Telmisartan STADA 80mg Tabletten

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Telmisartan →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 98 ST 22,82 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Hypertonie
    • Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen
  • Kardiovaskuläre Prävention
    • Reduktion der kardiovaskulären Morbidität bei Erwachsenen mit:
      • manifester atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (koronare Herzerkrankung, Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusserkrankung in der Vorgeschichte)
      • Diabetes mellitus Typ 2 mit dokumentiertem Endorganschaden

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • 40 mg Telmisartan 1mal / Tag
    • bei einigen Patienten bereits 20 mg 1mal / Tag ausreichend wirksam
    • unzureichende Blutdrucksenkung
      • Dosissteigerung, optional, bis max. 80 mg / Tag
      • alternativ Kombinationstherapie mit Thiaziddiuretikum möglich (z. B. Hydrochlorothiazid)
    • bei Dosissteigerung zu beachten: max. antihypertensiver Effekt i. A. erst 4 - 8 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht
  • kardiovaskuläre Prävention
    • 80 mg Telmisartan 1mal / Tag
    • es ist nicht bekannt, ob Dosierungen < 80 mg die kardiovaskuläre Morbidität reduzieren
    • zu Behandlungsbeginn engmaschige Überwachung des Blutdrucks empfohlen
    • ggf. Medikationsanpassung zur Blutdrucksenkung erforderlich

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Niereninsuffizienz
    • regelmäßige Kontrolle der Serumkalium- und -kreatininspiegel empfohlen
    • leicht - mäßig: keine Dosisanpassung erforderlich
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion oder Hämodialyse-Patienten
      • begrenzte Erfahrungen
      • geringere Anfangsdosis empfohlen: 20 mg / Tag
    • eingeschränkte Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] < 60 ml/min/1,73 m2)
      • gleichzeitige Anwendung von Telmisartan und Aliskiren ist kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • leicht - mäßig
      • Anwendung mit Vorsicht
      • max. Tagesdosis: 40 mg
    • stark: Anwendung kontraindiziert
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • keine Dosierungsempfehlung möglich

Kontraindikationen

Telmisartan - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Telmisartan
  • obstruktive Gallenfunktionsstörung
  • stark eingeschränkte Leberfunktion
  • gleichzeitige Anwendung von Telmisartan und Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/Min./1,73m2) kontraindiziert
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Telmisartan - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Harnwegsinfektion einschließlich Cystitis
      • Infektion der oberen Atemwege einschließlich Pharyngitis und Sinusitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sepsis einschließlich tödlichem Ausgang (Ereignis kann Zufallsbefund sein oder mit einem bisher unbekannten Mechanismus in Zusammenhang stehen)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie
      • Eosinophilie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypersensitivität
      • anaphylaktische Reaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperkaliämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypoglykämie (bei Patienten mit Diabetes mellitus)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Schlaflosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angstzustände
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Synkope
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Somnolenz
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel / Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (häufig bei Patienten mit gut eingestelltem Blutdruck, die zur Reduktion der kardiovaskulären Morbidität zusätzlich zur Standardtherapie mit Telmisartan behandelt wurden)
      • orthostatische Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
      • Husten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • interstitielle Lungenerkrankung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Schmerzen
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Blähungen
      • Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Magenbeschwerden
      • Mundtrockenheit
      • Dysgeusie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • abnorme Leberfunktion / Einschränkung der Leberfunktion
        • Erfahrungen nach Markteinführung von Telmisartan zeigten, dass die meisten Fälle mit abnormer Leberfunktion/Einschränkung der Leberfunktion bei japanischen Patienten auftraten; bei japanischen Patienten besteht höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperhidrose
      • Juckreiz
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythem
      • Angioödem (einschl. tödlichem Ausgang)
      • Arzneimittelexanthem
      • toxisches Exanthem (Überempfindlichkeitsreaktion)
      • Ekzem
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
      • Rückenschmerzen (z.B. Ischialgie)
      • Muskelkrämpfe
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arthralgie
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Sehnenschmerzen (Tendinitis-ähnliche Symptome)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Einschränkung der Nierenfunktion einschl. akuten Nierenversagens
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Brustschmerzen
      • Asthenie (Schwäche)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • grippeähnliche Erkrankung
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhter Kreatininwert im Blut
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erhöhte Harnsäure im Blut
      • erhöhte Leberenzymwerte
      • erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut
      • Abfall des Hämoglobinwertes

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten
    • mit Flüssigkeit
    • zu oder unabhängig von den Mahlzeiten
  • weitere Informationen siehe Fachinformation!

Stillzeithinweise

Telmisartan - peroral
  • Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen, da keine Informationen zur Anwendung in der Stillzeit vorliegen
  • alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit bevorzugen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Telmisartan - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
  • Anwendung im 1. Trimenon der Schwangerschaft nicht empfohlen
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie darf nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten Reproduktionstoxizität
  • 1. Trimenon
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimenons
      • geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
      • solange keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, muss ein dieser Substanzklasse entsprechendes Risiko angenommen werden
    • sofern ein Fortsetzen der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit bewährtem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
  • falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
  • 2. und 3. Trimenon
    • Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimenons verursacht fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
    • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Schwangerschaftstrimenons Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten kontraindiziert
  • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben
    • sollten engmaschig auf Hypotonie untersucht werden
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien
      • keine Effekte auf die männliche und weibliche Fertilität beobachtet

Warnhinweise

Telmisartan - peroral
  • Schwangerschaft
    • Anwendungseinschränkung (siehe auch Rubrik "Schwangerschaft"):
      • im 2. und 3. Trimester: kontraindiziert
      • im 1. Trimester: nicht empfohlen
    • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie darf nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch:
      • Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere, außer eine Fortführung der Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist zwingend erforderlich
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Telmisartan wird überwiegend über die Galle ausgeschieden
    • Telmisartan darf daher nicht bei Patienten mit Cholestase, obstruktiver Gallenfunktionsstörung oder schwerer eingeschränkter Leberfunktion angewendet werden
      • bei diesen Patienten kann eine eingeschränkte hepatische Clearance für Telmisartan erwartet werden
    • leichte bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion
      • Anwendung mit Vorsicht
  • renovaskuläre Hypertonie
    • erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz für Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere, die mit Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, behandelt werden
  • eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation
    • regelmäßige Kontrolle des Serumkalium- und Kreatininspiegels empfohlen
    • keine Erfahrungen zu Patienten, die kürzlich eine Nierentransplantation erhielten
  • intravaskuläre Hypovolämie
    • symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis von Telmisartan, bei Patienten auftreten, bei denen ein Volumen- und/oder Natriummangel auf Grund einer hochdosierten Diuretikabehandlung, salzarmer Kost, Durchfall oder Erbrechen vorliegt
      • solche Umstände, wie auch
      • Volumen- und/oder Natriummangel vor Verabreichung von Telmisartan ausgleichen
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird
      • sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • Patienten mit diabetischer Nephropathie
      • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • andere Umstände mit Stimulation des RAAS
    • bei Patienten deren Gefäßtonus und Nierenfunktion im Wesentlichen von der Aktivität des RAAS abhängt (z.B. schwere Herzinsuffizienz oder zu Grunde liegende Nierenerkrankung einschließlich Nierenarterienstenose), Gefahr
      • einer akuten Hypotonie
      • einer Hyperazotämie
      • einer Oligurie
      • in seltenen Fällen eines akutes Nierenversagens
  • primärer Aldosteronismus
    • Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht.
    • Anwendung von Telmisartan nicht empfohlen
  • Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
    • besondere Vorsicht bei der Anwendung, wie auch bei anderen Vasodilatatoren
  • Patienten mit Diabetes mellitus, die mit Insulin oder Antidiabetika behandelt werden
    • bei diesen Patienten kann unter einer Behandlung mit Telmisartan eine Hypoglykämie auftreten
    • Überwachung des Blutzuckers daher bei diesen Patienten erwägen
    • Dosisanpassung von Insulin oder Antidiabetika kann erforderlich sein
  • Hyperkaliämie
    • Anwendung von Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, kann eine Hyperkaliämie verursachen
    • Hyperkaliämie kann tödlich verlaufen, v.a. bei
      • älteren Patienten
      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • Patienten mit Diabetes mellitus
      • Patienten die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel erhöhen können
      • bei Patienten mit zusätzlichen Komplikationen
    • bevor gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron- System beeinflussen, in Betracht gezogen wird, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis evaluiert werden
    • als wichtigste Risikofaktoren für eine Hyperkaliämie sind in Betracht zu ziehen
      • Diabetes mellitus
      • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Alter (> 70 Jahre)
      • Kombination mit einem oder mehreren anderen Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen und/oder Kaliumpräparate
        • Arzneimittel oder therapeutische Substanzklassen von Arzneimitteln, die eine Hyperkaliämie auslösen können, sind kaliumhaltige Salzersatzpräparate, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, nichtsteroidale, entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR einschließlich selektiver COX-2-Inhibitoren), Heparin, Immunsuppressiva (Cyclosporin oder Tacrolimus) und Trimethoprim
      • zusätzliche Komplikationen, insbesondere
        • Dehydratation
        • akute kardiale Dekompensation
        • metabolische Azidose
        • Verschlechterung der Nierenfunktion
        • plötzliches Auftreten einer Nierenerkrankung (z.B. Infektionskrankheiten)
        • zelluläre Lyse (z.B. akute Ischämie der Gliedmaßen, Rhabdomyolyse, ausgedehntes Trauma)
    • engmaschige Kontrolle des Serumkaliumspiegels bei Risikopatienten empfohlen
  • Ethnische Unterschiede
    • wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Telmisartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten offensichtlich weniger blutdrucksenkend wirksam bei Patienten mit dunkler Hautfarbe als bei weißen Patienten
    • beruht möglicherweise auf einer höheren Prävalenz niedriger Reninspiegel bei hypertensiven Patienten aus dieser Bevölkerungsgruppe
  • Myokardinfarkt, Schlaganfall
    • wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel kann ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit oder ischämischer kardiovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen