SYNACTHEN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X1 ML | 25,79 € |
| N2 | 10X1 ML | 142,84 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Diagnostisch
- bei Verdacht auf Unterfunktion der Nebennierenrinde
- Therapeutisch
- West-Syndrom
- Hinweis
- da das Arzneimittel - im Gegensatz zu der Depot-Zubereitung - i.m und i.v. appliziert werden kann, wird es anstelle der Depot-Form von Tetracosactid eingesetzt, wenn die i.v.-Gabe einer i.m.-Injektion vorzuziehen ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 0,25 mg Tetracosactid
- diagnostisch: bei Verdacht auf Unterfunktion der Nebennierenrinde
- Kurztest
- man misst die Konzentration des Cortisols im Plasma unmittelbar vor und genau 30 Minuten nach einer i.m. oder i.v. Injektion von 0,25 mg Tetracosactid
- Beurteilung
- wenn das Plasmacortisol um mindestens 200 nmol / l (70 µg / l) ansteigt, d.h. wenn der Wert 30 Minuten nach der Injektion 500 nmo l/ l (180 µg / l) übersteigt, darf die Nebennierenrinden-Funktion als normal angesehen werden
- sämtliche Plasmaproben müssen bis zur Bestimmung des Plasma-Cortisol-Spiegels im Kühlschrank aufbewahrt werden
- Infusionstest
- bei unklarem Ausfall des Kurztestes und zur Bestimmung der Reservekapazität der Nebennierenrinde
- hier wird während einer Dauer von 4 - 8 Stunden insgesamt 0,25 mg i.v. infundiert
- dabei wird der Verlauf der Plasma-Hydroxykortikosteroide gemessen
- eventuell werden zusätzlich im 24-Stunden-Urin die 17-Hydroxykortikosteroide und die 17-Ketosteroide bestimmt
- Kurztest
- therapeutisch
- anstelle des Tetacosactid-Depot-Präparates, wenn i.v. Gabe einer i.m. Injektion vorzuziehen ist
- niedrigste wirksame Dosis wählen
- Dosisreduktion hat langsam zu erfolgen
- nach Langzeitbehandlung:
- relative Insuffizienz der Hypophysen-Nebennierenrinden-Regulation möglich
- kann nach Therapieende noch einige Monate anhalten
- adäquate Substitutionstherapie erforderlich
- bei operativen Eingriffen oder verletzungsbedingten Stresssituationen während oder bis zu einem Jahr nach Beendigung der Therapie kann eine Erhöhung der Dosis bzw. eine Wiederaufnahme der Therapie mit Tetracosactid erforderlich werden
- Anwendungsdauer
- richtet sich nach dem klinischen Bild
- geriatrische Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Daten, dass Dosisanpassung erforderlich ist
- Hinweis:
- liefert der 30-Minuten-Test (Kurztest) kein eindeutiges Ergebnis oder ist Ziel die Bestimmung der Reservekapazität der Nebennierenrinde, kann der 5-Stunden-Test mit der Depot-Form von Tetracosactid durchgeführt werden
- Niereninsuffizienz
- kontraindiziert
- keine Studien vorhanden
- Leberfunktionsstörungen
- keine Studien vorliegend
Kontraindikationen
Tetracosactid - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Tetracosactid und/oder ACTH
- akute Psychosen
- Infektionskrankheiten
- Magen- und Duodenalulzera
- schwere Osteoporose
- therapierefraktäre Herzinsuffizienz
- Cushing-Syndrom
- adrenogenitales Syndrom
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
- Niereninsuffizienz
- Nephrosklerose
- chronische Nephritis
- Amyloidose
- Thrombophlebitis
- Dekubitalulzera
- Phäochromozytom
- Behandlung von Asthma oder anderen allergischen Affektionen als Grundkrankheit
- Behandlung der primäre Nebennierenrinden-Insuffizienz
- weitere Einschränkungen können hinsichtlich des Anwendungsalters bestehen: z.B. Früh- und Neugeborene (0 bis 30 Tage alt); es gilt hierfür die jeweilige Herstellerinformation zu beachten
Nebenwirkungen
Tetracosactid - invasiv
Hinweis: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) können auf Tetracosactid oder auf die Stimulation der Glucocorticoid- und Mineralocorticoid- Sekretion während der Anwendung zurückzuführen sein; durch die Stimulation der Gluco- und Mineralocorticoidsekretion kann es zu Nebenwirkungen kommen, die qualitativ den Nebenwirkungen einer Corticoidtherapie entsprechen
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- welche bei Patienten, die an allergischen Erscheinungen (insbesondere Asthma) leiden oder zu Allergien neigen, vermehrt schwerer Natur (anaphylaktischer Schock) sind, wie
- Hautreaktionen an der Verabreichungsstelle
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Urtikaria
- Pruritus
- Flush-Syndrom
- Unwohlsein
- Dyspnoe
- angioneurotische Ödeme
- Quincke Ödeme
- welche bei Patienten, die an allergischen Erscheinungen (insbesondere Asthma) leiden oder zu Allergien neigen, vermehrt schwerer Natur (anaphylaktischer Schock) sind, wie
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
Nebenwirkungen als Folge der erhöhten Ausschüttung von Nebennierenrindenhormonen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Abszess
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukozytose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cushing-Syndrom
- Wachstumsstörungen bei Kindern
- Hyperglykämie
- pathologische Glukosetoleranz
- Manifestation eines latenten Diabetes mellitus
- Hirsutismus und Virilisierungserscheinungen bei Frauen
- Menstruationsstörungen
- Nebennierenhämorrhagien
- sekundäres mangelndes Ansprechen von Nebenniere und Hypophyse
- verringerte Kohlenhydrat-Toleranz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- gesteigerter Appetit
- Gewichtszunahme
- Natrium-und Wasserretention
- Hypokaliämie
- Hypocalcämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychische Störungen
- Psychosegefahr (Entwicklung von Wahnvorstellungen und Halluzinationen)
- Störungen der Stimmung
- Schlafstörungen
- Psychische Störungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle
- erhöhter intrakranieller Druck mit Papillenödem (üblicherweise nach Therapie)
- Schwindel
- Kopfschmerz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kataraktentwicklung
- erhöhter Augeninnendruck
- Glaukom
- Exophthalmus
- Makuladegeneration
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutdruckanstieg
- Dekompensation einer bestehenden Herzinsuffizienz
- reversible Myokardhypertrophie bei Säuglingen und Kleinkindern
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefässerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thromboembolien
- nekrotisierende Vaskulitis
- Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- peptische Ulzerationen (unter Umständen mit Perforation und Blutungen)
- Pankreatitis
- ulzerative Ösophagitis
- Blähungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Wundheilungsstörungen
- Petechien und Ekchymosen
- Steroidakne
- Hyperpigmentation der Haut
- Hyperhidrose
- dünne, brüchige Haut (Hautatrophie)
- Erythem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Osteoporose
- Muskelschwäche
- Steroid-Myopathie
- pathologische Frakturen von Röhrenknochen
- aseptische Hüft- und Humeruskopfnekrosen
- vertebrale Kompressionsfrakturen
- Sehnenrupturen
- Abnahme der Muskelmasse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierensteinbildung
- Zeichen der Nebenniereninsuffizienz (unter besonderen Belastungen)
- Nierenschäden (vereinzelt)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Wachstumsverzögerung
- Gewichtszunahme
- Wundheilungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ergebnisse von Hauttests können verfälscht sein
- negative Stickstoffbilanz (vereinzelt durch Proteinkatabolisierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Arzneimittel darf nur unter medizinischer Überwachung angewendet werden
- Arzneimittel wird als i.v. Injektion oder als Infusion in Glukoselösung (5% oder 12,5%) oder physiologischer Kochsalzlösung (0,9%) angewendet
- Ringeracetat-Lösung, Mannit- oder Sorbit-haltige Lösungen eignen sich nicht
- nur frisch zubereitete Lösungen verwenden und Infusion muss aus Stabilitätsgründen nach 4 Stunden beendet sein
- Inhalt der geöffneten Ampulle ist sofort zu verwenden
- Zusatz von Tetracosactid zu Blut- und Plasma-Transfusionen nicht zweckmässig, da bei längerem Kontakt die im Blut enthaltenen Fermente Tetracosactid abbauen können
Stillzeithinweise
Tetracosactid - invasiv
- wegen des ungeklärten Risikos für den Säugling ist Tetracosactid in der Stillzeit kontraindiziert
- nicht bekannt, ob Tetracosactid mit der Muttermilch ausgeschieden wird und beim Säugling zu unerwünschten Wirkungen führen kann
- ist bei den durch Wirkstoff vermehrt freigesetzten Glucocorticoiden der Fall
Schwangerschaftshinweise
Tetracosactid - invasiv
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Tetracosactid(hexaacetat) bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- potentielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
- Fertilität
- keine Daten über die Wirkungen von Tetracosactid(hexaacetat) und seinen Metaboliten auf die Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Tetracosactid - invasiv
- Tetracosactid darf nur unter medizinischer Überwachung angewendet werden
- Diabetes mellitus / Hypertonie
- bei Diabetes mellitus und mittelschwerer oder schwerer Hypertonie muss die medikamentöse Behandlung des Grundleidens neu eingestellt werden
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung bei Behandlung von
- unspezifischer ulzerativer Colitis
- Divertikulitis
- frischer intestinaler Anastomosierung
- Niereninsuffizienz
- Hypertonie
- Disposition für Thromboembolien
- Osteoporose
- Myasthenia gravis
- Allergien/Asthma
- Patienten, die neben der zu behandelnden Grundkrankheit zu Allergien (insbesondere Asthma) neigen oder an einer allergischen Krankheit leiden, dürfen nur dann mit Tetracosactid behandelt werden, wenn andere Maßnahmen nicht zur gewünschten Reaktion führen und der Schweregrad der Erkrankung es rechtfertigt
- Tetracosactid-Test darf bei Allergikern nur durchgeführt werden, wenn vorher noch keine ACTH-Präparate verabreicht worden sind
- Arzt muss darauf vorbereitet sein, eine etwaige anaphylaktische Reaktion nach der Injektion von Tetracosactid sofort zu behandeln
- vor der Anwendung
- vor diagnostischer oder therapeutischer Anwendung von Tetracosactid muss sich der Arzt erkundigen, ob der Patient
- an allergischen Krankheiten - insbesondere Asthma - leidet oder allgemein zu Allergien neigt
- schon früher mit ACTH-Präparaten behandelt worden ist, und sich vergewissern, dass dabei keine Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind
- vor diagnostischer oder therapeutischer Anwendung von Tetracosactid muss sich der Arzt erkundigen, ob der Patient
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- treten während oder nach einer Gabe lokale oder systemische Überempfindlichkeitsreaktionen auf, so ist Tetracosactid abzusetzen und ACTH-Präparate dürfen nicht mehr angewendet werden
- entsprechende Reaktionen können z. B. sein:
- starke Rötung und Schmerzen am Verabreichungsort
- Urtikaria
- Juckreiz
- Hitzewallung
- ausgeprägtes Unwohlsein
- Dyspnoe
- Atemnot
- diese Reaktionen treten innerhalb von 30 Minuten nach Gabe auf
- Patient muss deshalb während dieser Zeit überwacht werden
- kommt es zu einer schweren anaphylaktischen Reaktion werden die folgenden Notfallmaßnahmen empfohlen:
- Adrenalin (0,4 - 1 ml einer Lösung von 1‰ i. m. oder 0,1 - 0,2 ml einer Lösung von 1‰ in 10 ml physiologischer Kochsalzlösung langsam i. v.)
- sowie Corticosteroide i. v. in hohen Dosen (z. B. Prednisolon 1 - 2 g, evtl. wiederholt)
- Glaukom/Katarakt
- Glaukom und Katarakt können sich bei Langzeitbehandlung mit Tetracosactid entwickeln
- psychischen Veränderungen
- unter Tetracosactid -Behandlung kann es zu psychischen Veränderungen kommen z. B.
- Euphorie
- Insomnie
- Stimmungsschwankungen
- Persönlichkeitsveränderungen
- schwere Depression
- (eindeutig) psychotische Symptome
- bestehende emotionelle Instabilität oder psychotische Tendenzen können verstärkt werden
- unter Tetracosactid -Behandlung kann es zu psychischen Veränderungen kommen z. B.
- Herpes corneae
- Anwendung von Tetracosatid nur mit äußerster Vorsicht bei Patienten mit Herpes corneae (wegen des Risikos einer Hornhautperforation)
- Amöbiasis
- latente Amöbiasis kann aktiviert werden
- vor Anwendung von Tetracosactid sollte latente oder aktive Amöbiasis ausgeschlossen werden
- Tuberkulose
- wenn Tetracosactid bei Patienten mit latenter Tuberkulose oder positivem Tuberkulintest angewendet werden muss, ist eine enge Überwachung erforderlich, weil die Reaktivierung einer latenten Tuberkulose möglich ist
- während einer Langzeittherapie sollten diese Patienten eine Tuberkuloseprophylaxe erhalten
- Impfungen
- wegen der reduzierten Antikörper-Antwort dürfen während der Behandlung mit Tetracosactid keine Lebendvirusimpfstoffe wie z. B. die Pockenschutzimpfung verabreicht werden
- alle anderen Immunisierungen dürfen wegen reduzierter Antikörper-Antwort nur mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden
- durch die Verabreichung von Tetracosactid kann es insbesondere bei längerer Anwendung zu erhöhtem Infektionsrisiko kommen
- Kinder
- bei Langzeitanwendung:
- in regelmäßigen Abständen Echokardiographie durchführen, weil während einer Langzeitbehandlung mit hohen Dosen eine myokardiale Hypertrophie auftreten kann
- Wachstum von Kindern muss während Langzeitbehandlung überwacht werden
- wenn die Patienten sorgfältig auf eine individuelle Dosis eingestellt sind, ist es unwahrscheinlich, dass das Wachstum von Kindern gehemmt wird
- bei Langzeitanwendung:
- verstärkte Wirkung
- bei Patienten mit einer Hypothyreose oder Leberzirrhose kann Tetracosactid verstärkt wirken
- Natrium- und Wasserretention
- lässt sich oft durch eine salzarme Diät vermeiden oder beheben
- bei langfristiger Behandlung kann gelegentlich eine zusätzliche Gabe von Kalium erforderlich sein
- Verletzungen/Operationen nach Behandlung
- bei Patienten, die während oder innerhalb eines Jahres nach der Behandlung eine Verletzung erleiden oder sich einer Operation unterziehen, sollte dem damit verbundenen Stress durch eine Erhöhung der Dosis oder eine Wiederaufnahme der Therapie mit Tetracosactid begegnet werden
- möglicherweise müssen zusätzlich schnell wirkende Corticosteroide verabreicht werden
- Dosis
- zur Kontrolle der jeweiligen Erkrankung soll stets die geringste wirksame Dosis angewendet werden
- falls die Dosis verringert werden muss, soll dies schrittweise geschehen
- Insuffizienz der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse
- eine Langzeitbehandlung führt zu einer relativen Insuffizienz der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse
- diese kann nach Absetzen der Therapie noch einige Monate lang anhalten
- daher sollte eine angemessene Behandlung der Nebennierenrinde in Betracht gezogen werden
- eine Langzeitbehandlung führt zu einer relativen Insuffizienz der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse
- Doping
- Anwendung von Tetracosactid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führe
- Anwendung von Tetracosactid als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen
- Anwendung zur Diagnostik: mangelnde diagnostische Genauigkeit
- beim Tetracosactid-Test kann der Gesamt-Plasmaspiegel von Cortisol nach der Anwendung in bestimmten klinischen Situationen wegen eines veränderten Transcortin-Spiegels irreführend sein
- solche Situationen sind zum Beispiel Patienten, die orale Verhütungsmittel nehmen, postoperative Patienten oder das Vorliegen einer kritischen Erkrankung, einer schweren Lebererkrankung oder eines nephrotischen Syndroms
- unter diesen Umständen können daher alternative Parameter verwendet werden, um die Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) zu beurteilen (z. B. Speichel-Cortisol, Transcortin/Cortisol-Verhältnis (FCI), plasmafreies Cortisol)