Synagis 100mg Injektionslösung 100 mg/ml Dsfl.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X1.0 ML | 1339,98 € |
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Indikation
- Prävention der durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hervorgerufenen schweren Erkrankungen der unteren Atemwege, die Krankenhausaufenthalte erforderlich machen, bei Kindern mit hohem Risiko für RSV-Erkrankungen
- Kinder, die in der 35. Schwangerschaftswoche oder früher geboren wurden und zu Beginn der RSV-Saison jünger als 6 Monate sind
- Kinder unter 2 Jahren, die innerhalb der letzten 6 Monate wegen bronchopulmonaler Dysplasie behandelt wurden
- Kinder unter 2 Jahren mit hämodynamisch signifikanten angeborenen Herzfehlern
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 100 mg Palivizumab
- Prävention der durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hervorgerufenen schweren Erkrankungen der unteren Atemwege
- 15 mg Palivizumab / kg KG 1mal / Monat
- wenn möglich 1. Dosis vor Beginn der RSV-Saison, nachfolgende Dosen monatlich während der RSV-Saison
- Wirksamkeit von Palivizumab in anderen Dosierungen als 15 mg / kg KG oder bei Verabreichung in anderen als monatlichen Intervallen während RSV-Saison nicht belegt
- nur begrenzt Daten für mehr als 5 Dosen / Saison; Nutzen darüber hinaus folglich nicht gesichert
- weitere Empfehlungen
- Kinder, die Palivizumab erhalten und mit RSV ins Krankenhaus aufgenommen werden:
- weiterhin Gabe von Palivizumab 1mal / Monat für die RSV-Saison, um weitere Krankenhausaufenthalte zu vermeiden
- Kinder, die einer Operation unter Anwendung eines kardiopulmonalen Bypasses unterzogen werden
- 15 mg / kg KG Palivizumab, sobald sie postoperativ stabil sind, um ausreichende Palivizumabserumspiegel zu gewährleisten
- während der restlichen RSV-Saison sollten die nachfolgenden Dosen bei Kindern mit nach wie vor bestehendem hohen Risiko, an einer SV-Infektion zu erkranken, monatlich fortgesetzt werden
- Kinder, die Palivizumab erhalten und mit RSV ins Krankenhaus aufgenommen werden:
Kontraindikationen
Palivizumab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Palivizumab oder gegen andere humanisierte monoklonale Antikörper
Nebenwirkungen
Palivizumab - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie (nach Markteinführung beobachtet)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaxie
- anaphylaktischer Schock (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang; nach Markteinführung beobachtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle (nach Markteinführung beobachtet)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Apnoe (nach Markteinführung beobachtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Asthma
- bei Frühgeborenen, die Palivizumab erhielten, wurde ein geringer Anstieg in der Häufigkeit von Asthma in Beobachtungsstudien beobachtet; ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch ungewiss
- Asthma
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria (nach Markteinführung beobachtet)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pyrexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Palivizumab wird intramuskulär verabreicht, vorzugsweise in die anterolaterale Seite des Oberschenkels
- M. glutaeus nicht routinemäßig als Injektionsstelle wählen (Risiko einer Schädigung des Ischiasnervs)
- Injektion unter Einhaltung einer standardisierten aseptischen Technik verabreichen
- Injektionsvolumen von mehr als 1 ml als geteilte Dosen verabreichen
- gebrauchsfertige Darreichungsform
- weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Palivizumab - invasiv
- nicht zutreffend, da Palivizumab nicht zur Anwendung bei Erwachsenen angezeigt ist
- keine Daten
Schwangerschaftshinweise
Palivizumab - invasiv
- nicht zutreffend, da Palivizumab nicht zur Anwendung bei Erwachsenen angezeigt ist
- keine Daten zu Fertilität und Schwangerschaft
Warnhinweise
Palivizumab - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- allergische Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischer Schock
- über allergische Reaktionen, einschließlich sehr seltener Fälle von Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, nach der Verabreichung von Palivizumab wurde berichtet
- in einigen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
- es sollten Medikamente zur sofortigen Behandlung von schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, nach der Verabreichung von Palivizumab verfügbar sein
- akute Infektionen oder fieberhafte Erkrankungen
- bei Patienten mit mäßigen bis schweren akuten Infektionen oder fieberhaften Erkrankungen
- zeitlich verschobene Anwendung von Palivizumab gerechtfertigt, es sei denn, dass nach ärztlichem Ermessen diese Verzögerung der Palivizumab-Gabe ein höheres Risiko darstellt
- eine leichte fieberhafte Erkrankung, wie z.B. eine leichte Infektion der oberen Atemwege
- i.d.R. kein Grund, um die Verabreichung von Palivizumab zu verschieben
- bei Patienten mit mäßigen bis schweren akuten Infektionen oder fieberhaften Erkrankungen
- Thrombozytopenie oder anderen Gerinnungsstörungen
- vorsichtige Anwendung von Palivizumab bei Patienten mit Thrombozytopenie oder anderen Gerinnungsstörungen
- Wirksamkeit von Palivizumab in einem 2. Behandlungszyklus während einer darauffolgenden RSV-Saison
- wurde nicht formell in einer Studie mit dieser Zielsetzung untersucht
- das mögliche Risiko in der darauffolgenden Saison, in der die Patienten mit Palivizumab behandelt wurden, verstärkt an RSV-Infektionen zu erkranken, wurde nicht endgültig durch Studien ausgeschlossen, die zur Untersuchung dieses speziellen Punktes durchgeführt wurden