Td-IMMUN Injektionssuspension Einzeldosis-Fertigsp

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Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Td-Impfstoffe →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1X0.5 ML 28,70 €
N2 10X0.5 ML 172,53 €

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Fachinformationen

Indikation

  • aktive Immunisierung gegen Tetanus und Diphtherie bei Personen >/= 5 Jahren
  • Auffrischung gegen Diphtherie und Tetanus sowie Grundimmunisierung bei Personen mit fehlender, unvollständiger oder unbekannter Grundimmunisierung
  • Tetanusprophylaxe bei Personen >/= 5 Jahre mit tetanusgefährdeten Verletzungen mit gleichzeitiger Immunisierung gegen Diphtherie
  • Hinweis: Verabreichung gemäß offizieller nationaler Empfehlungen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml Injektionssuspension) enthält 6,25 Lf / >/= 2 I..E. Diphtherie-Toxoid, gereinigt, adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid (Al(OH)3) entsprechend 0,5 mg Aluminium (Al3+) sowie 6,25 Lf / >/= 20 I.E. Tetanus-Toxoid, gereinigt, adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid (Al(OH)3) entsprechend 0,5 mg Aluminium (Al3+)

  • Immunisierung gegen Tetanus und Diphtherie
    • alle Altersgruppen
      • 1 Dosis (0,5 ml) i.m. 1mal
    • Auffrischimpfung
      • Anwendung bei Personen, die zuvor eine Grundimmunisierung gegen Diphtherie und Tetanus erhalten haben
      • entsprechend den nationalen Empfehlungen, i.d.R. alle 10 Jahre
    • Grundimmunisierung
      • Personen mit unbekanntem Immunisierungsstatus, fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung
        • Impfung mit diesem Impfstoff möglich
        • möglicherweise mehrmalige Impfung zur Erzielung einer schützenden Immunität gegen Diphtherie und Tetanus erforderlich (nationale Empfehlung befolgen)
    • Tetanusgefährdete Verletzungen
      • Personen mit tetanusgefährdeten Verletzungen
        • Impfung mit diesem Impfstoff möglich, wenn Impfung gegen Diphtherie ebenfalls relevant ist
        • gleichzeitige Verabreichung von Tetanus-Immunglobulin (bei entsprechender nationaler Empfehlung) möglich
    • Kinder und Jugendliche < 5 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)

Kontraindikationen

Tetanus-Toxoid, Kombinationen mit Diphtherie-Toxoid - invasiv
  • aktive Immunisierung
    • Überempfindlichkeit gegen Tetanus-Toxoid oder Diphtherie-Toxoid (Tetanus- oder Diphtherie-Impfstoffe)
    • schwere Nebenwirkungen nach einer zurückliegenden Impfung mit dem Impfstoff
      • Impfungen mit dem Arzneimittel sollten grundsätzlich unterlassen werden, wenn nach einer früheren Diphtherie- und/oder Tetanus- Impfung vorübergehende Thrombozytopenien oder neurologische Komplikationen aufgetreten sind
      • eine mit Komplikationen verlaufene Impfung ist bis zur Klärung der Ursache eine Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen Impfstoff
    • Personen mit akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollten frühestens2 Wochen nach Genesung geimpft werden
      • Ausnahme postexpositionelle Impfung
  • Tetanus-Prophylaxe
    • im Fall einer Verletzung gibt es nur wenige absolute Kontraindikationen gegendie Gabe eines kombinierten Diphtherie-Tetanus-Impfstoffs zum Schutz vor Tetanus-Toxin
      • bekannte, schwere allergische Reaktionen auf Bestandteile des Impfstoffes
        • insbesondere Nebenwirkungen, die sich nicht auf die Impfstelle beschränken
      • in diesen Fällen ist bei Unverträglichkeit auf eine frühere Diphtherie-Impfung nur Tetanus-Impfstoff, bei Unverträglichkeit auf die Tetanus- oder Diphtherie-Tetanus- Impfung nur Tetanus-Immunglobulin, vorzugsweise menschlichen Ursprungs, anzuwenden
      • Informationen zur Dosierung und Anwendung von Tetanus-Immunglobulinsiehe jeweilige Herstellerinformationen

Nebenwirkungen

Tetanus-Toxoid, Kombinationen mit Diphtherie-Toxoid - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Lymphadenopathie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Blutbildveränderungen wie Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfind lichkeit, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen
      • allergische Reaktionen (z.B. Dyspnoe)
      • kurzzeitiges Exanthem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Erkrankungen der Niere
        • verbunden mit vorübergehender Proteinurie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems, wie aufsteigende Lähmungen in schweren Fällen bis hin zur Atemlähmung (Guillain-Barré-Syndrom)
      • Entzündung peripherer Nervengeflechte (Plexusneuritiden)
      • Präsynkope
      • (vasovagale) Synkope
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehende Kreislaufreaktionen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Diarrhoe
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • gastrointestinale Beschwerden
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ekzeme
      • Dermatitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Urtikaria-artige Reaktionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Myalgie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erythem/Rötung an der Injektionsstelle
        • bei Erwachsenen wurde Rötung an der Injektionsstelle mit geringerer Häufigkeit (häufig) beobachtet
      • Schwellung an der Injektionsstelle
        • bei Erwachsenen wurde Schwellung an der Injektionsstelle mit geringerer Häufigkeit (häufig) beobachtet
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Induration an der Injektionsstelle
      • Juckreiz an der Injektionsstelle
      • Ermüdung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • allgemeines Unwohlsein
      • Fieber (>= 38 °C)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rötung/Schwellung >= 5 cm an der Injektionsstelle
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • grippeähnliche Symptome (z.B. Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Fieber)
      • hohes Fieber > 40°C
      • Granulom oder steriler Abszess an der Injektionsstelle
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Granulome, ausnahmsweise auch mit Neigung zur Flüssigkeitsbildung an der Injektionsstelle
      • Nekrose an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • Impfstoff vor Gebrauch schütteln
  • Applikation intramuskulär (i.m.), bevorzugt im Bereich des M. deltoideus
  • bei einigen Indikationen (z. B. hämorrhagische Diathese) Verabreichung auch tief subcutan (s.c.) möglich
  • nicht intravaskulär injizieren

Stillzeithinweise

Tetanus-Toxoid, Kombinationen mit Diphtherie-Toxoid - invasiv
  • Stillzeit ist keine Kontraindikation
  • für eine Gefährdung des Säuglings durch Impfung der stillenden Mutter mit dem Imfpstoff liegt kein Nachweis vor

Schwangerschaftshinweise

Tetanus-Toxoid, Kombinationen mit Diphtherie-Toxoid - invasiv
  • während der Schwangerschaft soll das mögliche Risiko einer klinischen manifesten Infektion nach Kontakt mit Diphtherie und Tetanus gegen das theoretische Risiko der Impfung abgewogen werden
    • Schwangere sollten vorzugsweise im 2. oder 3. Trimenon gegen Tetanus und Diphtheriegeimpft werden, sofern kein ausreichender Impfschutz vorhanden ist
    • für Diphtherie gilt dies insbesondere vor Reisen in Endemieländer und bei Verdacht auf Exposition
  • bei Menschen sind die vorhandenen Daten nicht ausreichend, um das teratogene oder foetotoxische Risiko während der Schwangerschaft beurteilen zu können
  • es stehen keine Daten aus Untersuchungen am Tier zur Verfügung
  • Fertilität
    • es liegen keine klinischen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität vor
    • die Wirkung auf die Fortpflanzungsorgane ist in toxikologischen Entwicklungsstudien nicht untersucht worden
      • es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass die Impfung eine Auswirkung auf die Fertilität bei Mann oder Frau hat

Warnhinweise

Tetanus-Toxoid, Kombinationen mit Diphtherie-Toxoid - invasiv
  • Hinweise
    • der Impfstoff sollte gemäß den offiziellen nationalen Empfehlungen verabreicht werden
    • der Impfstoff darf nicht intravasal injiziert werden
      • bei unbeabsichtigter intravasaler Anwendung können Reaktionen bis zum Schock auftreten
    • die Impfung soll bei einer akuten febrilen Erkrankung verschoben werden
    • wie alle Impfstoffe zur Injektion muss dieser Impfsotff bei Personen, die an einer unkontrollierten Koagulopathie leiden, mit Vorsicht angewendet werden, da es nach einer intramuskulären Verabreichung zu Blutungen kommen kann
    • bei zu häufiger Auffrischungsimpfung erhöht sich die Gefahr von Nebenwirkungen
  • anaphylaktische Ereignisse
    • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den seltenen Fall eines anaphylaktischen Ereignisses als Folge der Impfung eine angemessene medizinische Behandlung und Überwachung zur Verfügung stehen
  • im Zusammenhang mit Impfungen können durch Angst ausgelöste Reaktionen wiez. B. vasovagale Reaktion (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionenals psychogene Antwort auf die Nadelinjektion auftreten
    • es sind Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Bewusstlosigkeitvorzubeugen
  • Immundefekt/immunsuppressive Behandlung/verminderte Immunreaktion
    • Patienten mit angeborenem oder erworbenen Immundefekt können gegen Diphtherie und Tetanus geimpft werden
      • der Impferfolg kann in Frage gestellt sein
    • Impfungen bei Personen, die eine immunsuppressive Behandlung erhalten, können durchgeführt werden
      • dies kann zu einer verminderten Immunantwort führen
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden