Synagis 50 mg Injektionslösung 100 mg/ml Dsfl.

EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: RSV-Passivimpfstoffe →

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N1 1X0.5 ML 560,64 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Prävention der durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hervorgerufenen schweren Erkrankungen der unteren Atemwege, die Krankenhausaufenthalte erforderlich machen, bei Kindern mit hohem Risiko für RSV-Erkrankungen
    • Kinder, die in der 35. Schwangerschaftswoche oder früher geboren wurden und zu Beginn der RSV-Saison jünger als 6 Monate sind
    • Kinder unter 2 Jahren, die innerhalb der letzten 6 Monate wegen bronchopulmonaler Dysplasie behandelt wurden
    • Kinder unter 2 Jahren mit hämodynamisch signifikanten angeborenen Herzfehlern

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 100 mg Palivizumab

  • Prävention der durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hervorgerufenen schweren Erkrankungen der unteren Atemwege
    • 15 mg Palivizumab / kg KG 1mal / Monat
    • wenn möglich 1. Dosis vor Beginn der RSV-Saison, nachfolgende Dosen monatlich während der RSV-Saison
    • Wirksamkeit von Palivizumab in anderen Dosierungen als 15 mg / kg KG oder bei Verabreichung in anderen als monatlichen Intervallen während RSV-Saison nicht belegt
    • nur begrenzt Daten für mehr als 5 Dosen / Saison; Nutzen darüber hinaus folglich nicht gesichert
    • weitere Empfehlungen
      • Kinder, die Palivizumab erhalten und mit RSV ins Krankenhaus aufgenommen werden:
        • weiterhin Gabe von Palivizumab 1mal / Monat für die RSV-Saison, um weitere Krankenhausaufenthalte zu vermeiden
      • Kinder, die einer Operation unter Anwendung eines kardiopulmonalen Bypasses unterzogen werden
        • 15 mg / kg KG Palivizumab, sobald sie postoperativ stabil sind, um ausreichende Palivizumabserumspiegel zu gewährleisten
        • während der restlichen RSV-Saison sollten die nachfolgenden Dosen bei Kindern mit nach wie vor bestehendem hohen Risiko, an einer SV-Infektion zu erkranken, monatlich fortgesetzt werden

Kontraindikationen

Palivizumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Palivizumab oder gegen andere humanisierte monoklonale Antikörper

Nebenwirkungen

Palivizumab - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Thrombozytopenie (nach Markteinführung beobachtet)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anaphylaxie
      • anaphylaktischer Schock (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang; nach Markteinführung beobachtet)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfälle (nach Markteinführung beobachtet)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Apnoe (nach Markteinführung beobachtet)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Asthma
        • bei Frühgeborenen, die Palivizumab erhielten, wurde ein geringer Anstieg in der Häufigkeit von Asthma in Beobachtungsstudien beobachtet; ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch ungewiss
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria (nach Markteinführung beobachtet)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pyrexie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • Palivizumab wird intramuskulär verabreicht, vorzugsweise in die anterolaterale Seite des Oberschenkels
  • M. glutaeus nicht routinemäßig als Injektionsstelle wählen (Risiko einer Schädigung des Ischiasnervs)
  • Injektion unter Einhaltung einer standardisierten aseptischen Technik verabreichen
  • Injektionsvolumen von mehr als 1 ml als geteilte Dosen verabreichen
  • gebrauchsfertige Darreichungsform
  • weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Palivizumab - invasiv
  • nicht zutreffend, da Palivizumab nicht zur Anwendung bei Erwachsenen angezeigt ist
  • keine Daten

Schwangerschaftshinweise

Palivizumab - invasiv
  • nicht zutreffend, da Palivizumab nicht zur Anwendung bei Erwachsenen angezeigt ist
  • keine Daten zu Fertilität und Schwangerschaft

Warnhinweise

Palivizumab - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • allergische Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischer Schock
    • über allergische Reaktionen, einschließlich sehr seltener Fälle von Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, nach der Verabreichung von Palivizumab wurde berichtet
    • in einigen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
    • es sollten Medikamente zur sofortigen Behandlung von schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, nach der Verabreichung von Palivizumab verfügbar sein
  • akute Infektionen oder fieberhafte Erkrankungen
    • bei Patienten mit mäßigen bis schweren akuten Infektionen oder fieberhaften Erkrankungen
      • zeitlich verschobene Anwendung von Palivizumab gerechtfertigt, es sei denn, dass nach ärztlichem Ermessen diese Verzögerung der Palivizumab-Gabe ein höheres Risiko darstellt
    • eine leichte fieberhafte Erkrankung, wie z.B. eine leichte Infektion der oberen Atemwege
      • i.d.R. kein Grund, um die Verabreichung von Palivizumab zu verschieben
  • Thrombozytopenie oder anderen Gerinnungsstörungen
    • vorsichtige Anwendung von Palivizumab bei Patienten mit Thrombozytopenie oder anderen Gerinnungsstörungen
  • Wirksamkeit von Palivizumab in einem 2. Behandlungszyklus während einer darauffolgenden RSV-Saison
    • wurde nicht formell in einer Studie mit dieser Zielsetzung untersucht
    • das mögliche Risiko in der darauffolgenden Saison, in der die Patienten mit Palivizumab behandelt wurden, verstärkt an RSV-Infektionen zu erkranken, wurde nicht endgültig durch Studien ausgeschlossen, die zur Untersuchung dieses speziellen Punktes durchgeführt wurden