TALOXA 600 Tabletten

ACA Müller/ADAG Pharma AG
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Wirkstoff: Felbamat →

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Fachinformationen

Indikation

  • Kombinationsbehandlung mit anderen Antiepileptika von Erwachsenen und Kindern >/= 4 Jahren mit Lennox-Gastaut-Syndrom, die mit allen bisher zur Verfügung stehenden relevanten Antiepileptika nicht ausreichend behandelbar waren
  • Hinweise
    • Arzneimittel ist kein Mittel der ersten Wahl zur Therapie von Epilepsien
    • Arzneimittel wird nach sorgfältig durchgeführter Nutzen/Risiko-Abschätzung unter besonderer Beachtung einer Bluterkrankung, insbesondere aplastischer Anämie, und schwerer Lebertoxizität zur Anwendung bei der oben genannten Indikation empfohlen
    • das möglicherweise durch die Anwendung von Felbamat bedingte Risiko sollte abgewogen werden gegen Gefahren, die aus dem Fehlen einer alternativen Behandlung resultieren
    • nach 2 - 3 Behandlungsmonaten sollte eine sorgfältige Bewertung der Wirksamkeit von Felbamat durchgeführt werden
      • nur die Patienten, die während dieser Zeit eine klinisch bedeutende Herabsetzung der Anfallshäufigkeit oder des Schweregrades der Anfälle erreicht haben, sollten die Behandlung fortführen
    • Patienten müssen vor Behandlungsbeginn über das mögliche Risiko bei der Einnahme von Felbamat informiert werden
    • Patienten sollten darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass die Anwendung von Felbamat in Verbindung gebracht wird mit aplastischer Anämie und Leberversagen, beides möglicherweise zum Tode führende Erkrankungen

Dosierung

  • Kombinationsbehandlung mit anderen Antiepileptika von Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren mit Lennox-Gastaut-Syndrom, die mit allen bisher zur Verfügung stehenden relevanten Antiepileptika nicht ausreichend behandelbar waren
    • Arzneimittel sollte nur unter Aufsicht eines Neurologen oder eines Kinderarztes mit Erfahrung in der Epilepsiebehandlung angewendet werden
    • Felbamat kann in Kombination mit Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital oder Valproinsäure deren Häufigkeit charakteristischer unerwünschter Arzneimittelwirkungen erhöhen
    • Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre
      • Anfangsdosis: 600 - 1200 mg Felbamat / Tag in 2 oder 3 Einzelgaben
      • zu Behandlungsbeginn Dosis der Begleitmedikamente Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und/oder Valproinsäure um 20 - 30% reduzieren
      • Felbamat-Dosis in Intervallen von etwa einer Woche in Schritten von 600 - 1200 mg / Tag erhöhen, verabreicht in 3 - 4 Einzelgaben
      • max. Tagesdosis: 3600 mg verabreicht in 3 - 4 Einzelgaben
      • bei Erhöhung der Felbamat-Dosis sollte eine Dosisanpassung von Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und Valproinsäure in Betracht gezogen werden
      • Wechselwirkungen sind dosisabhängig und unterliegen individuellen Schwankungen von Patient zu Patient, daher Dosisanpassungen der Begleitantiepileptika nicht nur aufgrund der Steady-state-Serumspiegel, sondern auch aufgrund klinischer Gesichtspunkte vornehmen
    • Kinder 4 - 14 Jahre
      • Felbamat kann in Kombination mit Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital oder Valproinsäure deren Häufigkeit charakteristischer unerwünschter Arzneimittelwirkungen erhöhen
      • Anfangsdosis 7,5 - 15 mg Felbamat / kg / Tag in 2 oder 3 Einzelgaben
      • zu Behandlungsbeginn Dosis der Begleitmedikamente Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und/oder Valproinsäure um 20 - 30% reduzieren
      • in Intervallen von wenigstens 1 Woche Felbamat-Dosis in Schritten von 7,5 - 15 mg / kg bis auf eine max. Dosis von 45 mg / kg / Tag erhöhen, verabreicht in 3 bis 4 Einzelgaben
      • max. Tagesdosis: 3600 mg verabreicht in 3 - 4 Einzelgaben
      • bei Erhöhung der Felbamat-Dosis sollte eine Dosisanpassung von Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und Valproinsäure in Betracht gezogen werde
      • Wechselwirkungen sind dosisabhängig und unterliegen individuellen Schwankungen von Patient zu Patient, daher Dosisanpassungen der Begleitantiepileptika nicht nur aufgrund der Steady-state-Serumspiegel, sondern auch aufgrund klinischer Gesichtspunkte vornehmen
    • Behandlungsdauer
      • sorgfältige Bewertung der Wirksamkeit von Felbamat nach 2 - 3 Behandlungsmonaten durchführen
      • nur die Patienten, die während dieser Zeit eine klinisch bedeutende Herabsetzung der Anfallshäufigkeit oder des Schweregrades der Anfälle erreicht haben, sollten die Behandlung fortführen
    • Absetzen von Felbamat
      • Antiepileptika, einschliesslich Felbamat sollten im Allgemeinen nicht plötzlich abgesetzt werden, da sonst die Gefahr einer zunehmenden Anfallshäufigkeit besteht
      • wenn aber der Schweregrad der Nebenwirkungen ein sofortiges Absetzen erfordert, sollte dies bei sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen
      • diese Patienten sollten nicht erneut mit Felbamat behandelt werden

Dosisanpassung

  • Kinder < 4 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Felbamat ist nicht belegt
  • ältere Patienten > 65 Jahre
    • klinische Daten lassen Anwendungsbeschränkungen für Ältere nicht erkennen
    • Dosiserhöhung jedoch mit Vorsicht
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Kreatinin-Clearance < 50 ml / Min. :
      • Halbierung der Anfangsdosis
      • anschließende Dosistitration mit Vorsicht
  • Leberfunktionsstörung bzw. Leberfunktionsstörung in der Krankheitsgeschichte
    • kontraindiziert

Kontraindikationen

Felbamat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Felbamat
  • eine aus der Vorgeschichte bekannte Bluterkrankung oder Leberfunktionsstörung
  • Stillzeit
  • Schwangerschaft

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Felbamat - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Anämie
        • oder deren Kombination
      • Panzytopenie
      • Blutdyskrasie
      • aplastischer Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktischer Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtsabnahme
      • Anorexie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypophosphatämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sprechstörungen
      • Depression
      • Stupor
      • Angst
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit
      • Somnolenz
      • Ataxie
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erhöhte Krampfanfallshäufigkeit
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Doppeltsehen
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Dyspepsie
      • Abdominalschmerzen
      • Diarrhö
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hepatitis
      • akutes (manchmal tödliches) Leberversagen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
        • Stevens- Johnson-Syndrom
        • Ausschlag mit Blasenbildung
        • toxische epidermale Nekrolyse
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Kristallurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gangstörungen

Hinweis

  • Kinder und Jugendliche
    • zeigte ähnliches Nebenwirkungsprofil
    • zusätzlich wurden häufig Infektionen der oberen Atemwege beobachtet
      • Zusammenhang mit der Behandlung ist jedoch nicht wahrscheinlich

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
  • Geschwindigkeit und Ausmass der Resorption von Felbamat werden durch Nahrung nicht beeinflusst

Stillzeithinweise

Felbamat - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
  • Felbamat geht in die Muttermilch über
  • mögliches Risikos einer durch Felbamat induzierten Hepatotoxizität und Knochenmarkssuppression bei Säuglingen

Schwangerschaftshinweise

Felbamat - peroral
  • Felbamat darf bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Kontrazeptiva anwenden, sowie während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig medizinisch indiziert
  • Sicherheit der Anwendung von Felbamat in der Schwangerschaf bisher nicht ausreichend belegt
    • aufgrund möglicher fetaler Knochenmarksuppression und Hepatotoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • müssen während und bis zu einem Monat nach der Behandlung zuverlässige Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden
    • sollen den Rat eines Facharztes einholen
    • wenn eine Frau plant schwanger zu werden, soll die Notwendigkeit einer Behandlung mit Antiepileptika erneut geprüft werden
    • bei Frauen, die wegen einer Epilepsie behandelt werden, ist ein plötzlicher Abbruch der Therapiejedoch zu vermeiden, da dies zu Durchbruchsanfällen führen kann
      • können ernsthafte Folgen für Mutter und ungeborenes Kind haben
      • wenn möglich soll Monotherapie mit minimaler Wirkdosis bevorzugt werden
        • da je nach angewendeten Antiepileptika eine Behandlung mit mehreren Substanzen mit einem höheren Risiko für angeborene Missbildungen verbunden ist als unter Monotherapie
  • Reproduktionsstudien an Ratten und Kaninchen ergaben keinen Hinweis auf Fertilitätsstörungen oder Schädigungen des Fetus, die Plazentaschranke wird jedoch von Felbamat passiert
    • Reproduktionsstudien am Tiermodell lassen sich nicht unmittelbar auf den Menschen übertragen
  • Fertilität
    • Reproduktionsstudien an Ratten und Kaninchen ergaben keinen Hinweis auf eine Felbamat-bedingte Fertilitätsstörung

