TEMGESIC forte sublingual 0.4 mg Sublingualtabl.

EUMEDICA Pharmaceuticals GmbH Wirkstoff: Buprenorphin →

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Fachinformationen

Indikation

  • starke und sehr starke Schmerzzustände, z.B. nach Operationen und Verletzungen, bei Herzinfarkt und Tumoren
  • Hinweis
    • Keine Anwendungsgebiete sind Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Migräne andere Schmerzzustände, die mit peripher wirkenden Analgetika und/oder Spasmolytika behandelt werden können

Dosierung

  • starke und sehr starke Schmerzzustände, z.B. nach Operationen und Verletzungen, bei Herzinfarkt und Tumoren
    • Dosierung grundsätzlich an Stärke der Schmerzen und individueller Empfindlichkeit des Patienten anpassen
    • Dosierung nach KG
      • Patienten > 45 kg KG
        • Einzeldosis: 1 Sublingualtablette (entsprechend 0,4 mg Buprenorphin)
        • Wirkungseintritt gewöhnlich nach 30 Minuten
        • Wirkdauer im Mittel 6 - 8 Stunden
        • falls erforderlich, 1 Sublingualtablette (entsprechend 0,4 mg Buprenorphin) / 6 - 8 Stunden
        • bei starken chronischen Schmerzen Arzneimittel der Schmerzintensität anpassen und regelmässig nach festem Zeitschema - entsprechend der Wirkdauer - verabreichen
      • Patienten mit 35 - 45 kg KG
        • 0,2 mg Buprenorphin als Einzeldosis, bei Bedarf alle 6 - 8 Stunden
        • entspricht einer durchschnittlichen Einzeldosis von 5 µg / kg Körpergewicht
      • Patienten < 35 kg KG
        • Ampullen zur Injektion bevorzugte Darreichungsform
    • Anwendungsdauer
      • nicht länger als unbedingt notwendig anwenden
      • wenn länger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich ist
        • regelmäßig und in kurzen Abständen überprüfen (ggf. durch Anwendungspausen), ob und in welcher Dosis Buprenorphin weiter gegeben werden kann
      • längerfristige Verabreichung bei Kindern
        • bisher keine ausreichenden klinischen Erfahrungen
      • ambulante Patienten
        • sollten zu Beginn der Behandlung, während und für 1 - 2 Stunden nach Verabreichung ruhen
    • Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung
      • vor Beginn der Behandlung sollte eine Behandlungsstrategie, einschließlich Behandlungsdauer und Behandlungszielen sowie ein Plan für das Behandlungsende gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zur Schmerztherapie vereinbart werden
      • während der Behandlung sollte ein häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient stattfinden, um die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen
      • wenn ein Patient die Therapie nicht mehr benötigt, kann es ratsam sein, die Dosis schrittweise zu reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden
      • bei unzureichender Schmerzkontrolle sollte die Möglichkeit einer Hyperalgesie, einer Gewöhnung (Toleranz) und einer Progression der Grunderkrankung in Erwägung gezogen werden
    • Kindern < 6 Jahre
      • kontraindiziert
    • Patienten < 45 kg KG
      • kontraindiziert
    • Patienten mit Leberfunktionsstörungen
      • Dosisreduktion, da Buprenorphin-Wirkung verändert sein kann
      • schwerer Leberinsuffizienz: kontraindiziert

Kontraindikationen

Buprenorphin - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Buprenorphin oder andere zentral wirksame Analgetika
  • Anwendung bei opioidabhängigen Patienten und zur Drogensubstitution
  • schwere Ateminsuffizienz
  • schwere Leberinsuffizienz
  • zusätzlich - je nach Stärke (es gilt die jeweilige Herstellerinformation zu beachten!) - Einschränkung für:
    • Kinder
    • Patienten mit Körpergewicht < 35 kg bzw. < 45 kg

