Steglujan 5 mg/ 100 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 75,27 € |
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Indikation
- Erwachsene >/= 18 Jahren mit Typ-2 Diabetes mellitus zusätzlich zu Diät und Bewegung
- zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Patienten, deren Blutzucker unter Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff und einem der im Arzneimittel enthaltenen Einzelwirkstoffe nicht ausreichend gesenkt werden kann
- bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Ertugliflozin und Sitagliptin in Form von einzelnen Tabletten behandelt werden
Dosierung
- Typ-2 Diabetes mellitus
- Erwachsene >/= 18 Jahre
- initial: 5 mg Ertugliflozin plus 100 mg Sitagliptin 1mal / Tag
- falls zusätzliche Blutzuckersenkung notwendig, Dosiserhöhung (bei guter Veträglichkeit der Anfangsdosis) auf 15 mg Ertugliflozin / 100 mg Sitagliptin 1mal / Tag
- Patienten, die mit Ertugliflozin behandelt werden und auf die Kombination umgestellt werden:
- Ertugliflozin-Dosis beibehalten
- Einnahme in Kombination mit Insulin oder einem Insulin-Sekretagogum
- ggf. Dosisreduzierung des Insulins oder des Insulin-Sekretagogums (Reduktion des Hypoglykämierisikos)
- ggf. vorliegende Hypovolämie vor Beginn der Behandlung entsprechend korrigieren
- vergessene Einnahme:
- Einnahme nachholen, sobald der Patient daran denkt
- nicht die doppelte Dosis am selben Tag einnehmen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Überprüfung der Nierenfunktion vor Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen danach empfohlen
- Beginn einer Behandlung bei Patienten mit eGFR < 45 ml /min / 1,73 m2 oder Kreatinin-Clearance (CrCl) < 45 ml / min nicht empfohlen
- eGFR >/= 45 - < 60 ml / min / 1,73 m2
- Behandlungsbeginn mit 5 mg / 100 mg
- bei Bedarf zur Blutzuckerkontrolle auf 15 mg / 100 mg hochtitrieren
- moderate Einschränkung der Nierenfunktion
- verringerte blutzuckersenkende Wirkung von Ertugliflozin
- zusätzliche Gabe anderer antihyperglykämischer Arzneimittel in Betracht ziehen, falls eine weitere Blutzuckerkontrolle erforderlich ist
- schwere Einschränkung der Nierenfunktion
- wahrscheinlich keine blutzuckersenkende Wirkung von Ertugliflozin
- zusätzliche Gabe anderer antihyperglykämischer Arzneimittel in Betracht ziehen, falls eine weitere Blutzuckerkontrolle erforderlich ist
- eGFR anhaltend < 45 ml / min / 1,73 m2 oder CrCl anhaltend < 45 ml / min
- Abbruch der Behandlung
- schwere Einschränkung der Nierenfunktion, terminale Niereninsuffizienz (end stage renal disease, ESRD) oder dialysepflichtige Patienten:
- keine Anwendung (keine klinischen Daten, die die Wirksamkeit belegen)
- eingeschränkte Leberfunktion
- leichte oder moderate Einschränkung der Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Einschränkung der Leberfunktion
- Anwendung nicht untersucht und daher nicht empfohlen
- leichte oder moderate Einschränkung der Leberfunktion
- ältere Patienten
- altersabhängige Dosisanpassung nicht empfohlen
- höhere Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion
- da Abweichungen der Nierenfunktion nach Beginn der Behandlung mit Ertugliflozin auftreten können und Sitagliptin bekanntermaßen vornehmlich über die Nieren ausgeschieden wird:
- Nierenfunktion häufiger kontrollieren
- die Nierenfunktion und das Risiko einer Hypovolämie beachten
- nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung bei Patienten >/= 75 Jahre
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- Erwachsene >/= 18 Jahre
Kontraindikationen
Sitagliptin und Ertugliflozin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ertugliflozin und Sitagliptin
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Sitagliptin und Ertugliflozin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- vulvovaginale Pilzinfektion und andere genitale Pilzinfektionen bei Frauen (z.B. genitale Candidose, genitale Pilzinfektion, Vaginalinfektion, Vulvitis, vulvovaginale Candidose, vulvovaginale Pilzinfektion, Vulvovaginitis
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- Harnwegsinfektionen
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- vulvovaginale Pilzinfektion und andere genitale Pilzinfektionen bei Frauen (z.B. genitale Candidose, genitale Pilzinfektion, Vaginalinfektion, Vulvitis, vulvovaginale Candidose, vulvovaginale Pilzinfektion, Vulvovaginitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Candida-Balanitis und andere genitale Pilzinfektionen bei Männern (bei Männernohne Beschneidung häufiger), z.B. Balanoposthitis, Genitalinfektion
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- Candida-Balanitis und andere genitale Pilzinfektionen bei Männern (bei Männernohne Beschneidung häufiger), z.B. Balanoposthitis, Genitalinfektion
- ohne Häufigkeitsangabe
- nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschl. anaphylaktischer Reaktionen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschl. anaphylaktischer Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypoglykämie
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin und Sitagliptin
- Hypoglykämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- diabetische Ketoazidose
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- diabetische Ketoazidose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypovolämie
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- Inzidenz von unerwünschten Ereignissen in Zusammenhang mit einer Hypovolämie (Dehydratation, orthostatischer Schwindel, Präsynkope, Synkope, Hypotonie und orthostatische Hypotonie) war gering (< 2 %) und zwischen den Patientengruppen unter Ertugliflozin oder Placebo nicht nennenswert unterschiedlich
- Hypovolämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Lungenkrankheit
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- interstitielle Lungenkrankheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Obstipation
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Obstipation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erbrechen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- akute Pankreatitis
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- letale und nicht letale hämorrhagische und nekrotisierende Pankreatitis
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Hautausschlag
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Urtikaria
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- kutane Vaskulitis
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- exfoliative Hauterkrankungen einschl. Stevens-Johnson-Syndrom
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- bullöses Pemphigoid
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Myalgie
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Rückenschmerzen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Arthropathie
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- Arthralgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhter Harndrang (einschl. Pollakisurie, Harndrang, Polyurie, vermehrte Urinausscheidung und Nykturie)
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- erhöhter Harndrang (einschl. Pollakisurie, Harndrang, Polyurie, vermehrte Urinausscheidung und Nykturie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysurie
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- Kreatinin im Blut erhöht / glomeruläre Filtrationsrate vermindert
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- initiale Erhöhungen des mittleren Kreatinins und Abnahmen der mittleren eGFR waren bei Patienten unter Ertugliflozin bei durchgängiger Behandlung i. A. vorübergehend
- Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion zu Studienbeginn hatten größere mittlere Abweichungen, welche bis Woche 26 nicht wieder auf das Ausgangsniveau zurückgingen, sich nach Absetzen der Behandlung aber wieder normalisierten
- Dysurie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenfunktionsstörungen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- akutes Nierenversagen
- Nebenwirkung unter Sitagliptin
- renale Nebenwirkungen, z. B. akute Nierenschädigung, eingeschränkte Nierenfunktion, akute prärenale Insuffizienz
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin im Rahmen der VERTIS-CV Studie
- Nierenfunktionsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vulvovaginaler Pruritus
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- vulvovaginaler Pruritus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durst (einschl. Polydipsie)
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- Durst (einschl. Polydipsie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Serumlipide verändert
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- die mittleren prozentualen Abweichungen vom Ausgangswert für Ertugliflozin 5 mg bzw. 15 mg im Vergleich zu Placebo betrugen für LDL-C 5,8 % bzw. 8,4 % versus 3,2 %, für Gesamtcholesterin 2,8 % bzw. 5,7 % versus 1,1 %, für HDL-Cjedoch 6,2 % bzw. 7,6 % versus 1,9 %; die medianen prozentualen Abweichungen vom Ausgangswert für Ertugliflozin 5 mg bzw. 15 mg im Vergleich zu Placebo betrugen für Triglyceride -3,9 % bzw. -1,7 % versus 4,5 %
- Hämoglobin erhöht
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- der Anteil der Patienten, die mindestens einmal eine Erhöhung des Hämoglobins von > 2,0 g/dl hatten, war in den Gruppen unter Ertugliflozin 5 mg und 15 mg (4,7 % bzw. 4,1 %) im Vergleich zur Placebogruppe (0,6 %) erhöht
- BUN erhöht
- Nebenwirkung unter Ertugliflozin
- der Anteil der Patienten mit einer Erhöhung der BUN-Werte um >= 50 % und Werten über den oberen Normwert (ULN) hinaus, war in den Gruppen unter Ertugliflozin 5 mg und 15 mg (7,9 % bzw. 9,8 %) im Vergleich zur Placebogruppe (5,1 %) numerisch erhöht, bzw. erhöht
- Serumlipide verändert
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Hinweis zu Nebenwirkungen von Sitagliptin bei Mono und Kombinationstherapie
- einige Nebenwirkungen wurden häufiger in Studien zur Untersuchung von Sitagliptin in Kombination mit anderen Antidiabetika beobachtet als in Studien zur Untersuchung von Sitagliptin als Monotherapie
- dazu gehörten
- Hypoglykämien (sehr häufig in Kombination mit Sulfonylharnstoffen und Metformin)
- Influenza (häufig zusammen mit Insulin [mit oder ohne Metformin])
- Übelkeit und Erbrechen (häufig zusammen mit Metformin)
- Flatulenz (häufig zusammen mit Metformin oder Pioglitazon)
- Obstipation (häufig in Kombination mit Sulfonylharnstoffen und Metformin)
- periphere Ödeme (häufig zusammen mit Pioglitazon oder der Kombination von Pioglitazon und Metformin)
- Somnolenz und Diarrhö (gelegentlich in Kombination mit Metformin)
- Mundtrockenheit (gelegentlich mit Insulin [mit oder ohne Metformin])
Anwendungshinweise
- Einnahme einmal täglich am Morgen unabhängig von den Mahlzeiten
- bei Schluckbeschwerden kann die Tablette zerteilt oder zermahlen werden
Stillzeithinweise
Sitagliptin und Ertugliflozin - peroral
- Ertugliflozin plus Sitagliptin sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob enthaltene Einzelwirkstoffe in die Muttermilch übergehen oder ob diese Auswirkungen auf gestillte Neugeborene / Kinder oder auf die Milchbildung haben
- keine Studien bei laktierenden Tieren mit der enthaltenen Wirkstoffkombination durchgeführt
- Ertugliflozin und Sitagliptin gehen in die Milch von laktierenden Ratten über
- Ertugliflozin hatte Auswirkungen auf deren Nachkommen
- bei juvenilen Ratten wurden pharmakologisch vermittelte Auswirkungen beobachtet
- Risiko für Neugeborene / Kinder kann nicht ausgeschlossen werden
- da Reifung der Nieren beim Menschen in der Gebärmutter und während der ersten 2 Lebensjahre bei möglicher Exposition durch das Stillen stattfindet
Schwangerschaftshinweise
Sitagliptin und Ertugliflozin - peroral
- Ertugliflozin plus Sitagliptin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- begrenzte Daten zur Anwendung von Ertugliflozin bei Schwangeren vorliegend
- Ergebnisse tierexperimenteller Studien
- Ertugliflozin kann die Entwicklung und Reifung der Nieren beeinflussen
- Fertilität
- die Auswirkung auf die menschliche Fertilität wurde nicht untersucht
- tierexperimentelle Studien
- es wurden keine Auswirkungen von Ertugliflozin oder Sitagliptin auf die Fertilität beobachtet
Warnhinweise
Sitagliptin und Ertugliflozin - peroral
- Allgemeines
- Ertugliflozin plus Sitagliptin sollte nicht bei Patienten mit Typ-1 Diabetes mellitus angewendet werden
- akute Pankreatitis
- die Anwendung von Dipeptidylpeptidase-4 (DPP-4) Inhibitoren wurde mit einem Risiko für die Entwicklung einer akuten Pankreatitis assoziiert
- Information der Patienten, dass anhaltende starke Bauchschmerzen das charakteristische Symptom einer akuten Pankreatitis sein können
- bei Verdacht auf eine Pankreatitis
- Absetzen von Ertugliflozin plus Sitagliptin sowie anderen potenziell eine Pankreatitis verursachenden Arzneimitteln
- im Falle der Bestätigung einer akuten Pankreatitis, ist die Therapie nicht wieder aufzunehmen
- ein Abklingen der Pankreatitis wurde nach Absetzen von Sitagliptin beobachtet (mit oder ohne supportive Behandlung), aber es wurde auch über sehr seltene schwerwiegende Fälle nekrotisierender oder hämorrhagischer Pankreatitis und / oder Todesfälle berichtet
- bei Pankreatitis in der Krankengeschichte ist Vorsicht geboten
- Hypotonie / Hypovolämie
- Ertugliflozin verursacht eine osmotische Diurese, die zu einer intravaskulären Volumenmangel führen kann
- Auftreten einer symptomatischen Hypotonie nach Beginn der Behandlung insbesondere möglich
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR < 60 ml/min/1,73 m2 oder CrCl unter 60 ml/Min.)
- bei älteren Patienten (>= 65 Jahre)
- bei Patienten, die Diuretika einnehmen
- bei Patienten unter Antihypertonika mit einer Hypotonie in der Vorgeschichte
- Auftreten einer symptomatischen Hypotonie nach Beginn der Behandlung insbesondere möglich
- vor Beginn der Behandlung
- Überprüfung und sofern angezeigt Korrektur des Volumenstatus
- nach Therapiebeginn
- Überwachung der Patienten auf entsprechende Anzeichen und Symptome einer Hypotonie / Hypovolämie
- aufgrund des Wirkmechanismus induziert Ertugliflozin
- eine osmotischen Diurese
- und führt zu einem Anstieg des Serumkreatinins und einer Abnahme der eGFR
- bei Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion stärker ausgeprägt
- im Fall von Erkrankungen, die zu einem Flüssigkeitsverlust führen können (z. B. gastrointestinale Erkrankungen)
- sorgfältige Überwachung von Patienten hinsichtlich ihres Volumenstatus (z. B. körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung, Laboruntersuchungen einschließlich Bestimmung des Hämatokriten) und ihrer Elektrolytwerte
- bis zur Korrektur des Flüssigkeitsverlusts sollte eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Ertugliflozin verursacht eine osmotische Diurese, die zu einer intravaskulären Volumenmangel führen kann
- diabetische Ketoazidose (DKA)
- Berichte über seltene Fälle von DKA, einschließlich lebensbedrohlicher und tödlicher Fälle in klinischen Studien und nach Markteinführung bei Patienten, die eine Behandlung mit Natrium-Glucose-Co-Transporter 2(SGLT2)-Inhibitoren, einschl. Ertugliflozin erhielten
- in einer Reihe von Fällen zeigte sich ein untypisches Krankheitsbild mit nur mäßig erhöhtem Blutzuckerspiegel < 14 mmol/l (250 mg/dl)
- nicht bekannt, ob eine DKA mit größerer Wahrscheinlichkeit bei höheren Dosen von Ertugliflozin auftritt
- das Risikos einer diabetischen Ketoazidose muss in Betracht gezogen werden und der Patient unabhängig vom Blutzuckerspiegel unverzüglich auf eine DKA untersucht werden
- beim Auftreten unspezifischer Symptomen wie
- Übelkeit
- Erbrechen
- Anorexie
- Bauchschmerzen
- übermäßigem Durst
- Schwierigkeiten beim Atmen
- Verwirrtheit
- ungewöhnlicher Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- beim Auftreten unspezifischer Symptomen wie
- bei bestehendem Verdacht auf eine DKA oder diagnostizierter DKA
- sofortiges Absetzen der Behandlung
- bei Patienten, die wegen eines größeren chirurgischen Eingriffs oder einer akuten schweren Erkrankungen in ein Krankenhaus kommen
- Unterbrechung der Behandlung
- Überwachung der Ketonkörperkonzentration empfohlen
- die Ermittlung der Ketonkörperkonzentration im Blut ist der Ermittlung der Konzentration im Urin vorzuziehen
- Behandlung kann erneut aufgenommen werden
- wenn die Ketonkörperkonzentration normal ist und
- wenn der Zustand des Patienten sich stabilisiert hat
- vor Beginn einer Behandlung
- Abwägung von Faktoren in der Anamnese des Patienten, die ihn für eine Ketoazidose prädisponieren könnten
- erhöhtes Risiko einer DKA besteht möglicherweise bei Patienten
- mit einer geringen Funktionsreserve der Beta-Zellen (z. B. Patienten mit Typ-2 Diabetes und niedrigem C-Peptid oder latentem Autoimmundiabetes bei Erwachsenen (LADA) oder anamnestisch bekannte Pankreatitis)
- mit Erkrankungen, die zu eingeschränkter Nahrungsaufnahme oder schwerer Dehydratation führen
- bei denen die Insulindosis herabgesetzt wird
- mit erhöhtem Insulinbedarf infolge einer akuten Krankheit, einer Operation oder Alkoholmissbrauchs
- Anwendung SGLT2-Inhibitoren bei diesen Patienten mit Vorsicht
- Wiederaufnahme der Behandlung mit einem SGLT2-Inhibitor wird bei Patienten nicht empfohlen, die unter der Behandlung mit einem SGLT2-Inhibitor zuvor eine DKA entwickelt hatten, es sei denn, es wurde ein anderer eindeutiger auslösender Faktor ermittelt und beseitigt
- Patienten mit Typ-1 Diabetes
- Ertugliflozin plus Sitagliptin sollte nicht zur Behandlung von Patienten mit Typ-1 Diabetes angewendet werden
- Sicherheit und Wirksamkeit ist bisher nicht belegt
- auf Grundlage begrenzter Daten aus klinischen Studien
- DKA scheint häufig aufzutreten bei Patienten mit Typ-1 Diabetes mit SGLT2-Inhibitoren behandelt werden
- Berichte über seltene Fälle von DKA, einschließlich lebensbedrohlicher und tödlicher Fälle in klinischen Studien und nach Markteinführung bei Patienten, die eine Behandlung mit Natrium-Glucose-Co-Transporter 2(SGLT2)-Inhibitoren, einschl. Ertugliflozin erhielten
- Amputationen der unteren Gliedmaßen
- Langzeitstudie zur Untersuchung der kardiovaskulären Endpunkte (cardiovasular outcome) VERTIS-CV (eValuation of ERTugliflozin efficacy an Safety, CardioVascular), einer Studie bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung
- hinsichtlich nicht-traumatischer Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster Linie von Zehen) mit einer Inzidenz von 2,0 % (0,57 Ereignisse pro 100 Patientenjahre), 2,1 % (0,60 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) bzw. 1,6 % (0,47 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) für die Ertugliflozin 5 mg-, Ertugliflozin 15 mg- bzw. Placebogruppen beobachtet
- die Ereignisraten für Amputationen der unteren Gliedmaßen waren 0,75 bzw. 0,96 versus 0,74 Ereignisse pro 100 Patientenjahre für Ertugliflozin 5 mg bzw. Ertugliflozin 15 mg versus Placebo
- hinsichtlich nicht-traumatischer Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster Linie von Zehen) mit einer Inzidenz von 2,0 % (0,57 Ereignisse pro 100 Patientenjahre), 2,1 % (0,60 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) bzw. 1,6 % (0,47 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) für die Ertugliflozin 5 mg-, Ertugliflozin 15 mg- bzw. Placebogruppen beobachtet
- Beobachtung in klinischen Langzeitstudien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus mit SGLT2-Inhibitor
- erhöhte Anzahl von Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster Linie von Zehen)
- nicht bekannt, ob es sich hierbei um einen Klasseneffekt handelt
- wichtig Patienten mit Diabetes eine routinemäßige vorbeugende Fußpflege zuempfehlen
- erhöhte Anzahl von Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster Linie von Zehen)
- Langzeitstudie zur Untersuchung der kardiovaskulären Endpunkte (cardiovasular outcome) VERTIS-CV (eValuation of ERTugliflozin efficacy an Safety, CardioVascular), einer Studie bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Wirksamkeit von Ertugliflozin hinsichtlich der Blutzuckerkontrolle hängt von der Nierenfunktion ab
- glykämische Wirksamkeit bei Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion verringert
- glykämische Wirksamkeit bleibt Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion wahrscheinlich aus
- Behandlungsbeginn bei Patienten mit einer eGFR < 45 ml/min/1,73 m2 oder einer CrCl < 45 ml/min nicht empfohlen
- bei einer eGFR anhaltend < 45 ml/min/1,73 m2 oder einer CrCl anhaltend < 45 ml/min
- Behandlung sollte aufgrund einer verringerten Wirksamkeit abgebrochen werden
- Überwachung der Nierenfunktion wird wie folgt empfohlen
- vor Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung
- häufiger bei Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2 oder einer CrCl < 60 ml/min
- Hypoglykämie bei gemeinsamer Anwendung mit Insulin und Insulin-Sekretagoga
- bei gemeinsamer Anwendung kann eine Dosisreduktion des Insulins oder des Insulin-Sekretagogums notwendig sein, um das Risiko für eine Hypoglykämie zu minimieren
- Ertugliflozin kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen, wenn es gemeinsam mit Insulin und / oder einem Insulin-Sekretagogum angewendet wird, da diese bekanntlich Hypoglykämien verursachen
- Hypoglykämien bei der Anwendung von Sitagliptin in Kombination mit Insulin oder einem Sulfonylharnstoff wurden beobachtet
- genitale Pilzinfektionen
- Ertugliflozin erhöht das Risiko für genitale Pilzinfektionen
- in klinischen Studien mit SGLT2-Inhibitoren
- höherer Wahrscheinlichkeit zu genitalen Pilzinfektionen bei
- Patienten mit Pilzinfektionen in der Vorgeschichte
- entsprechende Überwachung und ggf. Behandlung
- bei Männern ohne Beschneidung
