TEPADINA 200mg Pulv.+Lösungsm.z.Her.e.Inf.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 2043,29 € |
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Indikation
Erwachsene, Kinder und Jugendliche
- in Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- mit oder ohne Ganzkörperbestrahlung (GKB) zur Konditionierung vor allogener oder autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) für die Behandlung von hämatologischen Erkrankungen
- wenn eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender HSZT zur Behandlung von soliden Tumoren angezeigt ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 Beutel enthält 200 mg Thiotepa; nach Rekonstitution mit dem Lösungsmittel enthält 1 ml Lösung 1 mg Thiotepa
- in Kombination mit anderen Chemotherapeutika zur Konditionierung vor hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT)
- Anwendung nur unter Aufsicht eines Arztes, der Erfahrung mit der Konditionierung vor einer hämatopoetischer Stammzelltransplantation hat
- Dosierung abhängig von Art der HSZT (autolog oder allogen) und der Erkrankung
- Erwachsene
- autologe HSZT
- hämatologische Erkrankungen
- 125 - 300 mg / m2 / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 (24,32 mg / kg KG)
- Lymphom
- 125 - 300 mg / m2 / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 (24,32 mg / kg KG)
- Zentralnervensystem (ZNS)-Lymphom
- 185 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- multiples Myelom
- 150 - 250 mg / m2 / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
- solide Tumoren
- 120 - 250 mg / m2 / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 2 - 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 (21,62 mg / kg KG)
- Brustkrebs
- 120 - 250 mg / m2 / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 - 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 (21,62 mg / kg KG)
- ZNS-Tumoren
- 125 - 250 mg / m2 / Tag (3,38 - 6,76 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 3 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
- Ovarialkarzinom
- 250 mg / m2 / Tag (6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 500 mg / m2 (13,51 mg / kg KG)
- Keimzelltumoren
- 150 - 250 mg / m2 / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
- hämatologische Erkrankungen
- allogene HSZT
- hämatologische Erkrankungen
- 185 - 481 mg / m2 / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 (15 mg / kg KG)
- Lymphom
- 370 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- multiples Myelom
- 185 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 185 mg / m2 (5 mg / kg KG)
- Leukämie
- 185 - 481 mg / m2 / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 (15 mg / kg KG)
- Thalassämie
- 370 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- hämatologische Erkrankungen
- autologe HSZT
- Kinder und Jugendliche
- autologe HSZT
- solide Tumoren
- 150 - 350 mg / m2 / Tag (6 - 14 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 (42 mg / kg KG)
- ZNS-Tumoren
- 250 - 350 mg / m2 / Tag (10 - 14 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 (42 mg / kg KG)
- solide Tumoren
- allogene HSZT
- hämatologische Erkrankungen
- 125 - 250 mg / m2 / Tag (5 - 10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 (15 mg / kg KG)
- Leukämie
- 250 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- Thallassämie
- 200 - 250 mg / m2 / Tag (8 - 10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- refraktäre Zytopenie
- 125 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 (15 mg / kg KG)
- genetische Krankheiten
- 125 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- Sichelzellanämie
- 250 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
- max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
- hämatologische Erkrankungen
- autologe HSZT
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Studien
- leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung empfohlen (Thiotepa und Metaboliten nur in geringen Mengen im Urin ausgeschieden)
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- eingeschränkte Leberfunktion
- Arzneimittel nicht untersucht
- Anwendung mit Vorsicht (Metabolismus vor allem durch die Leber)
- vorübergehende Veränderungen von Leberparametern
- keine Dosisanpassung empfohlen
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- nicht speziell untersucht
- in klinischen Studien: keine Dosisanpassung
Kontraindikationen
Thiotepa - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Thiotepa
- Gleichzeitige Anwendung mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Thiotepa - invasiv
Nebenwirkungen bei Erwachsenen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Sepsis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Toxisches Schocksyndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- febrile Neutropenie
- Anämie
- Panzytopenie
- Granulozytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Graft-versus-Host-Krankheit
- chronische Graft-versus-Host-Krankheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypersensitivität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypopituitarismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anorexie
- verminderter Appetit
- Hyperglycämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verwirrtheitszustand
- Veränderungen des Geisteszustands
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angst
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Delirium
- Nervosität
- Halluzination
- Agitiertheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- verschwommenes Sehen
- Enzephalopathie
- Krampfanfall
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- intrakraniales Aneurysma
- Extrapyramidale Störung
- Kognitive Störung
- Hirnblutung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukenzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Konjunktivitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Katarakt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hörstörung
- Ototoxizität
- Tinnitus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arrhythmie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kardiomyopathie
