Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X2 ML | 23,10 € |
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Indikation
Erwachsene, Jugendliche und Kinder >/= 1 Jahre
- zur Prämedikation gegebenenfalls auch in Kombination mit einem H2-Rezeptor-Antagonisten zur Vermeidung von Histamin-bedingten klinischen Reaktionen vor der Gabe von radiologischen Kontrastmitteln
- in der medizinischen Praxis ferner angewendet zur kurzfristigen Akutbehandlung von schweren allergischen Erkrankungen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle (2 ml Injektionslösung) enthält 2,68 mg Clemastinfumarat, entsprechend 2,0 mg Clemastin
- Vermeidung von Histamin-bedingten klinischen Reaktionen vor der Gabe von radiologischen Kontrastmitteln; kurzfristige Akutbehandlung von schweren allergischen Erkrankungen
- Erwachsene
- 1 Ampulle (2 ml Injektionslösung) als langsame i.v. Gabe unter Kontrolle der Herzfrequenz
- Kinder >/= 1 Jahr
- 0,03 mg / kg KG als langsame i.v. Gabe (Injektionsdauer etwa 2 Min.) unter Kontrolle der Herzfrequenz
- i. d. Regel einmalige Gabe ausreichend
- korrekte Kinderdosierung s. Gewichtstabelle Fachinformation
- bei zusätzlicher Anwendung eines H2-Rezeptor-Antagonisten zur Prophylaxe von allergischen Reaktionen vor der Gabe von radiologischen Kontrastmitteln (keine Mischspritze) Gebrauchsinformation des betreffenden Arzneimittels beachten
- Leber- und Niereninsuffizienz
- kontraindiziert (keine ausreichenden Daten)
- Kinder < 1 Jahr
- kontraindiziert
- Erwachsene
Kontraindikationen
Clemastin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Clemastin oder andere Antihistaminika mit ähnlicher chemischer Struktur
- Leber- und Niereninsuffizienz
- keine ausreichenden Daten bei dieser Patientengruppe vorliegend
- Porphyrie
- Kinder (< 1 Jahr)
Nebenwirkungen
Clemastin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Atemnot, Schock)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sedierung
- Erregungszustände des ZNS (vorwiegend bei Kindern)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Somnolenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- Gastralgie
- Obstipation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- langsame i.v. Injektion unter Kontrolle der Herzfrequenz
- Injektionsdauer ca. 2 Minuten
- die Injektionslösung kann mit isotoner Kochsalzlösung oder 5%iger Glucoselösung im Verhältnis von 1:5 verdünnt werden
- unter Verwendung einer Feindosierungsspritze (Tuberkulinspritze) können kleinere Volumina bis 1 ml adäquat entnommen werden (insbesondere für sehr kleine Volumina empfiehlt sich die Verwendung von Spritzen ohne Totraumvolumen)
- bei größeren Volumina (ab 1 ml) kann eine 2 ml-Spritze verwendet werden
- Injektionslösung entweder unverdünnt injizieren oder auf ein Volumen verdünnen, welches problemlos zu injizieren ist
- Verdünnung insbesondere bei Dosierungen unter 0,5 ml empfohlen (z. B. auf 1 ml in der Tuberkulinspritze)
- die Verdünnung kann mit isotoner Kochsalzlösung oder 5%iger Glucoselösung erfolgen
- die intramuskuläre Anwendung steht im Ermessen des behandelnden Arztes, sollte jedoch auf die Fälle beschränkt bleiben, bei denen kein intravenöser Zugang möglich ist
- nicht intraarteriell verabreichen
Stillzeithinweise
Clemastin - invasiv
- Clemastin darf in der Stillzeit nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden
- da Substanzwirkungen auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind
- Clemastinfumarat wird in die Muttermilch ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Clemastin - invasiv
- während der Schwangerschaft soll Clemastin nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- in tierexperimentellen Studien zeigte Clemastinfumarat keine teratogenen Effekte,
- jedoch schädliche Auswirkungen auf die postnatale Entwicklung festgestellt
Warnhinweise
Clemastin - invasiv
- gleichzeitige Einnahme von Makrolid- Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin) oder Antimykotika vom Azol-Typ (bestimmte Mittel gegen Pilzerkrankungen)
- sollte unterbleiben
- besondere Vorsicht und ggf. EKG-Kontrollen, da erhöhtes Risiko für Arrhytmien nicht auszuschließen ist, bei Patienten mit
- manifesten kardialen Erkrankungen
- dem angeborenen Long-QT-Syndrom
- Störungen der Blutelektrolyte
- Antihistaminika sollten bei folgenden Patienten mit Vorsicht gegeben werden
- Engwinkelglaukom
- stenosierendem Magengeschwür
- pyloroduodenaler Obstruktion
- symptomatischer Prostatahypertrophie mit Restharnbildung oder Blasenhalsobstruktion