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Atnahs Pharma Denmark ApS
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Wirkstoff: Atenolol/Chlortalidon →

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Fachinformationen

Indikation

  • Hypertonie
    • indiziert bei Patienten, deren Blutdruck mit Atenolol oder Chlortalidon allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte

Dosierung

  • Hypertonie
    • allgemein
      • Behandlungsbeginn mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend)
      • Gabe der fixen Kombination erst nach vorangegangener individueller Dosistitration mit den Einzelsubstanzen
      • wenn klinisch vertretbar: direkte Umstellung von Monotherapie auf fixe Kombination möglich
    • Erwachsene
      • 1 Tablette (100 mg Atenolol / 25 mg Chlortalidon) 1mal / Tag
      • falls notwendig: Einnahme eines weiteren blutdrucksenkenden Medikamentes, z. B. zur Blutgefäßerweiterung möglich
    • Behandlungsdauer
      • vom Arzt festzulegen
      • Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung nur auf ärztliche Anordnung
      • Absetzen der Therapie (besonders bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße) nicht abrupt, sondern ausschleichend
    • ältere Patienten
      • notwendige Dosierungen in vielen Fällen geringer
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • keine Erfahrungen vorhanden
      • keine Anwendung
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • verminderte Wirkung aufgrund der Eigenschaften des Wirkstoffes Chlortalidon
      • stark eingeschränkte Nierenfunktion
        • keine Anwendung
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • Dosisanpassung nicht erforderlich
      • schwere Leberfunktionsstörung
        • keine Anwendung

Kontraindikationen

Atenolol, Chlortalidon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Atenolol oder andere Betarezeptorenblocker
  • Überempfindlichkeit gegen Chlortalidon oder andere Thiazide
  • unkontrollierte Herzinsuffizienz
  • akuter Herzinfarkt
  • kardiogener Schock
  • AV-Block 2. oder 3. Grades
  • Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
  • sinuatrialer Block
  • Bradykardie (Ruhepuls < 50 Schläge/Min. vor Behandlungsbeginn)
  • Hypotonie
  • metabolische Acidose
  • bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
  • schwere periphere Durchblutungsstörungen
  • gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme: MAO-B-Hemmstoffe)
  • schwere Nierenfunktionsstörungen
    • Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie; Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min. und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg/ 100 ml)
  • unbehandeltes Phäochromozytom
  • schwere Leberfunktionsstörungen (einschließlich Coma hepaticum)
  • klinisch relevante Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypercalcämie)
  • intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin)
  • Kinder (mangels ausreichender Erfahrungen)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit diesem Arzneimittel behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivstation)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Atenolol, Chlortalidon - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • überschießende anaphylaktische Reaktionen
        • Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
        • bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie kann es daher zu überschießenden anaphylaktischen Reaktionen kommen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie (durch Chlortalidon).
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Agranulozytose
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlafstörungen der Art, wie sie auch bei anderen Betarezeptorenblockern beobachtet werden
      • Alpträume oder verstärkte Traumaktivität
      • depressive Verstimmungen
      • Verwirrtheit
      • Psychosen
      • Halluzinationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000:
      • Stimmungsschwankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesien
      • Schwitzen
      • Benommenheit
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • trockene Augen (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten)
      • Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen)
      • Konjunktivitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aderhauterguss (mit Gesichtsfelddefekt)
      • akute Myopie
      • akutes Winkelverschlussglaukom
      • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • atrioventrikuläre Überleitungsstörungen
      • Verschlechterung einer Herzinsuffizienz
      • Herzklopfen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • bei Patienten mit Angina pectoris ist Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kältegefühl an den Extremitäten
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
      • Synkopen
      • orthostatische Hypotonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verstärkung einer bereits vorhandenen Claudicatio intermittens
      • Raynaud-Syndrom bei anfälligen Patienten
      • Vaskulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Patienten mit Raynaud-Syndrom)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bronchospasmen (bei Patienten mit Asthma bronchiale oder mit asthmatischen Beschwerden in der Vorgeschichte)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • plötzlich auftretendes Lungenödem durch Idiosynkrasie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gastrointestinale Störungen (Erbrechen, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum, Obstipation, Diarrhoe, Übelkeit durch Chlortalidon)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lebertoxizität inklusive
        • intrahepatischer Cholestase
        • cholestatischer Ikterus (Gelbsucht)
        • Pankreatitis (durch Chlortalidon)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Hautreaktionen wie
        • Erythem
        • Pruritus
        • photoallergisches Exanthem
        • Purpura
        • Urtikaria
        • Arzneimittelfieber
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Alopezie
      • psoriasiforme Hautreaktionen
      • Verschlimmerung einer Psoriasis
      • Hautausschläge
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Auslösung einer Psoriasis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelschwäche
      • Muskelkrämpfe
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lupus-ähnliches Syndrom
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute interstitielle Nephritis
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Potenzstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Libidostörungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Durst
      • Schwächegefühl
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere Hypokaliämie und Hyponatriämie, ferner Hypomagnesiämie, Hypochlorämie sowie Hypercalcämie, Hyperurikämie (dies kann bei prädisponierten Patienten zu Gichtanfällen führen)
      • verminderte Glucosetoleranz
      • Hyperglykämie und Glucosurie bei Stoffwechselgesunden, bei Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus
        • bei Patienten mit manifestem Diabetes mellitus kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen
        • latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Transaminasenspiegel
      • Hypermagnesiurien (äußern sich nicht immer als Hypomagnesiämien, weil Magnesium aus dem Knochen mobilisiert wird)
      • reversibler Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Serum
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erhöhte Amylasewerte
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anstieg der antinukleären Antikörper (klinische Relevanz jedoch unklar)
  • besondere Hinweise
    • verstärkte Diurese
      • Begleiterscheinungen wie Mundtrockenheit und Durst, Schwäche- und Schwindelgefühl, Herzklopfen, Hypotonie und orthostatische Hypotonie sind auf verstärkte Diurese zurückzuführen
    • Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen)
      • infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes Atemnot möglich
    • Hypoglykämie
      • nach längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie zu hypoglykämischen Zuständen kommen
      • Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden
    • Fettstoffwechsel
      • kann unter der Therapie zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen
      • Anstieg der Serumlipide (Cholesterin, Triglyzeride) kann auftreten
    • Patienten mit Hyperthyreose
      • unter der Therapie können die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (z.B. Tachykardie, Tremor) verschleiert werden
    • Hypokaliämie
      • infolge einer Hypokaliämie können Müdigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Parästhesien, Paresen, Apathie oder Herzrhythmusstörungen auftreten
      • schwere Kaliumverluste können zu einem Subileus bis hin zu einem paralytischen Ileus oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen
      • EKG-Veränderungen und gesteigerte Glykosidempfindlichkeit können auftreten
    • metabolische Alkalose
      • als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern
    • Leberschäden
      • wegen des Auftretens schwerer Leberschäden sollten unter Therapie in regelmäßigen Abständen die Leberwerte überprüft werden
    • Flüssigkeitsaufnahme, kaliumreiche Nahrungsmittel
      • während der Behandlung sollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen des Kaliumverlustes kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (Bananen, Gemüse, Nüsse)
    • Kontrollen
      • während der Therapie sollten die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium-, Natrium-, Calciumionen), Kreatinin und Harnstoff, die Serumlipide (Cholesterin und Triglyzeride), Harnsäure sowie der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden

Anwendungshinweise

  • Tablette mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut vor der Mahlzeit einnehmen

Stillzeithinweise

Atenolol, Chlortalidon - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
    • da beide Wirkstoffe (Atenolol, Chlortalidon) in erheblichen Mengen in die Muttermilch übergehen und mit pharmakologischen Wirkungen beim Säugling zu rechnen ist

Schwangerschaftshinweise

Atenolol, Chlortalidon - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft

Warnhinweise

Atenolol, Chlortalidon - peroral
  • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
    • AV-Block I. Grades, da die Betarezeptorenblocker-Komponente negativen Einfluss auf die Überleitungszeit haben kann,
    • Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände; die Symptome einer Hypoglykämie wie Tachykardie, Herzklopfen oder Schweißausbrüche können maskiert sein)
    • längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände)
    • Patienten mit Phäochromozytom (Nebennierenmarktumor; vorherige Therapie mit Alpharezeptorenblockern erforderlich),
      • der Blutdruck sollte engmaschig überwacht werden
    • Patienten, die gleichzeitig mit Digitalispräparaten, Glucocorticoiden oder Laxanzien behandelt werden
    • eingeschränkter Leberfunktion
    • eingeschränkter Nierenfunktion leichteren Grades
  • systemische Wirkung oraler Betarezeptorenblocker kann bei gleichzeitiger Anwendung ophthalmischer Betarezeptorenblocker verstärkt werden
  • Verordnung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen bei
    • Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
    • bei Patienten mit Prinzmetal-Angina, da, aufgrund ungehinderter Alpha-Rezeptor-vermittelter Gefäßverengungen der Herzkranzgefäße, vermehrt z.T. verstärkte Angina-pectoris-Anfälle auftretenkönnen
      • Atenolol ist ein Beta-1-selektiver Betarezeptorenblocker; folglich kann der Gebrauch erwogen werden, obwohl äußerste Vorsicht gewahrt werden muss
  • Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
    • deshalb strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie
      • Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen
    • diese Patienten sprechen eventuell auf die üblichen Adrenalindosen zur Behandlung der allergischen Reaktionen nicht an
  • Durchblutungsstörungen
    • leichtere periphere Durchblutungsstörungen können durch die Anwendung von Betarezeptorenblockern verschlimmert werden
  • Thyreotoxikose
    • Betarezeptorenblocker können die Anzeichen einer Thyreotoxikose maskieren
  • Herzfrequenz wird durch die Anwendung von Betarezeptorenblockern reduziert
    • in dem seltenen Fall, dass ein Patient klinische Symptome entwickelt, die auf einer langsamen Herzfrequenz beruhen, kann die Dosis reduziert werden
  • Betarezeptorenblocker sollten nicht abrupt abgesetzt werden, wenn der Patient an einer ischämischen Herzerkrankung leidet
  • Herzinsuffizienz
    • obwohl das Arzneimittel bei unkontrollierter Herzinsuffizienz kontraindiziert ist, kann die Gabe bei Patienten mit kontrollierten Anzeichen von Herzinsuffizienz angezeigt sein
    • Vorsicht bei Patienten mit geringer Reservekraft des Herzmuskels
  • Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen
    • bie diesen Patienten kann es auch bei Anwendungen eines kardioselektiven Betarezeptorenblockers wie Atenolol zur Beeinflussung des Atemwegswiderstandes kommen (Atenolol ist ein Beta-1-selektiver Betarezeptorenblockers, wobei die Selektivität nicht absolut ist)
      • Anwendung sollte daher bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen generell nicht erfolgen
      • geringste mögliche Dosis sollte mit besonderer Vorsicht eingenommen werden
    • wenn eine Erhöhung des Atemwegswiderstandes auftritt, sollte Atenolol plus Chlortalidon abgesetzt werden
    • eventuelle Bronchospasmen können (wirksamer als bei nichtselektiven Betarezeptorenblockern) mit den üblichen Bronchodilatatoren wie Salbutamol oder Fenoterol rasch aufgehoben werden
  • Anästhetika
    • besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Verwendung von Anästhetika
    • Anästhesist sollte über die Einnahme von Atenolol plus Chlortalidon informiert werden
    • bei der Wahl des Anästhetikums sollte ein Mittel mit so geringer negativ inotroper Aktivität wie möglich gewählt werden
    • Einsatz von Betarezeptorenblockern zusammen mit Anästhetika kann zur Abschwächung der Reflextachykardie führen und das Risiko einer Hypotonie erhöhen
    • Anästhetika, die myokardiale Depression hervorrufen, sollten vermieden werden
  • Elektrolyte
    • aufgrund der Chlortalidonkomponente sollten regelmäßig in passenden Abständen die Plasmaelektrolyte untersucht werden, um mögliche Elektrolytschwankungen, besonders Hypokaliämie und Hyponatriämie, zu ermitteln
    • Hypokaliämie und Hyponatriämie können auftreten
    • Kontrolle des Elektrolytspiegels empfohlen, insbesondere bei
      • älteren Patienten
      • Patienten, die Digitalis einnehmen
      • Patienten, die eine kaliumarme Diät einhalten
      • gastrointestinalen Beschwerden
    • Hypokaliämie kann bei Patienten, die mit Digitalis behandelt werden, Arrhythmien hervorrufen
  • Blutglucose
    • Atenolol
      • Einfluss von Atenolol als ausgeprägt kardioselektivem Betarezeptorenblocker auf den Blutglucosespiegel ist gering
    • Chlortalidon
      • unter Chlortalidon kann es, wie bei jedem Thiaziddiuretikum, durch Beeinträchtigung der Glucosetoleranz zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommen
      • Verabreichung von Chlortalidon an Patienten, die eine bekannte Prädisposition für eine Diabetes-mellitus-Erkrankung haben, muss mit Vorsicht erfolgen
    • Atenolol plus Chlortalidon
      • in den bisher vorliegenden Untersuchungen mit Atenolol plus Chlortalidon keine signifikanten Änderungen des Blutglucosespiegels bei Patienten ohne KH-Stoffwechselstörungen beobachtet
    • Diabetes-mellitus-Patienten
      • müssen mit einem möglichen Anstieg des Blutglucosespiegels rechnen
      • enge Kontrolle des Blutzuckers ist in der Anfangsphase der Therapie erforderlich
      • bei anhaltender Therapie sollte die Glucosurie in regelmäßigen Abständen untersucht werden
  • Harnsäurewerte
    • Chlortalidon kann, wie andere Thiaziddiuretika, zu einer Erhöhung der Harnsäurewerte führen
      • Effekt ist dosisabhängig und kann durch Anwendung niedriger Chlortalidonmengen minimal gehalten werden
    • gleichzeitige Gabe eines Urikosurikums kehrt die Erhöhung der Harnsäurewerte wieder um
    • zur Kontrolle sollten gelegentlich Messungen des Harnsäurespiegels durchgeführt werden
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung
    • kleine Änderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt können ein hepatisches Koma hervorrufen
  • Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und Winkelverschlussglaukom
    • Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
      • zu den Symptomen gehören das akute Auftreten einer verminderten Sehschärfe oder Augenschmerzen, die typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Einnahme des Arzneimittels auftreten
    • unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zu einem dauerhaften Sehverlust führen
    • erste Behandlungsmaßnahme besteht darin, die Einnahme des Arzneimittels so schnell wie möglich abzubrechen
      • wenn der Augeninnendruck unkontrolliert bleibt, müssen sofortige medizinische oder chirurgische Behandlungen in Betracht gezogen werden
    • Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelverschlussglaukoms können eine Sulfonamid- oder Penicillin-Allergie in der Vorgeschichte sein
  • Doping
    • Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen