Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 120 ST | 350,94 € |
| – | 30 ST | 95,77 € |
| – | 60 ST | 180,68 € |
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Indikation
Erwachsene
- orale Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer und umfassender psychosozialer Maßnahmen
Dosierung
- orale Substitutionsbehandlung bei Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer und umfassender psychosozialer Maßnahmen
- Hinweise
- Behandlung sollte durch einen Arzt erfolgen, der Erfahrung in der Substitutionsbehandlung hat
- Dosierung orientiert sich am Auftreten von Entzugssymptomen
- individuelle Einstellung für jeden Patienten entsprechend der jeweiligen Situation und dem subjektiven Befinden
- Verlust der Opioidtoleranz, der innerhalb weniger Tage möglich ist, beachten
- Anfangsdosis
- Patienten ohne Substitutionsvorbehandlung
- initial: 100 - 200 mg Morphinsulfat
- treten weiterhin Entzugssymptome auf, Möglichkeit einer einmaligen Gabe nach mind. 6 Stunden: </= 200 mg Morphinsulfat
- Patienten, die bereits mit methadonhaltigen-Präparaten vorbehandelt sind
- Umstellung auf Morphinsulfat von einem zum anderen Tag möglich
- Dosisverhältnis üblicherweise 1 : 6 - 1 : 8 (Methadonhydrochlorid : Morphinsulfat)
- Dosisverhältnis von 1 : 8 wegen möglicher Nebenwirkungen nicht überschreiten
- Umstellung von buprenorphinhaltigen-Präparaten auf Morphinsulfat
- keine klinischen Studiendaten
- individuelle Dosis ist unter engmaschiger Kontrolle klinisch zu ermitteln
- Patienten ohne Substitutionsvorbehandlung
- Erhaltungsdosis
- zum Erreichen der optimalen Tagesdosis ist eine individuelle, schrittweise Dosisanpassung erforderlich
- richtet sich nach dem Auftreten von Entzugssymptome und dem Unterdrücken des Opioid-Verlangen
- grundsätzlich so niedrig wie möglich
- 500 - 800 mg, wobei erhebliche Abweichungen nach oben oder unten möglich sind
- zum Erreichen der optimalen Tagesdosis ist eine individuelle, schrittweise Dosisanpassung erforderlich
- Behandlungsdauer
- richtet sich im Rahmen des therapeutischen Gesamtkonzeptes nach Verlauf der Substitutionsbehandlung und individuellem Empfinden des Patienten
- vor, während und nach einer Operation
- vor und während einer Operation, bei der eine Allgemeinanästhesie mit oder ohne parenterale Opioide erforderlich ist: ggf. Morphindosis der Substitutionsbehandlung anpassen
- nach der Operation: Morphindosis ggf. neu einstellen
- Unterbrechung der Einnahme
- 1 Tag: keine Dosisanpassung erforderlich
- mehrtägige Unterbrechung: Dosis zunächst reduzieren und danach schrittweise abhängig von den klin. Symptomen wieder erhöhen
- Behandlungsziele
- vor Behandlungsbeginn
- Behandlungsstrategie, einschließlich Behandlungsdauer und Behandlungszielen, gemeinsam mit dem Patienten vereinbaren
- während der Behandlung
- häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient, um die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen
- wenn ein Patient die Behandlung mit dem Arzneimittel nicht mehr benötigt
- Dosis schrittweise reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden
- vor Behandlungsbeginn
- Absetzen der Behandlung
- erfolgt über Wochen bis Monate durch schrittweise Dosisreduktion nach Maßgabe der Befindlichkeit und eventuell auftretender Entzugsbeschwerden
- Dosisreduktionen sollten 10 % der aktuellen Tagesdosis nicht überschreiten und erst erfolgen, wenn eventuelle Beschwerden vom vorhergehenden Reduktionsschritt abgeklungen sind
- Behandlungsdauer
- richtet sich im Rahmen des therapeutischen Gesamtkonzeptes nach dem Verlauf der Substitutionsbehandlung und dem individuellen Empfinden des Patienten
- Hinweise
Dosisanpassung
- Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, sowie bei Verdacht auf verzögerte MagenMagen-Darm-Passage
- besonders vorsichtig dosieren
- ältere Patienten (>/= 75 Jahre) und Patienten mit schlechtem körperlichem Allgemeinzustand
- evtl. höhere Empfindlichkeit auf Morphin
- vorsichtige Dosiseinstellung und / oder längere Dosisintervalle wählen
- ggf. auf geringere Wirkstoffstärken ausweichen
- Kinder und Jugendliche (</= 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit bei opioidabhängigen Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen
- Arzneimittel nicht empfohlen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Morphinsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile
- Risiko eines paralytischen Ileus
- schwere Atemdepression mit Hypoxie oder Hyperkapnie
- schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankung
- schweres Bronchialasthma
- akutes Abdomen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH; Leitsymptom: Hyponatriämie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychische Erkrankungen (je nach Persönlichkeit und Behandlungsdauer unterschiedlich in Art und Stärke)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stimmungsänderungen, meist Euphorie aber auch Dysphorie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Veränderungen der Aktiviertheit (meist verminderte Aktivität, aber auch Hyperaktivität oder Agitiertheit), Schlaflosigkeit, Denkstörungen, Wahrnehmungsstörungen (z. B. Halluzinationen), Verwirrtheitszustände
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verminderte Libido
- nicht bekannt: Abhängigkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Konvulsionen, Tremor, unwillkürliche Muskelkontraktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Benommenheit, Sedierung (dosisabhängig), Synkope, Parästhesien, Hyperalgesie oder Allodynie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Miosis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Nystagmus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie, Bradykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Palpitationen, Herzversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Husten vermindert, Atemdepression (dosisabhängig), nicht-kardiogen bedingte Lungenödeme nach rascher Dosissteigerung, zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation (bei Dauerbehandlung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen (besonders zu Beginn der Behandlung), Dyspepsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Pankreasenzyme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Darmverschluss, Abdominalschmerz, Zahnerkrankungen, wobei jedoch ein ursächlicher Zusammenhang zur Morphin-Behandlung nicht hergestellt werden kann
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit, Mundtrockenheit (beides dosisabhängig), Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gallenkoliken
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- nicht bekannt: Spasmus des Sphincter Oddi
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperhidrosis, Urticaria, Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- andere Hautausschläge (z. B. Exantheme)
- nicht bekannt: Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Muskelspasmen, Muskelrigidität
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnretention
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierenkoliken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erektionsstörungen, Amenorrhoe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unwohlsein, Asthenie, Ermüdung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schüttelfrost, periphere Ödeme
- nicht bekannt
- Körperliche Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen (Arzneimittelentzugssyndrom, Abstinenzsyndrom), Toleranzentwicklung, Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Kapseln zum Einnehmen
- Einnahme der gesamten Tagesdosis
- 1mal / Tag
- möglichst zur gleichen Tageszeit
- mit ausreichend Flüssigkeit
- unabhängig von den Mahlzeiten
- Kapseln im Ganzen unzerkaut einnehmen
- alternativ: Kapseln öffnen und enthaltene Retard-Pellets direkt einnehmen
- Retard-Pellets (in einen trockenen Becher füllen) sofort danach in den Mund nehmen und mit ausreichend Wasser schlucken
- Retard-Pellets nicht zerkauen und nicht zerkleinert schlucken
- alternativ: Kapseln öffnen und enthaltene Retard-Pellets direkt einnehmen
- Arzt muss Patienten darüber informieren, dass die orale Einnahme die einzige wirksame und sichere Art der Anwendung darstellt
- weitere Informationen: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
- Morphin wird in die Muttermilch ausgeschieden und erreicht dort höhere Konzentrationen als im mütterlichen Plasma
- da beim Säugling klinisch relevante Konzentrationen erreicht werden können, ist vom Stillen abzuraten
Schwangerschaftshinweise
- keine ausreichenden Daten zur Bewertung eines teratogenen Risikos
- möglicher Zusammenhang mit einer erhöhten Häufigkeit von Leistenbrüchen
- Morphin passiert Plazentaschranke
- Untersuchungen an Tieren zeigten Schädigungspotential für Nachkommen während gesamter Dauer der Trächtigkeit
- Anwendung nur, wenn Nutzen für die Mutter das Risiko für das Kind klar überwiegt
- Männer und Frauen im zeugungsfähigen Alter: Verabreichung nur, wenn eine wirksame Verhütung sichergestellt ist (mutagene Eigenschaften von Morphin)
- Neugeborene von Müttern, die während der Schwangerschaft längere Zeit Morphin erhalten haben: auf Entzugserscheinungen überwachen