- Myokarditis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Lymphödem
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutung
- Embolie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- idiopathisches Pneumoniesyndrom
- Epistaxis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lungenödem
- Husten
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoxie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Stomatitis
- Ösophagitis
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Bauchschmerzen
- Enteritis
- Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- gastrointestinale Perforation
- Ileus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinales Geschwür
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- venookklusive Lebererkrankung
- Hepatomegalie
- Gelbsucht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Pruritus
- Alopezie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pigmentierungsstörung
- Psoriasis erythrodermica
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere toxische Hautreaktionen
- einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
- schwere toxische Hautreaktionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rückenschmerzen
- Myalgie
- Arthralgie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hämorrhagische Zystitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysurie
- Oligurie
- Niereninsuffizienz
- Zystitis
- Hämaturie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Azoospermie
- Amenorrhoe
- vaginale Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- menopausale Symptome
- weibliche Infertilität
- männliche Infertilität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pyrexie
- Asthenie
- Schüttelfrost
- generalisiertes Ödem
- Entzündung an der Injektionsstelle
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Schleimhautentzündung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Multiorganversagen
- Schmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtszunahme
- Bilirubinanstieg
- Transaminasenanstieg
- Amylaseanstieg
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kreatininanstieg
- Anstieg des Blutharnstoffs
- Anstieg der Gamma-glutamyl-transferase
- Anstieg der alkalischen Phosphatase
- Anstieg der Aspartatamino-transferase
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Sepsis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- thrombozytopenische Purpura
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- febrile Neutropenie
- Anämie
- Panzytopenie
- Granulozytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Graft-versus-Host-Krankheit
- chronische Graft-versus-Host-Krankheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypopituitarismus
- Hypogonadismus
- Hypothyroidismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anorexie
- Hyperglycämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Veränderungen des Geisteszustands
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- geistige Störung aufgrund einer allgemeinmedizinischen Erkrankung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Enzephalopathie
- Krampfanfall
- Hirnblutung
- Gedächtnisbeeinträchtigung
- Parese
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ataxie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukenzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hörstörung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzstillstand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- kardiovaskuläre Insuffizienz
- Herzinsuffizienz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefässerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pneumonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- idiopathisches Pneumoniesyndrom
- Lungenblutung
- Lungenödem
- Epistaxis
- Hypoxie
- Atemstillstand
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale arterielle Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Stomatitis
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Enteritis
- Darmverschluss
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- venookklusive Lebererkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leberversagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Erythem
- Desquamation
- Pigmentierungsstörung
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere toxische Hautreaktionen
- einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
- schwere toxische Hautreaktionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Wachstumsretardierung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blasenstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Niereninsuffizienz
- Hämorrhagische Zystitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pyrexie
- Schleimhautentzündung
- Schmerzen
- Multiorganversagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bilirubinanstieg
- Transaminasenanstieg
- Kreatininanstieg
- Anstieg der Aspartataminotransferase
- Anstieg der Alaninaminotransferase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg des Blutharnstoffs
- abnormale Elektrolytwerte
- Erhöhung der Prothrombinzeit-Ratio
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- nur zur i.v. Anwendung
- Verabreichung von einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft als 2 - 4 -stündige i.v. Infusion über einen zentralen Venenkatheter
- Beutel darf erst unmittelbar vor der Verwendung aus der Aluminiumhülle entnommen werden
- falls notwendig, muss eine Dosisanpassung entsprechend der speziellen Anwendung durchgeführt werden
- falls die berechnete erforderliche Dosis > 200 mg ist, aber weniger als ein Vielfaches davon ist
- erforderliche Menge in mg aus Thiotepa-Durchstechflaschen über den dafür vorgesehenen Anschluss des 200 mg-Beutels hinzuzufügen
- falls berechnete erforderliche Dosis < 200 mg ist
- überschüssige Menge in mg der vollständig rekonstituierten 1 mg/ml-Lösung entnehmen oder eine Infusionspumpe auf die zu verabreichende Menge des Arzneimittels in ml einstellen
- falls die berechnete erforderliche Dosis > 200 mg ist, aber weniger als ein Vielfaches davon ist
- Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung: siehe Fachinformation!
- Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. Anwendung des Arzneimittels
- bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen
- bei der Zubereitung der Infusionslösung Handschuhe tragen
- bei versehentlichem Hautkontakt
- betroffene Hautstelle sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen
- bei versehentlichem Schleimhautkontakt
- Schleimhaut gründlich mit Wasser spülen
- bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen
Stillzeithinweise
Thiotepa - invasiv
- in der Stillzeit kontraindiziert
- aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften und seiner potenziellen Toxizität für gestillte Neugeborene/Kinder
- unbekannt, ob Thiotepa in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Thiotepa - invasiv
- in der Schwangerschaft kontraindiziert
- bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung von Thiotepa bei Schwangeren
- präklinischen Studien
- embryofetale Letalität und Teratogenität
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, und vor Behandlungsbeginn sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- männliche Patienten sollten während der Behandlung und 1 Jahr lang nach Beendigung der Behandlung kein Kind zeugen
- Fertilität
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
- Männliche Patienten
- vor Therapiebeginn sollte eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung gezogen werden
- während der Behandlung sowie ein Jahr danach soltle kein Kind gezeugt werden
Warnhinweise
Thiotepa - invasiv
- die Folge der Behandlung mit Thiotepa in der empfohlenen Dosis und mit dem empfohlenen Behandlungsschema ist eine ausgeprägte Myelosuppression bei allen Patienten
- eine schwere Granulozytopenie, Thrombozytopenie und Anämie können alleine oder kombiniert auftreten
- häufige Kontrolle des Blutbildes, inkl. des Differentialblutbildes und der Thrombozytenzahl
- während der Behandlung und bis zur Normalisierung des Blutbildes
- tägliche Kontrolle der Leukozyten- und Thrombozytenzahl
- während der Behandlung und für die Dauer von mindestens 30 Tagen nach der Transplantation
- Thrombozyten- und Erythrozytentransfusionen sowie Wachstumsfaktoren, wie der Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktor (G-CSF), sollten eingesetzt werden, sofern medizinisch angezeigt
- prophylaktische oder empirische Anwendung von Antiinfektiva (antibakteriell, antimykotisch, antiviral)
- sollte zur Prävention und Behandlung von Infektionen während der Dauer der Neutropenie erwogen werden
- Patienten mit Leberfunktionsstörung
- Thiotepa wurde nicht bei diesen Patienten untersucht
- da Thiotepa vor allem durch die Leber metabolisiert wird, ist Vorsicht geboten
- wenn Thiotepa bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion angewendet wird, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- regelmäßige Kontrolle der Serumtransaminasen, der alkalischen Phosphatase und von Bilirubin nach der Transplantation bei diesen Patienten empfohlen
- um eine Hepatotoxizität frühzeitig zu erkennen
- Patienten, die zuvor eine Strahlentherapie, drei oder mehr Zyklen Chemotherapie oder eine Stammzelltransplantation erhalten haben
- erhöhtes Risiko für eine venookklusive Lebererkrankung möglich
- Patienten mit Herzerkrankungen in der Anamnese
- besondere Vorsicht ist geboten
- regelmäüßige Überwachung der Herzfunktion
- Patienten mit Nierenerkrankungen in der Anamnese
- besondere Vorsicht ist geboten
- es sollte eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden
- Thiotepa kann eine pulmonale Toxizität verursachen, die die Lungentoxizität anderer Zytostatika (Busulfan, Fludarabin und Cyclophosphamid) verstärken kann
- eine frühere Gehirnbestrahlung oder kraniospinale Bestrahlung kann schwere toxische Reaktionen begünstigen
- z.B. Enzephalopathie
- Aufklärung des Patienten über das erhöhte Risiko für eine sekundäre Krebserkrankung durch Thiotepa, ein bekanntes Karzinogen bei Menschen
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen; Gelbfieberimpfstoffe sowie virale und bakterielle Lebendimpfstoffen sind gänzlich kontraindiziert)
- Risiko einer systemischen, potenziell tödlichen Erkrankung
- Risiko bei Patienten erhöht, die durch ihre Grundkrankheit bereits immungeschwächt sind
- mit Phenytoin und Fosphenytoin
- Risiko der Verschlimmerung von Krampfleiden infolge der verminderten Resorption von Phenytoin im Verdauungstrakt durch Zytostatika oder
- Risiko der verstärkten Toxizität und des Wirksamkeitsverlustes des Zytostatikums durch gesteigerten Metabolismus in der Leber durch Phenytoin
- mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen; Gelbfieberimpfstoffe sowie virale und bakterielle Lebendimpfstoffen sind gänzlich kontraindiziert)
- Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind
- Thiotepa muss in diesem Fall nach Abschluss der Cyclophosphamid-Infusion verabreicht werden
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen angewendet werden
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind
- gleichzeitige Anwendung mit CYP2B6- oder CYP3A4-Inhibitoren
- sorgfältige klinsiche Überwachung der Patienten
- Fertilität
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
- männliche Patienten sollten vor Therapiebeginn eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung ziehen und während der Behandlung sowie ein Jahr danach kein Kind zeugen
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen