TESTOSTERON BASICS 1000 mg/4 ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 200,97 € |
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Indikation
- Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus, wenn der Testosteronmangel klinisch und labormedizinisch bestätigt wurde
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 250 mg Testosteronundecanoat, entsprechend 157,9mg Testosteron; 1 Ampulle mit 4 ml Injektionslösung enthält 1000 mg Testosteronundecanoat
- Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus, wenn der Testosteronmangel klinisch und labormedizinisch bestätigt wurde
- 1 Ampulle (1000 mg Testosteronundecanoat) i.m. 1mal alle 10 - 14 Wochen
- Hinweis:
- vor Beginn der Therapie mit Testosteron müssen sich alle Patienten einer gründlichen ärztlichen Untersuchung unterziehen, um das Risiko eines vorbestehenden Prostatakarzinoms auszuschließen
- während der Behandlung sorgfältige und regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Prostata und der Brust mit den gegenwärtig etablierten Methoden (digitale rektale Untersuchung und Überprüfung des PSA-Serumspiegels) mindestens 1mal / Jahr durchführen
- ältere Patienten und Risikopatienten (mit bestimmten klinisch oder familiär bedingten Risikofaktoren): 2mal / Jahr
- bei Patienten unter Androgen-Langzeittherapie
- Laborparameter regelmäßig überprüfen: Hämoglobin, Hämatokrit sowie Leberfunktionstests
- Beginn: optional, in Abhängigkeit von der Höhe der Testosteron-Serumspiegel und den klinischen Symptomen, Verkürzung des 1. Injektionsintervalls auf minimal 6 Wochen möglich
- mit solcher Aufsättigungsdosis ausreichende Steady-state-Testosteronspiegel schneller erreichbar
- Erhaltungstherapie und Individualisierung
- Injektionsintervall sollte innerhalb 10 - 14 Wochen liegen
- sorgfältige, regelmäßige Kontrolle der Testosteron-Serumspiegel
- Bestimmungen am Ende eines jeden Injektionsintervalls unter Berücksichtigung der klinischen Symptome (sollten im unteren Drittel des Normbereiches liegen)
- Serumspiegel unter dem Normbereich: Injektionsintervall verkürzen
- zu hohe Serumspiegeln: Verlängerung des Injektionsintervalls erwägen
- Bestimmungen am Ende eines jeden Injektionsintervalls unter Berücksichtigung der klinischen Symptome (sollten im unteren Drittel des Normbereiches liegen)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- nicht indiziert
- männliche Jugendliche < 18 Jahre
- Anwendung ist in klinischen Studien nicht untersucht worden
- ältere Patienten
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- > 65 Jahre
- nur wenige Erfahrungen vorliegend
- Leberinsuffizienz
- keine formalen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion durchgeführt
- Lebertumore
- kontraindiziert bei Männern mit früheren oder bestehenden Lebertumoren
- Niereninsuffizienz
- keine formalen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion durchgeführt
- androgenabhängiges Karzinom der Prostata oder der männlichen Brustdrüse
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Testosteron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Testosteron
- Lebertumore (frühere oder bestehende)
- androgenabhängiges Karzinom der Prostata oder der männlichen Brustdrüse
- Hypercalcämie (bei malignen Tumoren)
- Prostataadenom
- nephrotisches Syndrom
- Neugeborene und Kleinkinder
- Anwendung bei Frauen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Testosteron - invasiv
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Progression von subklinischen Prostatatumoren
- benigne und maligne Lebertumore
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Polyzythämie (Erythrozytose)
- Anstieg des Hämatokrit
- vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
- Anstieg der Erythrozyten
- vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
- Anstieg des Hämoglobin
- vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- Wasser- und Elektrolytretention: Ödeme (bei hochdosierter Langzeittherapie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Appetitzunahme
- Anstieg des Glykohämoglobin
- Hypercholesterinämie
- Anstieg der Triglyceride im Blut
- Anstieg des Cholesterin im Blut
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Peliosis hepatis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypercalcämie
- Veränderungen der Elektrolytwerte bei hoher Dosierung und/oder Langzeittherapie
- Retention von Natrium-, Chlorid-, Kalium-, Calcium- und Phosphat- Ionen und von Wasser
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- emotionale Störung
- Schlaflosigkeit
- Ruhelosigkeit
- Aggressivität
- Reizbarkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angst
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Migräne
- Tremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nervosität
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzewallung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- kardiovaskuläre Störung
- Hypertonie
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kreislaufstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- Schlafapnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchitis
- Sinusitis
- Husten
- Dyspnoe
- Schnarchen
- Dysphonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- Durchfall
- Meteorismus
- abdominale Schmerzen
- Übelkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verdauungsstörungen
- intraabdominelle Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormale Leberfunktionswerte
- Anstieg der Glutamatoxalacetattransaminase
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließl. Einzelfälle
- Gelbsucht mit Gallestauung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gelbsucht
- Lebervergrößerung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Akne
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie (androgenetisch)
- Erythem
- Hautausschlag (einschließl. papulöser Hautausschlag)
- Pruritus
- trockene Haut
- ohne Häufigkeitsangabe
- Seborrhoe
- Rötung
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- Schmerzen in den Extremitäten
- Muskelstörungen (Muskelkrampf, Muskelzerrung und Muskelschmerzen)
- Steifigkeit in der Skelettmuskulatur
- Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut
- ohne Häufigkeitsangabe
- Mylagie
- vorzeitiger Verschluss der Epiphysenfuge (bei vorpubertären Jungen)
- beschleunigte Knochenreifung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abnahme des Harnflusses
- Harnverhaltung
- Harnwegsstörung
- Nykturie
- Dysurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- reversible Unterbrechung / Veränderung oder Verminderung der Spermatogenese (hoch dosierte langfristige Anwendung)
- einschl. Abnahme der Hodengröße
- reversible Unterbrechung / Veränderung oder Verminderung der Spermatogenese (hoch dosierte langfristige Anwendung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg des prostataspezifischen Antigens
- abnormaler Untersuchungsbefund der Prostata
- benigne Prostatahyperplasie
- Gynäkomastie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Priapismus
- intraepitheliale Neoplasie der Prostata
- Prostatadysplasie
- Verhärtung der Prostata
- Prostatitis
- Prostata-Störungen
- Libidoveränderungen (erhöhte / verminderte Libido)
- Hodenschmerzen
- Verhärtung der Brust
- Brustschmerz
- Anstieg des Estradiol
- Anstieg des Testosterons im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Prostatakrebs
- Harnabflussbehinderung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Brustschmerzen
- Oligozoospermie
- erhöhte Erektionshäufigkeit
- Prostataerkrankungen
- vorzeitige Pubertät (bei vorpubertären Jungen)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verschiedene Arten von Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- Schmerzen
- Beschwerden
- Pruritus
- Rötung / Erythem
- Hämatome
- Reizung
- Verhärtung
- Schwellung
- Entzündung
- verschiedene Arten von Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Hyperhidrosis (Hyperhidrosis und Nachtschweiß)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gesenkte Serum-LDL-, -HDL- und Triglycerid-Werte
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte PSA-Werte (prostataspezifisches Antigen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pulmonale Mikroembolie während oder unmittelbar nach der Injektion einschl.
- Husten
- Dyspnoe
- Unwohlsein
- Hyperhidrosis
- thorakale Schmerzen
- Schwindel
- Parästhesie
- Synkope
- pulmonale Mikroembolie während oder unmittelbar nach der Injektion einschl.
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
weitere Nebenwirkungen die bei bst. Patienten beobachtet wurden
- Frauen
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Klitorishypertrophie (nur teilweise reversibel)
- als unnatürlich empfundene Steigerung der Libido
- ohne Häufigkeitsangabe
- Virilisierung
- einschl. Akne vulgaris, Hirsutismus, androgenetischer Alopezie, Veränderung der Stimme
- Virilisierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Kinder
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Akne vulgaris
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Beschleunigung des Wachstums und der Knochenreifung
- vorzeitiger Epiphysenfugenschluß und damit verminderte Endgröße
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Virilisierung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Anwendungshinweise
- i.m. Injektion
- sehr langsame Injektion (über 2 Min.) erforderlich
- Injektion tief in den Gesäßmuskel unter Einhaltung der für i.m. Injektionen üblichen Vorsichtsmaßnahmen
- intravasale Injektion unbedingt vermeiden
- i.m. Injektion muss unmittelbar nach dem Öffnen der Ampulle erfolgen
- Hinweise zur Handhabung der Ampulle: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Testosteron - invasiv
- Testosteron darf bei stillenden Frauen nicht angewendet werden
- Testosteron ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt
Schwangerschaftshinweise
Testosteron - invasiv
- Testosteron darf bei schwangeren Frauen nicht angewendet werden
- Testosteron ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt
- Fertilität
- die Testosteronersatztherapie kann die Spermatogenese reversibel unterdrücken
Warnhinweise
Testosteron - invasiv
- Hinweis
- die Anwendung anabol-androgener Steroide bei gesunden Personen zur Förderung des Muskelansatzes und zur Leistungssteigerung im Sport stellt keine medizinische Indikation dar
- Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus
- vor Therapiebeginn
- Anwendung von Testosteron nur bei nachgewiesenem (hyper- oder hypogonadotropen) Hypogonadismus und nach vorherigem Ausschluss anderer Ursachen, die der Symptomatik zugrunde liegen können
- eindeutiger Nachweis des Testosteronmangels
- durch klinische Symptome, wie
- Rückbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale
- Veränderung der Körperzusammensetzung
- Asthenie
- Abnahme der Libido
- erektile Dysfunktion
- sowie durch Bestätigung zweier voneinander unabhängiger Bestimmungen des Testosterons im Blut
- durch klinische Symptome, wie
- gründliche ärztliche Untersuchung, um Risiko eines vorbestehenden Prostatakarzinoms auszuschließen
- Bestimmung der Testosteron-Serumspiegel
- während der Therapie
- sorgfältige und regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Prostata und der Brust mit den gegenwärtig etablierten Methoden (digitale rektale Untersuchung, Überprüfung des PSA-Serumspiegels) mindestens 1mal / Jahr, bei älteren Patienten und Patienten mit klinisch oder familiär bedingten Risikofaktoren 2mal / Jahr
- nationale Richtlinien zur Überwachung der Sicherheit unter Testosteronersatztherapie berücksichtigen
- regelmäßige Kontrollen von Hämoglobin und Hämatokrit (vor Therapiebeginn, im ersten Jahr der Therapie vierteljährlich, danach jährlich)
- regelmäßige Durchführung von Leberfunktionstests
- Bestimmung der Testosteron-Serumspiegel
- regelmäßig
- möglichst immer im selben Labor (Variabilität von Laborwerten)
- individuelle Dosisanpassung, um die Aufrechterhaltung eugonadaler Testosteron-Serumspiegel sicherzustellen
- Androgen-Langzeittherapie
- zusätzlich regelmäßige Überprüfung folgender Laborparameter:
- Hämoglobin
- Hämatokrit
- Leberfunktionstests
- Lipidprofil
- zusätzlich regelmäßige Überprüfung folgender Laborparameter:
- Kinder und Jugendliche
- aufgrund androgener Wirkungen nicht oder nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses anwenden
- vor Therapiebeginn
- Pubertätsinduktion bei Jungen mit Pubertas tarda
- Testosteron kann durch die periphere Umwandlung zu Östrogen die Knochenreifung beschleunigen, und damit eine Verminderung der Endgröße bewirken
- länger dauernde oder höher dosierte Anwendung: regelmäßig radiologische Knochenalterbestimmungen durchführen
- Kinder und Jugendliche
- präpubertäre Kinder: Körperwachstum und sexuelle Entwicklung beobachten (hochdosierte Androgene führen vorzeitigen Epiphysenschluss und sexuelle Reife herbei)
- Unterdrückung eines übermäßigen Längenwachstums bei Jungen
- Indikationsstellung nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Behandlung von Ärzten mit spezieller Erfahrung in pädiatrischer Endokrinologie
- Beginn der Behandlung nach dem 14. Lebensjahr nicht mehr empfohlen
- Langzeituntersuchungen zum Einfluss hoch dosierter Testosterongaben speziell auf Spermatogenese nicht durchgeführt
- regelmäßige Kontrolluntersuchungen: radiologische Knochenalterbestimmung, Beurteilung des Allgemeinzustandes; Kontrolle von
- Hodengröße
- Hodenveränderungen
- Anzeichen von Gynäkomastie
- Auftreten häufiger und/oder schmerzhafter Erektionen
- Akne
- Ödemneigung
- Kinder und Jugendliche
- präpubertäre Kinder: Körperwachstum und sexuelle Entwicklung beobachten (hochdosierte Androgene führen vorzeitigen Epiphysenschluss und sexuelle Reife herbei)
- Tumore
- Prostata
- Androgene können die Entwicklung eines subklinischen Prostatakrebses und einer benignen Prostatahyperplasie beschleunigen (insbesondere bei Anwendung hoher Dosen)
- bislang gibt es keine Beweise dafür, dass sie das Risiko von Prostatakrebs oder benigner Prostatahyperplasie erhöhen
- ebenso gibt es keine Beweise dafür, dass sie subklinischen Prostatakrebs in klinisch nachweisbaren Prostatakrebs umwandeln können, obwohl dies derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann
- daher ist es zwingend erforderlich, Prostatakrebs auszuschließen, bevor mit der Behandlung mit Testosteronpräparaten begonnen wird
- das Wachstum eines bestehenden Prostatakarzinoms kann beschleunigt werden
- bei älteren Patienten das Risiko für die Entwicklung eines Prostatakarzinoms bzw. einer Prostatahyperplasie erhöht
- Androgene können die Entwicklung eines subklinischen Prostatakrebses und einer benignen Prostatahyperplasie beschleunigen (insbesondere bei Anwendung hoher Dosen)
- Knochenmetastasen
- Anwendung mit Vorsicht bei Krebspatienten, bei denen z.B. aufgrund von Knochenmetastasen ein Risiko für eine Hypercalcämie (und eine damit verbundene Hypercalcurie) besteht, mit Vorsicht
- regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel im Serum empfohlen
- Anwendung mit Vorsicht bei Krebspatienten, bei denen z.B. aufgrund von Knochenmetastasen ein Risiko für eine Hypercalcämie (und eine damit verbundene Hypercalcurie) besteht, mit Vorsicht
- Lebertumore
- Fälle von benignen und malignen Lebertumoren bei Anwendern von hormonalen Substanzen, z. B. androgenen Verbindungen, berichtet; vereinzelt mit lebensgefährlichen intraabdominalen Blutungen
- bei Auftreten schwerer Oberbauchbeschwerden, einer Lebervergrößerung oder Anzeichen einer intraabdominellen Blutung Lebertumor in differentialdiagnostische Überlegungen einbeziehen
- das Arzneimittel gegebenenfalls absetzen
- Fälle von benignen und malignen Lebertumoren bei Anwendern von hormonalen Substanzen, z. B. androgenen Verbindungen, berichtet; vereinzelt mit lebensgefährlichen intraabdominalen Blutungen
- Prostata
- andere Erkrankungen
- Patienten mit schwerer Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz oder ischämischer Herzerkrankung
- sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
- ernsthafte Komplikationen durch die Therapie mit Testosteron möglich, charakterisiert durch Ödeme, die mit oder ohne kongestiver Herzinsuffizienz einhergehen können
- in diesem Fall sofortiger Therapieabbruch
- Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht durchgeführt
- Testosteronersatztherapie bei diesen Patienten nur mit Vorsicht
- Patienten nach einem Herzinfarkt
- sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
- Patienten, die zu Ödemen neigen
- Vorsicht geboten, da Androgen-Behandlung Natrium- und Wasserretention verstärken kann, z. B. im Falle einer schweren kardialen, hepatischen oder renalen Insuffizienz oder einer ischamischen Herzerkrankung
- sofortiger Therapieabbruch im Falle ernsthafter Komplikationen, die durch Ödeme mit oder ohne kongestive Herzinsuffizienz charakterisiert sind
- Patienten mit erworbenen oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen
- grundsätzlich die für Patienten mit erworbenen oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen geltenden Einschränkungen bei der Anwendung intramuskulärer Injektionen stets einhalten
- Berichte, dass Testosteron und seine Derivate die Wirkung von Coumarin abgeleiteter oraler Antikoagulantien steigern
- in hoher Testosteron-Dosierung ggf. Bedarf an Antikoagulantien herabgesetzt
- Patienten mit Thrombophilie oder Risikofaktoren für venöse Thromboembolien (VTE)
- Vorsicht geboten
- Studien und Berichten nach Markteinführung gibt es Fälle von Thrombosen (z. B. tiefe Venenthrombose, pulmonale Embolie, okulare Thrombose) unter Therapie mit Testosteron
- thrombophile Patienten
- auch VTE-Fälle unter einer Antikoagulationsbehandlung berichtet, weshalb die Fortsetzung der Testosteronbehandlung nach dem ersten thrombotischen Ereignis sorgfältig abgewogen werden sollte
- im Falle einer Fortsetzung der Behandlung sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um das individuelle VTE-Risiko zu minimieren
- Patienten mit Epilepsie oder Migräne
- Anwendung nur mit Vorsicht, da Gefahr der Verschlimmerung
- sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
- Diabetiker
- evtl Senkung des Insulinbedarfs / der Antidiabetika-Dosis
- verbesserte Insulinempfindlichkeit bei androgenbehandelten Patienten, die nach der Testosteronersatztherapie normale Testosteron-Plasmaspiegel erreichen, möglich
- Patienten mit Schlafapnoe
- Risiko der Verstärkung einer vorbestehenden Schlafapnoe im Zusamnenhang mit Risikofaktoren wie Adipositas oder chronischen Atemwegserkrankungen
- Hypertonie
- Anwendung mit Vorsicht bei Mannern mit arterieller Hypertonie mit Vorsicht angewandt werden
- sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
- Testosteron kann einen Anstieg des Blutdrucks bewirken
- Patienten mit schwerer Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz oder ischämischer Herzerkrankung
- übermäßige Androgenexposition
- Hinweis auf ggf. erforderliche Dosisanpassung durch bestimmte klinische Symptome, wie
- Reizbarkeit
- Nervosität
- Gewichtszunahme
- lang anhaltende oder häufige Erektionen
- wenn in Einzelfällen häufige oder anhaltende Erektionen auftreten, sollte die Dosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden, um Verletzungen des Penis zu vermeiden
- bei Persistieren der Symptome einer übermäßigen Androgenexposition oder Wiederauftreten während der Therapie im empfohlenen Dosierungsregime
- Absetzen der Testosteron-Therapie
- Hinweis auf ggf. erforderliche Dosisanpassung durch bestimmte klinische Symptome, wie
- Testosteron ist nicht geeignet zur Behandlung der männlichen Sterilität
- Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit
- Androgene, wie z.B. Testosteron, sind nicht dazu geeignet, bei gesunden Personen die Muskelentwicklung zu fördern oder die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern
- Testosteron wurde missbrauchlich eingesetzt; typischerweise in höheren Dosen als die für die zugelassene(n) Indikation(en) empfohlenen Dosen und in Kombination mit anderen anabolen androgenen Steroiden
- der Missbrauch von Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen
- darunter kardiovaskuläre (mit in einigen Fallen tödlichen Folgen)
- hepatische und/oder psychiatrische Ereignisse
- Abhängigkeits-und Entzugssymptome, wenn die Dosis erheblich reduziert oder die Anwendung abrupt eingestellt wird
- der Missbrauch von Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken und von einem Missbrauch ist abzuraten
- Hinweise zur Anwendung
- Arzneimittel exakt intramuskulär und sehr langsam (über 2 Minuten) injizieren
- pulmonale Mikroembolie mit öligen Lösungen kann in seltenen Fällen zu Symptomen wie Husten, Dyspnoe, Unwohlsein, Hyperhidrosis, thorakale Schmerzen, Schwindel, Parästhesie oder Synkope führen.
- Reaktionen können während oder unmittelbar nach der Injektion auftreten und sind reversibel
- Patient deshalb während und unmittelbar nach jeder Injektion beobachten (rechtzeitige Erkennung von Anzeichen und Symptomen einer öligen pulmonalen Mikroembolie)
- Behandlung gewöhnlich mit unterstützenden Maßnahmen, z. B. durch zusätzliche Sauerstoffgabe
- Verdachtsfälle von anaphylaktischen Reaktionen im Anschluss an Injektion berichtet
- Hinweise für Sportler
- Anwendung von Testosteron kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Androgene sind nicht dazu geeignet, bei gesunden Personen die Muskelentwicklung zu fördern oder die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern
- gesundheitliche Folgen der Anwendung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen nicht auszuschließen
- ältere Patienten
- es liegen nur wenige Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit bei der Anwendung von Testosteron bei Patienten über 65 Jahren vor
- gegenwärtig gibt es keinen Konsens über altersspezifische Testosteron-Referenzwerte
- es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die Testosteron-Serumspiegel physiologisch mit zunehmendem Alter absinken
- Risiko für die Entwicklung eines Prostatakarzinoms bzw. einer Prostatahyperplasie kann erhöht sein
- vor Beginn der Therapie Prostatakarzinom ausschließen
- im Verlauf der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen des Prostatabefundes angezeigt
- Frauen
- Testosteron darf nicht bei Frauen angewendet werden, da je nach individueller Empfindlichkeit gegenüber androgenen Impulsen bei Frauen Anzeichen einer Virilisierung auftreten können, wie z. B. Akne, Hirsutismus, Veränderungen der Stimme
- Kinder
- bei Kindern kann Testosteron, neben der Maskulinisierung/Virilisierung, auch das Wachstum und die Knochenreifung beschleunigen und so einen vorzeitigem Verschluss der Epiphysenfuge verursachen, was eine Verminderung der endgültigen Körpergröße zur Folge hat
- zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist der individuelle Zulassungstatus des jeweiligen Produktes ist zu beachten
- bei Kindern kann Testosteron, neben der Maskulinisierung/Virilisierung, auch das Wachstum und die Knochenreifung beschleunigen und so einen vorzeitigem Verschluss der Epiphysenfuge verursachen, was eine Verminderung der endgültigen Körpergröße zur Folge hat