- Behandlung kann ein Opioid und unterstützende Behandlung umfassen
- Entbindung
- Dauer der Wehentätigkeit kann verkürzt oder verlängert sein
- Neugeborene, deren Mütter während der Entbindung Opioidanalgetika erhalten: auf Anzeichen einer Atemdepression überwachen und ggf. mit einem spezifischen Opioid-Antagonisten behandeln
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien wurde gezeigt, dass Morphin die Fertilität reduzieren kann
Warnhinweise
- sorgfältige ärztliche Überwachung und ggf. Dosisreduktion ist erforderlich bei
- schwer beeinträchtigter Atemfunktion
- Atemdepression
- schwerem Cor pulmonale
- Schlaf-Apnoe
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
- Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer)
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen
- Opioidgebrauchsstörung
- Psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch
- Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck (wenn nicht eine Beatmung durchgeführt wird) Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
- Hypotension bei Hypovolämie
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung (Gefahr der Blasenruptur durch Harnverhalt)
- Harnwegsverengungen oder Koliken der Harnwege
- Gallenwegserkrankungen
- obstruktiven und entzündlichen Darmerkrankungen
- Phäochromozytom
- Pankreatitis
- schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion
- Hypothyreose
- epileptischen Anfallsleiden oder erhöhter Neigung zu Krampfanfällen
- Obstipation
- um die verlängerte Wirkstofffreisetzung der enthaltenen Retard-Pellets nicht zu beeinträchtigen, müssen die Kapseln bzw. ihr Inhalt als Ganzes geschluckt werden und dürfen nicht zerkaut oder zerrieben werden
- Anwendung zerkauter oder zerriebener Retard-Pellets führt zu einer schnellen Wirkstofffreisetzung und zur Resorption einer möglicherweise letalen Dosis von Morphin
- Arzneimittel ist nur für den oralen Gebrauch bestimmt
- missbräuchliche parenterale Verabreichung kann wegen der Bestandteile (insbesondere von Talkum) zu schwerwiegenden, potentiell letalen unerwünschten Ereignissen (z. B. Lungengranulomen) führen
- Atemdepression
- Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioid-Überdosierung
- schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen
- Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher
- Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Reduzierung der Gesamtopioiddosis in Betracht gezogen werden
- schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen
- in Verbindung mit Morphinbehandlung wurde über akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich odertödlich sein kann, berichtet
- die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb der ersten 10 Behandlungstage auf
- Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome von AGEP informiert und darauf hingewiesen werden, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls bei ihnen solche Symptome auftreten
- falls Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Hautreaktionen hinweisen, sollte Morphin abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Morphin kann eine Funktionsstörung und einen Spasmus des Sphincter Oddi verursachen, wodurch der intrabiliäre Druck zunimmt und das Risiko für Gallenwegsymptome und Pankreatitis steigt
- Risiko durch gleichzeitige Anwendung von Sedativa wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels und Sedativa wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken sollte eine gleichzeitige Verordnung mit diesen Sedativa Patienten vorbehalten sein, für die keine alternativen Behandlungsoptionen infrage kommen
- wenn die Entscheidung getroffen wird, das Arzneimittel gleichzeitig mit Sedativa zu verordnen, sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein
- Patienten sind engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Atemdepression und Sedierung zu überwachen
- diesbezüglich wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Betreuungspersonen anzuweisen, auf diese Symptome zu achten
- MAO-Hemmer
- Morphin muss mit Vorsicht bei Patienten verabreicht werden, die MAO-Hemmer einnehmen oder die innerhalb der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer erhalten haben
- Thrombozytenhemmung mit oralen P2Y12-Inhibitoren
- verminderte Wirksamkeit der P2Y12-Inhibitor-Therapie wurde innerhalb des ersten Tages einer gemeinsamen Behandlung mit P2Y12-Inhibitoren und Morphin festgestellt
- Opioid-Toleranz, physische Abhängigkeit und Entzugssyndrom (Abstinenzsyndrom)
- bei längerfristiger Anwendung des Arzneimittels kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
- chronische Anwendung des Arzneimittels kann zu physischer Abhängigkeit führen und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom (Abstinenzsyndrom) auftreten
- Risiko steigt mit längerer Anwendungsdauer und höherer Dosierung des Arzneimittels
- Symptome können durch Anpassung der Dosis oder der Darreichungsform verringert werden
- wenn die Therapie mit Morphin nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
- einzelne Symptome, s. Fachinformation
- Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie des Arzneimittels können sich eine Toleranz und eine körperliche und / oder psychische Abhängigkeit entwickeln
- wiederholte Anwendung des Arzneimittels kann zu einer Opioidgebrauchsstörung (Opioid use disorder, OUD) führen
- eine höhere Dosis und längere Dauer der Opioidbehandlung kann das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln
- durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung des Arzneimittels kann es zu einer Überdosierung und / oder zum Tod kommen
- das Risiko, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln, ist bei Patienten mit einer Substanzgebrauchsstörung (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der persönlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) erhöht
- vor Beginn der Behandlung mit dem Arzneimittel und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden
- vor und während der Behandlung sollte der Patient außerdem über die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden
- den Patienten sollte geraten werden, sich bei Auftreten dieser Anzeichen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen
- Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühe Nachfrage nach Folgerezepten) - hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepine)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und dem Arzneimittel können vermehrt Nebenwirkungen des Arzneimittel auftreten
- gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden
- gleichzeitiger Konsum von illegalen Opioiden, Benzodiazepinen, Alkohol oder anderen zentral dämpfenden Substanzen oder Arzneimitteln kann in Anbetracht der Potenzierung der Atemdepression zum Tod durch Atemstillstand führen
- aufgrund der verzögerten Wirkstofffreisetzung des Arzneimittels sollten Patienten in der postoperativen Phase - abhängig von der Art der Operation und Anästhesie - sorgfältig z. B. hinsichtlich eines Ileus bzw. einer Atemdepression beobachtet werden
- schmerzlindernde Wirkung von Morphin kann zur Verschleierung von Symptomen einer eventuellen Begleiterkrankung führen (z. B. Darmperforation)
- bei Schmerzen unter einer Substitutionsbehandlung ist nach Verifizierung des somatischen Korrelats eine zusätzliche analgetische Behandlung erforderlich (gegebenenfalls Betreuung über Spezialeinrichtung)
- Nebenniereninsuffizienz
- Opioid-Analgetika können eine reversible Nebenniereninsuffizienz verursachen, die eine Überwachung und eine Ersatztherapie mit Glukokortikoiden erfordert
- Symptome einer Nebenniereninsuffizienz können z. B. Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Erschöpfung, Schwäche, Schwindelgefühl oder niedriger Blutdruck sein
- Verminderte Spiegel von Sexualhormonen und erhöhte Prolaktin-Konzentrationen
- Langzeitanwendung von Opioid-Analgetika kann mit verminderten Spiegeln von Sexualhormonen und erhöhten Prolaktin-Konzentrationen einhergehen
- zu den Symptomen zählen verminderte Libido, Impotenz oder Amenorrhö
- akutes Thorax-Syndrom (ATS) bei Patienten mit Sichelzellkrankheit (SZK)
- Aufgrund eines möglichen Zusammenhangs zwischen ATS und der Anwendung von Morphin bei SZK-Patienten, die während einer vasookklusiven Krise mit Morphin behandelt werden, ist eine engmaschige Überwachung auf ATS-Symptome angezeigt
- insbesondere bei hohen Dosen kann Hyperalgesie auftreten, die nicht auf eine weitere Erhöhung der Morphindosis anspricht
- eine Reduzierung der Morphindosis oder eine Umstellung des Opioids kann erforderlich sein
- der Patient muss über den Toleranzverlust und die erhöhte Gefahr einer Überdosierung bei erneutem Opioid-Konsum nach Unterbrechung der Substitutionsbehandlung informiert werden
- Morphin-Plasmakonzentrationen können durch Rifampicin reduziert werden
- analgetische Wirkung von Morphin sollte während und nach der Behandlung mit Rifampicin überwacht und die Dosierungen von Morphin angepasst werden
- Anwendung von des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen