Tepkinly 48 mg Injektionslösung
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 1 ST | 6433,14 € |
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Indikation
Erwachsene
- Monotherapie zur Behandlung von Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (diffuse large B-cell lymphoma, DLBCL) nach mind. 2 Linien einer systemischen Therapie
- Monotherapie zur Behandlung von Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären follikulären Lymphom (FL) nach mind. 2 Linien einer systemischen Therapie
Dosierung
Basiseinheit: jede 0,8-ml-Durchstechflasche enthält 48 mg Epcoritamab in einer Konzentration von 60 mg / ml
- Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (diffuse large B-cell lymphoma, DLBCL) nach mind. 2 Linien einer systemischen Therapie / Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären follikulären Lymphom (FL) nach mind. 2 Linien einer systemischen Therapie
- Hinweise
- Anwendung nur unter Aufsicht eines in der Krebstherapie erfahrenen Arztes
- es sollte mind. 1 Dosis Tocilizumab zur Behandlung bei Auftreten eines CRS verfügbar sein, bevor Epcoritamab in Zyklus 1 gegeben wird
- eine zusätzliche Dosis Tocilizumab sollte innerhalb von 8 Stunden nach Gabe der ersten Tocilizumab-Dosis verfügbar sein
- Dosierung
- Empfohlene Prämedikation und Dosierungsschema
- Tabelle 1: Zweistufiges Aufdosierungsschema für Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom
- Dosierungsschema (28-tägige Zyklen)
- Wöchentlich
- Zyklus 1
- Tag 1: 0,16 mg (Step-up-Dosis 1)
- Tag 8: 0,8 mg (Step-up-Dosis 2)
- Tag 15: 48 mg (erste volle Dosis)
- Tag 22: 48 mg
- Zyklus 1
- Wöchentlich
- Zyklus 2 - 3
- Tage 1, 8, 15, 22: 48 mg
- Zyklus 2 - 3
- alle 2 Wochen
- Zyklus 4 - 9
- Tage 1, 15: 48 mg
- Zyklus 4 - 9
- alle 4 Wochen
- Zyklus 10 und folgende
- Tag 1: 48 mg
- Zyklus 10 und folgende
- Hinweis
- 0,16 mg ist eine Initialdosis, 0,8 mg eine Zwischendosis und 48 mg eine volle Dosis
- Wöchentlich
- Dosierungsschema (28-tägige Zyklen)
- Tabelle 2: Dreistufiges Aufdosierungsschema von Tepkinly für Patienten mit follikulärem Lymphom
- Dosierungsschema (28-tägige Zyklen)
- Wöchentlich
- Zyklus 1
- Tag 1: 0,16 mg (Step-up-Dosis 1)
- Tag 8: 0,8 mg (Step-up-Dosis 2)
- Tag 15: 3 mg (Step-up-Dosis 3)
- Tag 22: 48 mg (erste volle Dosis)
- Zyklus 1
- Wöchentlich
- Zyklus 2 - 3
- Tage 1, 8, 15, 22: 48 mg
- Zyklus 2 - 3
- alle 2 Wochen
- Zyklus 4 - 9
- Tage 1, 15: 48 mg
- Zyklus 4 - 9
- alle 4 Wochen
- Zyklus 10 und folgende
- Tag 1: 48 mg
- Zyklus 10 und folgende
- Hinweis
- 0,16 mg ist eine Initialdosis, 0,8 mg eine Zwischendosis, 3 mg eine zweite Zwischendosis und 48 mg eine volle Dosis
- Wöchentlich
- Dosierungsschema (28-tägige Zyklen)
- Behandlungsdauer: bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder Auftreten einer inakzeptablen Toxizität
- Einzelheiten zur empfohlenen Vormedikation bei Zytokinfreisetzungssyndrom (cytokine release syndrome, CRS) sind in Tabelle 3 dargestellt
- Tabelle 3: Epcoritamab-Vormedikation
- Zyklus 1
- alle Patienten
- Dexamethasonb (15 mg oral oder intravenös) oder Prednisolon (100 mg oral oder intravenös) oder Äquivalent
- 30 - 120 Min. vor jeder wöchentlichen Anwendung von Epcoritamab
- und an drei aufeinander folgenden Tagen nach jeder wöchentlichen Anwendung von Epcoritamab in Zyklus 1
- 50 mg Diphenhydramin oral oder intravenös oder Äquivalent
- 30 - 120 Min. vor jeder wöchentlichen Anwendung von Epcoritamab
- 650 - 1 000 mg Paracetamol oral
- 30 - 120 Min. vor jeder wöchentlichen Anwendung von Epcoritamab
- Dexamethasonb (15 mg oral oder intravenös) oder Prednisolon (100 mg oral oder intravenös) oder Äquivalent
- alle Patienten
- Zyklus 2 und danach
- Patienten, bei denen unter der vorherigen Dosis ein CRS des Grads 2 oder 3a aufgetreten ist
- Dexamethasonb (15 mg oral oder intravenös) oder Prednisolon (100 mg oral oder intravenös) oder Äquivalent
- 30 - 120 Min. vor der nächsten Anwendung von Epcoritamab nach einem CRS-Ereignis des Grads 2 oder 3a
- und an drei aufeinander folgenden Tagen nach der nächsten Anwendung von Epcoritamab, bis nach Anwendung von Epcoritamab kein CRS des Grads 2 oder höher auftritt
- Dexamethasonb (15 mg oral oder intravenös) oder Prednisolon (100 mg oral oder intravenös) oder Äquivalent
- Patienten, bei denen unter der vorherigen Dosis ein CRS des Grads 2 oder 3a aufgetreten ist
- a die Behandlung mit Epcoritamab wird nach einem CRS-Ereignis des Grads 4 dauerhaft abgebrochen
- b Basierend auf der Optimierungsstudie GCT3013-01 ist Dexamethason das bevorzugte Corticosteroid zur CRS-Prophy
- Zyklus 1
- Prophylaxe gegen Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP) und Herpes-Virus-Infektionen: insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Steroiden dringend empfohlen
- Anwendung von Epcoritamab nur bei ausreichend hydrierten Patienten
- es wird dringend empfohlen, dass alle Patienten während Zyklus 1 die folgenden Empfehlungen zur Flüssigkeitsaufnahme einhalten, sofern dies nicht medizinisch kontraindiziert ist
- Aufnahme von 2 - 3 l Flüssigkeit innerhalb 24 Stunden vor jeder Anwendung von Epcoritamab
- Absetzen blutdrucksenkender Medikamente für 24 Stunden vor jeder Anwendung von Epcoritamab
- Gabe von 500 ml isotonischer intravenöser (IV) Flüssigkeit am Tag der Anwendung von Epcoritamab vor der Verabreichung
- UND
- Aufnahme von 2 - 3 l Flüssigkeit innerhalb 24 Stunden nach jeder Verabreichung von Epcoritamab
- Patienten mit erhöhtem Risiko eines klinischen Tumorlysesyndroms (clinical tumour lysis syndrome, CTLS)
- Flüssigkeitszufuhr sowie vorbeugende Behandlung mit einem Harnsäure senkenden Mittel empfohlen
- Patienten nach der Behandlung mit Epcoritamab auf Anzeichen und Symptome eines CRS und / oder eines immunzellassoziierten Neurotoxizitätssyndroms (immune effector cell-associated neurotoxicity syndrome, ICANS) überwachen
- Patienten sind über die Anzeichen und Symptome eines CRS und ICANS aufzuklären und anzuweisen, unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Anzeichen oder Symptome eines CRS und ICANS auftreten
- Patienten mit DLBCL sind nach Verabreichung der Dosis von 48 mg in Zyklus 1 an Tag 15 für 24 Stunden stationär aufzunehmen, um sie auf Anzeichen und Symptome eines CRS und / oder ICANS zu überwachen
- Tabelle 1: Zweistufiges Aufdosierungsschema für Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom
- Empfohlene Prämedikation und Dosierungsschema
- Dosisanpassungen und Behandlung von Nebenwirkungen
- Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
- bei Patienten, die mit Epcoritamab behandelt werden, kann sich ein CRS entwickeln
- andere Ursachen von Fieber, Hypoxie und Hypotonie sind abzuklären und entsprechend zu behandeln
- bei Verdacht auf ein CRS sind die Empfehlungen in Tabelle 4 einzuhalten
- Patienten, bei denen ein CRS auftritt, sollten während der nächsten geplanten Epcoritamab-Verabreichung häufiger überwacht werden
- Tabelle 4: Leitlinie für die CRS-Einstufung und -Behandlung
- Grad 1
- Fieber (Körpertemperatur >/= 38 °C)
- empfohlene Therapie
- unterstützende Behandlung, z. B. mit Antipyretika und intravenöser Flüssigkeitszufuhr
- Dexamethasonb kann angewendet werden
- bei fortgeschrittenem Alter, hoher Tumorlast, zirkulierenden Tumorzellen, Antipyretika-refraktärem Fieber
- eine Antizytokintherapie mit Tocilizumabd sollte erwogen werden
- im Fall eines CRS mit gleichzeitigem ICANS s. Tabelle 5
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab bis zum Abklingen des CRS aussetzen
- empfohlene Therapie
- Fieber (Körpertemperatur >/= 38 °C)
- Grad 2
- Fieber (Körpertemperatur >/= 38 °C) und
- Hypotonie, die keine Vasopressoren erfordert und / oder
- Hypoxie, die eine Sauerstoffgabe mit geringer Durchflussratee mittels Nasenkanüle oder Blow-by erfordert
- empfohlene Therapie
- unterstützende Behandlung, z. B. mit Antipyretika und intravenöser Flüssigkeitszufuhr
- Dexamethasonb sollte erwogen werden
- eine Antizytokintherapie mit Tocilizumabd wird empfohlen
- wenn das CRS refraktär gegenüber Dexamethason und Tocilizumab ist
- alternative Immunsuppressivag und Methylprednisolon 1 000 mg / Tag intravenös verabreichen, bis eine klinische Besserung eintritt
- im Fall eines CRS mit gleichzeitigem ICANS siehe Tabelle 5
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab bis zum Abklingen des CRS aussetzen
- empfohlene Therapie
- Grad 3
- Fieber (Körpertemperatur >/= 38 °C) und
- Hypotonie, die einen Vasopressor mit oder ohne Vasopressin erfordert und/oder
- Hypoxie, die eine Sauerstoffgabe mit hoher Durchflussratef mittels Nasenkanüle, Gesichtsmaske, Non-Rebreather-Maske oder Venturi-Maske erfordert
- empfohlene Therapie
- unterstützende Behandlung, z. B. mit Antipyretika und intravenöser Flüssigkeitszufuhr
- Dexamethasonc sollte angewendet werden
- eine Antizytokintherapie mit Tocilizumabd wird empfohlen
- wenn das CRS refraktär gegenüber Dexamethason und Tocilizumab ist
- alternative Immunsuppressivag und Methylprednisolon 1 000 mg / Tag intravenös verabreichen, bis eine klinische Besserung eintritt
- im Fall eines CRS mit gleichzeitigem ICANS siehe Tabelle 5
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab bis zum Abklingen des CRS aussetzen
- falls ein CRS von Grad 3 länger als 72 Stunden andauert: Epcoritamab absetzen
- bei mehr als 2 Einzelereignissen mit einem CRS von Grad 3, auch falls jedes Ereignis innerhalb von 72 Stunden auf Grad 2 zurückging
- Epcoritamab absetzen
- empfohlene Therapie
- Grad 4
- Fieber (Körpertemperatur >/= 38 °C) und
- Hypotonie, die >/= 2 Vasopressoren erfordert (ausgenommen Vasopressin) und / oder
- Hypoxie, die eine Überdruckbeatmung erfordert (z. B. CPAP, BiPAP, Intubation und mechanische Beatmung)
- empfohlene Therapie
- unterstützende Behandlung, z. B. mit Antipyretika und intravenöser Flüssigkeitszufuhr
- Dexamethasonc sollte angewendet werden
- eine Antizytokintherapie mit Tocilizumabd wird empfohlen
- wenn das CRS refraktär gegenüber Dexamethason und Tocilizumab ist
- alternative Immunsuppressivag und Methylprednisolon 1 000 mg / Tag intravenös verabreichen, bis eine klinische Besserung eintritt
- im Fall eines CRS mit gleichzeitigem ICANS siehe Tabelle 5
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab dauerhaft absetzen
- empfohlene Therapie
- Grade: CRS-Einstufung gemäß ASTCT-Konsensuskriterien
- b Dexamethason sollte in einer Dosis von 10 - 20 mg / Tag (oder Äquivalent) angewendet werden
- c Dexamethason sollte in einer Dosis von 10 - 20 mg intravenös alle 6 Stunden verabreicht werden
- d Tocilizumab 8 mg / kg intravenös über 1 Stunde (max. 800 mg / Dosis); bei Bedarf erneute Gabe von Tocilizumab nach frühestens 8 Stunden; max. 2 Dosen in 24 Stunden
- e Sauerstoffgabe mit geringer Durchflussrate ist definiert als Sauerstoffgabe mit einer Durchflussrate von < 6 l / Min.
- f Sauerstoffgabe mit hoher Durchflussrate ist definiert als Sauerstoffgabe mit einer Durchflussrate von >/= 6 l / Min.
- g Riegler L et al. (2019)
- Grad 1
- Immunzellassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS)
- Patienten auf Anzeichen und Symptome eines ICANS überwachen
- andere Ursachen von neurologischen Symptomen müssen ausgeschlossen werden
- bei Verdacht auf ein ICANS Empfehlungen in Tabelle 5 einhalten
- Tabelle 5: Leitlinie für die ICANS-Einstufung und -Behandlung
- Grad 1b
- ICE-Scorec 7 - 9b oder eingetrübtes Bewusstseinb: spontan erweckbar
- empfohlene Therapie
- Behandlung mit Dexamethasond
- bis zum Abklingen des ICANS nicht sedierende Antikonvulsiva in Erwägung ziehen (z. B. Levetiracetam)
- kein gleichzeitiges CRS: Antizytokintherapie nicht empfohlen
- ICANS mit gleichzeitigem CRS
- Behandlung mit Dexamethasond
- alternative immunsupprimierende Therapiee anstelle von Tocilizumab wählen, wenn möglich
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab bis zum Abklingen des Ereignisses aussetzen
- empfohlene Therapie
- ICE-Scorec 7 - 9b oder eingetrübtes Bewusstseinb: spontan erweckbar
- Grad 2b
- ICE-Scorec 3 - 6 oder eingetrübtes Bewusstseinb: durch Ansprache erweckbar
- empfohlene Therapie
- Behandlung mit Dexamethasonf
- bis zum Abklingen des ICANS nicht sedierende Antikonvulsiva in Erwägung ziehen (z. B. Levetiracetam)
- kein gleichzeitiges CRS: Antizytokintherapie nicht empfohlen
- ICANS mit gleichzeitigem CRS
- Behandlung mit Dexamethasond
- alternative immunsupprimierende Therapiee anstelle von Tocilizumab wählen, wenn möglich
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab bis zum Abklingen des Ereignisses aussetzen
- empfohlene Therapie
- ICE-Scorec 3 - 6 oder eingetrübtes Bewusstseinb: durch Ansprache erweckbar
- Grad 3b
- ICE-Scorec 0 - 2 oder
- eingetrübtes Bewusstseinb: nur durch taktile Reize erweckbar, oder
- Krampfanfälleb, entweder
- fokale oder generalisierte klinische Krampfanfälle, die rasch abklingen,oder
- nicht konvulsive Krampfanfälle im Elektroenzephalogramm (EEG), die nach Intervention abklingen, oder
- erhöhter intrakranieller Druck: fokales/lokales Ödemb in der Neurobildgebungc
- empfohlene Therapie
- Behandlung mit Dexamethasong
- bei fehlendem Ansprechen Methylprednisolon 1 000 mg / Tag einleiten
- bis zum Abklingen des ICANS nicht sedierende Antikonvulsiva in Erwägung ziehen (z. B. Levetiracetam)
- kein gleichzeitiges CRS: Antizytokintherapie nicht empfohlen
- ICANS mit gleichzeitigem CRS
- Behandlung mit Dexamethason
- bei fehlendem Ansprechen Methylprednisolon 1 000 mg / Tag einleiten
- alternative immunsupprimierende Therapiee anstelle von Tocilizumab wählen, wenn möglich
- Behandlung mit Dexamethason
- Behandlung mit Dexamethasong
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab dauerhaft absetzen
- Grad 4b
- ICE-Scorec, b 0 oder eingetrübtes Bewusstseinb, entweder: Patient ist nicht oder nur durch kräftige oder repetitive taktile Reize erweckbar oder Stupor oder Koma
- oder Krampfanfälleb, entweder: lebensbedrohlicher längerer Krampfanfall (> 5 Min.) oder repetitive klinische oder elektrische Krampfanfälle ohne zwischenzeitliche Rückkehr zur Baseline
- oder Motorische Befundeb: tiefe fokale motorische Schwäche wie Hemiparese oder Paraparese oder erhöhter intrakranieller Druck / zerebrales Ödemb, mit Anzeichen / Symptomen wie: diffuses zerebrales Ödem in der Neurobildgebung oder Dezerebrations- oder Dekortikationshaltung oder Lähmung des VI. Hirnnervs oder Papillenödem oder Cushing-Triade
- empfohlene Therapie
- Behandlung mit Dexamethasong
- bei fehlendem Ansprechen Methylprednisolon 1 000 mg / Tag einleiten
- bis zum Abklingen des ICANS nicht sedierende Antikonvulsiva in Erwägung ziehen (z. B. Levetiracetam)
- kein gleichzeitiges CRS
- Antizytokintherapie nicht empfohlen
- ICANS mit gleichzeitigem CRS
- Behandlung mit Dexamethason
- bei fehlendem Ansprechen Methylprednisolon 1 000 mg / Tag einleiten
- alternative immunsupprimierende Therapiee anstelle von Tocilizumab wählen, wenn möglich
- Behandlung mit Dexamethason
- Behandlung mit Dexamethasong
- Dosisanpassung von Epcoritamab
- Epcoritamab dauerhaft absetzen
- empfohlene Therapie
- Grade: ICANS-Einstufung gemäß konsentiertem ICANS-Grading-System der ASTCT
- b der ICANS-Grad wird durch das schwerste Ereignis bestimmt (ICE-Score, Bewusstseinslage, Krampfanfälle, motorische Befunde, erhöhter intrakranieller Druck / zerebrales Ödem), das nicht auf andere Ursachen zurückzuführen ist
- c wenn der Patient erweckbar und in der Lage ist, die Beurteilung hinsichtlich einer Immuneffektorzellassoziierten Enzephalopathie (immune effector cell-associated encephalopathy, ICE) zu absolvieren; folgendes beurteilen: Orientierung (bezüglich Jahr, Monat, Stadt, Krankenhaus = 4 Punkte); Benennen (3 Gegenstände benennen, z. B. auf Uhr, Stift, Knopf zeigen = 3 Punkte); Befolgen von Anweisungen (z. B. „Zeigen Sie mir 2 Finger" oder „Schließen Sie die Augen und strecken Sie die Zunge heraus" = 1 Punkt); Schreiben (Fähigkeit, einen Standardsatz zu schreiben = 1 Punkt); Aufmerksamkeit (von 100 in Zehnerschritten rückwärts zählen = 1 Punkt); wenn der Patient nicht erweckbar und nicht fähig ist, die ICE-Beurteilung zu absolvieren (ICANS-Grad 4): 0 Punkte
- d Dexamethason sollte in einer Dosis von 10 mg intravenös alle 12 Stunden verabreicht werden
- e Riegler L et al. (2019)
- f Dexamethason 10 - 20 mg intravenös alle 12 Stunden
- g Dexamethason 10 - 20 mg intravenös alle 6 Stunden
- Grad 1b
- Tabelle 6: Empfohlene Dosisanpassungen bei anderen Nebenwirkungen (gemäß National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events (NCI CTCAE), Version 5.0)
- Infektionen Grad 1 - 4
- Behandlung mit Epcoritamab bei Patienten mit aktiver Infektion aussetzen, bis die Infektion abgeklungen ist
- Grad 4: dauerhaftes Absetzen in Betracht ziehen
- Neutropenie oder febrile Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl (ANC) von < 0,5 x 109/l)
- Behandlung aussetzen bis ANC >/= 0,5 x 109/l beträgt
- Thrombozytopenie (< 50 x 109/l)
- Behandlung aussetzen bis Thrombozytenzahl >/= 50 x 109/l
- andere Nebenwirkungen (Grad 3 oder höher)
- Behandlung mit Epcoritamab aussetzen, bis die Toxizität auf Grad 1 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist
- Infektionen Grad 1 - 4
- Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
- versäumte oder verzögerte Anwendung
- Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom
- erneuter Initialzyklus (identisch mit Zyklus 1 mit Standard-CRS-Prophylaxe) ist erforderlich
- wenn zwischen der Initialdosis (0,16 mg) und der Zwischendosis (0,8 mg) mehr als 8 Tage vergangen sind oder
- wenn zwischen der Zwischendosis (0,8 mg) und der ersten vollen Dosis (48 mg) mehr als 14 Tage vergangen sind oder
- wenn zwischen den vollen Dosen (48 mg) mehr als 6 Wochen vergangen sind
- nach dem erneuten Initialzyklus sollte der Patient die Behandlung an Tag 1 des nächsten geplanten Behandlungszyklus fortsetzen (nach dem Zyklus, in dem die verzögerte Anwendung stattfand)
- erneuter Initialzyklus (identisch mit Zyklus 1 mit Standard-CRS-Prophylaxe) ist erforderlich
- Follikuläres Lymphom
- erneuter Initialzyklus (identisch mit Zyklus 1 mit Standard-CRS-Prophylaxe) ist erforderlich
- wenn zwischen der Initialdosis (0,16 mg) und der Zwischendosis (0,8 mg) mehr als 8 Tage vergangen sind oder
- wenn zwischen der Zwischendosis (0,8 mg) und der zweiten Zwischendosis (3 mg) mehr als 8 Tage vergangen sind oder
- wenn zwischen der zweiten Zwischendosis (3 mg) und der ersten vollen Dosis (48 mg) mehr als 14 Tage vergangen sind oder
- wenn zwischen 2 vollen Dosen (48 mg) mehr als 6 Wochen vergangen sind
- nach dem erneuten Initialzyklus sollte der Patient die Behandlung an Tag 1 des nächsten geplanten Behandlungszyklus fortsetzen (nach dem Zyklus, in dem die verzögerte Anwendung stattfand)
- erneuter Initialzyklus (identisch mit Zyklus 1 mit Standard-CRS-Prophylaxe) ist erforderlich
- Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom
- Hinweise
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- leichte - mittelschwere Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere - terminale Niereninsuffizienz
- keine Untersuchungen vorhanden
- keine Dosierungsempfehlung möglich
- leichte - mittelschwere Niereninsuffizienz
- Leberinsuffizienz
- leicht: keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (definiert als Gesamtbilirubin > 3-Faches der oberen Normgrenze (upper limit of normal, ULN) und jeglicher AST-Wert): nicht untersucht
- mittelschwer (definiert als Gesamtbilirubin > 1,5- bis 3-Faches der ULN und jeglicher AST-Wert): begrenzte Daten
- mittelschwer - schwer: keine Dosierungsempfehlungen möglich
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
Kontraindikationen
Epcoritamab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Epcoritamab
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Epcoritamab - invasiv
Nebenwirkungen bei Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem LBCL oder FL, die (in der Studie GCT3013-01) mit Epcoritamab behandelt wurden
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- virale Infektion einschl.
- COVID-19
- Cytomegalievirus-Chorioretinitis
- Cytomegalievirus-Colitis
- Cytomegalievirus-Infektion
- Reaktivierung einer Cytomegalievirus-Infektion
- virale Gastroenteritis
- Herpes simplex
- Herpes-simplex-Reaktivierung
- Herpesvirus-Infektion
- Herpes zoster
- oralen Herpes
- postakutes COVID-19-Syndrom
- Varicella-Zoster-Virusinfektion
- Pneumonie einschl. COVID-19-Pneumonie
- Infektion der oberen Atemwege
- Laryngitis
- Pharyngitis
- Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus
- Rhinitis
- Rhinovirusinfektion
- virale Infektion einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pilzinfektionen einschl.
- Candida-Infektionen
- Ösophagus-Candidiasis
- orale Candidiasis
- oropharyngeale Candidiasis
- Sepsis einschl.
- Bakteriämie
- septischen Schock
- Cellulitis
- Pilzinfektionen einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- virale Infektion einschl.
- COVID-19
- Cytomegalievirus-Chorioretinitis
- Cytomegalievirus-Colitis
- Cytomegalievirus-Infektion
- Reaktivierung einer Cytomegalievirus-Infektion
- virale Gastroenteritis
- Herpes simplex
- Herpes-simplex-Reaktivierung
- Herpesvirus-Infektion
- Herpes zoster
- oraler Herpes
- postakutes COVID-19-Syndrom
- Varicella-Zoster-Virusinfektion
- Pneumonie einschl. COVID-19-Pneumonie
- Infektion der oberen Atemwege einschl.
- Laryngitis
- Pharyngitis
- Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus
- Rhinitis
- Rhinovirusinfektion
- Infektion der oberen Atemwege
- Sepsis einschl.
- Bakteriämie
- septischen Schock
- Cellulitis
- virale Infektion einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- alle Grade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tumor-Flare-Reaktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie einschl. verringerte Neutrophilenzahl
- Anämie einschl. Serumferritin vermindert
- Thrombozytopenie einschl. Thrombozytenzahl vermindert
- Lymphopenie einschl. verminderte Lymphozytenzahl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- febrile Neutropenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie einschl. verringerte Neutrophilenzahl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie einschl. Serumferritin vermindert
- Thrombozytopenie einschl. Thrombozytenzahl vermindert
- Lymphopenie einschl. verminderte Lymphozytenzahl
- febrile Neutropenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- alle Grade
- Erkrankungen des Immunsystems
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Zytokinfreisetzungssyndrom (unerwünschte Ereignisse wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft mit Symptomen wie
- Pyrexie
- Hypotonie
- Hypoxie
- Schüttelfrost
- Tachykardie (einschließlich Sinustachykardie)
- Dyspnoe
- Kopfschmerzen
- vorübergehend erhöhten Leberenzymwerten (ALT oder AST > 3 x ULN)
- Zytokinfreisetzungssyndrom (unerwünschte Ereignisse wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft mit Symptomen wie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Zytokinfreisetzungssyndrom (unerwünschte Ereignisse wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft mit Symptomen wie
- Pyrexie
- Hypotonie
- Hypoxie
- Schüttelfrost
- Tachykardie (einschließlich Sinustachykardie)
- Dyspnoe
- Kopfschmerzen
- vorübergehend erhöhten Leberenzymwerten (ALT oder AST > 3 x ULN
- Zytokinfreisetzungssyndrom (unerwünschte Ereignisse wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft mit Symptomen wie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypophosphatämie
- Hypokaliämie
- Hypomagnesiämie
- (klinisches) Tumorlysesyndrom (eingestuft nach Cairo-Bishop)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypophosphatämie
- Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypomagnesiämie
- verminderter Appetit
- (klinisches) Tumorlysesyndrom (eingestuft nach Cairo-Bishop)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Erkrankungen des Nervensystems
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- immunzellassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (unerwünschte Ereignisse durch CRS und ICANS wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- immunzellassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (unerwünschte Ereignisse durch CRS und ICANS wurden anhand der Konsensuskriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) eingestuft)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- alle Grade
- Herzerkrankungen
- alle Grade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzrhythmusstörungen einschl.
- Bradykardie
- Sinusbradykardie
- Sinustachykardie
- supraventrikuläre Tachykardie
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Grad 3 bis 4
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzrhythmusstörungen einschl.
- Bradykardie
- Sinusbradykardie
- Sinustachykardie
- supraventrikuläre Tachykardie
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- alle Grade
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- alle Grade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pleuraerguss
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pleuraerguss
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerzen einschl.
- Bauchbeschwerden
- Bauchschmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Oberbauchschmerzen
- Druckempfindlichkeit im Unterleib
- Übelkeit
- Diarrhö
- Abdominalschmerzen einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen einschl.
- Bauchbeschwerden
- Bauchschmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Oberbauchschmerzen
- Druckempfindlichkeit im Unterleib
- Abdominalschmerzen einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag einschl.
- erythematöser Ausschlag
- makulärer Ausschlag
- makulopapulöser Ausschlag
- papulöser Ausschlag
- juckender Ausschlag
- pustulöser Ausschlag
- vesikulärer Ausschlag
- Ausschlag einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- alle Grade
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerzen des Bewegungsapparates einschl.
- Rückenschmerzen
- Knochenschmerzen
- Flankenschmerzen
- muskuloskelettale Brustschmerzen
- muskuloskelettale Schmerzen
- Muskelschmerzen
- Nackenschmerzen
- nicht-kardiale Brustschmerzen
- Schmerzen in den Extremitäten und Rückenschmerzen
- Schmerzen des Bewegungsapparates einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen des Bewegungsapparates einschl.
- Rückenschmerzen
- Knochenschmerzen
- Flankenschmerzen
- muskuloskelettale Brustschmerzen
- muskuloskelettale Schmerzen
- Muskelschmerzen
- Nackenschmerzen
- nicht-kardiale Brustschmerzen
- Schmerzen in den Extremitäten und Rückenschmerzen
- Schmerzen des Bewegungsapparates einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- alle Grade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung / Fatigue einschl.
- Asthenie
- Müdigkeit
- Lethargie
- Reaktionen an der Injektionsstelle einschl.
- Hämatom an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- Hypertrophie der Injektionsstelle
- Entzündung an der Injektionsstelle
- Raumforderung an der Injektionsstelle
- Knoten an der Injektionsstelle
- Ödem an der Injektionsstell
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Pruritus an der Injektionsstelle
- Ausschlag an der Injektionsstelle
- Reaktion an der Injektionsstelle
- Schwellung an der Injektionsstelle
- Urtikaria an der Injektionsstelle
- Fieber einschl. erhöhte Körpertemperatur
- Ödem einschl.
- Gesichtsödeme
- generalisierte Ödeme
- periphere Ödeme
- periphere Schwellungen
- Schwellungen des Gesichts
- Ermüdung / Fatigue einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung / Fatigue einschl.
- Asthenie
- Müdigkeit
- Lethargie
- Ödem einschl.
- Gesichtsödeme
- generalisierte Ödeme
- periphere Ödeme
- periphere Schwellungen
- Schwellungen des Gesichts
- Fieber einschl. erhöhte Körpertemperatur
- Ermüdung / Fatigue einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
- Untersuchungen
- alle Grade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alaninaminotransferase erhöht
- Aspartataminotransferase erhöht
- Kreatininwert im Blut erhöht
- Natriumgehalt im Blut vermindert einschl.
- verringerten Natriumgehalt im Blut
- Hyponatriämie
- alkalische Phosphatase erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Grad 3 bis 4
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Aspartataminotransferase erhöht
- Alaninaminotransferase erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Natriumgehalt im Blut vermindert einschl.
- verringerten Natriumgehalt im Blut
- Hyponatriämie
- Natriumgehalt im Blut vermindert einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- alle Grade
Anwendungshinweise
- zur subkutanen Anwendung
- ausschließlich als subkutane Injektion, vorzugsweise in den unteren Bauchbereich oder in den Oberschenkel verabreichen
- ein Wechsel der Injektionsstelle von links nach rechts oder umgekehrt wird empfohlen, insbesondere während des wöchentlichen Anwendungsschemas (d. h. Zyklus 1 - 3)
- Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Epcoritamab - invasiv
- während der Behandlung und für mindestens 4 Monate nach der letzten Anwendung von Epcoritamab sollte nicht gestillt werden
- es ist nicht bekannt, ob Epcoritamab in die Muttermilch übergeht oder Auswirkungen auf die Milchbildung hat
- da IgGs bekanntermaßen in der Muttermilch vorhanden sind, kann das Neugeborene über die Muttermilch mit Epcoritamab in Berührung kommen
Schwangerschaftshinweise
Epcoritamab - invasiv
- Epcoritamab wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Empfängnisverhütung praktizieren, nicht empfohlen
- aufgrund seines Wirkmechanismus könnte Epcoritamab bei Anwendung in der Schwangerschaft eine Schädigung des Fötus hervorrufen, darunter B-Zell-Lymphozytopenie und Veränderungen der normalen Immunantwort
- IgG1-Antikörper wie Epcoritamab können die Plazenta passieren und so zu einer Exposition des Fötus führen
- Schwangere sind über das potenzielle Risiko für den Fötus zu informieren
- es liegen keine Daten zur Anwendung von Epcoritamab bei Schwangeren vor
- tierexperimentelle Studien
- mit Epcoritamab wurden keine tierexperimentellen Reproduktionsstudien durchgeführt
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Frauen
- Frauen im gebärfähigen Alter sind anzuweisen, während der Behandlung und für mindestens 4 Monate nach der letzten Anwendung von Epcoritamab eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden
- vor Beginn der Behandlung mit Epcoritamab
- der Schwangerschaftsstatus ist bei Frauen im gebärfähigen Alter zu überprüfen
- Fertilität
- Mit Epcoritamab wurden keine Studien zur Fertilität durchgeführt
- die Auswirkungen von Epcoritamab auf die Fertilität von Männern und Frauen sind nicht bekannt
Warnhinweise
Epcoritamab - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
- bei Patienten, die Epcoritamab erhielten, traten Fälle eines CRS auf, das lebensbedrohlich oder tödlich sein kann
- zu den häufigsten Anzeichen und Symptomen eines CRS zählen
- Fieber
- Hypotonie
- Hypoxie
- weitere Anzeichen und Symptome eines CRS, die bei mehr als 2 Patienten beobachtet wurden
- Schüttelfrost
- Tachykardie
- Kopfschmerzen
- Dyspnoe
- zu den häufigsten Anzeichen und Symptomen eines CRS zählen
- die meisten CRS-Ereignisse traten in Zyklus 1 auf und standen mit der ersten vollen Dosis von Epcoritamab in Zusammenhang
- Minderung des CRS-Risikos
- prophylaktisch sind Corticosteroide zu verabreichen
- die Patienten müssen nach der Behandlung mit Epcoritamab auf Anzeichen und Symptome eines CRS überwacht werden
- bei den ersten Anzeichen oder Symptomen eines CRS ist eine unterstützende Behandlung mit Tocilizumab und / oder Corticosteroiden wie erforderlich einzuleiten
- die Patienten müssen über die Anzeichen und Symptome eines CRS aufgeklärt und angewiesen werden, ihren Arzt zu kontaktieren und unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Anzeichen oder Symptome eines CRS auftreten
- die Behandlung des CRS kann je nach Schwere des CRS entweder eine vorübergehende Verzögerung oder ein Absetzen von Epcoritamab erforderlich machen
- Patienten mit DLBCL sind nach Verabreichung der Dosis von 48 mg am Tag 15 in Zyklus 1 für 24 Stunden stationär aufzunehmen, um sie auf Anzeichen und Symptome eines CRS zu überwachen
- bei Patienten, die Epcoritamab erhielten, traten Fälle eines CRS auf, das lebensbedrohlich oder tödlich sein kann
- hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- bei Patienten, die Epcoritamab erhielten, wurde über hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH), einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang, berichtet
- HLH ist ein lebensbedrohliches Syndrom, das durch Fieber,Hautausschlag, Lymphadenopathie, Hepato- und/oder Splenomegalie und Zytopenien gekennzeichnet ist
- HLH sollte in Betracht gezogen werden, wenn das Auftreten eines Zytokin-Release-Syndroms (CRS) atypisch oder langanhaltend ist
- die Patienten sind auf klinische Anzeichen und Symptome einer HLH zu überwachen
- bei Verdacht auf HLH muss die Behandlung mit Epcoritamab für eine diagnostische Abklärung unterbrochen und die Behandlung von HLH eingeleitet werden
- immunzellassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS)
- bei Patienten, die Epcoritamab erhielten, traten Fälle eines ICANS auf, einschließlich tödlicher Ereignisse
- ICANS kann sich äußern in Form von
- Aphasie
- Bewusstseinsstörungen
- kognitiven Beeinträchtigungen
- motorischer Schwäche
- Krampfanfällen
- zerebralen Ödemen
- die meisten ICANS-Fälle traten innerhalb von Zyklus 1 der Behandlung mit Epcoritamab auf, einige jedoch mit verzögertem Beginn
- die Patienten müssen nach der Behandlung mit Epcoritamab auf Anzeichen und Symptome eines ICANS überwacht werden
- bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer ICANS ist eine Behandlung mit Corticosteroiden und nicht sedierenden Antikonvulsiva wie erforderlich einzuleiten
- die Patienten müssen über die Anzeichen und Symptome eines ICANS sowie über das möglicherweise verzögerte Einsetzen der Ereignisse informiert werden
- die Patienten sind anzuweisen, sich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen und unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Anzeichen oder Symptome eines ICANS auftreten
- die Behandlung mit Epcoritamab ist wie empfohlen entweder aufzuschieben oder abzusetzen
- Patienten mit DLBCL sind nach Verabreichung der Dosis von 48 mg am Tag 15 von Zyklus 1 für 24 Stunden stationär aufzunehmen, um sie auf Anzeichen und Symptome eines ICANS zu überwachen
- schwerwiegende Infektionen
- die Behandlung mit Epcoritamab kann das Infektionsrisiko erhöhen
- in klinischen Studien wurden bei mit Epcoritamab behandelten Patienten schwere oder tödliche Infektionen beobachtet
- die Anwendung von Epcoritamab bei Patienten mit klinisch bedeutsamen aktiven systemischen Infektionen ist zu vermeiden
- gegebenenfalls sind vor und während der Behandlung mit Epcoritamab prophylaktische Antimikrobiotika zu verabreichen
- die Patienten sind vor und nach der Anwendung von Epcoritamab auf Anzeichen und Symptome einer Infektion zu überwachen und entsprechend zu behandeln
- im Fall einer febrilen Neutropenie
- Patienten sollten auf eine Infektion untersucht und entsprechend den lokalen Leitlinien mit Antibiotika, Flüssigkeitszufuhr und sonstigen unterstützenden Maßnahmen behandelt werden
- progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML)
- Fälle von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML), einschließlich tödlicher Fälle, wurden bei Patienten berichtet, die mit Epcoritamab behandelt wurden und zuvor andereimmunsuppressive Arzneimittel erhalten hatten
- wenn während der Epcorita-mab-Therapie neurologische Symptome auftreten, die auf PML hinweisen, sollte die Behandlung mit Epcoritamab abgebrochen und geeignete diagnostische Maßnahmen eingeleitet werden
- Tumorlysesyndrom (TLS)
- TLS wurde bei Patienten, die Epcoritamab erhielten, beobachtet
- es wird empfohlen, dass Patienten mit einem erhöhten Risiko für ein TLS Flüssigkeit und eine prophylaktische Behandlung mit harnsäuresenkenden Arzneimitteln erhalten
- die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome eines TLS hin überwacht werden, insbesondere Patienten mit hoher Tumorlast oder schnell proliferierenden Tumoren und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- die laborchemischen Blutwerte sollten überwacht und Auffälligkeiten umgehend behandelt werden
- Tumor-Flare-Reaktion
- bei Patienten, die mit Epcoritamab behandelt wurden, wurde über eine Tumor-Flare-Reaktion berichtet
- zu den Symptomen können lokale Schmerzen und Schwellungen gehören
- Übereinstimmung mit dem Wirkmechanismus von Epcoritamab ist eine Tumor-Flare-Reaktion wahrscheinlich auf den Einstrom von T-Zellen in die Tumorgebiete nach der Verabreichung von Epcoritamab zurückzuführen
- es wurden keine spezifischen Risikofaktoren für eine Tumor-Flare-Reaktion identifiziert
- bei Patienten mit voluminösen Tumoren, die sich in unmittelbarer Nähe der Atemwege und / oder eines lebenswichtigen Organs befinden, besteht jedoch ein erhöhtes Risiko einer Beeinträchtigung und Morbidität aufgrund eines Masseneffekts als Folge eines Tumor Flare
- mit Epcoritamab behandelte Patienten sollten überwacht und auf Tumor-Flare-Reaktionen an kritischen Körperstellen untersucht werden
- bei Patienten, die mit Epcoritamab behandelt wurden, wurde über eine Tumor-Flare-Reaktion berichtet
- CD20-negative Erkrankung
- zu Patienten mit CD20-negativem DLBCL, und Patienten mit CD20-negativem FL, die mit Epcoritamab behandelt wurden, liegen nur begrenzte Daten vor, und es ist möglich, dass Patienten mit CD20-negativer DLBCL und Patienten mit CD20-negativem FL im Vergleich zu Patienten mit CD20-positivem DLBCL bzw. Patienten mit CD20-positivem FL einen geringeren Nutzen haben
- die potenziellen Risiken und Vorteile einer Behandlung von Patienten mit CD20-negativem DLBCL und FL sollten abgewogen werden
- Patientenkarte
- der Arzt muss den Patienten über das Risiko eines CRS und ICANS sowie über alle Anzeichen und Symptome von CRS und ICANS informieren
- die Patienten müssen angewiesen werden, sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn bei ihnen Anzeichen und Symptome von CRS und / oder ICANS auftreten
- den Patienten ist eine Patientenkarte auszuhändigen und sie sollten angewiesen werden, die Karte jederzeit bei sich zu haben
- diese Karte beschreibt die Symptome von CRS und ICANS, die, falls sie auftreten, den Patienten veranlassen sollten, sofort einen Arzt aufzusuchen
- Immunisierung
- Lebendimpfstoffe und / oder attenuierte Lebendimpfstoffe dürfen während der Behandlung mit Epcoritamab nicht verabreicht werden
- es wurden keine Studien bei Patienten durchgeführt, die Lebendimpfstoffe erhalten haben