Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 21,54 € |
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Indikation
- Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom, hypertone Regulationsstörungen)
- Chronische stabile Angina pectoris oder instabile Angina pectoris (falls gleichzeitig Tachykardie oder Hypertonie bestehen)
- Supraventrikuläre Arrhythmien
- zusätzliche therapeutische Maßnahme bei Sinustachykardie aufgrund von Thyreotoxikose
- paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie
- Vorhofflimmern und Vorhofflattern (bei ungenügendem Ansprechen auf hochdosierte Therapie mit herzwirksamen Glykosiden)
- Ventrikuläre Arrhythmien, wie
- ventrikuläre Extrasystolen, sofern die Extrasystolen durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden (körperliche Belastung, Induktionsphase der Anästhesie, Halothan-Anästhesie, Verabreichung exogener Sympathikomimetika)
- ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern
- nur prophylaktisch, besonders wenn die ventrikulären Arrhythmien durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden
- Arterielle Hypertonie
Dosierung
- funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Dosierung individuell, insbes. nach Behandlungserfolg
- 1/2 Filmtablette (25 mg Atenolol) 1mal / Tag
- nach längerer Anwendung langsam ausschleichend absetzen (abruptes Absetzen mit Gefahr einer Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris oder eines Herzinfarkts oder einer Exazerbation einer Hypertonie)
- chronisch stabile Angina pectoris oder instabile Angina pectoris
- Dosierung individuell, insbes. nach Behandlungserfolg
- 1 - 2 Tabletten (50 - 100 mg Atenolol) 1mal / Tag
- nach längerer Anwendung langsam ausschleichend absetzen (abruptes Absetzen mit Gefahr einer Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris oder eines Herzinfarkts oder einer Exazerbation einer Hypertonie)
- arterielle Hypertonie
- Dosierung individuell, insbes. nach Behandlungserfolg
- intial: 1 Tablette (50 mg Atenolol) 1mal / Tag
- Dosissteigerung, optional, nach einer Woche auf 2 Tabletten (100 mg Atenolol) 1mal / Tag
- nach längerer Anwendung langsam ausschleichend absetzen (abruptes Absetzen mit Gefahr einer Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris oder eines Herzinfarkts oder einer Exazerbation einer Hypertonie)
- supraventrikuläre und ventrikuläre Arrhythmien
- Dosierung individuell, insbes. nach Behandlungserfolg
- 1 Tablette (50 mg Atenolol) 1 - 2mal / Tag
- alternativ: 2 Tabletten (100 mg Atenolol) 1mal / Tag
- nach längerer Anwendung langsam ausschleichend absetzen (abruptes Absetzen mit Gefahr einer Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris oder eines Herzinfarkts oder einer Exazerbation einer Hypertonie)
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Kreatinin-Clearance 10 - 30 ml / Min. (Serumkreatinin > 1,2 - < 5 mg / dl):
- 50 % der Standarddosis
- Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. (Serumkreatinin > 5 mg / dl):
- 25 % der Standarddosis
- Kreatinin-Clearance 10 - 30 ml / Min. (Serumkreatinin > 1,2 - < 5 mg / dl):
- Kinder:
- keine Anwendung aufgrund unzureichender Erfahrungen
- ältere Patienten
- bes. bei Nierenfunktionsstörungen: Dosisreduktion erwägen
Kontraindikationen
Atenolol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Atenolol oder andere ß-Rezeptorenblocker
- manifeste Herzinsuffizienz
- Schock
- AV-Block 2. oder 3. Grades
- Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
- sinuatrialer Block
- Bradykardie (Ruhepuls < 50 Schläge pro Minute vor Behandlungsbeginn)
- Hypotonie (systolisch < 90 mmHg)
- Azidose
- bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
- Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme: MAO-B-Hemmstoffe)
- intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem- Typ oder anderen Antiarrhythmika (z.B. Disopyramid) bei Patienten, die mit Atenolol behandelt werden, kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Atenolol - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Purpura
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen der Art, wie sie auch bei anderen Betarezeptorenblockern beobachtet werden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stimmungsschwankungen
- Alpträume
- Verwirrtheit
- Psychosen und Halluzinationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Depression
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Parästhesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- trockene Augen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herz-Kreislauf-System
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verstärkung einer Herzinsuffizienz
- atrioventrikuläre Überleitungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kältegefühl an den Extremitäten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie mit Orthostase oder Synkope
- Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen oder mit Verkrampfung der Fingerschlagadern (Raynaud- Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Atemnot infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegerkrankungen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen- Darm-Beschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberschäden, einschließlich einer intrahepatischen Cholestase
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschläge
- Haarausfall
- Verschlechterung einer Psoriasis vulgaris
- psoriasiforme Exantheme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Potenzstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Transaminasenspiegel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- ein Anstieg der antinukleären Antikörper wurde beobachtet, die klinische Relevanz ist jedoch unklar
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit vor den Mahlzeiten
Stillzeithinweise
Atenolol - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung während der Stillzeit erforderlich
- Atenolol sollte nur mit Vorsicht bei stillenden Frauen angewendet werden
- Atenolol akkumuliert in der Muttermilch, erreicht dort ein Mehrfaches der maternalen Serumkonzentration
- obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge auf Anzeichen für eine Betablockade untersucht werden
- für Neugeborene von Müttern, die während der Stillzeit mit Atenolol behandelt wurden, kann ein erhöhtes Risiko einer Hypoglykämie und einer Bradykardie bestehen
Schwangerschaftshinweise
Atenolol - peroral
- Atenolol darf in der Schwangerschaft nur mit Vorsicht unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden
- gilt insbesondere im 1. und 2. Trimenon
- Atenolol passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut etwa gleiche Konzentrationen wie im maternalen Blut
- Betablocker reduzieren im Allgemeinen die Plazentaperfusion
- dies wurde mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Fehlgeburt und frühzeitigen Wehen in Zusammenhang gebracht
- 1. Trimenon
- zu einer Anwendung von Atenolol im 1. Trimenon der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor, mögliche fetale Schädigungen können nicht ausgeschlossen werden
- 3. Trimenon
- Atenolol wurde unter enger ärztlicher Überwachung im Zuge einer antihypertensiven Behandlung im 3. Trimenon angewendet
- dabei wurde die Therapie einer gering bis mittelgradigen Hypertonie mit intrauteriner Wachstumshemmung in Verbindung gebracht
- Behandlung in der Nähe des Geburtstermins
- Möglichkeit des Auftretens von Bradykardie, Hypoglykämie und Atemdepression (neonatale Asphyxie) beim Neugeborenen; ebenso Fälle von Betablockade beschrieben worden
- aus diesem Grund sollte Atenolol 24 - 48 Stunden vor der Entbindung abgesetzt werden
- für Neugeborene von Müttern, die zur Geburt mit Atenolol behandelt wurden, kann ein erhöhtes Risiko einer Hypoglykämie und einer Bradykardie bestehen
- tierexperimentelle Untersuchungen
- erbrachten keine Hinweise auf teratogene Effekte von Atenolol, es wurden jedoch embryotoxische Wirkungen beobachtet
Warnhinweise
Atenolol - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- AV-Block 1. Grades
- Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände; die hypoglykämische Tachykardie kann modifiziert werden)
- längerem strengem Fasten und schwerer körperlicher Belastung (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände)
- Patienten mit einem Phäochromozytom (Nebennierenmarktumor; vorherige Therapie mit alpha-Rezeptorenblockern erforderlich)
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Verordnung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese und bei Patienten mit Prinzmetal-Angina, da vermehrt z.T. verstärkte Angina-pectoris-Anfälle auftreten können
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- deshalb strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie (Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen)
- leichtere periphere Durchblutungsstörungen können durch die Anwendung von Betarezeptorenblockern verschlimmert werden
- Betarezeptorenblocker können die Anzeichen einer Thyreotoxikose maskieren
- Herzfrequenz wird durch die Anwendung von Betarezeptorenblockern reduziert
- in dem seltenen Fall, dass ein Patient klinische Symptome entwickelt, die auf einer langsamen Herzfrequenz beruhen, kann die Dosis reduziert werden
- Betarezeptorenblocker sollten nicht abrupt abgesetzt werden, wenn der Patient an einer ischämischen Herzerkrankung leidet
- der Atemwegwiderstand kann bei Asthmatikern durch Betarezeptorenblocker erhöht werden
- Anwendung sollte daher mit Vorsicht erfolgen
- wenn eine Erhöhung des Atemwegwiderstandes auftritt, sollte Atenolol abgesetzt und eine bronchodilatative Therapie (z.B. mit Salbutamol) verabreicht werden
- Doping
- Anwendung von Atenolol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen