TEBONIN FORTE 40MG LÖSUNG

Dr.Willmar Schwabe GmbH & Co.KG Wirkstoff: Ginkgoblätter →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 100 ML 31,90 €
N2 2X100 ML 56,70 €
NotApplicable 10X30 ML

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Fachinformationen

Indikation

  • Symptomatische Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei dementiellen Syndromen mit der Leitsymptomatik:
  • Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen.
    • Zur primären Zielgruppe gehören Patienten mit dementiellem Syndrom bei primär degenerativer Demenz, vaskulärer Demenz und Mischformen aus beiden.
    • Das individuelle Ansprechen auf die Medikation kann nicht vorausgesagt werden.
    • Bevor die Behandlung mit Ginkgo-Extrakt begonnen wird, sollte geklärt werden, ob die Krankheitssymptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen.
  • Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit bei Stadium II nach FONTAINE (Claudicatio intermittens) im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen, insbesondere Gehtraining.
  • Vertigo vaskulärer und involutiver Genese.
  • Adjuvante Therapie bei Tinnitus vaskulärer und involutiver Genese.
  • Hinweise:
    • Häufig auftretende Schwindelgefühle und Ohrensausen bedürfen grundsätzlich der Abklärung durch einen Arzt.
    • Bei plötzlich auftretender Schwerhörigkeit bzw. einem Hörverlust sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Dosierung

  • Dementielles Syndrom:
    • Erwachsene ab 18 Jahren 3-mal täglich 20 - 40 Tropfen (entsprechend 3-mal täglich 40 bis 80 mg Ginkgo-Extrakt), und zwar morgens, mittags und abends.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Vertigo, als Adjuvans bei Tinnitus:
    • Erwachsene ab 18 Jahren 3-mal täglich 20 Tropfen (entsprechend 3-mal täglich 40 mg Ginkgo-Extrakt), und zwar morgens, mittags und abends, beziehungsweise 2-mal täglich 40 Tropfen ein (entsprechend 2-mal täglich 80 mg Ginkgo-Extrakt), und zwar morgens und abends.
  • Kinder und Heranwachsende
    • Nicht vorgesehen.
  • Dauer der Anwendung:
    • Dementielles Syndrom:
      • Mindestens 8 Wochen. Wenn nach 3 Monaten keine Besserung der Symptome eingetreten ist oder sich die Krankheitssymptome verstärken, ist vom Arzt zu überprüfen, ob die Weiterführung der Behandlung noch gerechtfertigt ist.
    • Periphere arterielle Verschlusskrankheit:
      • Mindestens 6 Wochen.
    • Vertigo:
      • Anwendung länger als 6 - 8 Wochen bringt keine therapeutischen Vorteile.
    • Tinnitus:
      • Mindestens 12 Wochen. Falls nach 6 Monaten kein Erfolg eingetreten ist, ist dieser auch nach längerer Einnahme nicht mehr zu erwarten.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo biloba oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
  • Schwangerschaft.

Nebenwirkungen

  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
  • Zur Häufigkeit der unter Einnahme Ginkgo biloba-haltiger Arzneimittel bekannt gewordenen Nebenwirkungen sind keine gesicherten Angaben möglich, da diese Nebenwirkungen durch einzelne Meldungen von Patienten, Ärzten oder Apothekern bekannt geworden sind. Danach könnten unter Einnahme dieses Arzneimittels folgende Nebenwirkungen auftreten:
    • Blutungen an einzelnen Organen möglich, vor allem wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antirheumatika eingenommen werden. Bei überempfindlichen Personen allergischer Schock möglich; allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz) möglich.
    • Weiterhin möglich sind leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder die Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden.

Anwendungshinweise

  • Tropfen unverdünnt oder in etwas Wasser einnehmen. Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Stillzeithinweise

  • Nicht während der Stillzeit anwenden, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen. Es ist nicht bekannt, ob die Inhaltsstoffe des Extraktes in die Muttermilch übergehen.

Schwangerschaftshinweise

  • Nicht in der Schwangerschaft einnehmen, da es einzelne Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Kinder und Heranwachsende unter 18 Jahren:
      • keine ausreichenden Untersuchungen, daher nicht anwenden
    • Anwendung nur nach Rücksprache mit dem Arzt bei
      • krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)
      • gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln.
    • Da es einzelne Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten, sollte dieses Arzneimittel vorsichtshalber vor einer Operation abgesetzt werden.
    • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Epileptikern durch die Einnahme von Ginkgo-Zubereitungen das Auftreten weiterer Krampfanfälle gefördert wird. Es wird diskutiert, dass dies in Zusammenhang mit dem Gehalt an 4'-O-Methylpyridoxin stehen könnte.
    • Tebonin® forte 40 mg Flüssigkeit ist ethanolfrei.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Bei gleichzeitiger Einnahme dieses Arzneimittels mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (wie z. B. Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antirheumatika) kann deren Wirkungsverstärkung nicht ausgeschlossen werden.
    • Wie für alle Arzneimittel kann auch für Tebonin® forte 40 mg ein Einfluss auf die Metabolisierung verschiedener anderer Arzneimittel über Cytochrom-P450-3A4, -1A2, -2C19 nicht ausgeschlossen werden, was Wirkungsstärke und/oder Wirkungsdauer der betroffenen Arzneimittel beeinflussen könnte. Ausreichende Untersuchungen hierzu liegen nicht vor.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Keine bekannt.
  • Überdosierung
    • Intoxikationserscheinungen sind bisher nicht bekannt.
    • Spezifische Gegenmittel bei Intoxikation sind nicht bekannt. Die Behandlung sollte in Abhängigkeit vom klinischen Bild erfolgen.