TEPADINA 200mg Pulv.+Lösungsm.z.Her.e.Inf.-Lsg.

Accord Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Thiotepa →

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N1 1 ST 2043,29 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene, Kinder und Jugendliche

  • in Kombination mit anderen Chemotherapeutika
    • mit oder ohne Ganzkörperbestrahlung (GKB) zur Konditionierung vor allogener oder autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) für die Behandlung von hämatologischen Erkrankungen
    • wenn eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender HSZT zur Behandlung von soliden Tumoren angezeigt ist

Dosierung

Basiseinheit: 1 Beutel enthält 200 mg Thiotepa; nach Rekonstitution mit dem Lösungsmittel enthält 1 ml Lösung 1 mg Thiotepa

  • in Kombination mit anderen Chemotherapeutika zur Konditionierung vor hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT)
    • Anwendung nur unter Aufsicht eines Arztes, der Erfahrung mit der Konditionierung vor einer hämatopoetischer Stammzelltransplantation hat
    • Dosierung abhängig von Art der HSZT (autolog oder allogen) und der Erkrankung
    • Erwachsene
      • autologe HSZT
        • hämatologische Erkrankungen
          • 125 - 300 mg / m2 / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
          • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 (24,32 mg / kg KG)
          • Lymphom
            • 125 - 300 mg / m2 / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 (24,32 mg / kg KG)
          • Zentralnervensystem (ZNS)-Lymphom
            • 185 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
          • multiples Myelom
            • 150 - 250 mg / m2 / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG / Tag) 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
        • solide Tumoren
          • 120 - 250 mg / m2 / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 2 - 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
          • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 (21,62 mg / kg KG)
          • Brustkrebs
            • 120 - 250 mg / m2 / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 - 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 (21,62 mg / kg KG)
          • ZNS-Tumoren
            • 125 - 250 mg / m2 / Tag (3,38 - 6,76 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 3 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
          • Ovarialkarzinom
            • 250 mg / m2 / Tag (6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 500 mg / m2 (13,51 mg / kg KG)
          • Keimzelltumoren
            • 150 - 250 mg / m2 / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 (20,27 mg / kg KG)
      • allogene HSZT
        • hämatologische Erkrankungen
          • 185 - 481 mg / m2 / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
          • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 (15 mg / kg KG)
          • Lymphom
            • 370 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
          • multiples Myelom
            • 185 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 185 mg / m2 (5 mg / kg KG)
          • Leukämie
            • 185 - 481 mg / m2 / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 (15 mg / kg KG)
          • Thalassämie
            • 370 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 (10 mg / kg KG)
    • Kinder und Jugendliche
      • autologe HSZT
        • solide Tumoren
          • 150 - 350 mg / m2 / Tag (6 - 14 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
          • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 (42 mg / kg KG)
          • ZNS-Tumoren
            • 250 - 350 mg / m2 / Tag (10 - 14 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 (42 mg / kg KG)
      • allogene HSZT
        • hämatologische Erkrankungen
          • 125 - 250 mg / m2 / Tag (5 - 10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 1 oder 2 Infusionen / Tag an 1 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
          • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 (15 mg / kg KG)
          • Leukämie
            • 250 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
          • Thallassämie
            • 200 - 250 mg / m2 / Tag (8 - 10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
          • refraktäre Zytopenie
            • 125 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 (15 mg / kg KG)
          • genetische Krankheiten
            • 125 mg / m2 / Tag (5 mg / kg KG / Tag), 1mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
          • Sichelzellanämie
            • 250 mg / m2 / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in 2 Infusionen / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
            • max. kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 (10 mg / kg KG)
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Studien
      • leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörung
        • keine Dosisanpassung empfohlen (Thiotepa und Metaboliten nur in geringen Mengen im Urin ausgeschieden)
        • Anwendung mit besonderer Vorsicht
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • Arzneimittel nicht untersucht
      • Anwendung mit Vorsicht (Metabolismus vor allem durch die Leber)
      • vorübergehende Veränderungen von Leberparametern
        • keine Dosisanpassung empfohlen
    • ältere Patienten (> 65 Jahre)
      • nicht speziell untersucht
      • in klinischen Studien: keine Dosisanpassung

Kontraindikationen

Thiotepa - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Thiotepa
  • Gleichzeitige Anwendung mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Thiotepa - invasiv

Nebenwirkungen bei Erwachsenen

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Infektionsanfälligkeit
      • Sepsis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Toxisches Schocksyndrom
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
      • febrile Neutropenie
      • Anämie
      • Panzytopenie
      • Granulozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • akute Graft-versus-Host-Krankheit
      • chronische Graft-versus-Host-Krankheit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypersensitivität
  • Endokrine Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypopituitarismus
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anorexie
      • verminderter Appetit
      • Hyperglycämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Verwirrtheitszustand
      • Veränderungen des Geisteszustands
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Angst
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Delirium
      • Nervosität
      • Halluzination
      • Agitiertheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • verschwommenes Sehen
      • Enzephalopathie
      • Krampfanfall
      • Parästhesie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • intrakraniales Aneurysma
      • Extrapyramidale Störung
      • Kognitive Störung
      • Hirnblutung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leukenzephalopathie
  • Augenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Konjunktivitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Katarakt
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hörstörung
      • Ototoxizität
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Arrhythmie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
      • Herzinsuffizienz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kardiomyopathie
      • Myokarditis
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Lymphödem
      • Hypertonie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Blutung
      • Embolie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • idiopathisches Pneumoniesyndrom
      • Epistaxis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Lungenödem
      • Husten
      • Pneumonitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypoxie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Stomatitis
      • Ösophagitis
      • Erbrechen
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Bauchschmerzen
      • Enteritis
      • Kolitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
      • gastrointestinale Perforation
      • Ileus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinales Geschwür
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • venookklusive Lebererkrankung
      • Hepatomegalie
      • Gelbsucht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag
      • Pruritus
      • Alopezie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erythem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pigmentierungsstörung
      • Psoriasis erythrodermica
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere toxische Hautreaktionen
        • einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Rückenschmerzen
      • Myalgie
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämorrhagische Zystitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dysurie
      • Oligurie
      • Niereninsuffizienz
      • Zystitis
      • Hämaturie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Azoospermie
      • Amenorrhoe
      • vaginale Blutung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • menopausale Symptome
      • weibliche Infertilität
      • männliche Infertilität
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pyrexie
      • Asthenie
      • Schüttelfrost
      • generalisiertes Ödem
      • Entzündung an der Injektionsstelle
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Schleimhautentzündung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Multiorganversagen
      • Schmerzen
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gewichtszunahme
      • Bilirubinanstieg
      • Transaminasenanstieg
      • Amylaseanstieg
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kreatininanstieg
      • Anstieg des Blutharnstoffs
      • Anstieg der Gamma-glutamyl-transferase
      • Anstieg der alkalischen Phosphatase
      • Anstieg der Aspartatamino-transferase

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen:

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Infektionsanfälligkeit
      • Sepsis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • thrombozytopenische Purpura
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Thrombozytopenie
      • febrile Neutropenie
      • Anämie
      • Panzytopenie
      • Granulozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • akute Graft-versus-Host-Krankheit
      • chronische Graft-versus-Host-Krankheit
  • Endokrine Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypopituitarismus
      • Hypogonadismus
      • Hypothyroidismus
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anorexie
      • Hyperglycämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Veränderungen des Geisteszustands
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • geistige Störung aufgrund einer allgemeinmedizinischen Erkrankung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Enzephalopathie
      • Krampfanfall
      • Hirnblutung
      • Gedächtnisbeeinträchtigung
      • Parese
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ataxie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leukenzephalopathie
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hörstörung
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Herzstillstand
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • kardiovaskuläre Insuffizienz
      • Herzinsuffizienz
  • Gefässerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Blutung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pneumonitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • idiopathisches Pneumoniesyndrom
      • Lungenblutung
      • Lungenödem
      • Epistaxis
      • Hypoxie
      • Atemstillstand
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • pulmonale arterielle Hypertonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Stomatitis
      • Erbrechen
      • Diarrhoe
      • Bauchschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Enteritis
      • Darmverschluss
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • venookklusive Lebererkrankung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Leberversagen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag
      • Erythem
      • Desquamation
      • Pigmentierungsstörung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere toxische Hautreaktionen
        • einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Wachstumsretardierung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Blasenstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Niereninsuffizienz
      • Hämorrhagische Zystitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pyrexie
      • Schleimhautentzündung
      • Schmerzen
      • Multiorganversagen
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Bilirubinanstieg
      • Transaminasenanstieg
      • Kreatininanstieg
      • Anstieg der Aspartataminotransferase
      • Anstieg der Alaninaminotransferase
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg des Blutharnstoffs
      • abnormale Elektrolytwerte
      • Erhöhung der Prothrombinzeit-Ratio

Anwendungshinweise

  • nur zur i.v. Anwendung
  • Verabreichung von einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft als 2 - 4 -stündige i.v. Infusion über einen zentralen Venenkatheter
  • Beutel darf erst unmittelbar vor der Verwendung aus der Aluminiumhülle entnommen werden
  • falls notwendig, muss eine Dosisanpassung entsprechend der speziellen Anwendung durchgeführt werden
    • falls die berechnete erforderliche Dosis > 200 mg ist, aber weniger als ein Vielfaches davon ist
      • erforderliche Menge in mg aus Thiotepa-Durchstechflaschen über den dafür vorgesehenen Anschluss des 200 mg-Beutels hinzuzufügen
    • falls berechnete erforderliche Dosis < 200 mg ist
      • überschüssige Menge in mg der vollständig rekonstituierten 1 mg/ml-Lösung entnehmen oder eine Infusionspumpe auf die zu verabreichende Menge des Arzneimittels in ml einstellen
  • Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung: siehe Fachinformation!
  • Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. Anwendung des Arzneimittels
    • bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen
      • bei der Zubereitung der Infusionslösung Handschuhe tragen
    • bei versehentlichem Hautkontakt
      • betroffene Hautstelle sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen
    • bei versehentlichem Schleimhautkontakt
      • Schleimhaut gründlich mit Wasser spülen

Stillzeithinweise

Thiotepa - invasiv
  • in der Stillzeit kontraindiziert
    • aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften und seiner potenziellen Toxizität für gestillte Neugeborene/Kinder
  • unbekannt, ob Thiotepa in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Thiotepa - invasiv
  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung von Thiotepa bei Schwangeren
  • präklinischen Studien
    • embryofetale Letalität und Teratogenität
  • Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, und vor Behandlungsbeginn sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
    • männliche Patienten sollten während der Behandlung und 1 Jahr lang nach Beendigung der Behandlung kein Kind zeugen
  • Fertilität
    • Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
    • Männliche Patienten
      • vor Therapiebeginn sollte eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung gezogen werden
      • während der Behandlung sowie ein Jahr danach soltle kein Kind gezeugt werden

Warnhinweise

Thiotepa - invasiv
  • die Folge der Behandlung mit Thiotepa in der empfohlenen Dosis und mit dem empfohlenen Behandlungsschema ist eine ausgeprägte Myelosuppression bei allen Patienten
  • eine schwere Granulozytopenie, Thrombozytopenie und Anämie können alleine oder kombiniert auftreten
  • häufige Kontrolle des Blutbildes, inkl. des Differentialblutbildes und der Thrombozytenzahl
    • während der Behandlung und bis zur Normalisierung des Blutbildes
  • tägliche Kontrolle der Leukozyten- und Thrombozytenzahl
    • während der Behandlung und für die Dauer von mindestens 30 Tagen nach der Transplantation
  • Thrombozyten- und Erythrozytentransfusionen sowie Wachstumsfaktoren, wie der Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktor (G-CSF), sollten eingesetzt werden, sofern medizinisch angezeigt
  • prophylaktische oder empirische Anwendung von Antiinfektiva (antibakteriell, antimykotisch, antiviral)
    • sollte zur Prävention und Behandlung von Infektionen während der Dauer der Neutropenie erwogen werden
  • Patienten mit Leberfunktionsstörung
    • Thiotepa wurde nicht bei diesen Patienten untersucht
    • da Thiotepa vor allem durch die Leber metabolisiert wird, ist Vorsicht geboten
      • wenn Thiotepa bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion angewendet wird, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
    • regelmäßige Kontrolle der Serumtransaminasen, der alkalischen Phosphatase und von Bilirubin nach der Transplantation bei diesen Patienten empfohlen
      • um eine Hepatotoxizität frühzeitig zu erkennen
  • Patienten, die zuvor eine Strahlentherapie, drei oder mehr Zyklen Chemotherapie oder eine Stammzelltransplantation erhalten haben
    • erhöhtes Risiko für eine venookklusive Lebererkrankung möglich
  • Patienten mit Herzerkrankungen in der Anamnese
    • besondere Vorsicht ist geboten
    • regelmäüßige Überwachung der Herzfunktion
  • Patienten mit Nierenerkrankungen in der Anamnese
    • besondere Vorsicht ist geboten
    • es sollte eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden
  • Thiotepa kann eine pulmonale Toxizität verursachen, die die Lungentoxizität anderer Zytostatika (Busulfan, Fludarabin und Cyclophosphamid) verstärken kann
  • eine frühere Gehirnbestrahlung oder kraniospinale Bestrahlung kann schwere toxische Reaktionen begünstigen
    • z.B. Enzephalopathie
  • Aufklärung des Patienten über das erhöhte Risiko für eine sekundäre Krebserkrankung durch Thiotepa, ein bekanntes Karzinogen bei Menschen
  • gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
    • mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen; Gelbfieberimpfstoffe sowie virale und bakterielle Lebendimpfstoffen sind gänzlich kontraindiziert)
      • Risiko einer systemischen, potenziell tödlichen Erkrankung
      • Risiko bei Patienten erhöht, die durch ihre Grundkrankheit bereits immungeschwächt sind
    • mit Phenytoin und Fosphenytoin
      • Risiko der Verschlimmerung von Krampfleiden infolge der verminderten Resorption von Phenytoin im Verdauungstrakt durch Zytostatika oder
      • Risiko der verstärkten Toxizität und des Wirksamkeitsverlustes des Zytostatikums durch gesteigerten Metabolismus in der Leber durch Phenytoin
  • Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
    • Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind
      • Thiotepa muss in diesem Fall nach Abschluss der Cyclophosphamid-Infusion verabreicht werden
    • Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen angewendet werden
  • gleichzeitige Anwendung mit CYP2B6- oder CYP3A4-Inhibitoren
    • sorgfältige klinsiche Überwachung der Patienten
  • Fertilität
    • Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
      • männliche Patienten sollten vor Therapiebeginn eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung ziehen und während der Behandlung sowie ein Jahr danach kein Kind zeugen