Therapiehinweise

Ausschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Buprenorphin - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allgemeine (systemische) Überempfindlichkeitsreaktionen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktischer Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • verminderter Appetit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verwirrtheitszustände
      • euphorische Stimmung
      • Nervosität
      • Depression
      • Psychotische Störung
      • Halluzination
      • Depersonalisierung
      • Desorientierung
      • Dysphorie
      • Agitation
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Entzugssymptomen (bei opioidabhängigen Patienten; vergleichbar mit denen bei der Anwendung von Naloxon)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Sedierung
      • Schwindel
      • Ermüdung
      • Insomnie
      • Benommenheit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysarthrie
      • Parästhesie
      • Koma
      • Tremor
      • Erschöpfung
      • Mundtrockenheit
      • verwaschene Sprache
      • Spasmen
      • fehlende Muskelkoordination
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Krampfanfälle
      • anomale Koordination
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Miosis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
      • Doppeltsehen
      • Beeinträchtigung des Sehvermögens
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Drehschwindel
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
      • Bradykardie
      • Cyanose
      • Atrioventrikulärer Block 2. Grades
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • orthostatische Hypotonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypoventilation
      • Atemdepression
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe (Atemnot)
      • Apnoe (Atemstillstand)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bronchospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Dyspepsie
      • Flatulenz
      • Diarrhoe
      • Appetitlosigkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokale Reizung der Mundschleimhaut (teilweise mit Geschwürbildung und Blutungsneigung)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperhidrose
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Juckreiz
      • Hautausschlag
      • Blässe
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Miktionsbeschwerden
      • Harnretention
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein
      • Hautrötung mit Hitzegefühl

Spontan gemeldete Nebenwirkungen (gemeldet während der Marktbeobachtung nach Inverkehrbringen des Arzneimittels; eingeschlossen sind Ereignisse, die in mind. 1 % der Berichte von medizinischen Fachkräften gemeldet und als erwartet eingestuft wurden)

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Anaphylaktischer Schock
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Verwirrtheitszustände
    • Arzneimittelabhängigkeit
    • Halluzination
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Schläfrigkeit
    • Schwindel
    • Kopfschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • Hypotonie
    • Kreislaufregulationsstörungen bei initialer Anwendung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Atemdepression
    • Bronchospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Übelkeit
    • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Juckreiz
    • Hautausschlag
    • Hyperhidrose
    • Angioneurotisches Ödem
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Unwirksamkeit des Arzneimittels
    • Arzneimittelwechselwirkung
    • Erschöpfung

Bei der Anwendung von Buprenorphin zur Substitutionstherapie wurden darüber hinaus folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schlaflosigkeit
      • Schläfrigkeit
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ohnmacht
      • Blutdruckabfall
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Atemdepression
  • Erkrankungen der Leber und Gallenwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lebernekrose
      • Hepatitis

Anwendungshinweise

  • Sublingualtabletten unter die Zunge legen
  • lösen sich dort innerhalb von 5 bis 10 Min. auf
  • bei sehr trockener Mundschleimhaut können einige Tropfen Flüssigkeit den Lösungsvorgang beschleunigen
  • Sublingualtabletten nicht lutschen, kauen oder schlucken

Stillzeithinweise

Buprenorphin - intraoral
  • das Arzneimittel sollte nicht während der Stillzeit angewendet werden
  • Buprenorphin und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Buprenorphin - intraoral
  • niedrig dosierte Buprenorphin-Präparate dürfen während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Buprenorphin aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist
    • dabei muss eine engmaschige Überwachung der Schwangeren, des Fetus und des Neugeborenen durch den Arzt erfolgen
    • gegen Ende der Schwangerschaft kann die Gabe hoher Dosen auch nach kurzer Anwendungsdauer zu einer Atemdepression des Neugeborenen führen
  • 3. Trimenon
    • während des letzten Schwangerschaftstrimenons kann die chronische Anwendung von Buprenorphin für ein Entzugssyndrom bei Neugeborenen verantwortlich sein
  • Buprenorphin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Analyse unbedingt erforderlich erscheint
    • dabei muss engmaschige Überwachung der Schwangeren, des Fetus und des Neugeborenen durch den Arzt erfolgen
  • keine ausreichenden und kontrollierten Studien zu Schwangeren vorliegend
  • Fertilität
    • keine Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • bei Ratten wurden keine unerwünschten Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit oder das allgemeine Fortpflanzungspotenzial beobachtet

Warnhinweise

Buprenorphin - intraoral
  • Ambulante Patienten
    • sollten zu Behandlungsbeginn während und für 1 - 2 Stunden nach der Verabreichung von Buprenorphin ruhen
    • Buprenorphin kann die mentalen oder körperlichen Fähigkeiten beeinträchtigen, die für potentiell gefährliche Tätigkeiten erforderlich sind, wie z.B. Steuern eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen
      • Patienten entsprechend warnen
  • Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln (z. B. Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel)
    • gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und sedierenden Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
    • gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln daher nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
      • wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Buprenorphin zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
      • Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwachen
      • in diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
  • Atemdepression
    • wie bei anderen stark wirksamen Opioiden kann innerhalb des empfohlenen Dosisbereichs bei Patienten unter therapeutischen Dosen von Buprenorphin eine klinisch bedeutsame Atemdepression auftreten
    • Vorsicht bei Patienten mit beeinträchtigter Atemfunktion, z.B.
      • chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
      • Asthma
      • Cor pulmonale
      • verringerte Atemreserve
      • Hypoxie
      • Hyperkapnie
      • vorbestehende Atemdepression
    • besondere Vorsicht, wenn Buprenorphin Patienten verabreicht wird, die Arzneimittel mit zentral dämpfender /atemdepressiver Wirkung gegenwärtig einnehmen oder vor kurzem angewendet haben
    • Patienten mit körperlichen und/oder den oben genannten pharmakologischen Risikofaktoren
      • Überwachung erforderlich
      • Dosisreduktion erwägen
  • schlafbezogene Atmungsstörungen
    • Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen verursachen, einschließlich zentraler Schlafapnoe (ZSA) und schlafbezogener Hypoxämie
    • die Anwendung von Opioiden erhöht dosisabhängig das Risiko für ZSA
    • bei Patienten, bei denen ZSA auftritt, sollt eine Verringerung der Gesamtopioiddosis in Betracht gezogen werden
  • Abhängigkeit
    • chronische Anwendung kann zu einer Abhängigkeit vom Opioid-Typ führen (Buprenorphin ist ein partieller µ (mu)-Opiatrezeptor-Agonist)
      • kontrollierte Studien beim Menschen und bei Tieren zeigen, dass Buprenorphin ein geringeres Abhängigkeitspotential als Opioid-Vollagonisten wie z.B. Morphin hat
    • Entzugssyndrom
      • abruptes Absetzen der Behandlung nach chronischer Anwendung nicht empfohlen, da es zu einem verzögert auftretenden Entzugssyndrom kommen kann
        • Entzugssymptome u.a. Erregtheit, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinale Störungen
    • bei hierfür empfänglichen Patienten kann eine Abhängigkeit zur Selbstmedikation des Arzneimittels führen, obwohl die Schmerzzustände nicht länger bestehen
    • Patienten dürfen die vom Arzt verordnete Dosierung nicht überschreiten und es ist ihnen dringend anzuraten, mit ihrem Arzt in Verbindung zu treten, wenn gegenwärtig weitere verschreibungspflichtige Arzneimittel angewendet oder für die künftige Anwendung verordnet werden
  • Anwendung bei opioidabhängigen Patienten
    • Buprenorphin-haltige Analgetika können bei opioidabhängigen Patienten, die Opioid-Vollagonisten wie Methadon oder Heroin erhalten, Entzugssymptome hervorrufen
    • in gleicher Weise sollte Buprenprhin als Analgetikum nur mit Vorsicht bei Personen verschrieben werden, die bekannterweise Missbrauch betreiben oder bei Patienten mit Opioidabhängigkeit in der Anamnese
  • Missbrauch
    • beim Menschen mit Buprenorphin geringe euphorisierende Wirkungen beobachtet
      • könnte dazu führen, dass das Präparat zu einem gewissen Grad missbräuchlich angewendet wird
    • der gegenwärtig bestehende Ausprägungsgrad der Abhängigkeit sollte bei Patienten mit nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch und Missbrauch von Opioiden in der Anamnese vor einer Behandlung mit Buprenorphin beurteilt werden
    • Berichte über Missbrauch von Buprenorphin vorliegend
      • Missbrauch bezieht sich auf die Einführung von Buprenorphin in den illegalen Markt entweder durch Patienten oder Personen, die durch Diebstahl an Patienten oder aus Apotheken an das Arzneimittel gelangen
      • illegale Verwendung kann zu neuen Abhängigen führen, die Buprenorphin als Hauptdroge missbrauchen, mit den Risiken einer Überdosierung, der Ausbreitung von hämatogen übertragenen Virusinfektionen und einer Atemdepression
  • Beeinträchtigte Leberfunktion
    • Auswirkung einer Leberfunktionsstörung von Buprenorphin auf die Pharmakokinetik in einer Postmarketingstudie untersucht
    • Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung
      • erhöhte Plasmaspiegel festgestellt, da Buprenorphin vorwiegend in der Leber metabolisiert wird
      • Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer durch erhöhte Buprenorphinkonzentration verursachte Toxizität oder Überdosierung überwacht werden
    • Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktionsstörung
      • Anwendung mit Vorsicht
      • Dosisanpassung empfohlen
    • Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
      • Anwendung kontraindiziert
  • Patienten mit Erkrankungen der Gallenwege
    • Anwendung mit Vorsicht
    • nachgewiesen, dass Buprenorphin den Druck im Gallengang in ähnlichem Umang erhöht wie andere Opioidanalgetika
  • Nierenfunktionsstörung
    • Ausscheidung über die Niere kann verzögert sein, da ungefähr 30 % der gegebenen Dosis über die Nieren ausgeschieden werden
    • Anreicherung von Buprenorphin Metaboliten bei Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion oder schwerer Niereninsuffizienz (CLcr < 30 ml/Min.)
      • besondere Vorsicht
  • Kardiovaskuläre Wirkungen
    • Buprenorphin kann bei einigen Patienten eine geringe Senkung der Pulsfrequenz und des Blutdrucks hervorrufen
    • Buprenorphin kann bei ambulanten Patienten eine orthostatische Hypotonie hervorrufen
  • Kopfverletzungen und erhöhter intrakranieller Druck
    • Buprenorphin kann möglicherweise den Liquordruck erhöhen
    • Vorsicht bei Patienten mit
      • Kopfverletzungen
      • intrakraniellen Läsionen
      • anderen Zuständen mit möglicher Erhöhung des Liquordrucks
    • Effekt in Kombination mit der atemdepressiven Wirkung kann bei Patienten mit Kopfverletzungen deutlich verstärkt sein
    • da Buprenorphin auch Miosis und Veränderungen des Bewusstseinszustands verursachen kann, kann der klinische Verlauf bei Patienten mit Kopfverletzungen verschleiert und die Beurteilung des Krankheitsbildes erschwert werden
  • Akute abdominale Erkankungen
    • wie bei anderen µ-Opioidrezeptor-Agonisten könnte die Buprenorphin-Gabe die Diagnose und den Verlauf bei Patienten mit akuten abdominalen Erkrankungen verschleiern
  • Allgemeine Warnhinweise für die Arzneimittelklasse der Opioide: bei Patienten mit folgenden Erkrankungen besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich
    • Myxödem oder Hypothyreoidismus
    • Nebenniereninsuffizienz (z.B. Morbus Addison)
    • ZNS-Depression oder Koma
    • toxische Psychosen
    • Prostatahypertrophie oder Harnleiterstenose
    • akute Alkoholkrankheit
    • Delirium tremens
    • Kyphoskoliose mit restriktiven Atemwegsstörungen
    • Vorsicht bei älteren oder geschwächten Patienten und bei Patienten, die erst kürzlich mit Narkoanalgetika behandelt wurden
  • gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann, ausgehend von der Erfahrung mit Morphin, zu einer Verstärkung der Wirkung von Opioiden führen
  • Doping
    • Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • missbräuchliche Anwendung kann die Gesundheit gefährden