht vor