Warnhinweise

Felbamat - peroral
  • Felbamat sollte nur unter Aufsicht eines Neurologen oder Kinderarztes mit Fachkenntnis in der Epilepsiebehandlung angewendet werden
  • Patienten müssen vor Behandlungsbeginn über mögliches Risiko bei Einnahme von Felbamat informiert werden
    • darüber in Kenntnis setzen, dass Anwendung von Felbamat in Verbindung gebracht wird mit aplastischer Anämie und Leberversagen, beides möglicherweise zum Tode führende Erkrankungen
  • Bluterkrankung
    • Reihe schwerwiegender hämatologischen Nebenwirkungen, in Verbindung mit Anwendung von Felbamat beobachtet u.a.
      • Thrombopenie
      • Leukopenie
      • Panzytopenie
      • Anämie
      • aplastische Anämie
    • schwerwiegendste dieser unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist aplastische Anämie, die in 30 % der Fälle tödlich verlief
      • Häufigkeit wird auf ungefähr 1 Fall je 4000 behandelte Patienten geschätzt
      • entspricht starker Zunahme (100-fach größer) gegenüber der erwarteten Häufigkeit (2 - 5 Fälle je 1 Million Personen pro Jahr)
      • folglich sollte Felbamat nur bei Patienten mit refraktärem Lennox-Gastaut-Syndrom angewendet werden, wenn keine alternative Behandlung zur Verfügung steht
      • Fälle von aplastischer Anämie wurden im Zeitraum zwischen 2 und 12 Monaten nach Therapiebeginn mit Felbamat iagnostiziert
        • allerdings kann Schädigung der Knochenmarkszellen, die für die aplastische Anämie verantwortlich gemacht wird, bereits Wochen bis Monate früher stattfinden
        • nach Absetzen von Felbamat bleibt noch mehrere Monate Risiko bestehen, eine aplastische Anämie zu entwickeln
        • nicht bekannt, ob Risiko von Dauer der Behandlung abhängt
      • trotz unauffälligem Blutbild bleibt über langen Behandlungszeitraum mit Felbamat noch Risiko bestehen
        • Gesamtblutbild muss vor Beginn der Felbamat-Therapie und alle zwei Wochen während der Behandlung erstellt werden
        • falls Blutbildkontrollen folgendes zeigen
          • Neutropenie (neutrophile Granulozyten < 1.500/ mm³) und/oder
          • Thrombopenie (Thrombozyten < 150.000/mm³)
            • muss Felbamat abgesetzt werden und
            • Patient hinsichtlich des Verdachts auf aplastische Anämie untersucht werden
      • auf klinische Symptome muss sorgfältig geachtet werden, wie
        • Ekchymosen
        • Petechien
        • Blutungen
        • Symptome einer Infektion und/oder Anämie (Müdigkeit, Schwäche etc.)
          • falls diese Symptome auftreten, muss sofort Gesamtblutbild Kontrolle (inklusive Bestimmung der neutrophilen Granulozyten und der Thrombozyten) durchgeführt werden
  • Lebertoxizität
    • schwerwiegende Fälle von akutem Leberversagen (in 30 % der Fälle mit letalem Ausgang) bei Patienten berichtet, die Felbamat eingenommen hatten
    • Leberfunktionswerte (AST, ALT, Bilirubin) müssen vor Therapiebeginn mit Felbamat bestimmt werden
      • Patienten mit Leberfunktionsstörungen dürfen nicht mit Felbamat behandelt werden
    • während einer Behandlung mit Felbamat müssen die Leberfunktionswerte jede 2. Woche bestimmt werden
      • Patienten, bei denen sich klinisch signifikante Leberfunktionsstörungen entwickeln, dürfen Felbamat nicht weiter erhalten
    • bei Patienten, müssen sofort die Leberfunktionswerte bestimmt werden, bei denen klinische Symptome auftreten,wie
      • Gelbsucht
      • Anorexie
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen
  • Bewertung der Wirksamkeit
    • nach 2 - 3 Behandlungsmonaten sollte sorgfältige Bewertung der Wirksamkeit von Felbamat durchgeführt werden
    • nur Patienten, die während dieser Zeit eine klinisch bedeutende Herabsetzung der Anfallshäufigkeit oder des Schweregrades der Anfälle erreicht haben, sollten die Behandlung fortführen
  • Flüssigkeitsaufnahme
    • während Einnahme von Felbamat müssen Patienten gut hydratisiert sein, um Wahrscheinlichkeit einer Kristallurie zu reduzieren (sehr selten beobachtet)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Felbamat sollte bei Patienten mit einer bekannten allergischen Reaktion gegenüber anderen Carbaminsäurederivaten mit Vorsicht eingesetzt werden
    • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, in Verbindung mit Felbamat beobachtet, einschließlich
      • anaphylaktischer Schock
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Ausschlag mit Blasenbildung
      • epidermaler Nekrolyse
        • traten in der Regel 2 - 3 Wochen nach Therapiebeginn auf
        • Symptome sind
          • Hautausschlag
          • Fieber
          • Schleimhautschwellung
          • Anaphylaxie
          • Leukopenie
          • Thrombozytopenie
          • erhöhte Leberfunktionswerte
          • Gelenk- und Muskelschmerzen
          • Rachenentzündung
    • im Falle einer Überempfindlichkeit gegenüber Felbamat
      • Arzneimittel absetzen
      • geeignete symptomatische Therapie einleiten
  • Absetzen von Felbamat
    • Antiepileptika, einschließlich Felbamat, sollten im Allgemeinen nicht plötzlich abgesetzt werden
      • Gefahr zunehmender Anfallshäufigkeit
    • wenn aber Schweregrad der Nebenwirkungen sofortiges Absetzen erfordert
      • sollte dies bei sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen
    • Patienten, bei denen Felbamat aufgrund schwerwiegender damit in Zusammenhang stehender Nebenwirkungen abgesetzt wurde
      • nicht erneut mit Felbamat behandeln
  • Zunahme der Anfallshäufigkeit
    • wie von anderen Antiepileptika ebenfalls berichtet, kann bei einigen Patienten, Zunahme der Anfallshäufigkeit oder neuer Anfallstyp auftreten
    • Phänomen kann Folge sein von
      • Überdosierung
      • Verringerung der Serumkonzentration der Begleitantiepileptika
      • paradoxer Effekt
  • Suizidgedanken und suizidales Verhalten
    • über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet
    • Metaanalyse randomisierter, placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte leicht erhöhtes Risiko für Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
      • Mechanismus für Auslösung dieser Nebenwirkung nicht bekannt
    • verfügbare Daten schließen Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei Einnahme von Felbamat nicht aus
      • deshalb Patienten hinsichtlich Anzeichen
        • überwachen
        • geeignete Behandlung in Erwägung ziehen
    • Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen auftreten