Suliqua 100 E/ml + 33mcg/ml Solostar

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Insulin glargin/Lixisenatid →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 5X3 ML 92,81 €
N2 10X3 ML 174,29 €
NotApplicable 5X3 ML

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Fachinformationen

Indikation

  • Ergänzung zu Diät und Bewegung zusätzlich zu Metformin mit oder ohne SGLT-2-Inhibitoren zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle

Dosierung

Basiseinheit: jeder Fertigpen enthält 300 Einheiten Insulin glargin und 100 µg Lixisenatid in 3 ml Lösung; 1 ml enthält 100 Einheiten Insulin glargin und 33 µg Lixisenatid; jeder Dosisschritt enthält 1 Einheit Insulin glargin und 0,33 µg Lixisenatid

  • Ergänzung zu Metformin mit oder ohne SGLT-2-Inhibitoren zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle
    • (30 - 60) - Pen
      • 100 Einheiten Insulin glargin / ml + 33 µg Lixisenatid / ml Fertigpen ermöglicht Dosisschritte von 30 - 60 Einheiten Insulin glargin in Kombination mit 10 - 20 µg Lixisenatid
      • zur Vermeidung von Medikationsfehlern muss der Arzt sicherstellen, dass der richtige Pen und die korrekte Anzahl der Dosisschritte auf dem Rezept vermerkt sind
    • individuelle Dosierung auf Basis des klinischen Ansprechens
    • Dosistitration je nach Insulinbedarf des Patienten
    • Lixisenatid-Dosis wird mit der Insulin-glargin-Dosis erhöht oder reduziert (auch abhängig davon, welcher Pen verwendet wird)
    • Anfangsdosis
      • Therapie mit Basalinsulin oder GLP-1-Rezeptoragonisten oder anderen oralen Antidiabetika als Metformin und SGLT-2-Inhibitoren vor Beginn der Behandlung mit dem Arzneimittel beenden
      • Anfangsdosis auf Basis der bisherigen Diabetestherapie festgelegen
      • empfohlene Anfangsdosis von 10 µg Lixisenatid nicht überschreiten
      • Anfangsdosis / (30 - 60) - Pen
        • bisherige Therapie
          • Insulin glargin (100 Einheiten / ml) >/= 30 bis </= 60 Einheiten:
            • 30 Dosisschritte (30 Einheiten Insulin glargin (100 Einheiten / ml) / 10 µg Lixisenatid)
          • falls ein anderes Basalinsulin angewendet wurde
            • bei einem 2mal / Tag verabreichten Basalinsulin oder Insulin glargin (300 Einheiten / ml): bisher angewendete Gesamttagesdosis um 20 % zu reduzieren
            • bei allen anderen Basalinsulinen: gleiche Regeln wie für Insulin glargin (100 Einheiten / ml) anwenden
      • Tageshöchstdosis: 60 Einheiten Insulin glargin und 20 µg Lixisenatid, entsprechend 60 Dosisschritten
    • Dosistitration
      • Dosierung erfolgt nach individuellem Insulinbedarf des Patienten
      • optimierte Blutzuckereinstellung: Dosisanpassung auf Basis des Nüchternblutzuckerspiegels empfohlen
      • während der Umstellung und in den darauffolgenden Wochen: engmaschige Blutzuckerkontrolle
        • wenn Patienten mit dem (30 - 60) - Pen beginnen: Dosis darf bis auf 60 Dosisschritte auftitriert werden
        • bei Gesamttagesdosen > 60 Dosisschritte / Tag darf das Arzneimittel nicht angewendet werden
      • Patienten sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und mit angemessener Blutzuckerüberwachung Höhe oder Zeitpunkt der Dosierung verändern
    • vergessene Dosis
      • vergessene Dosis innerhalb einer Stunde vor der nächsten Mahlzeit spitzen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • kann bei älteren Patienten angewendet werden
    • Dosis auf Basis von Blutzuckermessungen individuell anpassen
    • progressive Verschlechterung der Nierenfunktion kann zu einem kontinuierlich abnehmenden Insulinbedarf führen
    • Lixisenatid: keine altersabhängige Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten >/= 75 Jahre: therapeutische Erfahrung ist eingeschränkt
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Patienten mit schwerer Einschränkung oder terminaler Niereninsuffizienz
      • Anwendung nicht empfohlen
      • keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Lixisenatid vorhanden
    • Patienten mit leichter oder mittelschwerer Einschränkung
      • keine Dosisanpassung für Lixisenatid erforderlich
      • regelmäßige Blutzuckerkontrollen und Dosisanpassung kann erforderlich sein
    • Insulinbedarf kann aufgrund des reduzierten Insulinstoffwechsels vermindert sein
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • keine Dosisanpassung für Lixisenatid erforderlich
    • Insulinbedarf kann aufgrund der verringerten Glukoneogenese-Kapazität und des verminderten Insulinabbaus reduziert sein
    • regelmäßige Blutzuckerkontrollen und Dosisanpassung kann erforderlich sein
  • Kinder und Jugendliche
    • kein relevanter Nutzen vorhanden

Kontraindikationen

Insulin glargin und Lixisenatid - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Insulin glargin
  • Überempfindichkeit gegen Lixisenatid
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Insulin glargin und Lixisenatid - invasiv
  • Infektionen und parasiätere Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nasopharyngitis
      • Infektion der oberen Atemwege
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • generalisierte allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktion und Angioödem
      • Bildung von Antikörpern gegen Insulin glargin und/oder Lixisenatid
        • weder der Status der Anti-Insulin-glargin-Antikörper noch der Status der Anti-Lixisenatid Antikörper hatte einen klinisch relevanten Einfluss auf die Sicherheit oder Wirksamkeit.
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypoglykämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerz
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Diarrhö
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie
      • Abdominalschmerz
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vorübergehender Anstieg der Herzfrequenz in einigen Studien mit Lixisenatid beobachtet
        • in den Phase-3- Studien mit Insulin glargin plus Lixisenatid keine Erhöhung der mittleren Herzfrequenz beobachtent
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • kutane Amyloidose
      • Lipodystrophie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle
        • Erytheme
        • lokale Ödeme
        • Pruritus (Juckreiz)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ermüdung

Anwendungshinweise

  • s.c.- Injektion in den Bauch, den Bereich des Deltamuskels oder den Oberschenkel
  • Injektion 1mal / Tag in der Stunde vor einer Mahlzeit
    • nach Auswahl der am besten geeigneten Mahlzeit, Arzneimittel vorzugsweise täglich vor der gleichen Mahlzeit injizieren
  • Injektionsstellen innerhalb des gleichen Bereichs (Bauch, Deltamuskel oder Oberschenkel) von Injektion zu Injektion wechseln (Risiko einer Lipodystrophie und kutanen Amyloidose)
  • Patienten sind anzuweisen, stets eine neue Nadel zu verwenden
    • Wiederverwendung von Insulinpen-Nadeln erhöht das Risiko, dass diese verstopfen (Risiko einer Unter- oder Überdosierung)
  • Anweisungen zum Vorgehen bei verstopfter Nadel: s. Fachinformation bzw. Bedienungsanleitung des Herstellers
  • zur Vermeidung von Dosierungsfehlern und eventueller Überdosierungen: Arzneimittel niemals mit einer Spritze aus der Patrone des Fertigpen entnehmen

Stillzeithinweise

Insulin glargin und Lixisenatid - invasiv
  • darf nicht in der Stillzeit angewendet werden
  • nicht bekannt, ob Insulin glargin oder Lixisenatid in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Insulin glargin und Lixisenatid - invasiv
  • darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • möchte eine Patientin schwanger werden oder tritt eine Schwangerschaft ein, muss die Behandlung mit dem Arzneimittel abgebrochen werden
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
  • keine klinischen Daten über exponierte Schwangere aus kontrollierten klinischen Studien für das Arzneimittel, Insulin glargin oder Lixisenatid vorliegend
  • Insulin glargin
    • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten weder auf substanzspezifische schädliche Auswirkungen von Insulin glargin auf die Schwangerschaft noch auf ein substanzspezifisches Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Insulin glargin hin
    • tierexperimentelle Daten
      • ergaben keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität von Insulin glargin
  • Lixisenatid
    • keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Lixisenatid bei Schwangeren vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • haben Reproduktionstoxizität unter Lixisenatid gezeigt
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien mit Lixisenatid oder Insulin glargin
      • ergaben keine Hinweise auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Fertilität

Warnhinweise

Insulin glargin und Lixisenatid - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • das Arzneimittel darf bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder zur Behandlung der diabetischen Ketoazidose nicht angewendet werden
  • Dosierung
    • erfolgt individuell auf Basis des klinischen Ansprechens und wird je nach Insulinbedarf des Patienten titriert
  • Wechsel der Injektionsstelle
    • Patienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren
    • potenzielles Risiko einer verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach Insulininjektionen an Stellen mit diesen Reaktionen
    • bei einem plötzlichen Wechsel der Injektionsstelle zu einem nicht betroffenen Bereich darüber berichtet, dass dies zu Hypoglykämie führte
    • nach einem Wechsel des Injektionsbereichs wird eine Überwachung des Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden
  • Hypoglykämie
    • Hypoglykämie war die am häufigsten berichtete beobachtete Nebenwirkung während der Therapie
      • Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Arzneimittel-Dosis höher als erforderlich ist
    • besondere Berücksichtigung und ggf. Dosisanpassung in Betracht ziehen bei Vorliegen von Faktoren, die zu einer Verstärkung der Hypoglykämieneigung führen, wie
      • Wechsel des Injektionsgebietes
      • Verbesserung der Insulinempfindlichkeit (z.B. wenn Stressfaktoren entfallen)
      • ungewohnte, stärkere oder längere körperliche Anstrengung
      • interkurrierende Erkrankungen (z.B. Erbrechen, Durchfall)
      • unzureichende Nahrungsaufnahme
      • versäumte Mahlzeiten
      • Alkoholkonsum
      • bestimmte unkompensierte Störungen des endokrinen Systems (z. B. Unterfunktion der Schilddrüse, des Hypophysenvorderlappens oder Nebennierenrindeninsuffizienz)
      • gleichzeitige Gabe bestimmter anderer Arzneimittel
      • Lixisenatid und/oder Insulin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen; daher darf das Arzneimittel nicht in Kombination mit Sulfonylharnstoff gegeben werden
    • Dosierung des Arzneimittels erfolgt individuell auf Basis des klinischen Ansprechens und wird je nach Insulinbedarf des Patienten titriert (siehe Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
  • Akute Pankreatitis
    • Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten (GlucagonGlucagon-like peptide 1, GLP-1) mit einem Risiko für die Entwicklung einer akuten Pankreatitis assoziiert
    • Lixisenatid: einige Fälle von akuter Pankreatitis unter der Anwendung berichtet, jedoch kausaler Zusammenhang nicht nachgewiesen
    • Aufklärung der Patienten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis, d.h. anhaltende starke Bauchschmerzen, empfohlen
    • wird eine Pankreatitis vermutet, Behandlung mit dem Arzneimittel absetzen
      • bei bestätigter Diagnose einer akuten Pankreatitist darf Lixisenatid nicht mehr angewendet werden
    • Vorsicht bei Patienten mit Pankreatitis in der Anamnese
  • Schwere Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Auftreten gastrointestinaler Nebenwirkungen bei Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten möglich
    • bei Patienten mit schweren Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, einschließlich schwerer Gastroparese, wurde das Arzneimittel nicht untersucht,
      • daher wird die Anwendung bei diesen Patienten nicht empfohlen
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
    • bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.) oder terminaler Niereninsuffizienz: keine therapeutischen Erfahrungen vorliegend
    • Anwendung bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz nicht empfohlen
  • gleichzeitig angewendete Arzneimittel
    • Verzögerung der Magenentleerung unter Lixisenatid kann die Resorptionsrate oraler Arzneimittel senken
    • Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die eine schnelle gastrointestinale Resorption oder eine sorgfältige klinische Überwachung erfordern oder die eine enge therapeutische Breite haben, sollten das Arzneimittel mit Vorsicht anwenden
  • Dehydratation
    • Patienten auf das potenzielle Dehydrierungsrisiko im Zusammenhang mit möglichen gastrointestinalen Nebenwirkungen unter der Therapie hinweisen und Vorkehrungen gegen einen Flüssigkeitsverlust treffen
  • Bildung von Antikörpern
    • Anwendung des Arzneimittels kann zur Bildung von Antikörpern gegen Insulin glargin und/oder Lixisenatid führen
    • in seltenen Fällen kann das Vorhandensein solcher Antikörper eine Anpassung der Arzneimitteldosis erforderlich machen, um eine Neigung zu Hyper- oder Hypoglykämien auszugleichen
  • Vermeidung von Medikationsfehlern
    • Patienten müssen angewiesen werden, stets vor jeder Injektion zu überprüfen, dass die verordnete Verabreichungsgröße des Arzneimittels verwendet wird, um versehentliche Verwechslungen zwischen den erhältlichen Verabreichungsgrößen mit unterschiedlichen Dosierungsbereichen und Verwechslungen mit anderen injizierbaren Antidiabetika zu vermeiden
    • um Dosierungsfehler und eventuelle Überdosierungen zu vermeiden, dürfen sowohl die Patienten als auch das medizinische Fachpersonal das Arzneimittel niemals mit einer Spritze aus der Patrone des Fertigpens entnehmen
  • Nicht untersuchte Populationen
    • wurde nicht in Kombination mit DPP-4-Inhibitoren, Sulfonylharnstoffen, Gliniden, Piogiltazon und SGLT-2-Inhibitoren untersucht