SULMYCIN M CELESTAN V
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 G | 25,12 € |
| N2 | 50 G | 48,52 € |
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Indikation
- Dermatosen, die einer Behandlung mit einem stark wirksamen Glukokortikoid bedürfen bei gleichzeitiger Superinfektion mit Gentamicin-empfindlichen Erregern
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Creme enthält: 1,22 mg Betamethasonvalerat (Ph. Eur.) (entsprechend 1 mg Betamethason) und 1,67 mg Gentamicinsulfat (entsprechend 1 mg Gentamicin)
- Dermatosen, die einer Behandlung mit einem stark wirksamen Glukokortikoid bedürfen bei gleichzeitiger Superinfektion mit Gentamicin-empfindlichen Erregern
- Erwachsene
- 2 bis 3mal / Tag dünn auftragen
- Kinder
- 1mal / Tag dünn auftragen
- bei Kindern nur kurzfristig und kleinflächig anwenden
- bei Behandlung mit Kortikoidpräparaten allg. erhöhte Vorsicht geboten (im Vergleich zum Erwachsenen kann es zu einer erhöhten Aufnahme des Kortikoids durch die kindliche Haut kommen)
- Häufigkeit kann im Verlauf der Besserung reduziert werden
- Behandlungsdauer
- Erwachsene: 7 - 10 Tage
- Kinder: max. 7 Tage
- sobald klinisch vertretbar (d. h. entweder eine mit einem stark wirksamen Glukokortikoid behandlungsbedürftige Dermatose oder eine Superinfektion mit Gentamicin-empfindlichen Erregern liegt nicht mehr vor):
- Weiterbehandlung als Monotherapie mit einem Glukokortikoid (ggf. auch mit einem schwächer wirksamen topischen Glukokortikoid) bzw. einem Antibiotikum
- Säuglinge und Kleinkinder < 1 Jahr
- kontraindiziert
- fortgeschrittene Niereninsuffizienz
- kontraindiziert
- Erwachsene
Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegen:
- Betamethasonvalerat
- Gentamicin
- einen der sonstigen Bestandteile
- andere Arzneistoffe vom Typ der Glukokortikoide bzw. Aminoglykosid-Antibiotika
- primär durch Bakterien oder Viren verursachte Hauterkrankungen
- Schwangerschaft 1. Trimenon
- virale Infekte, einschließlich:
- Impfreaktionen
- Windpocken
- Tuberkulose der Haut
- Lues der Haut
- Virusinfektionen der Haut
- Herpes simplex
- Herpes zoster
- Rosacea und Rosacea-artige Dermatitis
- Dermatomykosen
- gleichzeitige systemische Anwendung von Aminoglykosid-Antibiotika (Gefahr toxischer Serumspiegel)
- fortgeschrittene Niereninsuffizienz
- Säuglinge und Kleinkinder < 1 Jahr
- Anwendung im Gehörgang, am Auge und auf den Schleimhäuten
- Langzeitbehandlung, Anwendung auf großen Hautflächen und/oder Behandlung unter Okklusivverband vermieden (mögliche Wirkstoffresorption)
Nebenwirkungen
- sehr selten
- Überempfindlichkeit
- Ausschlag
- Hautverfärbung
- unter der Behandlung mit topischen Kortikosteroiden, insbesondere bei Verwendung von Okklusivverbänden
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Brennen, Jucken, Irritationen, Trockenheit, Follikulitis, Änderungen der Hautpigmentierung, Steroid-Akne, Akne-ähnlicher Hautausschlag, Erweiterung kleiner, oberflächlicher Hautgefäße, Hypertrichose, Rosacea-artige (periorale) Dermatitis, Rötung, allergische Kontaktdermatitis, Mazeration der Haut, Hautatrophie, Striae und Miliaria
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Sekundärinfektionen
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten
- Hautreizungen, die auf eine individuelle Überempfindlichkeit gegenüber Gentamicin zurückzuführen sind
- topische Applikation von Gentamicin kann zu
- Störungen der Wundgranulation führen
- zu oto-, vestibular- und nephrotoxischen Erscheinungen, insbesondere bei wiederholter Anwendung von Gentamicin auf großflächigen Wunden
- Häufigkeit nicht bekannt
- Verschwommenes Sehen
- Kinder und Jugendliche
- Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
- Symptome: niedrige Plasma-Kortisol- Spiegel, fehlendes Ansprechen auf eine ACTH-Stimulation
- Cushing-Syndrom
- Wachstumsverzögerung
- verminderte Gewichtszunahme
- Hirndrucksteigerung (intrakranielle Hypertension)
- Symptome: Vorwölbung der Fontanelle, Kopfschmerzen und eine beidseitige Schwellung des Sehnervs (bilaterales Papillenödem)
- Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
Anwendungshinweise
- dünn auf die erkrankten Hautstellen auftragen
- behandelte Hautfläche max. 10% der Körperoberfläche
- Behandlung unter Okklusivverband wegen der Gefahr einer möglichen Resorption von Betamethasonvalerat vermeiden
- Creme dem Hauttyp und dem jeweiligen Krankheitsstadium anpassen
- Anwendung der Creme vorzugsweise bei fettiger Haut, nässenden, juckenden, brennenden und seborrhoischen Hautkrankheiten, in den Körperfalten, im akuten Stadium
- zur Anwendung auf trockener, schuppender und verhornter Haut: Salbe verwenden
Stillzeithinweise
- Anwendung während der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- großflächige oder langfristige Anwendung sowie der Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien vermeiden
- keine Daten zum Übertritt von Betamethason in die Muttermilch
- andere Glukokortikoide und Gentamicin gehen in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
- Anwendung während des 1. Trimenons der Schwangerschaft kontraindiziert
- Anwendung während des 2. und 3. Trimenons der Schwangerschaft nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung
- großflächige oder langfristige Anwendung während der Schwangerschaft vermeiden
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung des Arzneimittels bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien mit den in dem Arzneimittel enthaltenen Wirkstoffen zeigten Reproduktionstoxizität
Warnhinweise
- Nebenwirkungen, die für systemisch angewendete Glukokortikoide berichtet werden (einschl. eingeschränkter Nebennierenrindenfunktion): ebenso bei äußerlich angewendeten Glukokortikoiden nach systemischer Resorption möglich
- dies gilt besonders für Kleinkinder und Kinder
- systemische Resorption von topisch applizierten Glukokortikoiden steigt i. A. mit
- der Wirkungsstärke der Glukokortikoide
- der Anwendungsdauer
- dem Ausmaß der behandelten Körperoberfläche
- Patienten, die hohe Dosen eines stark wirksamen Glukokortikoids wie Betamethasonvalerat auf ausgedehnten Körperoberflächen erhalten, in regelmäßigen Abständen bzgl. der suppressiven Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse kontrollieren
- bei Auftreten einer Suppression:
- Creme absetzen oder
- Anwendungshäufigkeit reduzieren oder
- Umstellung auf schwächer wirksames Glukokortikoid-haltiges Präparat
- Normalisierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Funktion tritt vollständig und unmittelbar nach Absetzen des Arzneimittels
- selten können Absetzphänomene auftreten, die eine ergänzende systemische Glukokortikoidgabe erfordern
- bei Auftreten einer Suppression:
- bei systemischen und topischen (einschl. intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten
- bei Symptomen wie verschwommenes Sehen oder anderen Sehstörungen:
- Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen der Sehstörung
- z. B. Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), wurden nach Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet
- bei Symptomen wie verschwommenes Sehen oder anderen Sehstörungen:
- Gentamicin-haltige Arzneimittel sollten sorgfältig für die jeweilige Therapie ausgewählt werden
- Anwendung nur, wenn ein Ansprechen auf antiseptische Maßnahmen nicht zeitnah erfolgt, diesesnicht ausreicht bzw. die antiseptische Therapie kontraindiziert ist
- Kreuzallergie unter Aminoglykosiden wurde aufgezeigt
- Gentamicin-Allergie, ausgelöst durch Gentamicin-haltige äußerlich anzuwendende Präparate (z. B. Cremes/Salben), schließt spätere Anwendung von Gentamicin und anderen Aminoglykosiden in Form von z. B. Infusionen aus
- gelegentlich führt längerfristige topische Anwendung von Antibiotika zur Besiedelung durch nicht empfindliche Erreger einschließl. Pilze
- in diesem Fall oder bei Auftreten von Hautirritationen, allergischen Reaktionen oder Superinfektionen Behandlung mit Gentamicin abbrechen und geeignete Therapie einleiten
- systemische Resorption von topisch appliziertem Gentamicin kann bei Behandlung großflächiger Hautbezirke, v. a. über längere Zeit oder bei Hautrissen, erhöht sein
- Vorsichten geboten, insbesondere bei Kindern (Möglichkeit von Nebenwirkungen, die auch nach systemischer Anwendung von Gentamicin vorkommen)
- neuromuskulär blockierende Wirkung von Aminoglykosiden bei systemischer Resorption: vorsichtige Anwendung bei Patienten mit
- Myasthenia gravis
- Parkinson
- anderen Erkrankungen mit muskulärer Schwäche
- gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln mit neuromuskulär blockierender Wirkung
- aufgrund ggf. enthaltener Hilfsstoffe
- bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex: bei Anwendung der Creme im Genital- oder Analbereich kann es zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen
- kann es örtlich begrenzt zu Hautreizungen kommen
- Creme nicht auf Wunden oder Ulcera cruris auftragen