- entsprechende Überwachung und ggf. Behandlung
- Patienten mit Pilzinfektionen in der Vorgeschichte
- höherer Wahrscheinlichkeit zu genitalen Pilzinfektionen bei
- Harnwegsinfektionen
- Glucoseausscheidung über den Urin kann mit einem erhöhten Risiko für Harnwegsinfektionen einhergehen
- bei der Behandlung einer Pyelonephritis oder einer Urosepsis
- zeitweise Unterbrechung der Behandlung mit Ertugliflozin sollte in Betracht gezogen werden
- nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän)
- nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle von nekrotisierender Fasziitis des Perineums (auch als Fournier-Gangrän bezeichnet) bei weiblichen und männlichen Patienten gemeldet, die SGLT2-Hemmer einnahmen
- hierbei handelt es sich um ein seltenes, aber schwerwiegendes und potenziell lebensbedrohliches Ereignis, das einen dringenden chirurgischen Eingriff und eine Behandlung mit Antibiotika erfordert
- den Patienten sollte empfohlen werden, sich an einen Arzt zu wenden, wenn bei ihnen folgende Symptome auftreten
- Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit, Erythem, Schwellungen im Bereich der Genitalien oder des Perineums gleichzeitig mit Fieber oder Unwohlsein
- beachten, dass im Vorfeld einer nekrotisierenden Fasziitis Infektionen des Urogenitaltrakts oder Perinealabszesse auftreten können
- bei Verdacht auf Fournier-Gangrän
- Medikament absetzen
- unverzüglich eine Behandlung (u. a.die Gabe von Antibiotika und chirurgisches Debridement) einleiten
- nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle von nekrotisierender Fasziitis des Perineums (auch als Fournier-Gangrän bezeichnet) bei weiblichen und männlichen Patienten gemeldet, die SGLT2-Hemmer einnahmen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- über schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen nach Markteinführung wurde bei Patienten unter Sitagliptin berichtet
- diese Reaktionen schließen Anaphylaxie, Angioödem und exfoliative Hauterscheinungen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom ein
- das Auftreten erfolgte innerhalb der ersten 3 Monate nach Beginn der Behandlung, einigen Berichten zufolge nach der ersten Dosis
- bei bestehendem Verdacht auf eine Überempfindlichkeitsreaktion
- Absetzen der Behandlung
- andere mögliche Ursachen für das Ereignis abklären und alternative Diabetesbehandlung einleiten
- über schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen nach Markteinführung wurde bei Patienten unter Sitagliptin berichtet
- bullöses Pemphigoid
- über das Auftreten eines bullösen Pemphigoids nach Markteinführung wurde bei Patienten unter DPP-4-Inhibitoren einschließlich Sitagliptin berichtet
- bei Verdacht auf ein bullöses Pemphigoid
- Absetzen der Behandlung
- ältere Patienten
- können ein erhöhtes Risiko für eine Hypovolämie und eingeschränkte Nierenfunktion haben
- Patienten > 65 Jahre, die mit Ertugliflozin behandelt wurden, hatten eine höhere Inzidenz für Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Hypovolämie als jüngere Patienten
- in der Langzeitstudie zur Untersuchung der kardiovaskulären Endpunkte VERTIS-CV waren Sicherheit und Wirksamkeit ähnlich bei Patienten, die >= 65 Jahre, verglichen mit Patienten < 65 Jahren
- Herzinsuffizienz
- Herzinsuffizienz der NYHA (New York Heart Association) Klasse IV
- keine Erfahrungen aus klinischen Studien mit Ertugliflozin vorliegend
- Herzinsuffizienz der NYHA (New York Heart Association) Klasse IV
- Urin-Laboruntersuchungen
- aufgrund des Wirkmechanismus von Ertugliflozin
- positives Ausfallen von Urintests auf Glucose bei behandelten Patienten
- zur Blutzuckerkontrolle sollten andere Methoden angewendet werden
- aufgrund des Wirkmechanismus von Ertugliflozin
- Einfluss auf den 1,5-Anhydroglucitol (1,5-AG) Assay
- die Überwachung der Blutzuckerkontrolle mit Hilfe des 1,5-AG Assays wird aufgrund unzuverlässiger Messergebnisse des 1,5-AG Assays bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die SGLT2-Inhibitoren enthalten, nicht empfohlen
- zur Blutzuckerkontrolle sollten andere Methoden angewendet werden