TAKHZYRO 300 mg Injektionslösung i.e.Fertigspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 10801,68 € |
| – | 2 ST | 21545,70 € |
| – | 6 ST | 64521,81 € |
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Indikation
Patienten >/= 2 Jahre
- routinemäßige Prophylaxe von wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems (HAE)
Dosierung
Basiseinheit: 1 Fertigspritze oder Fertigpen enthält 300 mg Lanadelumab in 2 ml Lösung
- routinemäßige Prophylaxe von wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems (HAE)
- nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen
- Patienten >/= 12 Jahre bis < 18 Jahre
- initial: 300 mg Lanadelumab alle 2 Wochen
- Patienten, die unter einer Behandlung attackenfrei sind
- ggf. Dosisreduzierung auf 300 mg Lanadelumab alle 4 Wochen, insbesondere bei Patienten mit geringem KG
- Patienten < 40 kg KG
- initial: 150 mg Lanadelumab alle 2 Wochen in Erwägung ziehen
- Patienten, die unter einer Behandlung attackenfrei sind
- ggf. Dosisreduzierung auf 150 mg Lanadelumab alle 4 Wochen
- Patienten 2 - < 12 Jahre
- Dosierung nach Körpergewicht und Verabreichung nur über eine Fertigspritze
- Fertigpen wurde nicht untersucht und darf deshalb nicht angewendet werden
- Patienten mit einem Körpergewicht von 20 -< 40 kg, die stabil attackenfrei sind, können bei Vollendung des 12. Lebensjahres die Behandlung mit der gleichen Dosis fortsetzen
- empfohlene Dosis
- 10 - < 20 kg
- initial: 150 mg Lanadelumab alle 4 Wochen
- Dosiserhöhung auf 150 mg Lanadelumab alle 3 Wochen kann bei Patienten mit unzureichender Kontrolle der Attacken in Erwägung gezogen werden
- 20 - < 40 kg
- initial: 150 mg Lanadelumab alle 2 Wochen
- Dosisreduktion auf 150 mg Lanadelumab alle 4 Wochen kann bei Patienten, die unter einer Behandlung stabil attackenfrei sind, in Erwägung gezogen werden
- >/= 40 kg
- initial: 300 mg Lanadelumab alle 2 Wochen
- Dosisreduktion auf 300 mg Lanadelumab alle 4 Wochen kann bei Patienten, die unter einer Behandlung stabil attackenfrei sind, in Erwägung gezogen werden
- 10 - < 20 kg
- Patienten mit HAE und normalem C1-Esterase-Inhibitor (nC1-INH), bei denen die Anzahl der Attacken nach 3 Monaten Behandlung nicht ausreichend reduziert wurde, sollte ein Abbrechen der Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Dosierung nach Körpergewicht und Verabreichung nur über eine Fertigspritze
- versäumte Dosen
- Patient ist anzuweisen, die Injektion so schnell wie möglich nachzuholen
- das nachfolgende Dosierungsschema muss abhängig von der beabsichtigten Häufigkeit der Dosisgabe ggf. angepasst werden, um folgende Abstände zu gewährleisten
- Patienten, die alle 2 Wochen eine Dosis erhalten: mind. 10 Tage
- Patienten, die alle 3 Wochen eine Dosis erhalten: mind. 17 Tage
- Patienten, die alle 4 Wochen eine Dosis erhalten: mind: 24 Tage
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Auswirkungen auf die Exposition gegenüber Lanadelumab zu erwarten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- keine Studien durchgeführt
- keine Auswirkungen auf die Exposition gegenüber Lanadelumab zu erwarten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- keine Studien durchgeführt
- keine Auswirkungen auf die Exposition gegenüber Lanadelumab oder auf das Sicherheitsprofil zu erwarten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
Kontraindikationen
Lanadelumab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Lanadelumab
Nebenwirkungen
Lanadelumab - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit, einschl.
- Pruritus
- Unbehagen
- Kribbeln auf der Zunge
- Überempfindlichkeit, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- makulopapulöser Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- Schmerz
- Erythem
- blaue Flecken
- Unbehagen
- Hämatom
- Blutung
- Pruritus
- Schwellung
- Induration
- Parästhesie
- Reaktion
- Wärmegefühl
- Ödem
- Ausschlag
- Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alaninaminotransferase erhöht
- Aspartataminotransferase erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Immunogenität
- Behandlung mit Lanadelumab wurde mit der Bildung behandlungsbedingter Anti-Drug-Antikörper (Anti-Drug Antibodies, ADA) bei 11,9% (10/84) der Studienteilnehmer in Verbindung gebracht
- alle Antikörpertiter waren niedrig
- ADA-Reaktion war bei 20% (2/10) der ADA-positiven Studienteilnehmer vorübergehend; 2,4% (2/84) der mit Lanadelumab behandelten Studienteilnehmer wurden positiv auf neutralisierende Antikörper getestet
- Entwicklung von ADA gegen Lanadelumab, einschl. neutralisierender Antikörper, schien die pharmakokinetischen (PK) und pharmakodynamischen (PD) Profile bzw. das klinische Ansprechen nicht negativ zu beeinflussen
Anwendungshinweise
- Einleitung der Behandlung nur durch einen in der Behandlung von Patienten mit hereditärem Angioödem (HAE) erfahrenen Arztes
- ausschließlich zur s.c. Anwendung vorgesehen
- jede Einheit (Fertigspritze oder Fertigpen) nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen
- Injektion ist auf die empfohlenen Injektionsstellen zu beschränken: Abdomen, Oberschenkel und äußere Oberarme
- Injektionsstellen turnusmäßig wechseln
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 - < 18 Jahre)
- Anwendung nur vom Patienten selbst oder von einer Betreuungsperson, nachdem eine Schulung in der Technik zur s. c. Injektion durch einen Angehörigen der Gesundheitsberufe erfolgt ist
- Kinder >/= 2 - < 12 Jahre
- Verabreichung nur von einer Betreuungsperson, die zuvor von einer medizinischen Fachkraft in der Technik der subkutanen Injektion geschult wurde
Stillzeithinweise
Lanadelumab - invasiv
- nicht bekannt, ob Lanadelumab in die Muttermilch übergeht
- Humane IgG gehen bekanntermaßen während der ersten Tage nach der Geburt in die Muttermilch über, welche kurz danach auf geringe Konzentrationen absinken
- während dieses kurzen Zeitraums kann ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden
- anschließend könnte Lanadelumab während der Stillzeit angewendet werden, wenn eine klinische Notwendigkeit dazu besteht
Schwangerschaftshinweise
Lanadelumab - invasiv
- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Lanadelumab während der Schwangerschaft vermieden werden
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Lanadelumab bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktions- oder Entwicklungstoxizität
- Fertilität
- Wirkung von Lanadelumab auf die Fertilität beim Menschen nicht untersucht
- bei Java-Affen hatte Lanadelumab keine Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität
Warnhinweise
Lanadelumab - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet
- im Falle einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion muss die Anwendung unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
- allgemein
- Lanadelumab ist nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen
- bei einer trotz Behandlung auftretenden Durchbruchs-HAE-Attacke ist eine individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlung mit einer zugelassenen Bedarfsmedikation einzuleiten
- nur begrenzte klinischen Daten zur Anwendung von Lanadelumab bei HAE-Patienten mit normalem C1-INH
- von Patienten mit HAE nC1-INH und Mutationen, die nicht mit der Kaskade des Kallikrein-KininSystems (KKS) assoziiert sind, wird kein Ansprechen auf Lenadelumab erwartet
- es wird empfohlen, nach Möglichkeit genetische Untersuchungen gemäß den aktuellen HAE-Leitlinien durchzuführen und die Behandlung abzusetzen, wenn kein klinisches Ansprechen beobachtet wird
- Beeinflussung von Gerinnungstests
- Lanadelumab kann die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) aufgrund einer Wechselwirkung von Lanadelumab mit dem aPTT-Assay erhöhen
- die im aPTT-Labortest verwendeten Reagenzien initiieren durch die Aktivierung von Plasmakallikrein im Kontaktsystem die intrinsische Gerinnung
- die Hemmung von Plasma-Kallikrein durch Lanadelumab kann die aPTT in diesem Assay erhöhen
- keine der aPTT-Erhöhungen bei mit Lanadelumab behandelten Patienten war mit anomalen unerwünschten Blutungsereignissen assoziiert
- zwischen den Behandlungsgruppen bestanden keine Unterschiede im Hinblick auf die International Normalized Ratio (INR)